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Artikel-Schlagworte: „Parador“

Las Lajas – El Parador

Heike, eine Leserin unseres Wandertagebuches, gab den Hinweis, dass es eine sehr schöne Tour vom Grillplatz Las Lajas bis zum Parador gibt.

Da ich schon seit Jahren – genau seit 2. Dezember 2008, als wir auf den Sombrero de Chasna stiegen und den Hinweis „Sendero 31“  sahen – diesen Abzweig gehen will, gab dieser Tipp den Ausschlag.

Heute ist es nun endlich soweit: Elisabeth und ich gehen die Tour an.
Wettervorhersage 20 Grad, Sonne. Genau richtig.

Vorab: Eine zwar anstrengende aber wunder-wunderschöne Bergtour!

Wanderwegstreck: Mit einigen Irrungen waren wir 4 3/4 Stunden unterwegs 9,4 km, 400 m rauf und 370 m runter

Um um 9:15 Uhr wollen wir mit dem Bus 342  ab Busbahnhof Costa Adeje bis Zur Zona Recreativa Las Lajas-Vilaflor fahren.
Ein Paar besteigt den Bus mit Ausdrucken der Buchung für die Fahrt. Da der Busfahrer die neue Möglichkeit der Buchung und Bezahlung der Fahrt per Internet offensichtlich nicht kannte, gab es eine Verzögerung, da er erst mal fragen gehen musste.
Aber: Um 10:30 Uhr entließ er uns mit einer Gruppe Fahrradfahrer an unserem Wanderausgangspunkt in Las Lajas.
Die üblichen Vorbereitungen, GPS aktivieren, Handys mit dem programmierten Wanderverlauf über das Programm komoot einschalten: und die böse Überraschung: es funktioniert weder Elisabeths noch mein Handy.
Jedoch wir sind unverzagt, sehen auf dem Kiefernnadelboden viele Steinmännchen, denen wir unverdrossen aufwärts folgen. Wir sind vielleicht eine ½ Stunde aufgestiegen als sich meine „Trulla“, Sprecherin von komoot plötzlich meldet: „Du hast die Tour verlassen, die Tour liegt 190 m rechts von dir.“
Na prima. Also queren wir auf’s Gradewohl die Hänge, und hangeln uns immer weiter rechts. Müssen ein großes Stück wieder absteigen bis uns dann mitgeteilt wird: „noch 30 m dann bist du zurück auf der Tour“.

Wir waren wohl – wie wir später nachvollzogen haben –  auf der Diretissima zum Roque los Almendros.

Als wir nun den richtigen Pfad hatten, war es ein Kinderspiel. Hinauf, hinauf, rechts stets den mächtigen Koloss des Sombrero de Chasna vor uns, unter uns ein Wolkenmeer wie Watte und wir bestaunen die Baumveteranen der Kanarischen Kiefer, die den Brand überlebt haben. So knorrige Exemplare haben wir nur damals auf der Wanderung vom Parador nach Cruz de Tea gesehen.

Kurz vor 12 Uhr sind wir an dem Abzweig, den wir damals gesehen haben.
„Nr. 31 Cumbres de Ucanca“  3 ½ Stunden werden angezeigt und hoher Schwierigkeitsgrad. Auch gibt es Hinweise auf die Area Recreativa Las Lajas sowie nach Vilaflor und für uns jetzt interessant zur Degollada de Ucanca und zum Parador.
Zusätzlich zu den Täfelchen „Sendero 31“ gibt es auch noch leuchtend blaue Punkte auf den  Steinen.
Nur 15 Minuten später haben wir uns so weit hochgearbeitet, dass wir über den „Tellerrand“ schauen können und den Teide und den Pico Viejo vor uns haben.
Noch ein paar Minuten weiter und wir sagen nur noch OHHH!
Teide, die Caldera, Llano de Ucanca liegen ausgebreitet vor uns.
Die blaue Gesteinsfärbung der „Azulejos“ ist gut auszumachen. Linker Hand sehen wir die Berge Roque de los Almendros (2523m), El Sombrero (2531 m) und El Sombrerita (2328 m) auf unserer Höhe. Richtung Meer der Sombrero de Chasna (2411 m) und rechts den Guajara (2718 m).
Da weiß man wofür man sich angestrengt hat!

Die weitere Strecke zeigt uns rechts wie links die wunderschönsten Ausblicke, aber: es pfeift ein eisiger Wind und wir sind froh, dass wir Anoraks dabei haben,  bedauern, keine Handschuhe eingepackt zu haben.
Hier oben: strahlend blauer Himmel ohne das klitzekleinste Wölkchen

und an anderer Stelle ein Schauspiel der Wolken wie sie aufziehen und weiterziehen,


dunkle Wolken sich in die weißen Wolken mischen.

Der Pfad führt zum Teil dicht an der Abbruchkante Richtung Caldera vorbei, dann rechts wieder etwas tiefer. Es geht rauf und runter. Immer wieder sehen wir die Täfelchen „Sendero 31“. Viele Tafeln sind in der ganzen Gegend aufgestellt „Parque National“ damit wir ja nicht vergessen, in welch‘ bevorzugter Landschaft wir uns bewegen.

13:15 Uhr: Apfelpause. Wir haben eine windstille Stelle gefunden und der Blick Richtung Meer ist grandios: Aus dem Wolkenmeer erheben sich die höchsten Erhebungen von Gran Canaria und – was wir noch nie gesehen haben – wir glauben so gar Fuerteventura schemenhaft ausmachen zu können.

Ginsterbüsche dominieren hier oben und eine Vielzahl der Skelette des Wildprets Natternkopfes, schlicht: Teide-Tajinaste“ verzieren die Landschaft und noch Schneeflecken haben sich gehalten.

Gegen 13:40 Uhr haben wir dann ein dickes Problem: Sowohl Elisabeths Handy als auch meins haben sich gleichzeitig ausgeschaltet. Somit keinerlei Ansagen mehr noch Karten zum Orientieren zur Verfügung.
Wir sind gewissenhaft den Hinweisschildchen gefolgt und kommen nun zu einem Abbruch: kein Täfelchen,  zwar einige Steinmännchen, die uns aber nicht weiterhelfen. Wir gehen zurück, wir versuchen verschieden Abstiege, die uns alle viel zu gefährlich sind, 20 Minuten hat uns die Suche gekostet bis

Elisabeth zwischen den mächtigen Felsbrocken einen Spalt entdeckt und hier geht der Weg weiter. (Unser kleiner GPS-Logger, den wir zur Aufzeichnung der gegangenen Tour – neben den Smartphones – immer mitführen, hat unsere Irrungen präzise aufgezeichnet.)


Als wir dadurch sind: sehen wir: „Sendero 31“. 
Die Schwierigkeit ist, die Wanderung ist vom Parador her ausgeschildert und nicht von Las Lajas, so dass wir aus unserer Sicht eben keine Sicht auf die Kennzeichnung hatten.

Was sind wir froh! Nun geht es wieder auf gut auszumachendem Pfad weiter. Ein einsamer Wanderer kommt uns entgegen.
Wir marschieren nun sehr erleichtert durch eine so phantastische Landschaft die ihresgleichen sucht. Beeindruckend!

Rechter Hand haben wir als steten Begleiter das Massiv des Guajara (2717) dem vierthöchsten Berg auf Teneriffa und die Felsformationen wechseln stets.

Die vielfältigen Felsformationen lassen uns immer wieder schauen und staunen.

Um 14:30 Uhr rufen wir meinen lieben Mann an, der für uns wieder Taxi IrmEli machen und uns am Parador abholen will, sollten wir früh dort sein. Das hat sich durch unsere Suche nach dem richtigen Abstieg erübrigt. Wir können froh sein, wenn wir um 16 Uhr den Bus vom Parador erreichen, da wir nicht wissen, wie lange wir noch brauchen werden.

Nur 5 Minuten später gelangen wir an an den Sattel der Degollada de Ucana. Der Hinweis „Cañada Blanca“ ist für uns richtig.
Was auch interessant ist: Sendero 15 führt von hier auf den Guajara.

In den Fels ist der Einstieg zum Abstieg eingeschnitten und dieser Teil ist uns von einer Wanderung im Jahre 2003 her noch in Erinnerung, als wir mit der großen Wandergruppe den Aufstieg auf den Guajara gesucht und nicht gefunden haben. Ausgeschildert war damals noch rein gar nichts und so gut präpariert war der nun wirklich gut zu gehende Weg auch nicht.
Jedoch, Vorsicht ist geboten, reine Nordseite und es haben sich noch große Flecken Schnee, der inzwischen gefroren ist und Eisplatten gehalten.

Zügig kommen wir voran, sehen schon die Piedras Amarillas.

Eine halbe Stunde haben wir für den Abstieg gebraucht und kommen an die nächste Hinweistafel: noch 0,8 km bis zum Parador, der Sendero 4, gut bekannt. Nur sind wir ihn noch nie am Ende einer Wanderung gegangen, bisher war er stets der Beginn einer Tour.

15:30 Uhr: Geschafft!

Natürlich ein kurzer Besuch im Infobüro, um auch mitzuteilen, dass, kommt man von Las Lajas, die Wegfindung schwierig ist. Was uns die Dame am Schalter bestätigte.

So, die Zeit reicht noch für einen Becher Milchcafé, denn um 16 Uhr soll ja der Bus 342  wieder zurückfahren. Kommt auch überpünktlich, dann aber – wieso – warum – weshalb – fährt er 20 Minuten verspätet ab. Zwei Herren steigen noch zu und nach der Abfahrt etwas später hält der Bus nochmals, um noch die Begleiterinnen der Herren einsteigen zu lassen.
Das ist wohl Service!
Dann ist der Busfahrer so nett und hält in La Camella – obwohl keine Haltestelle –  um mich aussteigen zu lassen.

Fazit:
Eine wirklich wunderschöne Tour und wir sind auch ganz angetan, dass wir sie – bis auf die Suche nach dem Abstieg – problemlos gemeistert haben.

Sollten wir sie nochmal gehen, würden wir jedoch den Aufstieg – wenn auch etwas länger – von der bekannten Route auf den Sombrero de Chasna von der   TF 21 km 59 1/2  aus gehen.

Danke nochmal, liebe Heike! Ihr seid wohl bei der Wegfindung etwas geschickter gewesen.

Besonderheit:
Parque Nacional

Der Nationalpark befindet sich in der Mitte der Insel Teneriffa, nördlich eingegrenzt durch das Orotavatal und südlich duch den Kiefernwald vonVilaflor. Der Park ist auf die Gemeindebezirke Adeje, Fasnia, Garachico, Granadilla de Abona, Guia de Isora, Icod de los Vions, La Cuancha, La Orotava, Los Realejos, San Jaun de la Rambla, Santiago del Teide und Vilflor verteilt.

Es handelt sich hier um das einzige Gebiet eines subtropischen Hochgebirges in Europa. Dieses Merkmal ist ausschlaggebend für den biologischen Reichtum, und viele hier anzutreffende Arten sind nur in diesem Park zu finden.
Was zuerst auffällt, ist der große Kessel, der Circo de las Cañadas, eine Depression mit einem Durchmesser von etwa 17 km. Diese wird im Nordosten, Osten und Süden durch abrupte Steilhangzonen mit einem Gefälle von bis zu 700 m eingegrenzt . Darüber liegt der Teide, der über 2000 m Höhe erreicht und von den Feuchteinflüssen ausgenommen ist, die durch die Passatwinde hierher gelangen. Die klimatischen Bedingungen sind hier völlig anders als auf der restlichen Inselgruppe. Die zu jeder Jahreszeit niedrige relative Luftfeuchtigkeit und der >Mangel an Niederschlägen verursachen eine Trockenheit, die schwerlich mit anderen Berglandschaften vergleichbar ist. Diese Eigenheiten führen je nach der Jaheszeit, zu der man die Gegend besucht, zu einem völlig unterschiedlichen Anblick: entweder vollkommen weiß von Schnee im Winter oder voll an lebendigen Farben im Frühling oder aber trocken und karg im Sommer.

Gesetzgebung:
Durch Erlass vom 22. Januar 1954 wurde das Gebiet zum Nationalpark erhoben. Das Gesetzt 5/1981 vom 25. März 1981 legt unter Anwendung des Gesetzes über geschützte Naturräume ein Sonderrechtssystem für den Park fest. Am 2. Juli 1999 wurde die Erweiterung des Nationalparks auf die heutige Fläche von 18.990 ha beschlossen.

Auszug aus dem Informationsblatt „Teide – Parque National“ herausgegeben
durch den Veröffentlichungsdienst der Nationalparks.

Parador –– Cruz de Tea

Wir wollten mal erkunden, ob es möglich ist vom Parador über den Guajara-Sattel – Schwarze-Mondlandschaft – Weiße Mondlandschaft – Campamento  Madre del Agua nach Cruz de Tea zu gelangen.
Ja! Es ist möglich und es ist eine wunderschöne Wanderung.

Elisabeth meinte schon ich soll sie die „Wanderung der Pinos gordos – dicke Pinien“  betiteln, da man gut eine Stunde durch den Pinienwald mit Musterexemplaren der Kanarischen Kiefer geht wie wir sie noch nie in dieser Vielzahl angetroffen haben.

Wanderwegstrecke: 6 Stunden, inklusive 10 Minuten Apfelpause, 16,22 km und ca. 1600 Höhenmeter

Fast schon Routine: wir fahren mit dem Bus 342 um 9.15 Uhr ab Busbahnhof Playas de las Américas.
Um 10.35 Uhr steigen wir am Parador aus und gleich rechts, neben dem Informationsstand, biegen wir in den schmalen abzweigenden Pfad ein.

Neu: Der Große Wanderweg, der von Esperanza nach Arona führt „GR   131“ ist nunmehr auch hier ausgeschildert und unterwegs begegnen wir häufiger den diversen Hinweisen.

Ein großer Teil der heutigen Tour ist absolut identisch mit der Wanderung „ Über den Sattel des Guajara zur Schwarzen und Weißen Mondlandschaft nach Vilaflor“, die wir zum Saisonstart im Oktober 2010 gemacht haben.

Eine kleine Leistungssteigerung können wir feststellen, denn heute brauchen wir bis zum Aufstieg zum Guajara-Sattel 50 Minuten.
Obwohl wir hier schon mehrfach gegangen sind, begeistern die Fels- formationen  stets auf’s Neue und der Blick auf den Teide und die Weite der Caldera ist halt einfach beeindruckend.
Zudem haben wir Traumwetter: Sonnenschein und es weht ein leichtes Lüftchen.
Den steilen, im Zick-Zack führenden Weg bewältigen wir in einer knappen halben Stunde und im Sattel angekommen ziehen wir erst mal unsere Vliesjacken an, denn das leichte Lüftchen hat sich zu einem heftigen, kalten Wind entwickelt.

Der Blick zur Küste ist zwar besser als damals, jedoch leicht trübe.
Wir biegen hier oben wieder rechts ab auf den mit „GR 131“ und   „Sendero 15“, rot-weiß markierten Pfad und – obwohl bekannt – muss ich einige Fotos der phantastischen Landschaft machen.
Nach einem Aufstieg trennen sich die Wege: rechts geht es hoch zum Guajara (2712 m) und wir gehen auf dem unteren Weg Richtung Schwarze Mondlandschaft.
Nach gut zwei Stunden Gehzeit erreichen wir den faszinierenden Weg durch diese einzigartige Landschaft:
Mit viel Mühe wurde der Weg präpariert: weiße Steine säumen den Pfad durch Lavagrus.
Natürlich wieder ein Abstecher rechts Richtung Barranco de las Arenas, um bei gutem Licht und guter Sicht nochmal die Felsgebilde zu betrachten.

Auf diesem eingefassten Weg bleiben wir  bis zum Kiefernwald-Saum.

Wir biegen nicht – wie im Oktober 2010 – nach rechts ab, um auf dem Weg „GR 131“ Camino Natural Anaga – Chasna” zu bleiben.
Ab hier beginnt unsere Erkundung, denn nunmehr – obwohl präpariert – gibt es keinen Hinweis mehr, wohin der Weg führt.

Achtung: Wer die weiße Mondlandschaft noch nicht kennt, sollte unbedingt hier der Ausschilderung „GR 131“ folgen und dann später dem weiteren Hinweis „0,4 km zur weißen Mondlandschaft“.
Sie ist unbedingt sehenswert!!!!

Am Beginn des Kiefernwaldes, der Corona Forestal,  zeigt ein dickes Steinmännchen, dass hier wohl ein richtiger Weg ist, aber wohin ?
Wir hoffen, oberhalb der weißen Mondlandschaft auszukommen. Dem ist nicht so, wir sehen sie dieses Mal nur von hinten.
Nicht schlimm, denn wir sind sie schon von oben nach unten und von unten nach oben und als Rundkurs gegangen. Die heutige Perspektive ist für uns neu.
Darum machen wir auch hier unsere obligatorische Apfelpause.

Zum Weg: Er führt durch den duftenden Kiefernwald in Serpentinen vorbei an riesigen Kiefern, wie wir ihnen in dieser Ansammlung noch nie begegnet sind.

Ein mit dicken Steinen bedeckter Wasserkanal führt in direkter Linie durch den Wald; wir queren ihn und sehen rechts einen, mit einem Steinmännchen markierten Weg abzweigen.
Diesem folgen wir und haben den Blick auf die Rückseite der Felsformationen der Weißen Mondlandschaft.

Eine gute Stunde gehen wir stets abwärts auf dem gut auszumachenden Pfad durch den Wald. Dann haben wir den ersten Hinweis, wo wir uns in etwa befinden: bei der Galeria Sauce de Granadilla.
Zwei neue Gebäude sind hier zur Wasserverteilung, Wasseraufbereitung errichtet. Etwas unterhalb stehen noch die Reste des ehemaligen Gebäudes aus dicken Steinen.
Wir queren den etwas unterhalb verlaufenden alten Kanal, bei einer dicken Kiefer, nehmen rechts den Trampelpfad abwärts und lassen die breite Forststraße im wahrsten Sinne des Wortes links liegen. Nunmehr begleitet uns der Kanal links.
Nur 10 Minuten später erreichen wir das Campamento Madre del Agua.
Ein riesiges Gelände mit vielen ansprechenden Holzhäuschen im Parque Natural Corona Forestal.

Von hier aus gehen wir auf der Forststraße links, kommen kurz darauf an den Hinweis „Madre del Agua a Las Vegas 6.000 mts ? horas“ aber keine Information, die  Cruz de Tea betrifft.

Intuitiv gehen wir auf der breiten Forststraße rechts bis wir 5 Minuten später links einen schmalen Pfad abgehen sehen.
Zur Orientierung: bevor die Straße einen kleinen Anstieg macht liegt rechts eine kleine freie Fläche und hier steht auf einem Felsen eine dicke Kiefer.
Käme man von der anderen Richtung, könnte man an einem dicken Stein einen weißen Pfeil ausmachen.
Unterhalb sieht man zwei Wasserleitungsrohe, die abknicken.
Zur Hilfe für spätere Wanderer haben wir ein Steinmännchen gesetzt.

Anfangs schlängelt sich der Weg zwischen dicken Felsbrocken, später zwischen Escobon- und Zistrosen-Büschen und nach 20 Minuten gelangen wir an das Hinweisschild links: „ PR TF 83.1 Las Vegas 7,4 km, Risco del Muerto 3,4 km“ geradeaus 5,6 km Cruz de Tea“ und rechts hoch PR TF 83.1 Los Escurriales 3,2 km (Paisaje Lunar)“
Rechts oben sehen wir auch die Gebäude liegen, die wir im September 2007 bei der Wanderung „ Barranco de Usasa“ in  Augenschein nahmen.

Nun wissen wir, dass wir auf der richtigen „Spur“ sind.
Das beflügelt, denn wir befinden uns in bekanntem Terrain.
Unterwegs bewundern wir wieder den aufwändigen Kanalbau, freuen uns, dass es nun wieder Frühling ist, dass es ringsum blüht und freuen uns über die zarten, blauschimmernden jungen Sprösslinge der kanarischen Kiefer.

Vorbei an den Lajas-(Platten-)Abbauflächen, rauf und runter gelangen wir nach 5 Stunden reiner Gehzeit an dieses Hinweisschild. Hier bogen wir im Februar bei der „ Wanderung von Cruz de Tea nach Las Vegas“ ab.

10 Minuten später betreten wir bei der Wasserverteilungsanlage wieder Asphalt.
Jetzt sehen wir es als den richtigen Zeitpunkt an, unsere Männer zu informieren, dass wir vermutlich in einer halben Stunde in Cruz de Tea sein werden.

Rasch sind wir am Kreuz und den ersten Häusern vorbei und nun nehmen wir den letzten Abschnitt nach Cruz de Tea in Angriff.
Er gleicht zwar einer breiten Avenida, ist aber durch die dicken Steine ganz scheußlich zu gehen.
Der Aufstieg im Februar fiel uns leichter.

Aber keine Müdigkeit vorschützen, es hilft alles nichts: da müssen wir noch durch. Eine gute halbe Stunde später sind wir in Cruz de Tea und haben Asphalt unter den Sohlen.
Welche Wohltat in diesem Fall!
Wir schreiten rasch aus und in Höhe der Kirche sammeln uns unsere lieben Taxifahrer ein.

Fazit:
Es überrascht sicher nicht, wenn ich schon wieder sage: Die Tour war wunderschön, abwechslungsreich, der Duft der Kiefernnadeln wunderbar, richtiges Wanderwetter – nicht zu warm – nicht zu kalt  und unser Entdeckergeist war auch zufrieden.

Restaurant:
Tasca El Horno, Calle Buen Viaje Nr. 39, Cruz de Tea
Gute, empfehlenswerte Küche
Montags: Ruhetag

Anfahrt:
9.15 Uhr Bus Linie 342 vom Busbahnhof Playas de las Américas bis Parador
Abfahrt:
Cruz de Tea mit privatem Taxi oder
Bus 474 fährt ab La Escalona um 15.15 Uhr oder 19.15 Uhr via Cruz de Tea nach Granadilla

 

El Filo

Dieser Wanderweg führt über die Kämme der Talsenke Caldera de las Cañadas

Die heutige Wanderung haben wir aus verschiedenen Gründen vor uns hergeschoben.
Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Vermutlich jetzt, denn Schnee und Eis sind bis auf minimale Fleckchen abgetaut, der Ginster blüht noch nicht und somit besteht auch noch keine Gefahr durch Bienen und man wird noch nicht von der Sonne auf dieser schattenlosen  Strecke versengt.
Und wie ist der Weg?
laaaaaaang! 18 km

Wanderwegstrecke: exakt 6 Stunden, incl. 20 Minuten Pause
Fast sind wir in dieser Saison schon auf den Bus 342, Abfahrt 9.15 Uhr ab Busbahnhof Playa de las Américas in die Cañadas aboniert.
Um 10.40 Uhr starten wir unsere Tour am Parador. Der Aufstieg bis zum Sattel des Guajara ist identisch mit der am 14.10.2010 beschriebenen Wanderung „ Über den Sattel des Guajara zur Schwarzen und Weißen Mondlandschaft nach Villaflor.“
Darum Kurzfassung: Gleich rechts vom Informationsstand  auf den Pfad „Siete Cañadas“ bis zur Fahrstraße, hier links immer der Straße folgen bis zum Aufstieg zur Degollada Guajara, Sendero 5. Der steile Weg ist uns noch gut im Gedächtnis und nach exakt 1 ½ Stunden stehen wir oben vor der Informationstafel 
Wow! Hier sagt man uns, ab hier 6 h 30 min. Das bedeutet ja, dass wir 8 Stunden statt der von uns eingeplanten 6 Stunden vor uns haben. Dass der Schwierigkeitsgrad ziemlich hoch ist, das wussten wir.
Aber, wir haben uns nun mal heute die Tour vorgenommen. Was soll’s, wir gehen.
Aber erst mal ein Blick linker Hand auf den Teide (3718m) und rechter Hand auf die Küste.
Halten uns auf den mit den Täfelchen „Sendero 8“ und mit grünen Punkten markierten Weg links, um dann – kaum haben wir vom Aufstieg verschnauft – wieder gut 20 Minuten steil auf die Montaña Pasajirón (2529 m) anzusteigen.  Vor uns haben wir einige der zu umgehenden Berge, unter anderem die markante Spitze des Roque de la Grieta (2524 m). Zurück noch ein Blick auf den Guajara.   Zehn Minuten später der erste Blick auf die aus dem Dunst aufsteigende Insel Gran Canaria.
Der Weg führt uns nun bergab, bewundernswürdige Felsformationen begleiten die Strecke. Immer wieder „Sendero 8“ Täfelchen. Wir umrunden den nächsten Berg und gelangen auf eine Schotter-Fahrstraße. Dieser folgen wir erst eben, um dann weiter über immer schlechter werdenden Weg  nach Süden abzusteigen.
Da es sich ja um eine Kamm-Höhenwanderung handeln soll, kommen bei uns Zweifel auf, ob wir denn noch richtig sind, da inzwischen die Kennzeichnung aufgehört hat und wir uns auf den Kiefernwaldgürtel zu bewegen.
Wir sind uns jedoch sicher, keinen abgehenden Pfad verpasst zu haben und so wandern wir auf dieser Straße, die dann nach links abbiegt, weiter. Bis hierher sind wir 3 Stunden gegangen.
Geraume Zeit später blicken wir rechts unter uns auf 2 markante Kiefern.
Vor uns zieht sich der Weg als breites Band unterhalb des Roque Grieta entlang.
Um 14 Uhr erreichen wir ein Plateau, haben von hier einen phantastischen Blick in die Caldera und sehen links unten einen schmalen Trampelpfad, der zu uns heraufführt, jedoch nirgends eine Kennzeichnung.
Wenig später suchen wir uns eine windgeschützte Mulde und machen unsere obligatorische Apfelpause mit Blick auf die Insel Gran Canaria.
Hätten wir gewusst, dass kaum 5 Minuten später ein wunderschöner Hirtenunterstand mit „Fenster“ zum Teide ist, hätten wir unsere Rast hier abgehalten.
Kurz nach ½ 3Uhr haben wir den ersten Blick auf das Observatorium. Ein Lichtblick! Der sandige, leicht geröllige, breite Weg führt zwischen riesigen Ginsterbüschen und den kleineren Sträuchern der Teide Skabiose und des Besenschröterichs und den Skeletten der Teide-Tajinasten immer heiter weiter.
15.10 Uhr: Nach Stunden endlich wieder ein grüner Pfeil und ein grüner Punkt.
Hätten wir es nicht geahnt, so wüssten wir es jetzt: wir sind richtig!
Wir passieren eine umgefalleneTafel, die uns darauf hinweist, dass sich hier Militärgelände befindet und es gefährlich ist.
Eine halbe Stunde später erreichen wir wieder ein Plateau und hier  macht uns eine Schautafel schlau: Wir sind an der Montaña Guajara, Topo de la Grieta und Risco Verde vorbeigewandert. Vor uns haben wir den Teide, la Montaña Mostaza und la Fortaleza.
Ein Stück weiter – in der Collado Degollada de Abreo – rätseln wir, ob das links angebrachte Steinmännchen für uns relevant ist, denn unsere Absicht ist ja, bis nach El Portillo zu wandern und rein gefühlsmäßig müssten wir uns links halten.
Welch Wunder! In diesem Augenblick kommt strammen Schrittes ein Paar mit  Hunden angewandert. Und noch ein Wunder: Canarios, die sich hier gut auskennen.
Sie erklären uns, der Weg nach El Portillo führt links, unter der etwas später zu erreichenden Holzabgrenzung hindurch zu dem Weg „Siete Cañads“. Gehzeit geschätzt 1 bis 2 Stunden. Sie boten uns jedoch auch an, ihr Wagen stehe an der TF 24, unterhalb von Izaña, und da sie sowieso ins Orotavatal an El Portillo vorbeifahren, könnten wir mit ihnen kommen.
Keine Sekunde mussten wir überlegen und nahmen dankend das Angebot an.
Beflügelt wanderten wir plaudernd, dem Weg links folgend – rechts ein Blick auf den Berg Cerrilar (2361 m) und links nochmal ein unverstellter Blick auf den Teide – in einer halben Stunde bis zur TF 24.
Noch eine Schranke passieren und um 16.36 Uhr, also ziemlich genau nach 6 Stunden haben wir unser abgekürztes Ziel bei Km 39 erreicht. Also stimmte unsere ursprüngliche Planung in etwa: 6 Stunden Gehzeit.
Wir amüsierten uns königlich, denn als uns die freundlichen Canarios um kurz vor 17 Uhr am Restaurant El Portillo absetzten, stiegen unsere Männer gerade aus dem Auto. Wir haben dann dort noch bis ½ 6 Uhr in der Sonne sitzend Kaffé getrunken.
Das Abschlussessen gönnten wir uns nach dieser Tour (um nicht zu sagen: Tortur) im Restaurant Centileno oberhalb von Valle de San Lorenzo.

Fazit:
Will man seine Kondition auf den Prüfstand stellen oder seine Kondition verbessern, dann ist das eine hervorragende Tour.
Die Wegbegleiter: Links der Teide und rechts die Küste und die Insel Gran Canaria können einen nicht 6 Stunden ununterbrochen begeistern, da der Weg, bis auf die ersten 2 Stunden nicht wirklich abwechslungsreich ist und auch die bizarren Felsformationen nur im ersten Teil zu sehen sind.
Obwohl es jetzt aus klimatischer Sicht sicher die richtige Zeit ist, ist es schade die Tour jetzt zu gehen da rundherum auf anderen Strecken alles blüht, denn hier zeigt sich kein einziges, winziges Blümelein und auch kein einziger blühender Strauch.

Anfahrt:
Mit dem Bus 342 um 9.15 Uhr ab Busbahnhof  Playa de las Américas
Rückfahrt: bleibt nur ein privates Taxi.

Anmerkung:
Wir haben entgegen vielen anderen Beschreibungen die Wanderung ausgehend vom Parador begonnen, denn dann ist das private Taxi nur einmal gefordert.
Geht man von El Portillo  kann man es niemals zum Bus um 16 Uhr ab Parador schaffen.
Hat man Pech, dass zu viele Leute mit dem Bus mit wollen und viel Verkehr ist, kann es einem zudem passieren, wie uns auf der Wanderung von El Portillo zur Caldera, dass man in El Portillo erst um 12 Uhr ankommt.
Vom Schwierigkeitsgrad her denke ich ist kein großer Unterschied ob man unterhalb des Observatorium beginnt oder am Parador.

Empfehlung:
Sich vom privaten Taxi bei Km 39 an der TF 24 abholen lassen.

Restaurant:
Centilena

Etwa zwei Kilometer hinter Valle de San Lorenzo in Richtung San Miguel de Abona in einer langen Rechtskurve liegt der Mirador de la Centinela auf einer Art Terrasse.

Den grandiosen Ausblick über die Vulkankegel der Aldea Blanca del Llano sowie auf die Küste mit dem Südflughafen und den freundlichen Service gibt es hier gratis.

Roques de García

Will man auf dichtestem, kürzestem Raum die vielfältigsten und vielfarbigsten Gesteinsformationen sehen, ist diese Rundwanderung um die Roques de García das beste Lehrbeispiel.

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