{"id":1104,"date":"2006-08-30T19:30:46","date_gmt":"2006-08-30T18:30:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/?p=1104"},"modified":"2020-05-08T20:24:43","modified_gmt":"2020-05-08T19:24:43","slug":"die-wasserwege-der-zaren-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/die-wasserwege-der-zaren-7\/","title":{"rendered":"Die Wasserwege der Zaren (7)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong>St. Petersburg \u2013 Moskau<\/strong><br \/>\n<strong>20.8. bis 30.8.2006<\/strong><\/p>\n<p><strong>Samstag, 26.8.2006<\/strong><\/p>\n<p>Es regnet!<br \/>\nNach dem reichhaltigen Fr\u00fchst\u00fcck h\u00f6re ich mir einen Vortrag von Julia \u00fcber \u201eGorbatschow &amp; Perestroika\u201c an. Sie ist gut geschult, arbeitet mit PC und Leinwand und gestaltet es viel ansprechender als Nelly. \u00dcbrigens: Julia ist Deutschlehrerin und arbeitet von Mai bis Oktober auf dem Schiff, daf\u00fcr gibt ihr ihre Schuldirektorin frei. Sie hat deutsch im Goethe-Institut gelernt.<br \/>\nSie erl\u00e4utert, dass Michail Gorbatschow, der im Jahre 1985 an die Macht kam, mit seiner Politik von Perestroika und Glasnost das politische Klima grundlegend ver\u00e4nderte. Seine Ziele waren die Liberalisierung der Wirtschaft, Pressefreiheit und eine \u00c4nderung der Ver-fassung. Die Reformen Gorbatschows wurden jedoch als inkonsequent kritisiert.<br \/>\nSie geht auf Glasnost =\u00a0 Klarheit und die Perestroika = Umgestaltung ein. Aber auch hier der Tenor: Gorbatschow ist im Westen der liebe \u201eGorbi\u201c und in Russland eine gehasste Person.<br \/>\nEin fehlgeschlagener Staaatsstreich im August 1991 beschleunigte den Niedergang des kommunistischen Regimes und l\u00e4utete sein Ende ein.<br \/>\nJulia brachte, um die verschiedenen Aeren der Pr\u00e4sidenten und ihre Wirkungsweise darzulegen, folgende Geschichte:<br \/>\nEs wird eine Bahnstrecke in die Zukunft gebaut und die Schienen sind zu Ende:<br \/>\nLenin sitzt im Zug und als sie zum Ende der Strecke kommen, da ruft Lenin die Bewohner Russlands zusammen und spricht zu ihnen: \u201eLiebe Genossinnen und Genossen,\u00a0 wir bauen f\u00fcr unsere Kinder eine gl\u00fcckliche Zukunft.\u201c und\u00a0 alle packen an und die Fahrt kann fortgesetzt werden.<br \/>\nStalin sitzt im Zug. Ihm ergeht es ebenso. Die Schienen sind zu Ende. Er befiehlt: \u201eJeder Zweite wird erschossen und die anderen werden zur Zwangsarbeit gezwungen.\u201c Die Fahrt geht weiter.<br \/>\nCruschtschow sitzt im Zug. Die Schienen sind zu Ende. Er befiehlt: \u201cBaut die Schienen hinten ab und vorne setzt sie wieder dran\u201c. Die Fahrt geht weiter.<br \/>\nBreschnew sitzt im Zug. Die Schienen sind zu Ende. Er befiehlt: \u201eZieht die Vorh\u00e4nge zu,<br \/>\ndie eine H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung schaukelt den Zug, die andere macht die entsprechenden Ger\u00e4usche.<br \/>\nGorbatschow sitzt im Zug. Die Schienen sind zu Ende.\u00a0 Er h\u00e4lt eine Rede: \u201eLiebe Mitb\u00fcrgerinnen und Mitb\u00fcrger! Hier ist die Reise zu Ende.\u201c<br \/>\nDas soll uns symbolisieren, dass Gorbatschow Russland ins Aus gef\u00fchrt hat, ist Julias Aussage.<\/p>\n<p>Den Vortrag von Nelly \u00fcber die Russische K\u00fcche spare ich mir und bin dann auch sehr froh, als ich erfahre, dass die Teilnehmer emsig Servietten gefaltet haben und keine Rezepte erhielten.<\/p>\n<p>Wir befahren schon seit geraumer Zeit den Rybinsker Stausee. 1941 begann man mit der \u00dcberflutung der Gebiete zwischen der oberen Wolga und den Fl\u00fcssen Mologa und Scheksna.<br \/>\nMit der Fertigstellung des Damms und des Wasserkraftwerks bei Rybinsk war der s\u00fcdlichste Teil des Wolga Baltik Kanals fertiggestellt und erreicht eine Fl\u00e4che von 4.500 qkm. Der Stausee ist fast zehnmal so <a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1451.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1106\" title=\"SANY1451\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1451-150x112.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1451-150x112.jpg 150w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1451-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1451.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>gro\u00df wie der Bodensee, jedoch nur mit einer Durchschnittstiefe von f\u00fcnf Metern. Rund 700 Ortschaften, Dutzende von Kirchen und drei Kl\u00f6ster sind in diesem \u201erussischen Atlantis\u201c in den Fluten versunken, etwa 150 000 Menschen wurden zwangsweise umgesiedelt. Eine Kirche ragt aus dem Wasser und es geht die Sage, dass ihre Glocken wie von Geisterhand zu l\u00e4uten begannen, als der Pegel immer h\u00f6her stieg.<br \/>\nBeim Verlassen es Stausees nimmt das Schiff Kurs auf den linken Flussarm und f\u00e4hrt in die Schleuse von Rybinsk, die von einer Statue der Wolga-Mutter dominiert wird.<\/p>\n<p>Nachdem ich \u00fcber die diversen Gew\u00e4sser berichtet habe, soll die Wolga, auch wenn wir nur ein winziges St\u00fcck von ihrer Gesamtl\u00e4nge von 4.000 km befahren, nicht zu kurz kommen, denn immerhin ist die Wolga der l\u00e4ngste Fluss Europas. Ihre Quelle befindet sich in den abgelegenen Valdai-Bergen im Westen und S\u00fcden des Rybinsker Stausees. Die Wolga verl\u00e4uft in M\u00e4andern \u00f6stlich und n\u00f6rdlich des Reservoirs, \u00e4ndert dann ihre Richtung, flie\u00dft weiter nach S\u00fcdosten Richtung Jaroslvl und m\u00fcndet schlie\u00dflich ins Kaspische Meer. Die H\u00e4lfte der Schiffsfracht Russlands wird \u00fcber die Wolga transportiert, und das Wolga Wasser wird zur Bew\u00e4sserung der Steppenregion des S\u00fcdens genutzt. Fast auf seiner gesamten L\u00e4nge ist der Fluss schiffbar, und zwar von M\u00e4rz bis Mitte Dezember. Das russische Volk f\u00fchlt sich seit jeher eng mit der Wolga verbunden. Der Strom hat mythologischen Status und inspirierte zahlreiche Dichter, Maler und Musiker. Die\u00a0 Boote wurden vom Ufer aus an langen Seilen von M\u00e4nnern gezogen. Damals war menschliche Arbeitskraft billiger als Pferde oder andere Zugtiere. Um sich die schwere Arbeit zu erleichtern, sangen die M\u00e4nner, w\u00e4hrend sie im Rhythmus ihres Gesangs zogen.<br \/>\nIm 20. Jahrhundert wurden zahlreiche Wasserkraftwerke gebaut, um die Stromversorgung des Landes zu verbessern. Dadurch wurde der Fluss in eine Kette von riesigen Reservoirs eingeteilt. Die vollst\u00e4ndige Eind\u00e4mmung des Flusses wird heute als ein gro\u00dfer Fehler erkannt, sowohl aus \u00f6kologischer als auch aus wirtschaftlicher Sicht.<br \/>\nEs wurden nicht nur riesige Waldfl\u00e4chen \u00fcberflutet und das \u00d6kosystem zerst\u00f6rt, sondern der Stromgewinn war vernichtend klein und stand in keinem Verh\u00e4ltnis zu den Sch\u00e4den, die angerichtet wurden.<br \/>\nVon den gro\u00dfen Wasserreservoirs entlang der Wolga wird auf der Reise zwischen St. Petersburg und Moskau nur das Rybinsk Reservoir befahren.<\/p>\n<p>Um 11.15 Uhr bei der \u201eHafenpr\u00e4sentation\u201c wird uns der morgige Ausflug nach Uglitsch n\u00e4her gebracht und dass wir zeitig den halbst\u00fcndigen Spaziergang zu den Kirchen machen m\u00fcssen, da Sonntag ist und wir die sp\u00e4ter beginnenden Messen nicht st\u00f6ren d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Schon um 12.15 Uhr ist wieder Mittagessen, da wir um 14 Uhr in Jaroslavl anlegen und f\u00fcr 15 Uhr der Landausflug mit Stadtrundfahrt angesagt ist.<br \/>\nUm nach Jaroslavl zu gelangen verlassen wir unseren direkten Wasserweg nach Moskau und fahren ein St\u00fcck\u00a0 auf der\u00a0 Wolga.<\/p>\n<p>In Jaroslavl erkl\u00e4rt uns der gut deutsch sprechende \u00f6rtliche Reiseleiter\u00a0 die Lage und Geschichte der Stadt.<br \/>\nSelbstverst\u00e4ndlich ist er stolz \u2013 und kann es auch sein \u2013 denn Jaroslavl z\u00e4hlt zu den \u00e4ltesten und ber\u00fchmtesten St\u00e4dten Russlands. In der Vergangenheit ein bl\u00fchendes Handelszentrum, verf\u00fcgt die Stadt \u00fcber eine Vielzahl kleiner Kirchen und ein wundersch\u00f6nes Uferpanorama.<\/p>\n<p>Die Stadt erstreckt sich \u00fcber 29 km an beiden Flussufern und ist ein wichtiger Wolgahafen mit einer Einwohnerzahl von 600.000. Sie wurde im 11. Jahrhundert von Jaroslav dem Weisen gegr\u00fcndet.<br \/>\nVom 8. bis 10. Jahrhundert bewohnten finno-urgische St\u00e4mme die hohen Ufer der Wolga in der Gegend der M\u00fcndung ihres Nebenflusses Kotorosl. Die Siedlung wurde \u201eEcke des B\u00e4ren\u201c genannt, da die finno-urgischen Heiden B\u00e4ren verehrten und anbeteten. Von Zeit zu Zeit nutzen einige Stammesmitglieder ihre g\u00fcnstige Position an Jaroslav dem Weisen aus, um vorbeifahrenden Handelsschiffen aufzulauern. F\u00fcrst Jaroslav der Weise aus Rostow, wurde von erbosten H\u00e4ndlern um Hilfe gebeten, segelte eines Tages zusammen mit einigen Getreuen hierher, um mit den Ortsbewohnern zu reden und sie von ihren Irrwegen abzubringen. Die jedoch lie\u00dfen einen wilden B\u00e4ren auf ihn los. In einem sicherlich beeindruckenden Ringkampf besiegte und t\u00f6tete Jaroslav den B\u00e4ren, was gleichzeitig die Unterwerfung der erstaunten Zuschauer bedeutete. Er befahl nun, eine Kirche zu bauen und gr\u00fcndete die Stadt Jaroslavl.<br \/>\nSoweit die Legende zur Gr\u00fcndung von Jaroslavl im Jahre 1010.<br \/>\nZur Erinnerung daran befindet sich auf dem Stadtwappen ein B\u00e4r.<\/p>\n<p>Was l\u00e4sst sich noch \u00fcber die Stadt sagen? Jaroslavl ist nach wie vor ein wichtiges kommerzielles Zentrum und ein Verkehrsknotenpunkt. \u00dcber Bahn, Flugzeug, Schiff und Strassen (einschlie\u00dflich der 289 km langen, bei Banditen beliebten Trasse in die Hauptstadt) ist die Stadt mit Moskau und allen wichtigen Zentren des Landes verbunden. Die meisten der Einwohner arbeiten in den verschiedenen \u00f6rtlichen Industrien, zu denen \u00d6lraffinerie sowie Fabriken zur Herstellung von Gummireifen, Dieselmotoren, Textilien und Emaille geh\u00f6ren. Au\u00dferdem ist die Stadt ein Zentrum der Viehzucht: hier werden die ber\u00fchmten Romanowskaja-Schafe sowie eine auf internationalen Wettbewerben ausgezeichnete\u00a0 Rinderrasse gez\u00fcchtet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1509.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1105\" title=\"SANY1509\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1509-112x150.jpg\" alt=\"\" width=\"112\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1509-112x150.jpg 112w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1509-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1509.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 112px) 100vw, 112px\" \/><\/a>Der Reisef\u00fchrer l\u00e4sst uns erst mal an der Dreik\u00f6nigskirche (auch Epiphane-Kirche) aussteigen. Bemerkenswert ist hier der Farbkontrast: rot<a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1516.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1107\" title=\"SANY1516\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1516-112x150.jpg\" alt=\"\" width=\"112\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1516-112x150.jpg 112w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1516-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1516.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 112px) 100vw, 112px\" \/><\/a> geziegelte Fassade mit farben-pr\u00e4chtigen glasierten Ziegeln\u00a0 dekoriert, auf denen Ranken, Blumen und geometrische Muster zu sehen sind. 5 gr\u00fcne Kuppeln erheben sich dar\u00fcber und zur Abrundung eine bunte\u00a0 Wiesen-blumenmischung vor dem Eingang stimmt uns schon mal auf das Innere ein. Eine wunderbar Ikonenwand mit den verschiedenen Ebenen, der Lokalen-, der Festtags-, der Anbetung-, der Propheten- und der Urv\u00e4ter-Reihe beeindruckt uns tief.<br \/>\nMir f\u00e4llt eine Madonnen-Ikone mit Jesuskind in einem Kelch auf. Davor ist eine Schnur mit diversen Ringen aufgehangen. Der Reiseleiter erkl\u00e4rt, das ist der \u201esich nicht leerende Kelch\u201c und die Ikone wird um Hilfe von Frauen angerufen, deren M\u00e4nner trinken.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Weiterfahrt zum Marktplatz mit der wohl sch\u00f6nsten <a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1520.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1108\" title=\"SANY1520\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1520-150x112.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1520-150x112.jpg 150w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1520-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1520.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Kirche der Stadt erl\u00e4utert uns der Reiseleiter, wie viele Universit\u00e4ten, wie viele Theater (das erste Russlands \u00fcberhaupt, von Fjodor Volkov gegr\u00fcndet und 1750 erbaut) und \u00fcberhaupt alles vom Besten und Feinsten.<br \/>\nAuf dem Rathausplatz steigen wir aus und gehen zur Kirche des Propheten Eliah . Wirklich, uns bleibt fast die Luft<a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1540.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1109\" title=\"SANY1540\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1540-150x112.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1540-150x112.jpg 150w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1540-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1540.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a> weg. Phantastisch. Die Kirche ist komplett ausgemalt, bis hoch in die Kuppel hinein. Kein Fitzelchen freie Fl\u00e4che.\u00a0 Auch hier wieder am Altar die Ikonenwand, die Ikonostase, mit <a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1525.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1110\" title=\"SANY1525\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1525-112x150.jpg\" alt=\"\" width=\"112\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1525-112x150.jpg 112w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1525-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1525.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 112px) 100vw, 112px\" \/><\/a>einer wundersch\u00f6nen T\u00fcre, die w\u00e4hrend der Messe aufgemacht wird. Die Ikonen sind Bildnisse Christi, der Jungfau Maria, der Apostel und anderer Heiliger, sowie biblischer Szenen oder Heiligenlegenden auf Holztafeln.\u00a0 Man kann gar nicht alles aufnehmen. Manfred geht Ansichtskarten kaufen, und das will was hei\u00dfen!<br \/>\nAuch hier bekommen wir eine Gesangs-Kostprobe und so mit Eindr\u00fccken voll werden wir ins pralle Leben, einen einheimischen Markt geworfen. Da sind wir beide schnell durch und machen noch einen kleinen Rundgang durch die Stadt die zum sogenannten \u201eGoldenen Ring\u201c geh\u00f6rt, einer Gruppe historisch bedeutsamer St\u00e4dte nord\u00f6stlich von Moskau.<\/p>\n<p>Der Bus bringt uns zur Wolgapromenade, die mit ihrer Lindenallee zu den sch\u00f6nsten an der Wolga geh\u00f6rt und auch als Ausflugsziel der Einheimischen genutzt wird. Wir flanieren bei trockenem Wetter mit 20 Grad an der Flusspromenade und durch den Park und dann zum Bus auf dass er uns\u00a0 noch zu einer Ikonen-Malschule bringt. Hier wird uns die Technik\u00a0 erkl\u00e4rt. Die Holztafeln werden mit Minerlafarben bemalt und mit einem Schutzfilm aus Lein\u00f6l \u00fcberzogen. Ihre Urspr\u00fcnge reichen weit zur\u00fcck in das byzantische Reich. Ikonen zu malen galt und gilt als liturgische Handlungen und blieb urspr\u00fcglich M\u00f6nchen und Popen vorbehalten, die als Werkzeuge Gottes galten.<\/p>\n<p>Und weiter geht es zu einer Werkst\u00e4tte der Lackmalerei. Es werden uns die Unterschiede der verschiedenen Werkst\u00e4tten: Palech, Mstjora und Cholui erkl\u00e4rt.<br \/>\nEine kleine Lackdose (ca. 6 x 8 cm) mit einer Winterlandschaft bemalt h\u00e4tte es mir angetan, kostete jedoch 562 US-Dollar. Noch Fragen?<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1554.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1111\" title=\"SANY1554\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1554-112x150.jpg\" alt=\"\" width=\"112\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1554-112x150.jpg 112w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1554-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1554.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 112px) 100vw, 112px\" \/><\/a>Zur\u00fcck auf dem Schiff\u00a0 hie\u00df es um 19 Uhr wieder \u201eLeinen los\u201c . Von Deck aus noch mal ein Blick auf die Stadt und um 19.30 Uhr ging es zum Abendessen. Anschlie\u00dfend \u2013 wie \u00fcblich \u2013 in die Panoramabar zum Absacker. Heute leistete uns das Ehepaar vom Nachbartisch Gesellschaft und um 22.20 meinten wir, anstandshalber sollte man sich doch bei <a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1544.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1112\" title=\"SANY1544\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1544-150x112.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1544-150x112.jpg 150w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1544-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/SANY1544.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>der um 20 Uhr begonnenen Crew-Show sehen lassen. Haben es dann nicht bereut, war recht witzig, aber als dann die Polonaise und das Tanzen los ging, wollte Manfred \u2013 immerhin nach einem klitze-kleinen T\u00e4nzchen \u2013 ganz schnell zur Kabine.<br \/>\nMitternacht! Gute Nacht!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>St. Petersburg \u2013 Moskau 20.8. bis 30.8.2006 Samstag, 26.8.2006 Es regnet! Nach dem reichhaltigen Fr\u00fchst\u00fcck h\u00f6re ich mir einen Vortrag von Julia \u00fcber \u201eGorbatschow &amp; Perestroika\u201c an. 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