{"id":418,"date":"2009-02-15T08:55:41","date_gmt":"2009-02-15T07:55:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/?p=418"},"modified":"2020-05-08T20:24:01","modified_gmt":"2020-05-08T19:24:01","slug":"agypten-dienstag-27-januar-2009-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/agypten-dienstag-27-januar-2009-2\/","title":{"rendered":"\u00c4gypten &#8211; Dienstag, 27. Januar 2009"},"content":{"rendered":"<p><strong>8. Tag<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kairo &#8211; \u00c4gyptisches Museum<\/strong><\/p>\n<p>1858 wurde von dem franz\u00f6sischen \u00c4gyptologen Auguste Mariette das \u00c4gyptische Museum begr\u00fcndet. 1902 zog es in einen Neubau an  der Nordseite des Platzes von Midan et-Tahrir um. Es ist das weltgr\u00f6\u00dfte Museum f\u00fcr \u00e4gyptische Sch\u00e4tze und beherbergt heute 120 000 Exponate und platzt aus allen N\u00e4hten. Daher wurde in der Sicht der Pyramiden von Giseh nun mit einem Neubau begonnen und man fragt sich, ob er in 10 Jahren fertig sein wird. Der neoklassizistische Bau ist von au\u00dfen ja sehr sch\u00f6n, jedoch durch<a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/museum.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-564\" title=\"museum\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/museum-150x150.jpg\" alt=\"museum\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> die F\u00fclle der Sammelst\u00fccke erbaut einen das Geb\u00e4ude im Inneren nicht. Aber es geht ja auch in erster Linie um die Ausstellungsst\u00fccke und die sind umwerfend.  Maha, unsere Reiseleiterin will versuchen, uns in zwei ein halb Stunden einen \u00dcberblick zu geben und die aus ihrer Sicht <a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/nofretete21.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-584\" title=\"nofretete21\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/nofretete21-87x150.jpg\" alt=\"nofretete21\" width=\"87\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/nofretete21-87x150.jpg 87w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/nofretete21-174x300.jpg 174w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/nofretete21.jpg 241w\" sizes=\"auto, (max-width: 87px) 100vw, 87px\" \/><\/a>wichtigsten Sch\u00e4tze zu zeigen. Wir beginnen im Erdgeschoss mit der B\u00fcste der Nofretete. 1960 habe ich als junges M\u00e4dchen zum ersten Mal die aus buntbemaltem Kalkstein gefertigte B\u00fcste in Berlin, damals noch in einem nur ihr gewidmeten S\u00e4lchen im Museum Dahlem, gesehen und war schlichtweg begeistert. So sch\u00f6n! Immer wieder kehrte ich an diesem Tag zu ihr zur\u00fcck, um sie verz\u00fcckt zu betrachten. Hei\u00dft nicht umsonst ihr richtiger ausgesprochener Name \u201eNoferet-iti\u201c \u201eDie Sch\u00f6ne ist<a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/sany1414.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-567\" title=\"sany1414\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/sany1414-150x150.jpg\" alt=\"sany1414\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> gekommen\u201c Sieht man nun die unvollendete B\u00fcste hier, ist man im ersten Moment entt\u00e4uscht. Sie ist, wie die sich in Deutschland befindende, ein Meisterwerk des Bildhauers Tutmoses, in dessen Werkstadt in Tell El Amarna (der damaligen Hauptstadt unter Echnaton) sie gefunden wurde.  Wie lautet die Beschreibung? \u201eObwohl unvollendet, ist der edle, W\u00fcrde ausstrahlende Kopf von einer Feinheit, der etwas \u00dcberzeitliches anhaftet. Nat\u00fcrlich,  ja lebendig wirkt der braune Quarzit. Man w\u00e4re geneigt zu glauben, beim Kontakt die warme sonnengebr\u00e4unte Haut zu sp\u00fcren.\u201c  Nofrete war die k\u00f6nigliche Gemahlin Echnatons. Als der deutsche \u00c4gyptologe Ludwig Borchardt 1912 die B\u00fcsten bei Ausgrabungsarbeiten fand, handelte er nach dem Grundsatz der Teilung, wie das Abkommen lautete. Ob jedoch alles mit rechten Dingen zuging, dar\u00fcber streiten heute noch die Gelehrten.  An der gegen\u00fcberliegenden Wand befindet sich eine <a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/echfigur.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-582\" title=\"echfigur\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/echfigur-57x150.jpg\" alt=\"echfigur\" width=\"57\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/echfigur-57x150.jpg 57w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/echfigur-114x300.jpg 114w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/echfigur.jpg 151w\" sizes=\"auto, (max-width: 57px) 100vw, 57px\" \/><\/a>Statue von Echnaton.   &#8222;Bei der Beschreibung seines Gesichts unter der runden blauen Per\u00fccke mit K\u00f6nigsschlange, die er heute \u00fcber der Leinenkappe trug, d\u00fcrfen die Jahrtausende uns nicht von dem zutreffenden Gleichnis abschrecken, da\u00df es aussah wie das eines jungen, vornehmen Engl\u00e4nders von etwas ausgebl\u00fchten Geschlecht: langgezogen, hochm\u00fctig und m\u00fcde, mit nach unten ausgebildetem, also keineswegs mangelndem und dennoch schwachen Kinn, einer Nase, deren schmaler, etwas eingedr\u00fcckter Sattel die breiten, witterden N\u00fcstern desto auffallender machte, und tief tr\u00e4umerisch verh\u00e4ngten Augen, von denen er die Lider nie ganz aufzuheben vermochte. &#8230;   H\u00fcbsch und sch\u00f6n war das Gesicht mitnichten, aber von beunruhigender Anziehungskraft. &#8230; Eher seltsam und aus der Form gegangen war auch Pharaos die Mittelgr\u00f6\u00dfe kaum erreichende K\u00f6rpergestalt. &#8230; Dazu waren die Beine nicht nur zu kurz, sondern auch sonst ohne Verh\u00e4ltnis, da die Oberschenkel entschieden zu voll, die unteren aber fast h\u00fchnerartig mager erschienen. &#8230; Sehr sch\u00f6n und nobel gebildet dagegen waren H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe, besonders die langfingrigen und elegant-empfindsamen H\u00e4nde mit Resten von Salb\u00f6l in den Nagelbetten.&#8220;<em> aus: Thomas Mann: Joseph und seine Br\u00fcder, T.4, Joseph der<\/em> <em>Ern\u00e4hrer<\/em><\/p>\n<p>Wir gehen in den ersten Stock hinauf, in dem die Sch\u00e4tze des Neuen Reichs ausgestellt sind. Der weitaus gr\u00f6\u00dfte Teil ist Tutanchamun gewidmet, der der 18. Dynastie angeh\u00f6rte.   Alle gesehenen und besprochenen Teile wieder zu geben ist unm\u00f6glich. Allein von den 3.500 St\u00fccken aus Tutenchamuns Grab, die Howard Carter 1922 bei der Grab\u00f6ffnung fand, befinden sich hier 1.700. Vorbei an zwei schwarzen Holzstatuen, die den jungen K\u00f6nig nach seinem Tode darstellen, deshalb die schwarze Farbe, die als W\u00e4chter seiner Grabkammer dienten schreiten wir an einer Bahre vorbei auf der Anubis, der Mumifizierungsgott sitzt in Gestalt eines Schakals. Die Holzplastik ist mit einer schwarzen Glasur \u00fcberzogen, der Mumifizierungsfarbe gleichend. Der Osiris-Legende nach hat ja Anubis die Einbalsamierung erfunden.  Der Vorgang der Mumifizierung ist eine separate Beschreibung wert.   Der Thronsessel aus dem Grabschatz ist bildsch\u00f6n. Er ist aus Holz, mit einer Goldschicht beschlagen. Das Bild auf der R\u00fcckenlehne ist aus Silber, Halbedelsteinen und einem Glasfluss gestaltet und zeugt von der hohen k\u00fcnstlerischen Entwicklungsstufe im Neuen Reich. Es zeigt das k\u00f6nigliche <a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/museum4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-569\" title=\"museum4\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/museum4-150x150.jpg\" alt=\"museum4\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Paar, vertrauensvoll, ja anmutig wendet sich die junge Herrscherin Anchesenamun, Tochter von Echnaton und Nofretete, dem Pharao zu. Als r\u00fchrendes Zeichen der Verbundenheit tr\u00e4gt der Pharao die linke Sandale, die rechte seine junge Gemahlin. Da Tutanchamun der zweite Nachfolger Echnatons war, sieht man ihn hier noch als Tutanchaton dargestellt, denn die Atonsonnenscheibe breitet segnend und lebenspendend ihre in H\u00e4nden endenden Strahlen \u00fcber dem Paar aus. Tutanchum  verehrte wohl noch immer Aton, den Tutanchaton als monopolistischen Gott eingef\u00fchrt hatte, obwohl er auf Druck der Priester, wie wir geh\u00f6rt haben, wieder Gott Amun einf\u00fchrte.     Die Grabbeigaben, bestehend aus M\u00f6beln, Spielen, wie z.B. ein Schachspiel, Schmuck, alles so wunderbar gestaltet und ausgearbeitet, phantastisch. Sogar \u201eFingerh\u00fcte\u201c, um die Kuppen der Mumien-Finger zu sch\u00fctzen. Ich bin wahrlich keine gro\u00dfe Schmuckliebhaberin, aber diese St\u00fccke, da k\u00f6nnte ich es werden.  Wir bestaunen einen aus 22 kar\u00e4tigem Gold gefertigten Sarg, der K\u00f6nig Tutanchamun in Form einer \u201cosirisfizierten\u201c  Mumie darstellt, bereit zur Wiederauferstehung. In den H\u00e4nden h\u00e4lt er Zepter und Peitsche, die Embleme von K\u00f6nigstum und Macht. An der Stirn erheben sich die Ur\u00e4usschlange, G\u00f6ttin der Stadt Buto im Delta und die Geierg\u00f6ttin als Schutzg\u00f6ttin und Symbol von Ober\u00e4gypten. Ein Halskragen aus flachem Gold und Lapislazuli ziert den Mumiensarg. 110 kg wiegt dieser Goldsarg. Auf der gegen\u00fcberliegenden Seite befindet sich der zweite Sarg, der den massiv-goldenen enthielt. 3 S\u00e4le sind alleine dem Schmuck gewidmet  Phantastisch ist auch die Totenmaske von Tutenchamun, dagegen nimmt sich die Totenmaske von Agamemnon im Nationalmuseum in Athen bescheiden aus. \u201eDie Goldmaske, 3300 Jahre alt, das wertvolle Material, der Sch\u00f6nheitssinn und das gro\u00dfe K\u00f6nnen der damaligen K\u00fcnstler haben sie in <a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/tutanchamun_maske.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-581\" title=\"tutanchamun_maske\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/tutanchamun_maske-106x150.jpg\" alt=\"tutanchamun_maske\" width=\"106\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/tutanchamun_maske-106x150.jpg 106w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/tutanchamun_maske-212x300.jpg 212w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/tutanchamun_maske.jpg 550w\" sizes=\"auto, (max-width: 106px) 100vw, 106px\" \/><\/a>der ganzen Welt ber\u00fchmt werden lassen. <a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/maskeagamemnon.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-571\" title=\"maskeagamemnon\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/maskeagamemnon-150x150.jpg\" alt=\"maskeagamemnon\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Bezaubernd ist das sch\u00f6ne Antlitz des jungen Gottk\u00f6nigs, die gro\u00dfen mandelf\u00f6rmigen Augen, betont durch die Schminke, sowie die Augenbrauen, sind hier  durch Einlegearbeit in Lapislazuli kenntlich gemacht. Die Kopfbedeckung \u201eNemes\u201c ist ebenso aus Gold, die Streifen aus Lapislazuli. Um den Hals trug die Maske eine drei-reihige Goldperlen-kette. Die Maske aus massivem Gold wiegt 25 kg. Sie bedeckte bei der Ausgrabung die Leinenbandage der Mumie.\u201c Wir gehen nun wieder ein Stockwerk tiefer und landen in der Abteilung des Alten Reichs. Um 2600 v. Chr. erreichte die Bildhauerkunst einen H\u00f6hepunkt. Maha erkl\u00e4rt uns, dass drei ber\u00fchmte Statuen davon Zeugnis geben.<\/p>\n<p>Es ist einmal K\u00f6nig Chefren aus der 4. Dynastie. Seine Statue ist aus gr\u00fcnem <a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/sany1417.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-580\" title=\"sany1417\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/sany1417-102x150.jpg\" alt=\"sany1417\" width=\"102\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/sany1417-102x150.jpg 102w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/sany1417-205x300.jpg 205w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/sany1417.jpg 411w\" sizes=\"auto, (max-width: 102px) 100vw, 102px\" \/><\/a>Dorit, viel h\u00e4rter als Kalkstein zu bearbeiten und trotzdem ist es den Bildhauern gelungen, dem harten Gestein die feinempfundenen Formen zu geben.  In ihrer g\u00f6ttlichen Verehrung idealisierten sie die Gestalt des  Pharao, sie stellten ihn jung, athletisch und voller Lebenskraft dar. Die edlen Z\u00fcge des Profils, die gerade Haltung, sind so vollkommen, dass dieser Statue etwas \u00dcberzeitliches anhaftet. In der rechen Hand h\u00e4lt der Pharao ein Amulett, das Kraft und W\u00fcrde beinhaltet. Die gerade aufliegende linke Hand ist das Zeichen der Demut vor den G\u00f6ttern. Er tr\u00e4gt die k\u00f6nigliche Kopfbedeckung aus gestreiftem Stoff. Hinter seinem Kopf breitet der Falkengott Horus sch\u00fctzend seine Fl\u00fcgel aus. Die enge Verbindung zwischen Gottheit und Pharao ist in meisterhafter Weise sogar dem Stein abgerungen. Auf beiden Seiten des Thrones ist die Vereinigung Ober- und Unter\u00e4gyptens symbolisiert durch die zusammengebundenen St\u00e4ngel von Lotos und Papyrus.\u201c<\/p>\n<p>Die zweite ber\u00fchmte Statue befindet sich  rechts, etwas abseits und es ist<a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/djoser.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-579\" title=\"djoser\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/djoser-85x150.jpg\" alt=\"djoser\" width=\"85\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/djoser-85x150.jpg 85w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/djoser.jpg 164w\" sizes=\"auto, (max-width: 85px) 100vw, 85px\" \/><\/a> K\u00f6nig Djoser, der bedeutendste Pharao aus der 3. Dynastie. F\u00fcr einen so gro\u00dfen Mann, er lie\u00df die erste Pyramide errichten, eine so winzig-kleine Statue hinter Glas. (Das Bild verzerrt die Gr\u00f6\u00dfe.) In dieser fr\u00fchen Zeit ( 2700 v. Chr)\u00a0 ist die Kunst noch nicht zur Vollkommenheit herangereift, doch mit den ehemals aus Glasfluss eingesetzten Augen muss diese Statue sehr lebensnah gewirkt haben.<br \/>\nWie ist die Statue beschrieben?<br \/>\n\u201eTrotz der Besch\u00e4digungen von tausenden von Jahren und das Herauskratzen der Augen strahlt diese Statue einen barbarischen Stolz aus.\u201c<br \/>\nDer Pharao tr\u00e4gt hier eine Per\u00fccke und dar\u00fcber die \u00e4gyptische Kopfbedeckung \u201eNemes\u201c. Dazu einen falschen Bart. Aus hygienischen Gr\u00fcnden rasierten sich die alten \u00c4gypter Bart und Schnurbart, trugen jedoch als Zeichen der W\u00fcrde den falschen Bart.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/museum02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-585\" title=\"museum02\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/museum02-58x150.jpg\" alt=\"museum02\" width=\"58\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/museum02-58x150.jpg 58w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/museum02-116x300.jpg 116w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/museum02.jpg 212w\" sizes=\"auto, (max-width: 58px) 100vw, 58px\" \/><\/a>Die dritte ber\u00fchmte Statue, die uns Maha zeigen will, ist im gleichen\u00a0 Raum und ist die \u00e4lteste Holzstatue dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung, die des Ka-aper oder Dorfschulze genannt aus der 4. Dynastie<br \/>\nBei der Ausgrabung entdeckten die Arbeiter an der Statue eine \u00c4hnlichkeit mit ihrem Dorfschulzen. So ist sie unter der Bezeichnung \u201eDorfschulze\u201c oder arabisch \u201eScheich El Balad\u201c in die Kunstgeschichte eingegangen.<br \/>\n\u201eDie Statue l\u00e4sst einen gutm\u00fctigen Menschen erkennen. Das etwas runde Gesicht, das Doppelkinn, die Korpulenz verraten uns, wie gerne er schmauste. Der K\u00fcnstler stellte ihn naturgetreu dar, denn Ka-aper war kein Pharao, dessen Statue ein Idealbild zu repr\u00e4sentieren hatte. Die Arme sind beweglich. Nur der Stab, der rechte Fu\u00df und das linke Bein sind erg\u00e4nzt. Die eingelegten Augen geben der Statue etwas Leibhaftiges. Der Augapfel ist aus Milchquarz, die Iris aus Bergkristall und die Pupille, eine zylindrische Vertiefung mit Ebenholz ausgelegt, scheint dem Blick eine besondere Klarheit zu geben. Die Augen sind mit Kupfer umrahmt.\u201c<br \/>\nWahnsinn!<br \/>\nDa ich gerade das Buch \u201eDer Schreiber des Pharao\u201c gelesen habe, gef\u00e4llt mir<a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/museum05.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-586\" title=\"museum05\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/museum05-137x150.jpg\" alt=\"museum05\" width=\"137\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/museum05-137x150.jpg 137w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/museum05.jpg 202w\" sizes=\"auto, (max-width: 137px) 100vw, 137px\" \/><\/a> nat\u00fcrlich auch die Statue des \u00e4gyptischen Schreibers aus der 4. Dynastie die in Sakkara entdeckt wurde. Der Schreiber hier ist ein Meisterwerk aus bemaltem Kalk-stein. Im Altertum war der Schreiber eine hochgesch\u00e4tzte Pers\u00f6nlichkeit. Sein Beruf sowie das Priesteramt waren haupts\u00e4chlich den Mitgliedern der k\u00f6niglichen Familie vor-behalten. Sie bildeten de kulturelle Ober-schicht des Landes.<\/p>\n<p>Aber wirklich die letzte Beschreibung, sonst ufert es aus:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/museum04.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-587\" title=\"museum04\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/museum04-113x150.jpg\" alt=\"museum04\" width=\"113\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/museum04-113x150.jpg 113w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/museum04-226x300.jpg 226w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/museum04.jpg 287w\" sizes=\"auto, (max-width: 113px) 100vw, 113px\" \/><\/a>Prinz Rahotep und seine Frau Nofret.<br \/>\nAus Kalkstein herausgemei\u00dfelt, in Meidum entdeckt, stammen sie aus der 4. Dynastie, auch hier sind die eingelegten Augen so vollkommen, dass das f\u00fcrstliche Paar leibhaftig wirkt.<br \/>\nWahrscheinlich war Prinz Rahotep ein Bruder des K\u00f6nigs Chefren. Er war hoher Priester und Vorsteher der Armee. Selbstbewusst, eine Pers\u00f6nlichkeit von hohem Rang, scheint er denjenigen vor ihm zu ignorieren. Gar selten ist in den alt\u00e4gyptischen Darstellungen der Schnurrbart zu sehen den Prinz Rahotep tr\u00e4gt.<br \/>\nSeine Frau, Prinzessin Nofret, hat dagen einen freundlichen, ja g\u00fctigen Blick. Dank des trockenen Klimas \u00c4gypents sind die Farben von einer solchen Leuchtkraft, dass sie niemals auf eine Alter von 4500 Jahren schlie\u00dfen lassen.<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzend zu Mahas Ausf\u00fchrungen habe ich den F\u00fchrer durch das \u00e4gyptische Museum\u00a0 von Akila Chirine zu Hilfe genommen.<br \/>\nTage k\u00f6nnte man hier zu bringen.<\/p>\n<p>Aber, p\u00fcnktlich 17 Uhr war die Fahrt zum Hotel geplant.<br \/>\nEine halbe Stunde Fahrt bis zum Hotel Pyramisa. Den Zimmer-schl\u00fcssel f\u00fcr 608 hatten wir schnell, waren \u00fcbergl\u00fccklich, ein \u201eruhiges\u201c Zimmer &#8211; nicht zur Stra\u00dfenseite &#8211; bekommen zu haben. Es stellte sich heraus, wir hatten eine Suite mit Wohnraum, zwei Schlafzimmern und zwei B\u00e4dern. Ja, nach hinten, jedoch unterhalb befand sich das Abluftsystem f\u00fcr die Klimaanlagen des Hotels. Dagegen war der Stra\u00dfenl\u00e4rm in Luxor nichts.<\/p>\n<p>Wir machten uns noch auf die Suche nach einem Gesch\u00e4ft, um Wasser, Geb\u00e4ck\u00a0 und Obst kaufen zu k\u00f6nnen, da wir keine Lust mehr auf gro\u00dfartiges Abendessen hatten.<br \/>\nIn dem kleinen L\u00e4dchen im Hotel entdeckte ich sch\u00f6ne Galabeas, was bisher nicht der Fall war. Der Besitzer war so freundlich mir 4 \u2013 auch f\u00fcr meinen lieben Mann \u2013 zur Anprobe aufs Zimmer mitzugeben, mit dem Ergebnis, 2 f\u00fcr mich 1 f\u00fcr meinen lieben Mann und das umgerechnet f\u00fcr nur12 Euro das St\u00fcck.<br \/>\nWir lesen noch etwas und dann hei\u00dft es wieder \u201eGute Nacht\u201c, diesmal mit Ohrst\u00f6pseln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>8. Tag Kairo &#8211; \u00c4gyptisches Museum 1858 wurde von dem franz\u00f6sischen \u00c4gyptologen Auguste Mariette das \u00c4gyptische Museum begr\u00fcndet. 1902 zog es in einen Neubau an der Nordseite des Platzes von Midan et-Tahrir um. Es ist das weltgr\u00f6\u00dfte Museum f\u00fcr \u00e4gyptische Sch\u00e4tze und beherbergt heute 120 000 Exponate und platzt aus allen N\u00e4hten. Daher wurde in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[195],"tags":[737,356,354],"class_list":["post-418","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-agypten","tag-agypten","tag-agyptisches-museum","tag-kairo"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>\u00c4gypten - Dienstag, 27. 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