{"id":844,"date":"2009-12-26T11:15:08","date_gmt":"2009-12-26T10:15:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/?p=844"},"modified":"2020-05-08T20:23:11","modified_gmt":"2020-05-08T19:23:11","slug":"zeitreise-auf-teneriffa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/zeitreise-auf-teneriffa\/","title":{"rendered":"Zeitreise auf Teneriffa"},"content":{"rendered":"<p>Lassen Sie sich einladen und auf eine Zeitreise durch f\u00fcnf Jahrhunderte mitnehmen, die uns die kulturelle, soziale und wirtschaftliche Entwicklung hier auf Teneriffa zeigt. <a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500461.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-845\" title=\"p10500461\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500461-112x150.jpg\" alt=\"p10500461\" width=\"112\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500461-112x150.jpg 112w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500461-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500461.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 112px) 100vw, 112px\" \/><\/a>Einen wunderbaren Rahmen bietet uns hierf\u00fcr das Haus Lercaro, dessen Baubeginn im Jahre 1593 datiert. Es ist eines der seltenen Geb\u00e4ude, das die Zeiten \u00fcberdauert hat und\u00a0 im Laufe der Jahre immer wieder restauriert wurde. Es befindet sich nunmehr im Besitz der Inselregierung von Teneriffa und hier ist das <strong>Historische und Anthropologische Museum von Teneriffa<\/strong> untergebracht.<\/p>\n<p>Versuchen wir uns in Jer\u00f3nimo Lercaro, den Gro\u00dfvater des Erbauers dieses Hauses, Francisco Lercaro, hineinzuversetzen. Was mag einen wohlangesehenen Italiener aus der Handelsmetropole Genua im 16. Jahrhundert bewogen haben, die unsichere Reise auf die Kanarischen Inseln zu unternehmen? Wir werden nicht ergr\u00fcnden k\u00f6nnen, ob es reine Neugierde, Gesch\u00e4ftsinteressen oder das Abenteuer war, das ihn lockte.<\/p>\n<p><strong>Die Familie Lercaro<\/strong><\/p>\n<p>In der italienischen Republik Genua lebte die gesellschaftlich bedeutende Adelsfamilie Lercaro, die im Besitz eines der f\u00fchrenden Bankh\u00e4user Genuas war und auf den Routen des Gew\u00fcrzhandels wichtige finanzielle und wirtschaftliche Verbindungen geschaffen hatte. Als Papst Clemens VI. im 14. Jahrhundert alle Herrscher des Abendlandes zu einem \u201eKreuzzug der Evangelisierung\u201c aufforderte, unterst\u00fctzen die Genueser in den letzten Jahrzehnten des 15. Jahrhunderts die Evangelisierung der Inselgruppen und nach Abschluss dieses Prozesses lie\u00dfen sie sich auf den Inseln nieder, um sofort wieder eine f\u00fchrende Rolle zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>1550 siedelt Jer\u00f3nimo Lercaro sich mit seinem Sohn \u00c1ngel Lercaro in der Stadt Las Palmas de Gran Canaria an, wo \u00c1ngel bis ins Amt des Stellvertretenden Statthalters von Gran Carnaria aufsteigt. Er heiratet Do\u00f1a Leonor de Le\u00f3n. Sein erstgeborener Sohn Francisco Lercaro de Le\u00f3n setzte die Ahnenreihe fort und siedelte sich in der Stadt San Crist\u00f3bal de La Laguna an. Hier ehelichte er Catalina Justiniani y Justiniani, die ebenfalls genuesischer Abstammung war, wurde 1589 zum Stellvertretenden Statthalter von Teneriffa ernannt und ordnete 1593 die Errichtung dieses Hauses &#8211; oder man kann auch sagen Palastes &#8211; an. Schnell z\u00e4hlt auch hier die Familie wieder zur gesellschaftlichen Elite der Kanaren. Die Familie Lercaro entwickelte eine \u00fcberaus rege, wirtschaftliche T\u00e4tigkeit. Auch wusste sie sich geschickt zu verheiraten und dadurch gelang es ihr, enge Verbindungen zu den f\u00fchrenden Adelsh\u00e4usern auf den Kanaren herzustellen und den Familienbesitz durch die Einverleibung gro\u00dfer Mayoratsg\u00fcter zu vergr\u00f6\u00dfern.\u00a0 Das Majoratsrecht garantiert, da es sich hierbei um ein Erstgeburtsrecht handelte, dass der \u00e4lteste Sohn jeweils den Gro\u00dfteil des elterlichen Verm\u00e4chtnisses erbte.<\/p>\n<p>Dass die Lercaros auch vielfache Verbindungen zur religi\u00f6sen Welt herstellten, indem sie Schirmherrschaften f\u00fcr Kirchen und Kl\u00f6ster \u00fcbernahmen und exklusiven Bruderschaften angeh\u00f6rten, verwundert nicht. Damit bauten sie ihre Vormachtsstellung gegen\u00fcber den \u00fcbrigen sozialen Schichten aus.<\/p>\n<p><strong>Mythen und Legenden<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong> <a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/mythologie2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-846\" title=\"mythologie2\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/mythologie2-125x150.jpg\" alt=\"mythologie2\" width=\"125\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/mythologie2-125x150.jpg 125w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/mythologie2-250x300.jpg 250w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/mythologie2.jpg 273w\" sizes=\"auto, (max-width: 125px) 100vw, 125px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Kommen wir auf den Aspekt von Lercaros Neugierde.<a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500501.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-847\" title=\"p10500501\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500501-150x140.jpg\" alt=\"p10500501\" width=\"150\" height=\"140\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500501-150x140.jpg 150w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500501-300x280.jpg 300w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500501-1024x957.jpg 1024w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500501.jpg 1152w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a> Bereits in der Antike finden wir bei so ber\u00fchmten Personen wie Homer, Hesiod, Hesekil, Plato, Plinius der \u00c4ltere und Ptolom\u00e4us Legenden niedergeschrieben, die sich um die Kanarischen Inseln ranken. Auch das verschwundene Atlantis und die geheimnisvolle Insel San Borod\u00f3n k\u00f6nnten Lercaros Neugierde geweckt haben.<\/p>\n<p><strong>Homer<\/strong> besang sie ca. 800 v. Chr. in seiner Odyssee als die elysische Gefilde, den Garten Eden und den Teide als den Tr\u00e4ger des Himmelsgew\u00f6lbes. Die Elyseeng\u00e4rten oder auch Inseln der Gl\u00fcckseligkeit genannt, waren der Wohnort verschiedener Helden bzw. der Ort, wo ihre Seelen nach dem Tod hinzogen. Die Elysischen Gefilde sind daher als ein komfortabler R\u00fcckzugsort anzusehen, wo absolute Gl\u00fcckseligkeit herrscht und in einem Klima des ewigen Fr\u00fchlings dichte W\u00e4lder mit einer gro\u00dfen Vielfalt an B\u00e4umen, Weideland und Blumen wachsen. In diesem Paradies ist ein Leben ohne M\u00fchsal m\u00f6glich, ohne die Notwenigkeit der Arbeit. Man ist frei von jeglichen Krankheiten und es gibt \u2013 wie im Gelobten Land auch \u2013 au\u00dfergew\u00f6hnliche B\u00e4che in denen Wein, Milch und Honig flie\u00dft.  Es ist offensichtlich, dass die Alten Griechen \u00fcbertrieben haben, aber sie kannten offenbar dieses Land am Rande ihrer Welt mit dem hohen Berg, der mit dem afrikanischen Atlas konkurrierte. Auch kannten sie offenbar das fr\u00fchlingshafte Klima der Kanaren sowie die reichhaltigen Ernten und den \u00dcberfluss an Wasser.<\/p>\n<p><strong>Hesiod<\/strong>, ca. 700 v. Chr. soll mit seinen Hesperidischen G\u00e4rten die Kanaren gemeint haben. Die ewige Jugend schenkenden, goldenen Fr\u00fcchte die zu rauben Herakles den Auftrag hatte, k\u00f6nnten die Fr\u00fcchte des kanarischen Erdbeerbaumes gewesen sein. Der Drache, der die Fr\u00fcchte verteidigte, ist er nicht symbolisiert im sagenhaften Drachenbaum, aus dessen Rinde tiefroter Saft flie\u00dft?<\/p>\n<p><strong>Hesekil<\/strong>, ca. 570 v.Chr. erw\u00e4hnt im Alten Testament die ph\u00f6nizischen Purpurinseln, gibt ihnen den Namen Elisa. Meint er damit die elysischen Gefilde Homers? Jedenfalls w\u00e4re damit die Verbindung zu den Ph\u00f6niziern verdeutlicht, die seit etwa 1100 v. Chr. die Inseln regelm\u00e4\u00dfig besucht haben.<\/p>\n<p>Das wiederum deckt sich mit der Niederschrift von <strong>Plinius dem \u00c4lteren<\/strong>, der in seinen Schriften zur Naturgeschichte \u2013 37 B\u00fccher &#8211;\u00a0 die \u201eInseln der Gl\u00fcckseligen\u201c erw\u00e4hnt. Hinweisen bei Plinius zufolge erreichten mauretanische Schiffe, die\u00a0 von K\u00f6nig Juba als Expedition ausgesandt wurden, Purpurarien, das sind die zwei \u00f6stlichen Inseln La Palma und El Hierro, wo eine Purpurf\u00e4rberei eingerichtet wurde. Einige Forscher schreiben Plinius auch die heute noch g\u00fcltige Namensgebung des Archipels zu, da der Chronist eine der Inseln als Gran Canaria bezeichnete und damit auf die gro\u00dfen Hunde auf dem Eiland angespielt haben soll, von denen einige als Andenken an das Abenteuer K\u00f6nig Juba mitgebracht wurden. <em>(Hund = lat. canis, Gran Canaria = Gro\u00dfe<\/em> <em>Hundeinsel.)<\/em><\/p>\n<p><strong>Plato<\/strong>,\u00a0 428\/427 v. Chr. schrieb in einer unvollst\u00e4ndigen Erz\u00e4hlung, man erz\u00e4hle, es h\u00e4tte einmal einen Kontinent namens Atlantis gegeben, den man nach heutiger Sicht zwischen Amerika und Afrika vermuten k\u00f6nnte, denn es lag jenseits der S\u00e4ulen des Herakles \u2013 also jenseits von Iberien, d.h. im oder am Atlantik. Aber bitte, wo hat man nicht schon Atlantis angesiedelt???<\/p>\n<p>Und die Legende von der verschwundenen <strong>Insel San Borond\u00f3n<\/strong> geh\u00f6rt auch hierher.  \u201eDem irischen M\u00f6nch, Sankt Brendan (484 \u2013 577 n. Chr.) erschien ein Engel und befahl ihm, in die Ferne zu segeln um die Insel zu finden wo Gott einen Ort geschaffen hatte, an dem die Seelen der Heiligen nach ihrem Tod leben k\u00f6nnten. Tief beeindruckt von der Erscheinung macht er sich mit vierzehn seiner Sch\u00fcler auf die Reise, um diesen Ort zu finden. Sie navigierten sieben Jahre lang durch den Atlantik bis sie schlie\u00dflich an einem Ostertag zu dem Land kamen, von dem der Engel gesprochen hatte. Sie verweilten auf den sieben Inseln und sammelten w\u00e4hrend dessen Edelsteine und ernteten wunderbare Fr\u00fcchte. Eines Tages erschien erneut ein Engel und befahl ihnen wieder zu verreisen. Sie luden so viele Edelsteine und Fr\u00fcchte in ihr Schiff, wie sie konnten. Sieben weitere Jahre dauerte ihre erneute Fahrt. Brendan betete zu Gott, damit er trockenes Land f\u00e4nde, wo sie ungest\u00f6rt eine Messe abhalten k\u00f6nnten. Und es geschah, dass Gott ihre Gebete erh\u00f6rte und eine Insel aus dem Meer emporstieg. Dort landeten sie, stellten einen Altar auf und feierten eine Messe. Als sie die Messe beendet hatten, begaben sie sich zum Mahl, aber dann begann die Erde zu beben, sich zu bewegen und vom Schiff abzudriften. Alle st\u00fcrmten ins Schiff und segelten hastig davon. In der Ferne sahen sie noch wie die Insel \u2013 einem riesigen Wal \u00e4hnlich \u2013 wieder im Meer versank.<\/p>\n<p>Oder war es gar keine Insel sondern ein Wal auf dem sie gelandet waren? Haben Sie vielleicht auch schon einmal diese verschwundene Insel hinter El Hierro gesehen?<\/p>\n<p>Jedoch das Ganze l\u00f6ste sich aus dem Bereich der Sagen und Legenden als <strong>Claudius Ptolem\u00e4us<\/strong> um 150 n. Chr. den <strong>Nullmeridian<\/strong> an die westlichste Grenze der damals bekannten Welt legt. Er verl\u00e4uft durch die Punta de Orchilla, das Westkap El Hierros.<\/p>\n<p>Jahrhunderte lang waren die Kanarischen Inseln vergessen, da sich Macht und Handel auf den Mittelmeerraum konzentrierten. Der Verfall der antiken Kultur, die V\u00f6lkerwanderung (375), das Ende des Westr\u00f6mischen Reiches (476), sp\u00e4ter die K\u00e4mpfe zwischen Papsttum und Kaiserreich banden die Energien der M\u00e4chtigen an Europa. Vielleicht war dies der Grund, dass die \u201eGl\u00fccklichen Inseln\u201c und mit ihm die Mythen, die sich um den Kanarischen Archipel rankten, in Vergessenheit gerieten. Die Ureinwohner konnten so \u2013 ungest\u00f6rt durch \u00dcberf\u00e4lle aus der sogenannten zivilisierten Welt &#8211; ihr steinzeitliches Leben weiterf\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Der geographische Rahmen<\/strong><\/p>\n<p>Wenn es nicht die Mythen und Legenden waren, die Lercaro reizten, das Land kennen zu lernen, vielleicht waren es die Beschreibungen, die es \u00fcber diese Inseln gab?<\/p>\n<p>Teneriffa nimmt eine zentrale Rolle in der Schifffahrt ein, es lag zwischen Afrika und Europa. Und ab dem 16. Jahrhundert kam dann auch noch Amerika dazu. Es wurde von Piraten, Eroberern und H\u00e4ndlern \u201eheimgesucht\u201c.<\/p>\n<p>Signore Lercaro hatte sicher auch vom Wasserreichtum der Insel geh\u00f6rt. War auch er neugierig, die Quelle, die unter keinen Umst\u00e4nden den Eroberern verraten werden durfte, ausfindig zu machen?<\/p>\n<p>Lassen Sie uns nun hier einen Moment verweilen und \u00fcber das Haus an sich sprechen, das der General von Teneriffa, Francisco Lercaro de Le\u00f3n 1593 erbauen lie\u00df. Die Fassade weist einen zentralen K\u00f6rper aus Stein auf, an dem das Wappen des ersten Besitzers zu erkennen ist. In der Gestaltung der Mauern, durch Backsteine und Zeichnungen, wird die italienische <a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501391.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-848\" title=\"p10501391\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501391-150x122.jpg\" alt=\"p10501391\" width=\"150\" height=\"122\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501391-150x122.jpg 150w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501391-300x244.jpg 300w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501391.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Renaissance nachgeahmt. Das Haus ist ein Spiegelbild des Hauses der Lercaros in Genua. Auff\u00e4llig sind im Inneren die F\u00fcllungen aus geschnitztem Holz mit stilisierten Pflanzenmotiven und alle Zimmer haben<a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500591.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-849\" title=\"p10500591\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500591-150x112.jpg\" alt=\"p10500591\" width=\"150\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500591-150x112.jpg 150w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500591-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500591.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a> wertvolle Kassettendecken. Mehrfach wurde das Haus umgebaut und erweitert. So z.B. wurde der kleine Hof, auch \u201eSklavenhof\u201c genannt, verkleinert um neue R\u00e4ume, so auch eine K\u00fcche zu gewinnen.  <a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501461.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-850\" title=\"p10501461\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501461-150x112.jpg\" alt=\"p10501461\" width=\"150\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501461-150x112.jpg 150w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501461-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501461.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a> Diese weist eine interessante<\/p>\n<p>Besonderheit auf: die Treppe. Die erste Stufe besteht aus einem Grabstein und wenn man den oberen Teil der Treppe betrachtet,<a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501452.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-851\" title=\"p10501452\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501452-112x150.jpg\" alt=\"p10501452\" width=\"112\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501452-112x150.jpg 112w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501452-224x300.jpg 224w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501452.jpg 448w\" sizes=\"auto, (max-width: 112px) 100vw, 112px\" \/><\/a> stellt man fest, dass hier die Stufen aus Holz statt aus Stein sind. Man konnte diesen Teil hochklappen. So wurde verhindert, dass geraubt wurde und dass Tiere eindringen konnten.  Der Kamin im Wohnraum der Familie ist einzigartig in der Dimension. Er ist einer der gr\u00f6\u00dften auf den Kanarischen Inseln. Hier im Wohnraum steht auch eine italienische Krippe, die zwei Besonderheiten aufweist: Zum einen werden zwei Marien mit dem Jesuskind in zwei unterschiedlichen Altersstufen gezeigt und zum anderen sitzen die Heiligen Drei K\u00f6nige auf Pferden statt auf Kamelen.<\/p>\n<p>Auch finden wir hier die Aufzeichnung des Stammbaums der Familie <a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501321.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-852\" title=\"p10501321\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501321-150x130.jpg\" alt=\"p10501321\" width=\"150\" height=\"130\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501321-150x130.jpg 150w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501321-300x260.jpg 300w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501321.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Lercaro und das Wappenschild. Das Wappen zeigt eine Herzogkrone, die an die Aus\u00fcbung des h\u00f6chsten Richterstandes in der Republik Genua erinnert. Dieses Schild repr\u00e4sentiert auch die Vereinigung der Wappen beider Familien durch die Eheschlie\u00dfung von Francisco Lercaro de Le\u00f3n mit Catalina Justiniani y Justiniani im 16. Jahrhundert.<\/p>\n<p><strong>Eroberung<\/strong><\/p>\n<p>Ganz sicher hat \u201eunser\u201c signore Lercaro auch von der Eroberung der <a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500621.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-853\" title=\"p10500621\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500621-150x112.jpg\" alt=\"p10500621\" width=\"150\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500621-150x112.jpg 150w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500621-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500621.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Inseln geh\u00f6rt und vermutlich sogar die Eroberungsz\u00fcge mit seinem Geld unterst\u00fctzt Sicher haben Sie bereits gelesen oder geh\u00f6rt, wie erbittert die Guanchen sich auf Teneriffa gegen die Eroberung gewehrt haben. Teneriffa war die letzte eroberte Insel des Archipels.<\/p>\n<p>Bereits 1312 landete der\u00a0 Genuese <strong>Lancelloto Malocello<\/strong> unfreiwillig auf der n\u00f6rdlichsten Insel, der er den Namen Lanzarote gab. Zwanzig Jahre blieb er dort. Nach seiner R\u00fcckkehr wurde die Existenz des Archipels in Europa erst richtig bekannt. Damit begann die Zeit der als Handel deklarierten Raubz\u00fcge im Auftrag der portugiesischen und spanischen Krone. 1339 erscheint auf einer Seekarte erstmals die Bezeichnung \u201eIslas Canarias\u201c.<\/p>\n<p><strong>Jean de B\u00e9thencourt<\/strong> erh\u00e4lt 1402 vom kastilischen K\u00f6nig den Auftrag, die Inseln einzunehmen. Er schlie\u00dft mit dem Herrscher Guardafia einen Friedenspakt und nimmt Fuerteventura ein.<\/p>\n<p>1440 eignet sich der Clan der <strong>Peraza und Herrera<\/strong> die Insel als Lehen an. Fr\u00fchere Versuche, auch Teneriffa zu bezwingen, m\u00fcssen schlimm geendet haben, denn die Chronisten schreiben zu der Zeit \u201evon der k\u00fchnsten Rasse\u201c, die auf den Kanarischen Inseln lebte.<\/p>\n<p><strong>Pedro de Vera<\/strong> startet 1478 zu neuen Eroberungsz\u00fcgen. F\u00fcnf Jahre brauchte er, die Krieger von Gran Canaria in die Knie zu zwingen.<\/p>\n<p><strong>Alonso Fern\u00e1ndez de Lugo<\/strong> machte sich auf, um die \u00fcbrigen Inseln des Archipels in seine Gewalt zu bringen. 1492 landet er auf La Palma, ein Jahr sp\u00e4ter hat er sein Ziel erreicht. Nun sollte auch Teneriffa fallen.<\/p>\n<p>Erst im zweiten Anlauf gelang es Don Alonso Fernand\u00e9z de Lugo seinen Sieg zu erreichen. Es gelang ihm sicher auch nur dadurch, dass die 9 Menceys, die K\u00f6nige Teneriffa, sich nicht einig waren. Der Mencey von G\u00fc\u00edmar war sofort \u00fcbergelaufen. Die Herrschaftsgebiete von Anaga, Abona und Adeje waren ihm friedlich gesonnen, w\u00e4hrend sich die von Tegueste, Tacoronte, Taoro, Icod und Daute ihm entgegenstellten. 1494 landet Lugo bei A\u00f1anzo (Santa Cruz) und erichtete dort sein Lager. In La Matanza de Acentejo wird die Schlacht ausgetragen, bei der viele Spanier den Tod finden. Die Kastilier ziehen weiter in Richtung Taoro. In der N\u00e4he des Ortes Acentejo wird eine weitere Schlacht ausgetragen, aus der Lugo als Sieger hervorgeht. Lugo schl\u00e4gt beim heutigen Ort Realejo Bajo ein Lager auf. Die vier verb\u00fcndeten K\u00f6nige von Anaga, Tegueste, Tacoronte und Taoro unterwerfen sich endg\u00fcltig und die K\u00f6nige von Icod, Daute, Abona und Adeje folgen ihrem Beispiel. Nach vielen Misserfolgen und raffinierten Man\u00f6vern kann der andalusische Konquistador 1496 sein Siegeskreuz auf der Insel aufstellen.<\/p>\n<p>Die Katholischen K\u00f6nige verliehen Lugo den Titel Statthalter und statteten ihn mit den Vollmachten zur Landverteilung unter den Eroberern und den auf die Insel kommenden Siedler aus, wobei diese zahlreiche Privilegien und Befreiungen erhielten.<\/p>\n<p>Nach dieser Eroberung versuchten die Engl\u00e4nder 4 mal die Kanaren einzunehmen. Zuletzt\u00a0 1797 war es Nelson, er scheiterte jedoch ebenfalls und verlor bei der Schlacht durch eine Kanonenkugel seinen Arm. Ende des 19. Jahrhunderts hatten die Briten eine brillante Idee: Wenn man die Insel nicht milit\u00e4risch erobern konnte, konnte man sie wenigstens infiltrieren: der Massentourismus war geboren.<\/p>\n<p><strong>Die materielle Kultur<\/strong><\/p>\n<p>Die W\u00f6rter \u201eentdecken\u201c und \u201egewinnen\u201c besitzen einen gro\u00dfen Aussagewert in Bezug auf das Europa des ausgehenden Mittelalters und des Beginns der Neuzeit, sowie auf seine Weltsicht.<\/p>\n<p><strong>Die Kultur der Ureinwohner<\/strong><\/p>\n<p><em>\u201eSie lebten in H\u00fctten und H\u00f6hlen&#8230;. die Menschen gingen blo\u00df, lediglich bedeckt von einer Kleidung aus H\u00e4uten von Ziegen oder Schafen bedeckt &#8230;. sie a\u00dfen das Fleisch kaum gebraten oder gekocht &#8230; sie besa\u00dfen weder Werkzeuge, noch Dinge aus Eisen oder einem anderen Metall. Abreu Galindo<\/em><\/p>\n<p><strong>Stellung der Frau<\/strong><\/p>\n<p>Hier auf den Kanaren nahmen die Frauen eine besondere Rolle ein. Es gab kein ausgesprochenes Matriarchat, jedoch die Mutter vererbte den Kindern ihren Namen, ihr Verm\u00f6gen, ihren Rang, der Vater spielte eine untergeordnete Rolle. Der Frau war es gestattet, beliebig viele\u00a0 Ehem\u00e4nner zu nehmen. Die Keuschheit der Monogamie gilt da noch nicht als Tugend; im Gegenteil wird die Frau umso mehr geehrt, je gr\u00f6\u00dfer die Zahl ihrer Gatten, die einander abl\u00f6sen und w\u00e4hrend eines Mondmonats bei ihrer Gattin bleiben. Die Gatten ein und derselben Frau leben in vollst\u00e4ndiger Eintracht, ohne die Eifersucht zu kennen.<\/p>\n<p><strong>Die Evangelisierung und der Religi\u00f6se Rahmen<\/strong><\/p>\n<p>Zwischen 1402, dem Jahr der Besetzung Lanzarotes, und dem Jahr der Eroberung der Insel Teneriffa 1494 entwickelt sich eine sehr eifrige Missionst\u00e4tigkeit, die der politischen und milit\u00e4rischen Unterwerfung vorausgeht.  S\u00e4mtliche Verbindungen zwischen den Kirchlichen Institutionen und dem einfachen Volk geschehen durch religi\u00f6se Ordensgemeinschaften.  <a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500701.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-854\" title=\"p10500701\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500701-120x150.jpg\" alt=\"p10500701\" width=\"120\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500701-120x150.jpg 120w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500701-241x300.jpg 241w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500701.jpg 482w\" sizes=\"auto, (max-width: 120px) 100vw, 120px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die ersten Orden, die sich auf der Insel niederlie\u00dfen, waren<\/p>\n<p>1504 der Orden der Augustiner (La Laguna),<\/p>\n<p>1506 Gr\u00fcndung des ersten Klosters der Franziskaner(La Laguna)<\/p>\n<p>1527 Gr\u00fcndung des ersten Klosters der Dominikaner (La Laguna)<\/p>\n<p>1723 Gr\u00fcndung des Hauses der Jesuiten (La Laguna)<\/p>\n<p><em>\u201eDie Heilige Jungfrau von Candelaria kann als die spirituelle Botschafterin der Missionare des Franziskanerordens betrachtet werden. Nach dem Fund ihres Bildnisses am Strand des Herrschaftstums von G\u00fc\u00edmar treten die Guanchen der Evangelisierung mit einer empf\u00e4nglicheren Haltung gegen\u00fcber.\u201c Rumeu de Armas<\/em><\/p>\n<p>Es gibt kein exaktes Datum, auf das die Erscheinung der Jungfrau festgelegt werden k\u00f6nnte. Aufgrund der Aussagen verschiedener Autoren h\u00e4lt man das Jahr 1391 f\u00fcr das Wahrscheinlichste.<\/p>\n<p>Die Guanchen hatten bisher das Wort \u201eGott\u201c in unserem Sinne noch nie geh\u00f6rt. <em>\u201eSie hatten einen Gott, den sie ACHAMAN nannten, was in unserer Sprache bedeutet: Der Himmel und Erde h\u00e4lt\u201c Abreu Galindo<\/em><\/p>\n<p><strong>Der institutionelle Rahmen<\/strong><\/p>\n<p>Vom politisch- verwaltungstechnischen Blickwinkel aus betrachtet wurden die Angelegenheiten der Insel Teneriffa im Rahmen der Institutionen Kastiliens geregelt. Im 15. Jahrhundert gelangte die Gesetzessammlung von Toledo durch die Grafen Los Condes de Niebla auf die Kanarischen Inseln.<\/p>\n<p>In Kurzform halten wir fest:<\/p>\n<p>1485 entsteht auf Gran Canaria das Bistum Canarias.<\/p>\n<p>1487 wird durch k\u00f6nigliche Urkunde festgestellt, dass die nur dem K\u00f6nig unterstellten Inseln lediglich die Import- und Exportsteuern f\u00fcr Waren in H\u00f6he von 3 % ihres Wertes zu zahlen haben. Die Inseln genossen somit weitgehende Steuerbefreiungen.<\/p>\n<p>1496 waren die Inselr\u00e4te (Cabildos) als Inselverwaltungen geplant. Der Inselrat bestand urspr\u00fcnglich aus drei ordentlichen B\u00fcrgermeistern, sechs Ratsherren, einem Sprecher, einem Wirtschaftsverwalter, einem Schreiber und einem Ober-Gerichtsvollzieher.<\/p>\n<p>1502 Alonso Fern\u00e1ndez de Lugo erh\u00e4lt von den K\u00f6nigen den Titel Statthalter und regiert als Gouverneur \u00fcber La Palma und Teneriffa.<\/p>\n<p>1526 Die Real Audiencia oder der K\u00f6nigliche Gerichtshof stellte das wichtigste Organ der politischen Struktur dar.<\/p>\n<p>1538 Die K\u00f6nigliche Gewalt setzt als ihre direkten Repr\u00e4sentanten die Gouverneure ein, die sowohl die oberste F\u00fchrung der politischen, verwaltungstechnischen und milit\u00e4rischen Angelegenheiten innehatten.<\/p>\n<p>1589 Der politisch-milit\u00e4rische Oberbefehl des Archipels wird unter eine einzige F\u00fchrung gestellt. Zum Generalkapit\u00e4n der Kanarischen Inseln wird D. Luis de la Cueva y Benavides ernannt. Angriffe ausl\u00e4ndischer Nationen und die Verw\u00fcstungen durch Piraten\u00fcberf\u00e4lle zwangen zur Aufstellung einer Miliz. Die kleinen Inselheere gliederten sich in Kompanien, denen ein\u00a0 Hauptmann vorstand.<\/p>\n<p>1718 Mit den Intendanturen, den Verwaltungs\u00e4mtern, wird auf den Kanarischen Inseln eine neue Institution eingef\u00fchrt, die dem wirtschaftlichen Fortschritt dienen soll. Einige Jahre sp\u00e4ter \u00fcbernahmen die Generalkapit\u00e4ne ihren Titel und Funktionen. Wie im \u00fcbrigen Spanien auch wird die Figur des Volksabgeordneten eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Bis 1820 wirkt auf den Kanarischen Inseln das Inquisitionsgericht.<\/p>\n<p><strong>Die Institutionen und die Moderne<\/strong><\/p>\n<p>Auf den Kanarischen Inseln finden mehrere \u00c4nderungen und Umgestaltungen statt. Der Niedergang des spanischen Weltreiches hat zur <a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p1050079x1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-855\" title=\"p1050079x1\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p1050079x1-150x101.jpg\" alt=\"p1050079x1\" width=\"150\" height=\"101\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p1050079x1-150x101.jpg 150w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p1050079x1-300x202.jpg 300w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p1050079x1.jpg 302w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Folge, dass f\u00fcr die Inseln eine neue Phase der politischen und verwaltungstechnischen Entwicklung beginnt. Mit der Errichtung eines liberalen Regimes wird dem Land ein Zentralismus aufgezwungen, der auch zur Rivalit\u00e4t zwischen den beiden Hauptinseln Teneriffa und Gran Canaria f\u00fchrt.<\/p>\n<p>1819 D. Pedro Jos\u00e9 Bencomo richtet das neue Bistum ein, das die westlichen Inseln umfasst und seien Sitz in La Laguna hat.<\/p>\n<p>1808 In La Laguna wird die Junta Suprema, der Oberste Rat, geschaffen, der sowohl die politische Macht, als auch die regionale Vertretung des Archipels \u00fcbernimmt.<\/p>\n<p>1812 In Folge der Verfassungsgebenden Versammlung von C\u00e1diz werden die Provinzialr\u00e4te und die Landkreise, Municipios, organisiert. Ins Leben gerufen wird auch das Amt des Politischen Obmanns &#8211; der zuk\u00fcnftige Zivilgouverneur.<\/p>\n<p>Die 1792 gegr\u00fcndete Universit\u00e4t von San Fernando wirkt bis zum Jahr 1834.<\/p>\n<p>1834 wird in La Laguna das Allgemeinbildende und Technische Institut der Kanarischen Inseln gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>1912 Die Inselregierungen entstehen als politische \u2013 verwaltungstechnische Regierungen jeder Insel. Auf jeder Insel wird die Zentralmacht durch einen Zivilgouverneur vertreten<\/p>\n<p><strong>Die Kanarischen Inseln und Amerika<\/strong><\/p>\n<p><em>&#8222;Die Kanarischen Inseln sind nicht l\u00e4nger das Finis terrae der Alten Welt sonder verwandeln sich in das Erste Land der neuen und in eine Verbindungsbr\u00fccke zwischen beiden Kontinenten.&#8220; Rumeu de Armas<\/em><\/p>\n<p>Die Kanarischen Inseln sind die Region, wo jene Institutionen und Modelle \u201egeprobt\u201c werden, die man dann sp\u00e4ter in Amerika einrichtet, ja es werden sogar L\u00f6sungen f\u00fcr die Entwicklung des Kontinents entschieden.<\/p>\n<p>Mit der Ankunft der neuen Bewohner nach der Eroberung beginnt ein Prozess der Wiederbesiedlung und kultureller \u00c4nderungen auf dem Archipel, die das bis zu diesem Zeitpunkt existierende System v\u00f6llig umgestalten.<\/p>\n<p>Sowohl die Eroberung als auch die Kolonisierung bedeuteten f\u00fcr die Insel die Entstehung einer neuen historischen Realit\u00e4t. Die Ankunft der Neusiedler hat zur Folge, dass sich Teneriffa in die am dichtsten bev\u00f6lkerte Insel des Archipels verwandelt Trotz der Folgen des Krieges, der Epidemien, der Deportationen usw. wird die urspr\u00fcngliche Bev\u00f6lkerung nicht ausgel\u00f6scht.<\/p>\n<p>Die Gruppe der Neusiedler nimmt die Gruppe der Einheimischen in sich auf. Die neue Bev\u00f6lkerung der Insel unterteilt sich in Europ\u00e4er, Afrikaner und Ureinwohner.<\/p>\n<p><em>Diese Gesellschaft gliedert sich in: Aristokraten, kirchliche W\u00fcrdentr\u00e4ger und H\u00e4ndler, welche die Gruppe der Herrschenden bildeten, die wirtschaftliche Macht besa\u00dfen und die politische \u00c4mter bekleideten. Bauern, Handwerker und Sklaven, die zusammen den gr\u00f6\u00dften Teil der Bev\u00f6lkerung stellen und die Basis der Kolonisierung bilden. Die Soldaten nicht zu vergessen.<\/em><\/p>\n<p>Dass aus dem spanischen Festland, der \u201epeninsula\u201c, die Siedler anr\u00fcckten, ist verst\u00e4ndlich. Besonders hervorzuheben sind jedoch die Portugiesen, die die Zuckerindustrie auf die Insel brachten.<\/p>\n<p>Jedoch auch aus Genua, wie wir bereits geh\u00f6rt haben, aus Florenz, England und Frankreich dr\u00e4ngten die Menschen auf die Insel.<\/p>\n<p>Vom afrikanischen Kontinent kamen die Neubewohner. Berber und Guineaner an erster Stelle. Die Mehrheit wurde als Sklaven verschleppt, da Mangel an Arbeitskr\u00e4ften herrschte.<a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500981.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-856\" title=\"p10500981\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500981-150x147.jpg\" alt=\"p10500981\" width=\"150\" height=\"147\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500981-150x147.jpg 150w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500981-300x295.jpg 300w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10500981.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a> Sie waren in den mit dem Anbau von Zuckerrohr verbunden T\u00e4tigkeiten besch\u00e4ftigt. Die Hauptbesch\u00e4ftigungen der Ureinwohner waren weiterhin die Kleinviehwirtschaft, sowie das Sammeln von wildwachsenden Pflanzen und von Meerestieren. Die Gruppen, die eine gr\u00f6\u00dfere Integration in die Gesellschaft erreicht hatten, widmeten sich auch der Gro\u00dfviehzucht und der Landwirtschaft.<\/p>\n<p>Die Eroberung bedeutet f\u00fcr den Prozess der wirtschaftlichen Entwicklung den \u00dcbergang von einer Sammler- und Hirtenwirtschaft hin zu einer h\u00f6her stehenden Wirtschaftsform anderer Organisation und Verteilung. Nach der Eroberung wurde das zur Verf\u00fcgung stehende Land sowie die Wasserrechte unter den Siegern verteilt. Die Gro\u00dfgrundbesitzer erhalten ihre L\u00e4ndereien jedoch auch durch das\u00a0 Mayoratserbe oder sie erkauften es von der Krone.<\/p>\n<p>Ein Beispiel f\u00fcr von der Krone erworbene L\u00e4ndereien sind die Herrenbesitze von Adeje und Santiago del Teide, die in den Jahren 1663 und 1664 von den Familien der <strong>von Ponte<\/strong> und <strong>von Sol\u00f3rzano<\/strong> erworben wurden.<\/p>\n<p>Von <strong>Fernando del Hoyo y Sol\u00f3rzano<\/strong> haben wir gerade jetzt durch die Neuer\u00f6ffnung des Hotels in Santiago del Teide \u201eSe\u00f1orio del Valle\u201c (geschichtstr\u00e4chtiges Datum: 100 Jahre nach dem Ausbruch des Chinyero, 18. November) geh\u00f6rt, der durch eine \u201eSchenkung\u201c von 3.200 Silberdukaten das Santiago Tal erhielt.<\/p>\n<p>Mit der Landverteilung verbunden waren allerdings eine Reihe von Verpflichtungen f\u00fcr die neuen Besitzer: Sie mussten sich auf dem Land niederlassen, es f\u00fcr den Anbau urbar machen und je nach der Zone bestimmte Produkte anbauen. Erreicht werden sollte, dass sich die Besitzer gezwungen sahen, das Land st\u00e4ndig zu bewirtschaften, um den einheimischen Markt durch den Anbau von daf\u00fcr geeigneten Produkten, wie Kartoffeln, Mais und Getreide zu versorgen. Jedoch auch Wein und das Zuckerrohr wurde angebaut.<\/p>\n<p>Die Gro\u00dfgrundbesitzer waren auch verantwortlich f\u00fcr die Verwaltung, Rechtsprechung sowie der Bestrafung der Gesetzesbrecher. Sie hatten das Recht, verurteilte Personen auszupeitschen, zu h\u00e4ngen oder in den Kerker sperren zu lassen.<\/p>\n<p>Die strategische Lage, die Begrenztheit ihrer Mittel, die Aufsplitterung des Territoriums, die klimatischen Besonderheiten zwingen die Inseln nach der Eroberung dazu, Handelsverbindungen zu schaffen und Verbindungen zum Rest der Welt zu suchen. Die Kanarischen Inseln spielen eine bedeutende Rolle auf den Routen in die Neue Welt. Im 16. Jahrhundert ist das wichtigste Exportprodukt der Zucker, jedoch Mitte des Jahrhunderts wird das Zuckerrohr Schritt f\u00fcr Schritt vom Weinanbau verdr\u00e4ngt. Grund hierf\u00fcr ist der Anstieg des Weinpreises auf den europ\u00e4ischen M\u00e4rkten und die Weinrebe ist weniger empfindlich als das Zuckerrohr. Der Malvas\u00eda war die bevorzugte Weinrebe. Im 17. Jahrhundert entwickelt sich der Weinhandel, wobei England der Hauptmarkt ist. Zudem sind die handgewebten Stoffe der Inseln ein begehrtes Produkt. Dagegen werden Kakao, Tabak, F\u00e4rbemittel und H\u00e4ute eingef\u00fchrt. Jedoch Ende des Jahrhunderts wird auf dem angels\u00e4chsischen Markt der kanarische Wein zusehends durch portugiesische Weine ersetzt.<\/p>\n<p>Um die Mitte des Jahrhunderts kommt es zu einer wirtschaftlichen Depression aufgrund der Selbstversorgung Amerikas und der Besteuerung der Weinausfuhren durch die Stadt C\u00e1diz. Die Exporte k\u00f6nnen nur mit Erlaubnis der Krone erfolgen. Ab dem Jahr 1778 wird der Handel mit Amerika liberalisiert.<\/p>\n<p>Im Verlauf der geschichtlichen Entwicklung der Gesellschaft \u00fcbernehmen M\u00e4nner und Frauen Aufgaben, bei denen sie Produkte herstellen, welche die eigenen Bed\u00fcrfnisse befriedigen oder dem Tausch f\u00fcr andere dienen. Holz, Eisen und andere Metalle, sowie Steine, Leder, Wolle, Baumwolle, Seide, Lehm, alles Stoffe, die durch die H\u00e4nde der geschickten Handwerker Gestalt bekommen.<\/p>\n<p>Die Zunftorganisationen hatten nur eine geringe Bedeutung. Die wichtigsten handwerklichen Berufe waren: Schmied, Zimmermann, Schuhmacher, Weber, die ihr Handwerk im Wechsel mit landwirtschaftlichen T\u00e4tigkeiten betrieben. Die Fischer hatten eine wichtige Position, da der Fisch eine gro\u00dfe Rolle in der Ern\u00e4hrung spielte. Die Kr\u00e4mer dagegen versorgten die Bev\u00f6lkerung nicht nur mit Grundnahrungsmitteln (Getreide, Mais, Kartoffeln), sondern auch mit anderen Produkten (Fleisch, Fisch, Metallen, Stoffen), die eine komplexere Organisation f\u00fcr ihre Verteilung und Verkauf ben\u00f6tigten.<\/p>\n<p>Und da kommen die \u201efliegenden H\u00e4ndlerinnen\u201c ins Spiel. Es sind meist die <a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501041.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-857\" title=\"p10501041\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501041-150x102.jpg\" alt=\"p10501041\" width=\"150\" height=\"102\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501041-150x102.jpg 150w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501041-300x204.jpg 300w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501041.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Frauen und T\u00f6chter der Fischer. Sie waren ambulante Verk\u00e4uferinnen, die sogenannten \u201egangocheras\u201c, die mit ihren K\u00f6rben im Umkreis von bis zu 15 Kilometern\u00a0 &#8211; barfuss &#8211;\u00a0 auf dem \u201ecamino real\u201c Obst, Gem\u00fcse oder Fisch verkauften. Der \u201ecamino real\u201c der K\u00f6nigsweg, stand unter dem besonderen Friedensschutz des K\u00f6nigs.  <a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501091.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-858\" title=\"p10501091\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501091-150x88.jpg\" alt=\"p10501091\" width=\"150\" height=\"88\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501091-150x88.jpg 150w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501091-300x177.jpg 300w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501091.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bei den Frauen waren die Weberinnen und Schneiderinnen, Spinnerinnen, Stickerinnen und Lochstickerinnen angesehen, da die von ihnen ausgef\u00fchrten Arbeiten unverzichtbare Gegenst\u00e4nde des allt\u00e4glichen Lebens darstellten.<\/p>\n<p>Nach all der vielen Arbeit durfte jedoch auch die Unterhaltung nicht zu kurz kommen.<a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501121.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-859\" title=\"p10501121\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501121-97x150.jpg\" alt=\"p10501121\" width=\"97\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501121-97x150.jpg 97w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501121-195x300.jpg 195w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501121.jpg 391w\" sizes=\"auto, (max-width: 97px) 100vw, 97px\" \/><\/a> Der kanarische Ringkampf geh\u00f6rt dazu, der noch heute auf der Insel praktiziert wird. Denken wir nur an die gro\u00dfen Hallen f\u00fcr \u201elucha canaria\u201c. In diese Kategorie f\u00e4llt auch das Stabspiel, bei dem zwei M\u00e4nner versuchen, die nicht gesch\u00fctzten K\u00f6rperteile ihres Gegen\u00fcbers zu \u201emarkieren\u201c.  Auch die Hahnenk\u00e4mpfe, die wahrscheinlich von Flamen eingef\u00fchrt wurden, dienten dem Vergn\u00fcgen. Sie gelangten im 18. Jahrhundert auf die Inseln.<\/p>\n<p>Und nicht zu vergessen: der Karneval! Bereits 1778 wurde erstmals der Karneval datiert. Er fand von Sonntag bis Dienstag statt, doch bereits in den Wochen zuvor zogen kost\u00fcmierte Menschen umher. Heute ist der Karneval auf Teneriffa eine touristische Attraktion. F\u00fcr den Amerikaner Brown war er vor 170 Jahren hingegen ein <em>\u201ebeschr\u00e4nktes<\/em> <em>Vergn\u00fcgen des P\u00f6bels, der in schreiender Verkleidung durch die Stra\u00dfen zieht; seine Dummheiten haben wenig Anmut\u201c<\/em>. D.J. Browne:<\/p>\n<p><strong>Landkarten<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr mich ist der Ausstellungsraum mit seinen alten Landkarten der gr\u00f6\u00dfte Schatz dieses Museums! Es existieren Karten von 1593 an!  Es existieren auch Karten, auf denen lediglich Fl\u00fcsse und Berge dargestellt sind.  <a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501171.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-860\" title=\"p10501171\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501171-150x101.jpg\" alt=\"p10501171\" width=\"150\" height=\"101\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501171-150x101.jpg 150w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501171-300x203.jpg 300w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501171.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501221.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-861\" title=\"p10501221\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501221-150x102.jpg\" alt=\"p10501221\" width=\"150\" height=\"102\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501221-150x102.jpg 150w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501221-300x204.jpg 300w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501221.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p1050085x1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-thumbnail wp-image-862\" title=\"p1050085x1\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p1050085x1-150x132.jpg\" alt=\"p1050085x1\" width=\"150\" height=\"132\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p1050085x1-150x132.jpg 150w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p1050085x1-300x265.jpg 300w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p1050085x1.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a> Auf der Karte\u00a0 von <strong>La Laguna<\/strong> (Bild Mitte oben) sehen wir noch die Lagune, die der Stadt ihren Namen gab. Das Wasser kam von den Bergen, jedoch durch die Anpflanzung von Eukalyptusb\u00e4umen, um die Malaria zu bek\u00e4mpfen, wurde die Lagune trockengelegt. Auf dieser Landkarte sehen wir den relativ kleinen Stadtkern und dann die Quadrataufteilung der Stadt. Dieses Stra\u00dfensystem wurde Musterbeispiel f\u00fcr S\u00fcdamerikanische St\u00e4dte.  Vor dem Ausbruch des Volc\u00e1n Garachico um 1706 war <strong>Garachico<\/strong> (Bild Mitte unten links) der wichtigste Hafen der Insel. Jedoch nach dem Vulkanausbruch ging die Bedeutung verloren und nun konzentrierte sich alles auf Santa Cruz.  <strong>Santa Cruz<\/strong> (Bild Mitte unten rechts) war bis zum 19. Jahrhundert ein reiner Fischerhafen.<\/p>\n<p>Wenn wir diesen Schatz an alten Karten und in den vorangegangenen S\u00e4len die Schriftst\u00fccke sehen, so k\u00f6nnen wir nur unterstreichen, welches Gl\u00fcck Teneriffa als einzige Insel hatte, ihre geschichtlichen Ereignisse seit der Zeit der Eroberung an zu konservieren.<\/p>\n<p><strong>19. und 20. Jahrhundert:<\/strong> <strong>Ver\u00e4nderungen und Umgestaltungen<\/strong><\/p>\n<p>Vom politisch-verwaltungstechnischen Blickwinkel aus betrachtet teilt sich der Archipel in zwei Hauptgruppen, der \u00f6stlichen und der westlichen. Zur ersten geh\u00f6ren die Inseln Lanzarote, Fuerteventura und Gran Canaria, zur zweiten Teneriffa, La Gomera, El Hierro und La Palma.<\/p>\n<p>Im Verlauf des 19. und 20. Jahrhunderts finden auf den Kanarischen Inseln wichtige Ver\u00e4nderungen und Umgestaltungen statt. Dazu geh\u00f6rt die Einf\u00fchrung der Freih\u00e4fen und die\u00a0 Schaffung der Inselregierungen.<\/p>\n<p>Die f\u00fcr den Export bestimmte landwirtschaftliche Produktion wird von der Koschenillelaus, einem wichtigen F\u00e4rbemittel auf dem Weltmarkt, bis zum Jahr 1870 monopolisiert. Zum Ende des Jahrhunderts wird sie zusehends vom Bananen- und Tomatenanbau verdr\u00e4ngt, deren Produktion im Verlaufe des 20. Jahrhunderts ansteigt.<\/p>\n<p>Da Rohstoffe fehlen und wenig Investitionsinteresse von au\u00dferhalb besteht, ist die industrielle Entwicklung begrenzt.<\/p>\n<p>Einen bedeutenden, vielleicht den bedeutendsten Schwerpunkt bildet der Tourismus, der mit dem ausgehenden 19. Jahrhundert\u00a0 auf der Insel Einzug h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Erst in j\u00fcngster Zeit entdeckt man das \u201eKapital\u201c der Gewinnung \u201eerneuerbarer Energien\u201c. Davon zeugen die verschiedenen gro\u00dffl\u00e4chigen Anlagen zur Nutzung der Sonnen- und Windenergie.<\/p>\n<p><strong>Die politische Entwicklung<\/strong><\/p>\n<p>1931 \u2013 1936 die zweite Republik: Aktivere Teilnahme der Mittel- und Arbeiterklasse.<a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501271.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-863\" title=\"p10501271\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501271-126x150.jpg\" alt=\"p10501271\" width=\"126\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501271-126x150.jpg 126w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501271-252x300.jpg 252w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/reiseberichte\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/p10501271.jpg 504w\" sizes=\"auto, (max-width: 126px) 100vw, 126px\" \/><\/a><\/p>\n<p>1936 \u2013 1939 der spanische B\u00fcrgerkrieg: Franco verl\u00e4sst am 17. Juli 1936 die Insel, um sich an\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 die Spitze der Streitkr\u00e4fte zu stellen.<\/p>\n<p>1940 \u2013 1975 Regierung des General Franco. In den 40er Jahren wird der Wirtschaftsf\u00fchrungsstab eingerichtet, an dessen Spitze der Generalkapit\u00e4n der Kanarischen Inseln Garc\u00eda Esc\u00e1mez stand.<\/p>\n<p>1975 \u2013 1990 Konstitutionelle Monarchie. Entwicklung der politischen Freiheiten und Schaffung des Staates der Autonomien.<\/p>\n<p>Im Verlauf des 20. Jahrhunderts entwickeln sich die Inselregierungen, die Cabildos, zu modernen Institutionen, die die Initiative ergreifen, wenn es gilt, Projekte auf den Weg zu bringen, die auf die Entwicklung der Inseln abzielen.<\/p>\n<p>Nach der Wiedereinf\u00fchrung der Monarchie im Jahr 1975 wird im Jahr 1978 die spanische Verfassung ausgearbeitet, die die Autonomien als Rahmen f\u00fcr den spanischen Staat anerkennt. Erarbeitet wird auch das Autonomiestatut f\u00fcr die Kanarischen Inseln (Spanisches Grundgesetz vom 10. August 1982), das folgende Institutionen vorsieht: Regionalregierung, Regionalparlament, Oberster Gerichtshof, Petitionsausschuss, Rechnungshof und Konsultationsrat. Die Repr\u00e4sentation der Zentralregierung liegt in den H\u00e4nden der Regierungsdelegation.  Hier wollen wir unsere Zeitreise beenden.<\/p>\n<p>Die Familie Lercaro w\u00e4re sicher sehr erfreut, w\u00fcrde sie sehen, welches Interesse auch heute noch ihrem Haus entgegengebracht wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lassen Sie sich einladen und auf eine Zeitreise durch f\u00fcnf Jahrhunderte mitnehmen, die uns die kulturelle, soziale und wirtschaftliche Entwicklung hier auf Teneriffa zeigt. Einen wunderbaren Rahmen bietet uns hierf\u00fcr das Haus Lercaro, dessen Baubeginn im Jahre 1593 datiert. 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