{"id":1456,"date":"2011-10-05T17:18:51","date_gmt":"2011-10-05T16:18:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/?p=1456"},"modified":"2015-04-09T15:12:57","modified_gmt":"2015-04-09T14:12:57","slug":"vilaflor-%e2%80%93-paisaje-lunar-%e2%80%93-vilaflor-erganzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wanderungen\/vilaflor-%e2%80%93-paisaje-lunar-%e2%80%93-vilaflor-erganzung\/","title":{"rendered":"Nochmal  Vilaflor \u2013 Paisaje Lunar \u2013 Vilaflor"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bei der fr\u00fcheren Beschreibung: \u201eVilaflor \u2013 Paisaje Lunar\u201c\u00a0 habe ich ausgef\u00fchrt:<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u201eUnterwegs sto\u00dfen wir auf kleine Hinweistafeln, die auf Besonderheiten hinweisen. Da wir jedoch keinen entsprechenden Plan besitzen, k\u00f6nnen wir nur darauf vertrauen, dass wir sp\u00e4ter in Erfahrung bringen, um welche Sehensw\u00fcrdigeiten es sich handelt.\u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong>Den Plan habe ich jetzt.<\/strong><\/p>\n<p>Rollen wir die Beschreibungen der Hinweist\u00e4felchen von Punkt 1 bis 11 auf.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Weg.jpg\" rel=\"lightbox[1456]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1457\" title=\"Weg\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Weg.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"493\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Weg.jpg 600w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Weg-150x123.jpg 150w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Weg-300x246.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Nr. 1:\u00a0 Die Gr\u00fcndung von Vilaflor<\/strong><br \/>\nVilaflor de Chasna wurde von der Familie Soler gegr\u00fcndet, die auf Kosten der Anstrengungen der \u00e4rmeren Bev\u00f6lkerungsschichten zu Wohlstand kam :<\/p>\n<p>Im Jahre 1602 wurde Vilaflor zu einem Majoratsgut erkl\u00e4rt und \u00fcber zwei Jahrhunderte hinweg \u00fcberlie\u00dfen die Majoratsherren den Neusiedlern des Ortes Ackerb\u00f6den im Austausch gegen sehr hohe Abgaben ihrer Ernten und Vieh. Befreit von dieser Ausbeutung waren lediglich gewisse beg\u00fcterte Reisende, die eine Zeitlang in Vilaflor verweilten, um von hier aus ihre Erkundigungen der Bergwelt Teneriffas zu planen. Bald werden wir von einer dieser ber\u00fchmten Pers\u00f6nlichkeiten mehr erfahren.<\/p>\n<p><strong>Nr.2:\u00a0 Ein Wald, den es zu entdecken gilt<\/strong><br \/>\nAuf ihren Expeditionen beschrieben die Naturforscher das erste Mal die Besonderheiten der kanarischen Kiefernw\u00e4lder.<\/p>\n<p>Wir befinden uns an einer Stelle des K\u00f6nigsweges von Chasna, der El Atajo genannt wird und auf dessen altem Kopfsteinpflaster einst hoch gebildete Naturforscher aus Europa reisten, wie z. B. zu Beginn des 19. Jahrhunderts Sabin Berthelot.<\/p>\n<p>Was h\u00e4tten diese Pers\u00f6nlichkeiten wohl damals in ihren Reisetageb\u00fcchern \u00fcber diesen Ort notiert?<br \/>\nSicherlich h\u00e4tten sie \u00fcber den Wald geschrieben, in den wir uns nun hineinbegeben &#8211; den Kanarischen Kiefernwald.<br \/>\nIm S\u00fcden Teneriffas treffen wir von 800 m \u00fc. M. bis in eine H\u00f6he von 2000 m auf Kiefernb\u00e4ume, die sich an die in den Bergen herrschenden hohen Temperaturunterschiede und an die sauren B\u00f6den hervorragend angepasst haben. Nur sehr wenige Pflanzenspezies sind in der Lage, dieser Erde ausreichend N\u00e4hrstoffe zu entnehmen, um existieren zu k\u00f6nnen.<br \/>\nDer in den Kanarischen Kiefernw\u00e4ldern am h\u00e4ufigsten vorkommende Baum ist &#8211; daher die Bezeichnung &#8211; eben die kanarische Kiefer. Au\u00dfer ihr finden wir nur wenige Straucharten und krautartige Pflanzen wie Wei\u00dfe Zistrose oder Magraritenarten.<\/p>\n<p>Wenn wir aufmerksam schauen und ganz leise sind, dann kann es auch sein, dass wir den einen oder anderen in den Kiefernw\u00e4ldern heimischen Vogel erblicken, wie den Buntspecht oder den Blaufink.<\/p>\n<p><strong>Nr. 3:\u00a0 Landwirtschaft in den Bergen \u2013 eine wahre Herausforderung<\/strong><br \/>\nDie Terrassierung der Bergh\u00e4nge und der Tuffstein erm\u00f6glichten es den Landwirten, die steil abfallenden, sauren B\u00f6den zu bestellen.<\/p>\n<p>Legen wir einem fiktiven Landwirten die Worte in den Mund, w\u00fcrde er sagen:<\/p>\n<p>\u201eIch hei\u00dfe Gaspar und lebe im oberen Ortsteil von Vilaflor. Meine Familie und ich steigen jeden Tag \u00fcber den El Atajo\u00a0 Weg hinauf zu unseren Feldern ganz in der N\u00e4he der Schlucht am Lomo Cabe\u00f1a. Meine Urgro\u00dfeltern richteten diese Steinmauern auf, um die Felder zu bestellen, und holten den Tuff aus El Marrubial, damit er die Sonne reflektiert und damit die Erde l\u00e4nger ihre Feuchtigkeit beh\u00e4lt.\u201c<\/p>\n<p>Ein weiterer k\u00f6nnte ausf\u00fchren:<\/p>\n<p>\u201eMein Name ist Manuel und ich lebe seit 1915 mit meiner Frau, meiner Mutter und meinen sechs Kindern in Galindo. Wir pflanzen Weizen, Roggen, Linsen &#8230; doch am meisten bringen seit einigen Jahren die Kartoffeln ein, vor allem die teuren Sorten, die, obwohl sie vom Ausland kommen, billiger und leichter anzubauen sind, als die hiesigen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Nr. 4:\u00a0 Eine bl\u00fchende Landwirtschaft<\/strong><br \/>\nDie Landwirte bauten auf den meisten Feldern Getreide, Kartoffeln und Weinreben an.<\/p>\n<p>Wir befinden uns an der Finca Galindo, der einzigen heute noch bewirtschafteten\u00a0 Plantage auf unserem Weg. Auf diesen Terrassenbeeten wurden \u00fcber lange Zeit H\u00fclsenfr\u00fcchte und Getreide angebaut, die gute Ernteertr\u00e4ge einbrachten. Mit Hilfe eines angemessenen Fruchtwechsels verwandelten diese Anbauprodukte au\u00dferdem die B\u00f6den in eine wahre Vorratskammer an Pflanzenn\u00e4hrstoffen.<\/p>\n<p>In den vergangenen Jahren hat der Niedergang der Landwirtschaft zugunsten des Dienstleistungssektors dazu gef\u00fchrt, dass zahlreiche Felder aufgegeben wurden. Auf den heute noch bestellten Felder, wie diesen vor uns, werden fast ausschlie\u00dflich Weinreben, Obstb\u00e4ume und vor allem Kartoffeln angebaut.<\/p>\n<p><strong>Nr. 5:\u00a0 Von dem leben, was der Wald gibt<\/strong><br \/>\n\u00dcber mehrere Jahrhunderte hinweg stellten Holz, Harz und Kiefernnadeln eine wichtige Einnahmequelle f\u00fcr zahlreiche Bewohner Chasnas dar.<\/p>\n<p>Dieser Jahrhundertbaum, vor dem wir stehen, ist einer der \u00e4ltesten \u00dcberlebenden einer Zeitepoche, die den Lebewesen des kanarischen Kiefernwaldes ganz und gar nicht g\u00fcnstig war. Bis noch vor wenigen Jahrzehnten stellte dieser Wald eine unersetzliche Quelle von Ressourcen dar. Die Kiefern wurden nicht nur wegen ihres hervorragenden Holzes hoch gesch\u00e4tzt, sondern auch aufgrund ihres Harzes, das zu einer Art Naturbeize verarbeitet wurde, um Teer f\u00fcr die Abdichtung von Schiffen und F\u00e4ssern zu gewinnen.<\/p>\n<p>Mit der Zeit f\u00fchrte diese \u00fcberm\u00e4\u00dfige Nutzung zu einer erheblichen Verminderung der Kiefernw\u00e4lder, weshalb es erforderlich wurde, ihren weiteren Nie\u00dfbrauch gesetzlich zu regeln.<br \/>\nHeute ist in den W\u00e4ldern nur noch das Einsammeln von Kiefernnadeln gestattet, die den Waldboden das ganze Jahr \u00fcber bedecken und eine wertvolle Ressource darstellen.<\/p>\n<p>Das Einsammeln der Nadeln ist in zweifacher Hinsicht nutzbringend: Einerseits vermindert es ein \u00dcberma\u00df an brennbaren Materialien im Bergwald und damit die Waldbrandgefahr, und andererseits dienen die Nadeln zur Gewinnung nahrhafter D\u00fcngemittel, sowie der Auslegung von St\u00e4llen.<\/p>\n<p><strong>Nr. 6:\u00a0 Auf der Suche nach den besten Weiden<\/strong><br \/>\nEl Marrubial war eine Wegkreuzung auf den Hirtenrouten ins Gebirge.<\/p>\n<p>Die Viehhaltung, besonders die von Ziegen, stellte sogar schon vor der<a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020644.jpg\" rel=\"lightbox[1456]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1462\" title=\"P1020644\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020644-150x134.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"134\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020644-150x134.jpg 150w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020644-300x268.jpg 300w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020644.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a> Eroberung der Insel einen fundamentalen Wirtschaftszweig auf den Kanaren dar. Bis noch in allerj\u00fcngster Zeit lebten zahlreiche Familien von Viehzucht und Viehwirtschaft. Dies war der Fall einer Familie von Ziegenhirten, die dieses Haus bis etwa vor 75 Jahren bewohnte.<br \/>\nEl Marrubial, das Andornfeld, war zu jener Zeit bedeckt von dieser krautartigen Pflanze, die Heilkr\u00e4fte besitzt und auch Teil der Ern\u00e4hrung der Ziegen war.<\/p>\n<p><strong>Nr. 7:\u00a0 Wege \u00fcber die Gipfel<\/strong><br \/>\nDie schwersten Lasten wurden von Maultiertreibern \u00fcber die zerkl\u00fcfteten Inselberge transportiert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020637.jpg\" rel=\"lightbox[1456]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1461\" title=\"P1020637\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020637-135x150.jpg\" alt=\"\" width=\"135\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020637-135x150.jpg 135w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020637-271x300.jpg 271w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020637.jpg 542w\" sizes=\"auto, (max-width: 135px) 100vw, 135px\" \/><\/a>Wenn wir uns in die Zeit der ersten Naturforscher, Getreidebauern und Wanderhirten zur\u00fcckversetzen k\u00f6nnten, h\u00e4tten wir in Vilaflor einen Maultiertreiber verpflichten k\u00f6nnen, um uns auf dieser Wanderung zu begleiten. Sie transportierten auf den R\u00fccken ihrer Tiere, normalerweise Esel oder Ochsen, manchmal aber auch Pferde, Maulesel oder Kamele, Waren und Lebensmittel in Packs\u00e4tteln, S\u00e4cken und F\u00e4ssern, so unter anderem Holzkohle, Getreide, Kiefernnadeln, Ackerzeug, Gebrauchsg\u00fcter, Viehfutter, usw. Ja, es gab sogar Maultiertreiber, die aus dem Inselnorden Schweineferkel nach Chasna brachten, um sie an die Bauern zu verkaufen. Auf diesem langen Marsch gingen die Treiber stets zu Fu\u00df und f\u00fchrten ihre treuen Wegbegleiter, entschlossen alle Schluchten und Bergk\u00e4mme zu \u00fcberwinden, die auf ihren Wege lagen, \u00fcber Pfade wie diesen hier.<\/p>\n<p>Von hier k\u00f6nnen wir bereits die Gipfel Teneriffas bewundern, von denen eines der Elemente kam, das keinesfalls fehlen durfte: das Wasser. Damit es den Tieren nie an dem k\u00f6stlichen Nass fehle, legte man die Wegstrecke so an, dass sie an Pl\u00e4tzen wie diesem hier vorbeif\u00fchrte, dem Bett der Eris del Carnero-Schlucht.<\/p>\n<p><strong>Nr. 8:\u00a0 Die Kunst, das Wasser zu leiten<\/strong><br \/>\nDie Steinmetze verstanden ihr Handwerk sehr gut und nutzten f\u00fcr die <a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020634.jpg\" rel=\"lightbox[1456]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1460\" title=\"P1020634\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020634-150x145.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"145\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020634-150x145.jpg 150w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020634-300x290.jpg 300w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020634.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Kan\u00e4le an den Wegesr\u00e4ndern stets die Materialien, die es in der Umgebung gab.<\/p>\n<p>Der inzwischen stillgelegte, mehr als hundert Jahre alte\u00a0 Kanal hier trug den Namen \u201eBajante de Ucanca\u201c und leitete das Wasser von der Degollada de Ucanca bis zu den H\u00e4usern und Feldern von San Miguel, Vilaflor und Granadilla.<\/p>\n<p>Zum Bau des kilometerlangen Kanals verwendete man dunkelbraunen Vulkanstein, der mehr oder weniger kompakt, aber leicht zu behauen ist. Als Verbindungsmittel zwischen den Steinen diente ein Kalkm\u00f6rtel aus Kalk, Sand und Wasser. Das gro\u00dfe Gef\u00e4lle des Berghanges stellte allerdings ein weiteres Problem dar, das es zu \u00fcberwinden galt, damit das Wasser keine zu gro\u00dfe Geschwindigkeit erreicht. Aus diesem Grund wurden in bestimmten Abst\u00e4nden Beruhigungsbecken &#8211; wie dieses &#8211; hier angelegt, die den Wasserfluss bremsten.<\/p>\n<p>Legen wir wieder die Worte einem Steinmetz in den Mund:<\/p>\n<p>\u201eIch hei\u00dfe Eusebio und bin Steinmetz von Beruf. Mein Vater lehrte mich, alle Arten von Steinen auf den ersten Blick zu erkennen, sie aus dem Gestein herauszuschlagen und zu behauen. Hier bei uns verwenden wir f\u00fcr die Kan\u00e4le, Wasserbecken und Brunnen am h\u00e4ufigsten Tosca. Wir hauen aber auch hoch gesch\u00e4tzte Chasnera-Platten, die es an keinem anderen Ort der Welt gibt. Ja, es hei\u00dft sogar, dass sie in Amerika nach dem Stein verlangen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Nr. 9:\u00a0 Eine Landschaft, die es wert ist, erforscht zu werden.<\/strong><br \/>\nDie\u201c Mondlanschaft\u201c ist f\u00fcr die Fachleute eine der geologisch interessantesten Formationen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020630.jpg\" rel=\"lightbox[1456]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1463\" title=\"P1020630\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020630-112x150.jpg\" alt=\"\" width=\"112\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020630-112x150.jpg 112w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020630-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020630.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 112px) 100vw, 112px\" \/><\/a>Wir befinden uns an einem der geologisch seltsamsten Orte Teneriffas, den man fr\u00fcher \u201eLos Escurriales\u201c, heute jedoch \u201eMondlandschaft\u201c nennt. Man hat herausgefunden, dass sich die Landschaft vor etwa einer halben Millionen Jahren bei einer der zahlreichen Vulkaneruptionen\u00a0 bildete, bei denen auch die s\u00fcdlichen Randh\u00e4nge der Insel entstanden. J\u00fcngste Untersuchungen deuten darauf hin, dass das wei\u00dfliche Auswurfmaterial der H\u00fcgel Teil einer Rauch- und Aschewolke war, die mit riesiger Kraft aus dem Vulkan geschleudert wurde und sich hier aus gro\u00dfer H\u00f6he, einem immer wieder unterbrochenen Nieselregen gleich, auf dem Boden ablagerte. Die K\u00f6rner verbanden sich miteinander und bildeten eine dicke Schicht hochempfindlichen Bodens. Zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt wurde dieser Aschenboden von Auswurfmaterialen anderer Eruptionen bedeckt. Seit jener Zeit haben Wind und Wasser alle diese Materialien erodiert, am st\u00e4rksten jene Aschenfl\u00e4chen, die frei an der Oberfl\u00e4che lagern.<\/p>\n<p><em><strong>Achtung:<\/strong> Tats\u00e4chlich handelt es sich bei dieser Landschaft um eine der empfindlichsten der gesamten Insel. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, bei einem Besuch darauf zu achten, dass wir den Stein weder ber\u00fchren noch auf ihn treten. Indem wir zu diesem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Ort einen gewissen Abstand halten, tragen wir zu seinem Erhalt bei.<\/em><\/p>\n<p><strong>Nr. 10:\u00a0 Neue Wanderer auf alten Wegen<\/strong><br \/>\nHeute sind es vor allem die Wanderliebhaber, die den alten K\u00f6nigsweg mit Leben f\u00fcllen.<\/p>\n<p>Das Gebiet ist unter dem Namen \u201eLos Llanitos\u201c bekannt. Die alten Mauern dieses Hauses waren noch bis vor wenigen Jahrzehnten das Heim einer Familie von Bauersleuten. Ganz in der N\u00e4he beobachtet eine Jahrhunderte alte Kiefer, wie die Zeit seither alles ver\u00e4ndert hat.<\/p>\n<p>Bleibt festzuhalten: Weit entfernt sind jene Zeiten, zu denen die Kanarischen Kiefernw\u00e4lder und Gipfel der Insel eine Nahrungs- und Rohstoffquelle waren. Heute bilden sie einen herrlichen Rahmen f\u00fcr eine <a href=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020639.jpg\" rel=\"lightbox[1456]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1464\" title=\"P1020639\" src=\"http:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020639-127x150.jpg\" alt=\"\" width=\"127\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020639-127x150.jpg 127w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020639-254x300.jpg 254w, https:\/\/www.mundi-roth.de\/teneriffa-blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P1020639.jpg 508w\" sizes=\"auto, (max-width: 127px) 100vw, 127px\" \/><\/a>gro\u00dfe Bandbreite von Freizeitbesch\u00e4ftigungen, wie Wandern oder Radfahren. Sportler. Liebhaber kanarischer Kultur und Touristen sind Tag f\u00fcr Tag auf diesen und anderen Wegen unterwegs, um die herrlichen Landschaften zu genie\u00dfen. Diese neuen Nutzungen haben den K\u00f6nigsweg von Chasna mit neuem Leben erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Fragen wir uns, was waren unsere Gr\u00fcnde, um diesen Ort zu besuchen?<br \/>\nAuch\u00a0 wir k\u00f6nnen Protagonisten sein und diesem Haltepunkt unsere Stimme leihen.<\/p>\n<p><strong>Nr. 11:\u00a0 Ein Weg mit soviel Vergangenheit wie Zukunft<\/strong><br \/>\nNachdem wir erfahren haben, wer zu fr\u00fcheren Zeiten die Protagonisten der Geschichte dieses Weges waren, haben wir entdeckt, dass seine Zukunft dank uns gesichert ist.<\/p>\n<p>Auf unserer Reise in die Vergangenheit haben wir das herrliche Naturerbe dieses Landstrichs bewundert und den gro\u00dfen geschichtlichen Wert des nun schon \u00fcber f\u00fcnfhundert Jahre alten Weges erkannt. Wahr ist jedoch, dass eigentlich alle alten Wege dieser Art stumme Zeugen unz\u00e4hliger Geschichten von den Anstrengungen und Hoffnungen der Menschen sind, die auf ihnen gingen.<\/p>\n<p>Heute sind wir die Protagonisten eines neuen Kapitels dieser Geschichte. Dank unserer R\u00fccksicht und Neugier sorgen wir daf\u00fcr, dass diese Verkehrwege noch ein langes Leben vor sich haben.<\/p>\n<p><em>Die vorgestellten Erkl\u00e4rungen f\u00fcr diesen Wanderweg habe ich \u2013 auszugsweise \u2013 entnommen aus der Brosch\u00fcre <\/em><br \/>\n<em>\u201eVon Vilaflor zur Mondlandschaft, Ein Weg voller Geschichten\u201c,<\/em><br \/>\n<em>\u00a0herausgegeben von:<\/em><br \/>\n<em>\u00a0Unidad Funcional de Uso P\u00fablico y Vida Silvestre.<\/em><br \/>\n<em>\u00a0Servicio T\u00e9cnico Forestal<\/em><br \/>\n<em>\u00c1rea de Medio Ambiente y Paisaje<\/em><br \/>\n<em>Cabildo Insular de Tenerife<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der fr\u00fcheren Beschreibung: \u201eVilaflor \u2013 Paisaje Lunar\u201c\u00a0 habe ich ausgef\u00fchrt: \u201eUnterwegs sto\u00dfen wir auf kleine Hinweistafeln, die auf Besonderheiten hinweisen. Da wir jedoch keinen entsprechenden Plan besitzen, k\u00f6nnen wir nur darauf vertrauen, dass wir sp\u00e4ter in Erfahrung bringen, um welche Sehensw\u00fcrdigeiten es sich handelt.\u201c Den Plan habe ich jetzt. 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