März 2017
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Barranco de Masca – Masca-Schlucht

Gigantisch! Grandios! Beeindruckend! Einzigartig!

„Wer Masca nicht gesehen hat, hat nichts gesehen“,

so lautet eine Volksweisheit Teneriffas. Fest steht jedenfalls:

Eine so faszinierende Schlucht mit so steil aufragenden Felswänden, solchen Auf- Aus- und Einblicken, einer solchen Pflanzenvielfalt, sucht ihresgleichen.

Fest steht auch: Man mag die Tour gehen so oft man will, sie überrascht immer wieder mit neuen Aspekten. Diesmal die

reichlich fließenden Bächlein mit teils kleineren, teils größeren Wasserfall-Kaskaden die in Gumpen münden.

Jedoch aus diesem Grunde handelt es sich weniger um eine Wanderung

als um einen Balanceakt über die Furten. Zwanzig, dreißig Mal haben wir sicher das oder die Bächlein gequert und kamen – dank lieber Vorwanderer, die Steine zum Überqueren legten – trockenen Fußes am Meeresgestade an.

Eins sollte man bei der Planung dieser Tour beachten:
Es handelt sich um ein Abenteuer, denn trotz vieler, hilfreicher Steinmännchen ist die Fortsetzung des Weges nicht immer klar erkennbar.
Trittsicherheit ist unbedingt erforderlich, daher selbstverständlich feste Stiefel!
Stöcke sind hilfreich und Höhenangst sollte man auch nicht haben.
Reichlich zu trinken mitnehmen!
Na, dann mal los!

Wanderwegstrecke (oder besser: Balancestrecke): 2 ¾ Stunden
Wir beginnen die Tour im Ort Masca (600 m).

Wichtig: Als erstes kaufen wir bei dem ersten Kiosk rechts des gepflasterten Weges die Karten für das Schiff von  Playa de Masca nach Los Gigantes. Kostenpunkt: 10 Euro.
Als Einstiegshilfe bekommen wir vom Kioskbesitzer gesagt:
„Den Weg bergab bis zum großen gelben Schild und dann links.“
Gesagt, getan. Das gelbe Schild klärt uns über Erdrutschgefahr auf und wir reihen uns die Schlange der Wanderer ein.

Nach geraumer Zeit gelingt es uns an der Gruppe vorbeizukommen und auf dem steilen, treppenartigen Pfad geht es bergab. Nach 10 Minuten stoßen wir auf ein mehgrsprachiges Hinweisschild:
„Katzen sind wunderbare Haustiere, aber wenn sie verwildern, verwandeln sie sich in Jäger, die eine äußerst negative Auswirkung auf die „einheimische“ Tierwelt haben. Sie stellen eine deutliche Gefahr für die kleinen Seevögelgruppen und die Rieseneidechsen dar, die bis heute im Teno überlebt haben. Wenn Sie dazu beitragen möchten, diesen Ort zu erhalten, dann füttern sie bitte keine Katzen, weder in der Schlucht noch am Masca-Strand.

Eine Brücke führt uns auf die linke Seite der Schlucht. Wir müssen erst etwas bergan, um dann in das Bachbett abzusteigen.
Ich sage mal, eine genaue Beschreibung des Verlaufs der Tour ist gar

nicht möglich. Es heißt: Augen auf und den Steinmännchen und den zum Teil gut auszumachenden Pfaden folgen.
Jedoch immer wieder stößt man auf Vorwanderer die im Zweifel sind, „wo geht es weiter?“ Gemeinsam findet man dann die Fortsetzung.

Ein Engpass mit steilem Abbruch ist inzwischen mit einem Seil gesichert. Gelegentlich entdecken wir Zahlen an den Felsen, die wir nicht recht zu deuten wissen. So eine 22 beim Einstieg in den Abstieg, der unter einem gewaltigen Felsbrocken durchführt, welcher von früheren Wanderungen noch in guter Erinnerung ist. Jetzt jedoch ist der Brocken mit Steinen unterfüttert, so dass man problemlos, in gebückter Haltung, passieren kann.

Dagegen gibt es andere Stellen, da hilft es nur noch, sich auf dem Hosenboden abrutschen zu lassen. Andere dagegen erfordern ein Klettern auf allen Vieren, so dass man erst die Stöcke oberhalb deponieren muss. Immer aber und überall wird man vom Geplätscher des Wassers begleitet.

An einer unübersichtlichen Stelle sehen wir unterhalb ein gelbes Gitter, an dem führt links der Weg weiter abwärts.

Wir sind um 10.30 Uhr im Dorf Masca losgewandert und erreichen das Meeres-Ufer, Playa de Masca,  um 13.15 Uhr.
Für 13.30 Uhr hatten wir das Schiff nach Los Gigantes gebucht, da uns der Kartenverkäufer sagte, 2 ½ Stunden dauere die Tour. Nun, wir haben etwas länger gebraucht. Auch nicht schlimm.

Unser Schiff kommt fast pünktlich, legt eine kleine Pause ein und um 13.50 Uhr können wir, da wir die Einzigen waren, die bereits ihre Tickets hatten,  als Erste an Bord gehen.
Ca. 20 Minuten dauert die Fahrt bis Los Gigantes. Unterwegs tuckert der Kapitän an den Fischzuchtkäfigen für Doraden vorbei, weil hier angeblich häufig Delphine gesichtet werden. Wir sahen leider nicht einen Delphin.

Fazit: Immer wieder gerne! Immer wieder ein Erlebnis! Immer wieder neu!
Immer wieder beeindruckend!
Und sicher nicht zum letzten Mal!

Anfahrt:
Hat man kein privates „Taxi“ wie wir Glücklichen, kann man auch den Bus 460 um 7.35 Uhr – will man auf der sicheren Seite sein – oder um 9.35 Uhr vom Busbahnhof in Playa de las Americas bis Valle Santiago nehmen.
Hier geht um 10.35 Uhr der Anschluss-Bus 355 nach Masca ab.
Abfahrt:
Schiff: 13.30 Uhr oder 15.30 Uhr Playa de Masca – Los Gigantes
Bus 473, 14.30 Uhr Los Gigantes – Playa de las Americas  (100 Minuten, fährt durch Calle Salvajo und Adeje) verkehrt halbstündlich
oder Bus 477, 15.15 Uhr  Los Gigantes – Playa de las Americas directo (65 Minuten) verkehrt stündlich

1 Kommentar zu „Barranco de Masca – Masca-Schlucht“

  • Elke:

    Inzwischen, Anfang 2016, ist bei den Bussen eine Veränderung eingetreten. Beide Linien verkehren jetzt ungefähr alle 40 Minuten, sodass mehr oder weniger alle 20 Minuten einer fahren sollte – zumindest theoretisch. Klappt aber nicht immer!

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