April 2019
M D M D F S S
« Feb    
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930  

Von Chiguergue nach Chirche – Camino La Cañada

Eine kleine, feine Wanderung. Für uns hier im Süden fast vor der Haustüre

Laut Elisabeth soll sie den Namen: Affodill-Weg erhalten – im Gegenzug zum Glockenblumenweg vom Erjos Pass nach La Vica (Masca), –  denn eine solche Fülle an den gerade erblühenden Affodills sucht seinesgleichen. Nur einmal – zur rechten Zeit – auf dem Conde haben wir diese Üppigkeit, dieses Meer porzellanfarbener Blüten erlebt.

Wanderwegstrecke: Je nach Lust und Laune zwischen einer Stunde und einer halben Stunde

Wir beginnen diesen Spaziergang am Ortsende von Chiguergue, nach dem Kirchplatz, bei der Infotafel in der Calle San Roque.  Einen Parkplatz finden wir in der davon abzweigenden Straße.
Die Information sagt uns, dass wir uns im Ortsteil La Cancelita befinden und dass uns dieser Weg in 45 Minuten, bei einer Entfernung von 1,9 km und einem Höhenunterschied von 107 m nach Chirche bringt und in der Calle El Cornical endet.
Entlang der Strecke verläuft der Kanal von Vegara.

Dann mal los: 10.30 Uhr gehen wir  ca. 20 Minuten auf der Asphaltstraße, die zum Glück so gut wie nicht befahren ist . (Sowohl auf dem Hin- wie auch auf dem Rückweg begegnet uns ein einziges Fahrzeug).
Vorbei an landwirtschaftlich genutzten Flächen,  Ausblick auf die Insel La Gomera, die Küste und die dort unten liegenden Orte Alcalà und Playa San Juan schreiten wir zügig aus.
Den Weg säumen die hier so vorbildlich aufgeschichteten Steinmäuerchen, bewachsen von den zum Teil noch kräftig gelb blühenden Ranken der warzigen Zaunrübe, aber auch schon mit ihren niedlichen Ballons beschickt, den Aeonien und dahinter Opuntien – die Feigenkakteen –  und Affodills – Affodills – Affodills und in voller Blüte stehenden Mandelbäumen.

Die wunderschönen Margaritenbüsche sind schon so selbstverständlich, dass man sie fast zu erwähnen vergißt.

Wir passieren ein Gehöft, geschmückt mit einer Christsternhecke und Kakteen, die in blaue Plastikfässer getopft wurden.
Achtung: Kurz darauf zweigt links – gekennzeichnet durch Steinmännchen – der alte Wanderweg – vermutlich ebenfalls ein camino real – ab.
Man kann sich gut an einem links oberhalb liegenden Steinhaus mit Antenne orientieren.
Zwischen den Steinmäucherchen und über einen Steinteppich, zum Teil an einem offenen Kanal, der noch Wasser führt,  geht es romatisch weiter.
Zwischen den Steinen wuchert der wilde Thymian und so gar Farne wagen sich hier heraus.
Zwischendurch kleinere, kaum nennenswerte Aufstiege bis wir zur einer gemauerten, bedeckten Wasserleitung und zwei hellen und einem verrosteten Wasserleitungsrohr kommen:
Hier übersteigen wir den Kanal und die Rohre, um uns links haltend weiter aufzusteigen.
Aber hier: nochmal Achtung:
Es zweigt ein Pfad links hoch ab, und zwei führen rechts weiter. Wir wählten erst den unteren, der hätte uns, wie wir schnell feststellten,  unterhalb von Chirche ankommen lassen. Also retour und   wir nehmen den etwas oberhalb liegenden. Steinnmännchen kennzeichnen ihn auch.
Nur kurz, um die nächste Biegung und Chirche und der Mirador sowie die  Berge der Cañadas liegen vor uns. Rechts, unterhalb des Weges,  schauen wir auf einen gut erhaltenen Dreschplatz und vorbei an einem Meer des kräftig blaublühenden Kanaren-Lavendels sind wir schnell in Chirche.

Wir passieren einem Kindergarten – hier befindet sich auch eine Bushaltestelle – stoßen auf das neue Centro Cultural de Chirche. Wir halten uns rechts und schon sehen wir unterhalb unser Ziel:
das bewährte, immer wieder gute Restaurant: Romero Brasas de Chirche
Von Conchi und Antonio, den Besitzern , werden wir freudig begrüßt und haben das Glück an dem einzigen sonnigen Tisch Platz nehmen zu können. Nach dem –  wie immer schmackhaften Essen – (Lamm in Kastaniensauce) gehen Elisabeth und ich auf demselben Weg zurück, um den Wagen zu holen.  Mein lieber Mann, der ja sonst immer Taxifahrer für uns spielt, darf  sich solange bei einem Glas Tinto etwas ausruhen.

Fazit:  
Keine anstrengende, keine lange Wanderung aber durch die jetzige  Blütenpracht und das ganze Umfeld  eine sehr, sehr schöne.

Anfahrt:

Von Los Cristianos bis ans Ende der Autobahn TF1, weiter auf der TF82 Richtung Guia de Isora, Knapp 2km hinter Guia de Isora zweigt rechts eine Straße nach Chiguerge ab.

Von Chiguerge nimmt man vom Ausgangspunkt der Wanderung aus die Querverbindung nach Chirche

Abfahrt:

Von Cirche immer bergab nach Guia de Isora und von dort auf der TF82 / TF1 zurück.

2 Kommentare zu „Von Chiguergue nach Chirche – Camino La Cañada“

  • Ich bin auch leidenschaftlicher Wanderer und war auch schon sehr viel auf der Insel Teneriffa unterwegs.
    Natürlich bin ich da ein interessierter Leser dieses Artikels.
    Vielen Dank, alles ist ganz ausführlich beschrieben mit tollen Fotos. Da bekomme ich sofort wieder Lust auf das Wandern 🙂
    Lieben Gruss
    Christian

  • Hans-Peter:

    Hallo Wanderinnen und Wanderer,
    zunächst mal herzlichen Glückwunsch zu dem tollen Wanderangebot. Die Wanderungen sind wirklich gut beschrieben und sogar bebildert.
    Haben am 24.2. die Wanderung gemacht. Sehr schön mit toller Flora.
    Wir sind dann von Chirche noch zum Mirador Chirche hochgelaufen (knappe 1/2 Stunde) und haben dort Kaffee und Kuchen (sehr lecker) gegessen.
    Sehr zu empfehlen. Nettes Wirtepaar.
    Werden sicher weitere Wanderung aus dem umfangreichen „Katalog“ machen.
    Liebe Grüsse
    Hans-Peter (dzt.Las Americas)

Kommentieren