Oktober 2019
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Fuente de Tamaide

Eine kleine, aber feine Wanderung, ohne große Anstrengung, dafür aber mit beeindruckenden Blicken auf Gesteinsformationen – auch Stricklava, hier im Süden selten – und einer Quelle, die immer noch viel Wasser spendet.

Wanderwegstrecke: knappes Stündchen
Unser Rundweg beginnt sofort mit einer Besonderheit: Wir gehen über Faden- oder Stricklava-Formationen, Überreste eines Weggabelungalten Pahoehoe-Lavastromes. Nach ein paar Minuten gabelt sich unser Weg. Wir halten uns links und gehen diesen holprigen Weg an einem Wasserbecken auf der rechten Seite vorbei bis zu seinem Ende, biegen rechts ab sehen bereits die Quelle vonQuelle Tamaide vor uns unten liegen, die durch das frische Grün von Brombeerranken umrahmt ist. Es ist ein malerisches Fleckchen. Schon oder noch blühender Lavendel, Kaktusfeigen, Taginasten, beeindruckende Felsformationen. Einfach schön!
Lediglich 10 Minuten haben wir bis hierher benötigt.
Von oben ist der auf der anderen Seite des Barrancos aufsteigende Weg kaum auszumachen. Aber er ist da und läßt sich wunderbar Engpassgehen, nachdem man sich durch einen engen, kurzen Felsdurch- gang gequetscht hat.
Oben angekommen lassen wir uns nicht von dem breiten, geradeaus führenden Weg verleiten sondern biegen scharf rechts auf den durch Steinmännchen links und rechts gekennzeichneten Weg ab.

Kurz darauf stoßen wir auf eine Fahrstraße. Ehemalige Plantagen und ein Elektromast liegen vor uns. Wir biegen hier links ab und gelangen Ziegelofenrasch auf die asphaltierte Straße kurz vor dem witzigen Fußgängerüberweg, der ins Nichts führt.
Wir gehen nunmehr, nur aus Interessegründen, links bis zu einem 1993 renovierten Ziegelofen, einem „Monumento popular“. Ein Abstecher in den verlassenen Weiler „La Hoya“, der die erste Wohnsiedlung San Miguels war, lohnt sich auch. (Folgt man dem Weg durch den Weiler kann man diese Wanderung ausdehnen bis zum Aussichtspunkt „La Centilena“.)
Da wir jedoch für heute nur eine kleine Wanderung geplant hatten, folgen wir der asphaltierten Straße aufwärts bis zu einem wunderschön mit Bougainvillea verzierten Haus, Nummer 7. Hier biegen wir rechts ab, gehen an der Mauer aus Bimsstein entlang, während rechts die mit Bimsstein (Jable) abgedeckten und abgeernteten Felder liegen. Zwei beige Labradorhunde betonen laut bellend, wer hier der Herr ist.
Viadukt An einem verfallenen Gebäude gehen wir vorbei. Der Weg senkt sich wieder und vor uns sehen wir einen schön gemauerten Viadukt für eine Betonwasserleitung. Noch ein kurzer Aufstieg und wir sind wieder, nach knapp einer Stunde Gehzeit, bei den geparkten Wagen angelangt.
Auch hier bietet sich nun die Gelegenheit, die Wanderung Richtung San Miguel auszudehnen. Gleich oberhalb unseres Parkplatzes zweigt rechts der Weg ab.
Unsere heutige Wanderung ist praktisch das „Herzstück“ für größere Aktivitäten, da man die Strecke rechts wie links je nach Lust, Zeit und Kondition ausdehnen kann.

Besonderheiten:
Aus einer „geschichtlichen Quelle“ haben wir die Beschreibung für die „Quelle von Tamaide“:
„Die Quelle von Tamaide, die trotz Trockenheit Wasser führt, liegt an der linken Schluchtseite am Fuß eines roten Tuffbandes. Es handelt sich um ein wasserundurchlässiges, rötliches Material, gleich unterhalb eines basaltischen Lavastroms und oberhalb einer Bimsstein-Ablagerung. Diese Gesteinsformation nützte man aus, um eine erste Vertiefung anzubringen, in der das Wasser gesammelt wurde. Weiter vorne wurde dann eine größere Aushöhlung angebracht, die wie eine Art Wasserreservoir das Überlaufwasser dieser Quelle aufnahm. Am Rand entlang leitet ein Steinkanal das Wasser zu einer kleinen Viehtränke und einem Waschbrunnen. Den Weg in die Schlucht benutzten die Bewohner von La Hoya zum Wasserholen.“

Restaurant:
Mesón Era Las Mozas in Valle San Lorenzo, Calle Cabezada
(Hinweise auf der Durchgangsstraße TF 28)

Die Spezialität sind hier lecker marinierte und gegrillte Rippchen. Immer wieder ein Genuß. Man kann draußen ziemlich rustikal sitzen oder bequemer drinnen.

Telefon: 922 76 72 08 Ruhetag: Montag

Anfahrt:

Von Los Cristianos kommend fahren wir auf der TF-28 durch La Camella, dann Richtung Valle San Lorenzo. Wir fahren hoch am Aussichtspunkt
„La Centilena“ vorbei, folgen der Ausschilderung San Miguel, Granadilla, kurz nachWegstrecke dem zweiten Hinweis biegen wir nach einer Linkskurve rechts ab in die Calle Tamaide. Bei dem Steinkreuz „Cruz de Piedra“, auch unter dem Namen „Cruz de la Morena“ , dem „Kreuz der Schwarzhäutigen“ bekannt, biegen wir rechts ab in die Calle de Fuente und folgen der geteerten Straße bis wir vor uns ein großes Wasserbecken und davor fünf überdachte Briefkästen sehen. Hier parken wir.

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