Oktober 2019
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La Centinela – La Hoya – Tamaide – San Miguel

Auf dieser Wanderung gelangen wir in die Ursprungsansiedlung von San Miguel – La Hoya – und können vor und nach diesem Weiler die Wasserversorgung durch die dortigen Quellen beobachten.

Diese Wanderung läßt sich gut mit der Wanderung „Fuente de Tamaide“ verbinden.

Wanderwegstrecke: La Centinela – La Hoya – Tamaide und retour 2 Stunden. Nur hin: La Centinela – La Hoya – Tamaide – San Miguel 1,5 Stunden.

WanderstreckeWir beginnen die Wanderung am Restaurant – nachdem wir uns einen ausgiebigen Rundblick gegönnt haben -, steigen die Treppen runter, gehen unten am Restaurant entlang bis zu den großen Scheiben und übersteigen die dort unsinniger Weise gelagerten Steine um auf den breiten – abwärts führenden – Weg zu gelangen.
Sehr rasch verlieren wir an Höhe Talblickund haben einen weiten Blick auf das Tal.Wir wandern in der Senke an einem verlassenen Gebäude vorbei, Alte Hüttedessen Fußboden aus Chasna-Steinplatten besteht. Hier ist das Gelände ziemlich eben. Wenig später steigen wir erst leicht bis zu den Quellen von La Hoya hinauf.
Obwohl sie zur Zeit kein Wasser führen, spenden sie ihrer Umgebung dennoch die nötige Feuchtigkeit für die dort gedeihenden Binsen. Der rote Tuff bildet weiterhin zusammen mit den ausgehöhlten Vertiefungen im Bimsstein das ständige Merkmal.
Nun wird der Aufstieg steil aber schon schnell haben wir die schöne Anlage eines „Hotel Rural“ mit benachbartem Pferdestall erreicht.
Wir folgen dem Weg aufwärts und gelangen an den kleinen verlassenen Weiler La Hoya, der ehemals die erste Wohnsiedlung von San Miguel bildete.
Der Weg stößt auf eine quer verlaufende Straße und wir amüsieren uns, dass hier ein erhöhter Zebrastreifen angelegt ist, der auf der anderen Straßenseite ins Nichts führt.
Wir gehen die asphaltierte Straße ca. 200m hoch bis zu den rechts der Straße liegenden Häusern und schlagen den Weg rechts ein. Er führt uns an mit Bimsstein (Jable) gedeckten Terrassenfeldern vorbei wieder in einen grünen Barranco.
Der Aufstieg läßt sich problemlos gehen und oben angekommen sehen wir – etwas ganz Besonderes im Süden – sehr seltene, wunderschöne Stricklava.
Hier nun die Gewissensfrage: Weitergehen oder zurückgehen.
Wir teilen uns:
Eine Gruppe folgt – nach Querung der asphaltierten Straße – rechts 50m weiter dem alten Weg, der nochmals durch einen Barranco führt, bis zum Ort San Miguel.
Die andere Gruppe kehrt um und wandert wieder zum Aussichtspunkt und Restaurant La Centinela retour, holt dort den Wagen und sammelt – nach kurzer Handyverständigung – die Weiter-Wanderer ein.
Selbstverständlich kann man auch gleich von vorneherein mit zwei Wagen operieren und läßt einen oben beim Mirador La Centinela und stellt den anderen in San Miguel kurz hinter der neben der Straße über einen Barranco führenden Fußgängerbrücke ab. Dort gibt es Parkplätze.

Besonderheiten:
In der Botanik gibt es leider jetzt im Oktober und nach diesem trockenen und heißen Sommer nicht viel zu bestaunen. Die Opuntien säumen den Weg. Auch diese sind sehr in Mitleidenschaft gezogen und ziemlich ausgetrocknet.
Die Wanderung ist jedoch aus ethnographischen und archäologischen Gründen von Bedeutung. Der Weiler La Hoya zeigt uns die sehr gut erhaltene, traditionelle Bauweise. Oben an der Straße – 100m abwärts – finden wir einen renovierten Ziegelofen.
Stricklava Von besonderer Bedeutung sind jedoch – wie schon oben erwähnt – die Überreste eines alten Pahoehoe-Lavastroms, einer Faden- oder Stricklava- Formation, die sich gut sichtbar über den Wanderweg ausbreitet.
In dieser Gegend befindet sich auch die Quelle von Tamaide, die jedoch eine gesonderte Wanderung wert ist.

Restaurant:

Wir besuchen heute in Buzanada das Restaurant „Meson Sterlitzia“.
Sehr freundliche Bedienung, schönes Ambiente, zum Teil ausgefallene Speisen. Sehr zu empfehlen: „Secreto ibérico“. Hierbei handelt es sich keineswegs um etwas geheimnisvolles, wie man aus der Bezeichnung schließen könnte, sondern um eine Spezialität vom berühmten „schwarzen iberischen Schwein“. Secreto ist dabei eine Fleischpartie, die unter dem Bauchspeck liegt, die zur Zubereitung schräg in dünne Scheiben zerlegt wird, damit es nach dem Braten so richtig knuspert. Im „Sterlitzia“ wurde das Gericht „auf dem heißen Stein“ serviert. Als Beilagen zu allen von uns gewählten Gerichten gab es lecker angemachten Salat und gute Bratkartoffel.

Dienstag Ruhetag, Telefon: 922 72 1670

Anfahrt:
Von Los Cristianos kommend auf der TF 28 bis La Camella, immer geradeaus Richtung Valle San Lorenzo – dann durch den Ort Valle San Lorenzo bis hoch zum Aussichtsrestaurant La Centinela.
Hier kann man gut parken.

1 Kommentar zu „La Centinela – La Hoya – Tamaide – San Miguel“

  • Elke:

    Sowohl der Aussichtspunkt La Centinela und San Miguel als auch die Stationen dazwischen, wie Tamaide oder La Asomada, von wo wir den Weg umgekehrt in Richtung La Centinela gegangen sind, werden ungefähr stündlich von Los Cristianos aus mit dem Bus Nr. 416 bedient. Von der Haltestelle La Asomada (Haltezeichen geben, wenn links die Bögen einer auffälligen Brücke parallel zur Straße erscheinen) ein kleines Stück zurück, links abbiegen, immer am Barranco entlang, bis es nicht mehr geradeaus geht, ein kleins Stück links aufwärts, gleich wieder rechts, gleich nochmal rechts, dann der Calle folgen, bis der Wanderweg beginnt. Wir hatten den Eindruck, dass der Weg in unserer Richtung weniger Steigungen aufweist, als wenn man beim Aussichtspunkt startet.

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