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Malpaís de Güímar

Wunderschöne Wanderung!sany0088.jpg

Erst entlang der Küste mit Meeresrauschen, dann die unterschiedlichste Pflanzenwelt am Fuß der Montaña Grande!

Wander-Wegstrecke: 3 Stunden reine Gehzeit
sany0087.jpg Am östlichen Ortsrand von El Puerto de Güímar nach den letzten Häusern beginnt unsere sehr gut ausgeschilderte und gut erklärte Wanderung im Naturschutzgebiet von Malpaís de Güímar. Erst bestaunen wir noch die bunkerartigen Wohnungen und Höhlenwohnungen mit Antennen ganz dicht am Meer und dann haben wir nur noch Landschaft vor uns.
sany0048.jpg Nach ca. 45 Minuten – nichts für „fußkranke“ da durchgehend Lava – gelangen wir an den Vulkankegel „Montaña Mar“.
Der Weg bis hierher begeistert uns durch den Kontrast der sany0051.jpgschwarzen Lava und dem hellen, frischen Grün von Tabaiba dulce und dem kräftigen Grün des Meeressalates.
Wir bleiben immer in unmittelbarer Küstennähe, wo sich zum Teil sany0061.jpgauch viel „Strandgut“ findet, welches durch die Meeresströmungen ständig angeschwemmt wird. Eine Informationstafel klärt auf, dass dies nur dadurch zu unterbinden ist, dass man der Verschmutzung der Meere Einhalt sany0067.jpggebietet. Der Weg ist eigentlich immer gut zu erkennen und teilweise vorbildlich – wenn es mal steil runter oder rauf geht sany0063.jpg– gesichert. Vor einer Landspitze (siehe Bild rechts) geht links – ein wenig schlecht auszumachen – der Pfad zwischen Tabaibabüschen bergauf, der sich dann aber doch als sehr gut ausgebaut – sogar wieder mit Stufen – zeigt.
Oben angekommen ist eine Plattform wie ein Adlernest ausgebaut und bietet eine Schautafel mit Erklärungen an.p1010512.jpg
Den weiteren Weg – der fast wie „gekehrt“ wirkt gegenüber dem ersten unwegsamen Teil – kann man nicht verfehlen, hält man sich an die Beschilderung „Montaña Grande“.
Wir umschreiten eine Schranke und weiter geht es leicht bergauf.
Am Fuß des Vulkankegels muss man die Enscheidung treffen:
Wollen wir Montaña Grande umwandern, dann gehen wir hier rechts oder gehen wir links Richtung Ausgangspunkt.
Aus unserer Erfahrung: Die Umwanderung lohnt sich nicht, denn sehr schnell kommt man in den Einzugsbereich des Lärms vom naheliegenden riesigen Gewerbegebiet und der Autobahn. Außer dem Ausblick auf Güímar bietet dieser Weg auch sonst keine Schönheiten.
Entscheidet man sich dagegen links zu gehen, wird man durch wunderschöne Ausblicke sany0078.jpgbelohnt. Man geht über schwarzen Sand, der bis hier oben hingewehtsany0076.jpg wurde, bestaunt riesige Ansammlungen der Kandelaber-Wolfsmilch, schreitet durch wogendes Gras und diverse Schautafeln machen uns wieder ein bisschen schlauer.
sany0085.jpgsany0086a.jpg

Nach kurzer Zeit zweigt links der Weg leicht absteigend ab und wir befinden uns wieder auf dem Rückweg.

Das letzte Stückchen Weg bis zum Parkplatz erfordert nochmals unsere volle Aufmerksamkeit, es lässt sich auf dem Lavagestein schlecht gehen.

Botanik:
Da uns das kräftige Grün so aus der schwarzen Lava entgegenleuchtete, möchte ich heute die Nymphendolde (Astydamia latifolia) „Lechuga de mar“ herausgreifen.
sany0051a.jpg Es ist ein niedriger, aber kräftiger, oft gelbgrüner, kahler Doldenblüter mit fleischigen, am Grund verbreiterten, halbstengelumfassenden, gefiederten Blättern, Abschnitte breit, unregelmäíg eingeschnitten gezähnt und einwärts gedreht. Blüten grünlichgelblich, Früchte hellbraun, jeweils mit 3 Rippen, seitlich verbreitert, meist steril.
Vorkommen: An Küstenfelsen im Spritzwasserbereich, häufig, auf den Kanaren und Marokko.
Tipp des Botanikers Cristobal: Die Blätter lassen sich auch gut dem Salat beimischen und es wird ihnen eine magenberuhigende Wirkung nachgesagt .

Restaurant:
Durch unsere Etappen auf dem Camino real haben wir Güímar etwas näher kennengelernt und darum fahren wir auch heute wieder hoch und speisen sehr gut – aber auch nicht unbedingt billig – im Hotel Rural – Restauante „Casona Santo Domingo“.
Sehr schönes Ambiente, sehr freundliche Bedienung. Das Restaurant ist leicht zu finden, da es sich in unmittelbarer Nähe des Rathauses und der Kirche Santo Domingo befindet.
Casona Santo Domingo, Calle Santo Domingo 32, 38500 Güímar, Telefon 922 51 02 29

Anfahrt:
puertitodeguimar.jpg Aus Los Cristianos kommend fahren wir auf der TF-1 bis zur Ausfahrt El Puertito de Güímar. Im Ort und müssen uns im Zick-Zack – bedingt durch Einbahnstraßen – immer links halten bis zum Meer. Die „Av Maritima“ auf der Karte ist bereits unser Wanderweg.

2 Kommentare zu „Malpaís de Güímar“

  • Am Freitag, 18.01.2013 sind wir die Tour gegangen.
    Einfach mal etwas anderes als immer nur die Berge.

    Gruß vom
    Bayernfranz

  • Elke:

    Auch das Wandergebiet des Malpáis de Güímar kan gut mit dem Linienbus angesteuert werden. Die Linie 111, die halbstündlich an der Estación Costa Adeje losfährt, hält an der Autobahn praktisch direkt am Wanderweg zu Füßen der Montana Grande. Man startet nach links in Richtung Gewerbegebiet und hält sich immer im Uhrzeigersinn am Fuß des Berges, dann gelangt man, entweder weiter geradeaus oder indem man am Hinweispfosten links in Richtung Meer abbiegt, nach El Puertito de Güímar und kann auf dem Küstenweg, wie oben beschrieben zum Fuß der Montana Grande und von dort zur Bushaltestelle an der Autobahn zurückkehren, die man für die Fahrt in der Gegenrichtung über eine Brücke erreicht. Noch ein Hinweis zum Schuhwerk: stellenweise ist der Weg so sandig, das man fast versinkt, ansonsten überwiegend Lava (siehe oben).

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