April 2019
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Arguayo —> Chio

Die Anfangsstrecke führt uns erst durch das nette Örtchen Arguyo mit den Besonderheiten wie Töpfermuseum und Töpferwerkstatt (ohne Scheibe – wie zu Zeiten der Altvorderen), an einem alten Backofen und einer großen Weinpresse vorbei. Dann steigen wir hoch und wandern durch beeindruckende Landschaft – mit Blick auf Teide – mit urigem Lavagestein, durch Kiefernwald, entlang alter Wasserleitungen.

WanderwegstreckeWander-Wegstrecke: ca. 2 ½ Stunden
Vom Parkplatz aus gehen wir auf der Straße zurück gerade abwärts. Kurz darauf kommen wir an einem ehemaligen öffentlichen Backofen „Horno publico“ vorbei. Etwas weiter sehen wir den Hinweis zum Töpferzentrum „centro alfafero“. Wir halten uns jedoch links, weiter bergab. Dort erwartet uns rechter Hand eine schön Weinpresserestaurierte alte Weinpresse. Hier biegen wir links ab und bestaunen über die Mauer einen regelrechten Opuntiengarten und vor uns ein mit Aeonien bewachsenes malerisches altes Dach . Wir stoßen auf eine breite asphaltierte Straße der wir weiter bergab folgen bis zu einer „Insel“ mit einem Ficus. Unterhalb des links liegenden schönen Hauses biegen wir wieder links ab. Es gab hier mal einen Wanderwegweiser, der jedoch demoliert wurde. Der anfangs noch asphaltierte Weg geht kurz darauf in einen Schotterweg über und stößt bald darauf auf ein Gatter. Wir folgen der weiß-grünen Strichmarkierung links und der Pfad führt uns an eine ehemalige Galerie mit zwei verfallenen Gebäuden, Schienen aus der Galerie bis zur Abraumhalde und es geht ziemlich steil weiter bergauf.
Dass wir auf dem richtigen Weg sind, zeigt uns wieder die grün-weiße-Strichmarkierung.
Je weiter wir aufsteigen um so mehr werden wir Zeugen des verheerenden Brandes Jubge Triebeim Juli/August diesen Jahres. Anfangs sind die kanarischen Kiefern nur vom Feuer gestreift, wir müssen etwas später jedoch feststellen, dass auch hier die Feuersbrunst gewütet hat. Und: Oh Wunder der Natur: Es ist tröstlich, dass bereits an total verkohlten Stämmen und Ästen wieder frisches Grün austreibt, auch aus dem Boden.
Wir laufen direkt auf eine dicke Kiefer zu, hier zweigt unser Pfad dicht an einem Escobonbusch vorbei rechts ab.
Der Weg Die Landschaft ändert sich abrupt: Uriges Lavagestein, dick und riesig, auf dem Weg durchgängig Lava. Vor uns mayestätisch der Teide und der Pico Viejo.
Alle rechts und links abgehenden Wege, mit Steinmännchen gezeichnet, lassen wir unbeachtet. Auch unser Weg ist zum Teil mit Steinmännchen markiert. Rechter Hand säumen teilweise verkohlte kanarische Kiefern unseren Weg und es riecht so gar noch leicht brandig.
Allmählich läßt sich der Weg besser gehen und schlängelt sich zwischen zwei Steinmauern entlang.
Kalkablagerungen Weiter geht es bergab und wir überschreiten eine gemauerte Wasserleitung, aus der reichlich Kalkablagerungen herausgeschlagen wurden.
Wir blicken nun schon auf Chio und rechts von uns sehen wir schön angelegte mit Weinstöcken bepflanzte Terrassen .
Wir kommen in Chio, auf der Straße die zum Teide führt, aus und müssen nur ein kurzes Stück rechts runter in den Ort gehen um auf den dort, in der Nähe der Tankstelle, geparkten Wagen zu treffen.

Botanik:
Die gebeutelten kanarischen Kiefern wurden ja schon erwähnt. Was auf unserer heutigen Wanderung augenfällig ist, sind die mit Aeonien „Stadt-Dachwurz“ – Aeonium urbicum – (einem Kanaren Endemiten) überzogenen Hänge.
Es sieht malerisch aus: Auf dem sonnendurchglühten, mit Lavagestein überzogenem Land „Malpais“, thronen sie auf hohen, unverzweigten Stämmen.
Die dickfleischigen Pflanzen, d.h. Sukkulenten (succulentus = saftig) besiedeln unterschiedliche Lebensräume. Sie treten unter günstigen Bedingungen oft in Massenvegetationen auf, wie wir es heute beobachten können. Der Gattungsname Aeonium bedeutet so viel wie immerwährend.
Die Bezeichnungen „Dachwurz und „Hauswurz“ sind nur bedingt richtig, denn wenige Arten kommen im Bereich menschlicher Behausungen vor.

Tipp:Töpferinnen
In dem kleinen Ort Arguayo lohnt sich ein Stopp bei der Töpferwerkstatt, in der noch nach altem Brauch ohne Töpferscheibe gearbeitet wird. Das angegliederte, liebevoll gestaltete Museum lohnt ebenfalls einen Besuch. Ein Denkmal, kurz vor dem Töpferzentrum, das den ortsansässigen Töpferinnen gewidmet ist, würdigt deren Arbeit.

Öffnungszeiten: Di-Sa 10-14 und 16-19 Uhr / So 10-14 Uhr

Anfahrt:
Anfahrt Aus Los Cristianos kommend fahren wir bis zum Autobahnende der TF-1. Am Kreisel gehen wir auf die TF 82 bis Chio.
Kurz vor der Tankstelle am Ortsausgang parken wir einen Wagen.
Wir nehmen die TF 375 nach Arguayo.
Hier im Ort finden wir am Grillplatz ausreichenden Parkplatz.
Von da aus starten wir unsere Wanderung.

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