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Archiv für die Kategorie „Santiago del Teide“

Ökomuseum El Tanque

Heute keine Wanderung sondern die Besichtigung des Ökomuseums.
Am 7. November 2018 habe ich im Anhang unserer Wanderung „Rund um den Dicken Baum“ berichtet, dass wir das Museum besichtigen wollten, jedoch waren wir an der großzügig und schön angelegten Außenanlage mutterseelen alleine und das Museum geschlossen.
Nun habe ich im Wochenblatt vom 6.-19. Februar 2019 gelesen, das Museum ist eröffnet.
Das hat meinen lieben Mann und mich gereizt, es zu besuchen.


Auf dem großen Parkplatz: wir waren Alleinparker.
Hatten schon Bedenken, ob es wirklich geöffnet ist.
Vorbei an den bekannten und schon beschriebenen Schautafeln die über die

Aussaat, Ernte, das Dreschen, das Leben auf dem Feld berichten,
wurden wir zum Museum geleitet und dort nahm uns die Museumsführerin (?) Maria in Empfang.
Überraschung: Sie spricht auch deutsch und führte uns sehr anschaulich in das Museum ein.
Planung und Umsetzung des Projektes dauerte von 1999 bis 22. Dezember 2018, Kostenpunkt 4,6 Millionen Euros.
An der Eröffnungszeremonie (23.12.2018) nahm auch der Präsident des Cabildo, Carlos Alonso neben diversen wichtigen Personen wie auch dem Bürgermeister von El Tanque, teil.
Entstanden ist das Museum auf den Ruinen der ehemaligen – bis 1965 bewohnten – Siedlung „Partido de Abajo“. Eingebettet in eine wunderschöne Landschaft. Gerade jetzt zur Hochblüte der Gänsedisteln: gelb, gelb, gelb.
Manfred und ich fanden es besonders bemerkenswert, dass beim Aufbau und der vielfältigen Gestaltung, die früheren Bewohner dieser Siedlung intensiv mitgewirkt haben. Das hat uns so beeindruckt, dass wir uns sehr gerne zu diesen Leuten gesellten.


Der Rundgang durch das Museum war für uns ein Traum. Weit über 1 Stunde Besichtigung und wir waren alleine.
Die unterschiedlichen Schauräume mit Videoinstallationen – sehr lebendig, da in Videos das tägliche Leben vom Wäschewaschen, Ziegenmelken, Nähen bei Kerzenlicht und und und aufgezeigt wird.
Einen Raum weiter wird man per Video quasi selbst auf dem Dreschschlitten stehend von den an den Zügeln geführten prächtigen Ochsen über den Dreschplatz gezogen.
In einem anderen Raum ist man mittels einer Virtual-Reality-Brille mitten auf dem Dreschplatz und fühlt sich miteinbezogen. Fast meint man, den Staub zu riechen.
In jedem Raum wird an Hand von dreisprachigen Informationstafeln alles Wissenwerte über das Leben berichtet. Hierbei ist beachtlich, dass die deutschen Texte im Gegensatz zu vielen anderen Beispielen in einem ausgezeichneten deutsch angeboten werden.
Eine Küche ist authentisch eingerichtet, ebenso ein alter Laden, mit diversen Kuriositäten von damals.
An einem kleinen Café-Automaten kann man sich – je nach Wunsch – mit diversen Cafézubereitungen oder Kakao für 2 Personen für 1 Euro bedienen.
Uns jedenfalls hat es ausnehmend gut gefallen und wir sind beeindruckt von der Anschaulichkeit und aufwändigen Ausstattung des Museums.
Das Museum ist von dienstags bis sonntags von 10:30 Uhr bis 17:30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Fazit: Der Ausflug lohnt sich und wenn man sich auf die Gebäude beschränkt ist der Besuch auch für „Fußkranke“ machbar.

Anfahrt: Das Ökomuseum liegt an der TF 373 im Gemeindegebiet von El Tanque, vom Erjos-Pass kommend kurz vor San José de los Llanos.
Parkplätze reichlich vorhanden.

Mandelblüten-Wanderung – Santiago del Teide

 „Ruta del Almendro en Flor“

Beginn und Ende in Santiago del Teide

Vergangene Woche war ja eigentlich die heutige Tour geplant, die wir aber wegen der schlechten Wetterprognose verschoben haben.
Heute klingt die Vorhersage gut und wir wagen es.  Sehr schnell müssen wir feststellen: Höchste Zeit! Der Hauptflor ist schon vorbei.
Aber der Reihe nach:
Wir beginnen unseren Rundweg an der Kirche von Santiago del Teide.
„Iglesia de Santiago de Compostela“ im Stadtzentrum.

Das strahlend weiße Gebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert. Erst im 20. Jahrhundert wurden ihm mehrere runde Kuppeln hinzugefügt, die ihr Ähnlichkeit mit einer Moschee verleihen.
Die Kirche ist von außen üppig mit Blumenbuquets geschmückt. Ob das damit in Zusammenhang steht, dass ab hier vom 26. Januar bis 16. Februar die „MANDEL-ROUTEN IN FLOR 2019“ Wanderungen stattfinden?
Ungewöhnlich ist, dass uns, als wir uns an der Wandertafel orientieren, eine englisch sprechende Touristenführerin anspricht und uns die verschiedenen Möglichkeiten, die Mandelblüten zu bestaunen, aufzeigt und uns auch erklärt, dass oben bei der Gedenkstätte ein weiterer Führer steht, um uns den von uns zu wählenden Weg weist.
Also los: Wir passieren die Statue auf dem Kirchplatz, die an die Guanchen erinnert: die Ureinwohner der Kanarischen Inseln. Dargestellt ist Pelinor, Mencey (König) von Adeje: Zu Beginn der Eroberung paktierte der Mencey Pelinor mit Alonso Fernández de Lugo (Eroberer von Teneriffa) und wurde später dafür mit Ländereien in Masca und Santiago del Teide belohnt. Sein Stammesgebiet erstreckte sich über 180 Quadratkilometer der heutigen Gemeinden Adeje, Guía de Isora, Santiago del Teide und Teilen von Arona.
An der Ecke ist eine Touristinformation, jedoch sehr voll so dass wir am Rathaus vorbei gehen und uns nach dem Kinderspielplatz links halten, um in den uns von verschiedenen Wanderungen bekannten Weg einzubiegen.
Ein Hindernis: Heute hat wohl Kindergarten wie Grundschule Ausflugstag zum Bestaunen der Mandelblüte. Viele kleine, kleinste Kinder mit Begleitpersonen lassen uns bereitwillig passieren und wir schätzen uns glücklich, denn wir beginnen die Wanderung im Sonnenschein. Die Passatwolken halten sich noch oben am Erjospass, wechseln zur Straße nach Masca und viel später erreichen sie auch uns und „nebeln“ uns ein. Aber: sie verziehen sich auch wieder. Ein interessantes Wechselspiel.
Hier unten gibt es noch einige voll erblühte Mandelbaumexemplare begleitet von den gelb blühenden Aeonien und die Montaña Bilma schiebt sich auch dekorativ ins Bild.
Der Weg – wie bekannt – etwas schwierig durch die vielen dicken, kleinen, Lavasteine, daher: festes Schuhwerk ist Bedingung.
Kurz darauf sehen wir ein kleines Holzschild mit QR-Code

und wir werden aufgeklärt:
„Diese Arbeit wurde von den Schülern des Bildungszentrums erstellt. Jedes Schild, das sie auf dem Wanderweg finden, gibt ihnen Informationen sowohl über die Mandelbäume, als auch über die Natur und kulturelle Umgebung.“
Nur leider funktioniert die Übertragung der QR-Codes weder auf Elisabeths Handy noch auf meinem.
Insgesamt 8 dieser Hinweistäfelchen sehen wir, aber es bleibt uns verborgen, auf was sie uns hier aufmerksam machen wollen. Bei der Rückkehr erfrage ich beim Info-Büro, ob es evtl. schriftliche Informationen dazu gibt, aber leider wissen die beiden Damen nicht einmal dass so etwas existiert.
In Höhe des Betonklotzes – ein Wasserwerk – hier kann man schon nach Valle de Arriba abbiegen (beschrieben am 17.3.2015) Santiago del Teide – Valle de Arriba – Santiago del Teide.  Die Strecke ist bis hierher ebenfalls identisch mit diversen anderen Wanderungen – zu finden unter „Santiago del Teide“ auf unserer Seite.
Beim Abzweig „Las Manchas“ eine kurze Denkpause „wollen wir diese Strecke nehmen oder lieber hoch, hoch, hoch bis zur Gedenkstätte ?
Aufwärts!
Ausgeschildert ist unsere Strecke mit „PR-TF 43,3 Arguayo 7,0 km Chinyero 5,4 km“
Es zieht sich! Zwar nicht sehr steil aber ständig hinauf. Links und rechts zum Teil gesäumt mit fleißig aufgesetzten Mauern.
Die Passatwolken umwehen uns, aber zur rechten Zeit verziehen sie sich wieder und der Teide ist im Blick!
Ist die Mandelblüte hier nicht ganz so üppig, so sind schon die ersten leuchtend gelben Blüten der Gänsedisteln zu sehen und der Escobon, der sprossende Geißklee, mischt auch schon mit.
Langweilig wird uns nicht. Es gibt so viel zu schauen.
Inzwischen sind wir so weit aufgestiegen, dass die Blüte wieder üppiger wird.
Musterexemplare, Riesenexemplare von Mandel-bäumen! Aber leider bei denen ist der Blutenflor schon vorbei.
Hoppla! Von der Pflasterung her müssten wir hier auf dem königlichen Handelsweg wandern, dem camino real.
Und wir sind in der Region der Feigenbäume.
Hier legen wir unsere kurze, obligatorische Apfelpause ein. Gut 1 ½ Stunden sind wir bis hierher aufgestiegen. Die Passatwolken? Sie haben sich verzogen.
Gleich darauf sehen wir die Gedenkstätte die damals als Dank dafür errichtet wurde, dass beim Ausbruch des Chinyero im November 1909 die Lavamassen hier zum Stillstand gekommen sind. Somit wurden die Orte Valle de Arriba und Santiago del Teide verschont.
Wie uns die Fremdenführerin in Santiago del Teide angekündigt hat, hier steht der nächste Guide.
Er erklärt uns, wir könnten auch von hier nach Las Manchas gehen oder die asphaltierte Straße runter nach Valle de Arriba die immer wieder Abkürzungen anbietet.
Das machen wir:
Sind wir vor zig Jahren mit der großen Wandergruppe immer der Straße komplett gefolgt, kamen so an einer Galerie – einem Wasserstollen vorbei – heute nehmen wir  die Abkürzungen und gelangen in die Calle El Reventon. Als Verschönerung des Weges sehen wir hier einen wild wachsenden Busch der Narzissenart.
Kurz darauf erreichen wir den links abbiegenden Weg, der uns wieder zurückbringen soll. Eine kleine Schar der Kinder, die wir in Santiago del Teide überholt haben, kommt uns hier entgegen.
Bei unseren letzten Wanderungen kamen wir hier auf diesem Weg – so meinen wir – glatt durch bis unterhalb des Betonklotzes. Nur heute ist dieser Weg mit Opuntien so zugewachsen, dass wir ihm nicht folgen können und uns über 3 Ebenen der mit Mauern abgestützten Weinanpflanzungen hinab hangeln (gar nicht lustig) da wir nicht – wie ein englisches Ehepaar – zurückgehen wollen.
Unten in der Talsohle angekommen geht es erst mal bequem eben dahin, aber dann? Irgendwie hat uns heute das Pfadfinderglück verlassen. Wieder hangeln wir uns nunmehr an einer Wasserleitung über dicke Lavabrocken aufwärts. Auch nicht spassig.
Aber: Wir haben den Weg unterhalb des Betonklotzes und oberhalb der Wasserleitung und einem großen Wasserbecken gefunden.
Ab hier ist der Hinweg der Rückweg.
Erstaunlich, wie viele Wanderer uns noch entgegenkommen, aber auch wie viele vor und hinter uns nach Santiago del Teide zurückstreben.
Noch niemals auf unseren Touren haben wir so viele Mitwanderer angetroffen.
Auf alle Fälle: Um 14 Uhr sind wir wieder heil, aber durchgeschwitzt – obwohl die Temperaturen bei 13 Grad liegen – wieder bei unserem Auto, das wir an der Hauptstraße, gegenüber der Kirche, geparkt haben.

Wanderwegstrecke: 8,5 km 2,16 km – unterwegs waren wir 3 Std. 20 Minuten inclusive Kirchenbesichtigung – Info-Büro – aufklären lassen – fotografieren – erzählen und der obligatorischen Apfelpause (heute sehr kurz wegen der Temperatur)
Fazit:
Erwischt man den Blüte-Höhepunkt der Mandelbäume, es muss ein Traum in weiß und rosa sein. Wir brauchten heute ein bisschen Phantasie! Aber schön war es trotzdem.
Vielleicht würden wir nächstens nicht den linken Abzweig in Valle de Arriba nehmen sondern – wie schon gegangen – die Straße entlang an der Kirche von Valle de Arriba vorbei bis zum Museum in Santiago del Teide und bis zur Kirche von Santiago del Teide.
Nicht so abenteuerlich aber dafür ungefährlich und bequemer.

 

NACHGSPANN:

Es ist uns später gelungen mit einer anderen QR-App als Elisabeth und ich sie hatten, einige QR-Codes der Hinweistäfelchen an Hand der Fotos „aufzulösen“.
Wer Interesse hat, kann es hier nachlesen, was man am Wege der Wanderung entdecken kann, was sich zu wissen lohnt:
Die Erklärungen sind in spanisch und ich habe sie bei Google-Übersetzer eingegeben. Hier ist das unbearbeitete Ergebnis:

Station 0

Station 1
Bedeutung von Mandelbäumen für die Gemeinde
Die Ruta del Almendro en Flor ist zu einer Touristenattraktion für die Gemeinde des historischen Dorfes Santiago del Teide geworden, sowohl aus landschaftlicher als auch aus gastronomischer Sicht, die Touristen aus aller Welt anzieht.
Der Anbau des Mandelbaums geht auf die Zeit der kastilischen Eroberung zurück, die sich aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen in diesem Gebiet ansiedelte.
Das Pflanzsystem war sehr einfach, da es durch die Aussaat von Mandeln in geringer Tiefe und mit wenig Bodendüngung keimen kann. Es braucht nicht viel Beschneiden, weil dies darin bestand, dass die Mandeln niedergebrannt werden und die Zweige schlagen, um ihren Fall zu verursachen.

Station 2
Eigenschaften der Mandelbäume und ihrer Früchte
Die Früchte der Mandeln sind Mandeln, von denen es verschiedene Arten gibt, wobei es sich um die gebräuchlichsten Sorten handelt: Marcona, harte Schale, spätreifend und sehr gut für die Zubereitung von Desserts geeignet; Largueta, harte Schale, länglicher Samen, frühblühend und halb spätreif, sehr gut für Süßwaren geeignet, mit Pralinen und einzeln mit Haut geröstet. Eine andere Sorte ist der Mollar mit einer sehr dünnen Schale, die leicht zu brechen ist. auch die Bittermandel wird in Hausmitteln und Transplantaten verwendet.
Die Mandel wurde vor allem zur Herstellung von Süßigkeiten verwendet: Forellen, Zuckermandeln, Käse, Kuchen, Knochen, Rosetten usw.
Der Bittermandelbaum dient als gutes Muster für die Verpflanzung anderer Obstbäume.
Von allen Obstbäumen im Obstgarten blüht zuerst der Mandelbaum. Es ist immer schön, diese Blumen an einem sonnigen Tag auf dem Land zu sehen. Seine Blüten werden vor dem Laub geboren und blühen auf große Weise, wobei der ganze Baum mit einem spektakulären Blumenmantel gefüllt wird. Und wenn ein Mandelbaum in voller Blüte schön ist, wenn er alles auf einmal im Feld erledigt, ist der Einfluss spektakulär.

Station 3
Die Vegetation während des Weges
Auf diesem Weg, auf dem der vorherrschende Blick, die Mandelbäume blühen, sehen Sie auch viele andere Arten der kanarischen Flora.
Wenn Sie aufpassen, können Sie auch aromatische Pflanzen wie Pennyroyal oder Thymian schätzen, die von Kanarienvögeln aufgrund ihrer Menthol-Eigenschaften und Aromen zur Behandlung von Erkältungen und Husten geschätzt werden.
Auf der anderen Seite können Sie auch kanarische autochthone Pflanzen sehen, wie zum Beispiel: verode oder bejeque, die Sie an ihrem ähnlichen Aussehen wie ein kleiner grüner Drachenbaum erkennen und normalerweise in nassen Teilen geboren werden. Der Escobón, ein Strauch mit Blättern in Form eines Speers und weißen Blüten, die Gamona, die Sie finden können, wenn Sie im unteren Teil der Straße nach Pflanzen mit langen grünen Blättern und im Strauch lange Stöcke mit weißen Blüten suchen oben
Andere heimische Pflanzen, die auf diesem Weg gefunden werden können, sind die Tagasastes und die Essige, mit denen die Tiere gefüttert werden. Die Tagasastes sind kleine immergrüne Bäume mit weißen Blüten und Essigen, es sind Büsche mit abgerundeten Blättern, die rötliche Blüten haben, die im Frühjahr unseren Bilma-Berg rot färben, was Sie sehen können Front von diesem Weg.

Station 4
Wald von Luftschleusen
Eine einzigartige Vegetation, von der Sie auf diesem Weg spazieren gehen können, ist die Cerraja, auch Stacheliger Lechuguilla genannt.
Wenn Sie den Pfad entlang gehen, können Sie einen Wald dieser Luftschleusen finden, die jetzt keine Blume haben, aber im Frühling die Landschaft von kräftiger gelber Farbe erleuchten.
Sie sind groß und überschreiten sogar die Körpergröße einer Person, sie bedecken beide Seiten des Pfades und lassen Sie sich vorstellen, dass Sie sich in einem Wald befinden. Diese Pflanzen nehmen Wasser und Nährstoffe buchstäblich aus der Luft, durch ihre Blätter, daher ihren Namen.

Station 6
Vulkanische Länder
Auf dem Weg können wir die einzigartige Landschaft Teneriffas als Ergebnis des Vulkanismus schätzen, der das Gebiet im Laufe von Jahrmillionen geprägt hat. Sowie kürzlich Badlands von Montaña de Bilma und Montaña Aguda.
Der für die Kanarischen Inseln typische Vulkanismus entspricht der alkalischen Reihe, in der Basalte, Stille und Phonolite dominieren, die unter anderem auf der Insel Teneriffa sehr häufig vorkommen.
Die geologische Konfiguration von Teneriffa bedeutet, dass Sie auf so kleinem Raum (knapp 2.000 Quadratkilometer) sehr unterschiedliche Landschaften und eine große Artenvielfalt genießen können.
Der letzte Ausbruch ereignete sich am 18. November 1909 im Vulkan Chinyero auf Teneriffa, von neun Mündern auf drei.

„Rund um den Dicken Baum“ – bei Los Llanos

Elisabeth und ich machten heute einen Spaziergang, eine Nostalgie-Wanderung in Erinnerung an die große Wandergruppe mit der wir jeden Dienstag 8 Jahre lang gewandert sind. Wie lange ist es her? 12? 13? Jahre.

„Rund um den Dicken Baum“ hieß die Losung.

Wanderung: 2:10 Stunden 7,12km ohne irgendwelche Schwierigkeiten

Wir starten, vom Erjos Pass kommend, der Ausschilderung nach Los Llanos folgend bis zu einem großen, neu gestalteten Kreisel mit einem alten, verrosteten landwirtschaftlichen Gerät im Mittelpunkt.


Hier biegen wir an der großmächtigen Kiefer rechts in den Weg ab der nach San José de Los Llanos ausgeschildert ist.
Große Überraschung:
Damals waren wir Allein-Parker, heute: der Weg ist links wie recht zugeparkt.

Wir biegen in den mit den gekreuzten weiß-gelben Balken gekennzeichneten mit Kiefernnadeln übersäten Weg ab. Heißt eigentlich: Hier nicht weiter, aber genau da wollen wir gehen.
Rechts blicken wir auf die riesengroße Anlage des neuen Eco-Museums, das wir uns auf dem Rückweg ansehen wollen.


Rechts blicken wir ebenfalls auf die Bergkette vom Großen Gala über das Kreuz der Missionare und das Meer.

 

Geruhsam geht es auf diesem Pfad weiter, um die Biegung und wir haben den Teide vor uns und unter uns die Ortschaft Valle de Arriba.

Uns war nicht mehr in Erinnerung, wieviele Esconbon, sprich Geißblattbüsche es hier gibt. Das muss im Frühjahr ein Traum in Weiß sein.

In 50 Minuten sind wir bis zu der Stelle gegangen an der wir ausgekommen wären, wenn wir direkt vom „dicken Baum“ der Ausschilderung „San Jose de Los Llanos 2,4 km“ gefolgt wären.
Wir freuen uns, eine Ausschilderung „3,8 km Chineryo“ zu lesen, vielleicht mal eine neue Tour?
Da es uns für die lange Anfahrt von 40 Minuten zu kurz war, um  schon wieder zum Auto zu gehen, folgen wir der Ausschilderung „PR TF 51 San José de Los Llanos 1,4 km“
Vorbei an einer Gedenkstätte, den von dem vor Jahren verheerenden Brand geschwärzten Kiefern, dicht mit Aeonien bewachsenen Steinmauern, Feldern von Opuntien

gelangen wir zum „El Risco“, einem kleinen Restaurant in dem wir damals gerne eingekehrt sind. Heute? Es ist wohl noch in Betrieb aber um 12 Uhr ist keine Menschenseele zu sehen und es wirkte auch nicht besonders einladend.
Also weiter in den Ort und wir kommen auf die TF 373, die Durchgangsstraße.
Zum Glück gibt es einen breiteren Grünstreifen auf dem wir in Richtung zu unserem geparkten Wagen gehen.
Vorher machen wir jedoch einen kurzen Abstecher zur Eremita San Juan. Leider, wie erwartet, geschlossen, aber wir umrunden sie.
1 ½ Stunden haben wir bis hierher gebraucht.

Nur 5 Minuten später betreten wir das riesige Gelände des Eco-Museums.

Man wird in großen Schleifen an Schautafeln vorbei geführt, die über die Aussaat, Heuernte, das Dreschen, das Leben auf dem Feld berichten und so zum Gebäude geführt.

Es wurde ein großer Dreschplatz angelegt, Bänke säumen den Weg.
Und? Wir sind mutterseelenalleine und das Museumgebäude ist geschlossen.
Elisabeth, die häufiger in dieser Gegend vorbei kommt, meint, sie hat es noch nie erlebt, dass das Museum geöffnet hatte.

So, nur noch am Kreisel über die Straße und zum Auto.


Fazit:

Es war eine Tour ohne Steigungen, ohne Anstrengung und bei dem unsicheren Wetter gerade richtig.
Auf der Heimfahrt nieselt es.
Glück muss der Mensch haben.

Puerto de Erjos – unterhalb des Gala – Santiago del Teide

Das Ende der Wandersaison 2017/2018 naht.
Traditionell gehen wir dann rund um den Gala, da dann die Gänseldistel blühen sollten.


Mal haben wir Glück, mal weniger, wie heute. Der Winter war zu kalt und der Frühling hinkt hinterher.
Obwohl: Auf der Fahrt mit dem Bus Linie 460 ab Busbahnhof Costa Adeje um 9:50 Uhr können wir – bei herrlichstem Sonnenschein – die kräftig gelbblühenden Mimosen- und die noch blühenden Mandelbäume sehen. Die Margaritenbüsche bilden bereits das „Straßenbegleitweiß.“
Um 11 Uhr verlassen wir den Bus kurz vor dem Hinweisschild: Puerto de Erjos 1117 m.
Ein kleines Stück bergauf und dann links ab in das Naturschutzgebiet.
Wir könnten es fast blind finden.
Erst mal wieder ein Blick zu den Teichen runter. Unmengen dunkelgelber Stechginster überzieht den Hang und der Kanaren-Knoblauch bedeckt ganze Flächen und der nickende Sauerklee ist voll erblüht.

Wanderwegstrecke: 4,9 km 2 Stunden 13 Minuten – Bergauf: 190 m – Bergab: 310 m

Heute gehen wir auf dem asphaltierten Weg eine halbe Stunde bergauf bis zum Eisengittertor und lassen den abgehenden Weg „zum Teideblick“ im wahrsten Sinne des Wortes links liegen. Eine Reihe Agaven ziert den Weg und – lange nicht gesehen – Krokusse zwischen dem Kanaren-Knoblauch.
Zwar gehen wir jedes Jahr diese Tour aber wir versuchen doch immer wieder einen kleinen neuen Schlenker einzubauen und so eben heute den Abstieg nach Santiago del Teide.
Noch gehen wir etwas im Sonnenschein aber kurz darauf umgeben uns dicke, wabbernde Passatwolken, ein eisig-kalter Wind pfeift, Kapuzen unserer Daunenanoraks auf und wir bedauern keine Handschuhe mitgenommen zu haben.

Kaum haben wir das Eisengittertor hinter uns gelassen, befinden wir uns fast im „verwunschenen“ Wald wie im Esperanzawald oder im Anagagebirge.

Gewissensfrage: Programmiert habe ich: nun rechts runter bis zu der ehemaligen Finca und dann den Aufstieg mit Blick Richtung Masca und Meer. Gehen wir so oder planen wir um wegen des kalten Windes und der dicken – uns umgebenden Wolken?

Wir kürzen ab: Gehen also links und wissen, dass wir damit ein großes Dreieck abschneiden.
Geschlossene Gänsedisteln säumen den Weg, hin und wieder eine schon geöffnete.

15 Minuten dauert die Querspange und wir sind auf dem Pfad der von der ehemaligen Finca – unserem sonstigen Rastplatz – aufwärts führt.

Hier sollte nun eigentlich auf dem rechts abfallende Hang gelb und nochmal gelb die dominierende Farbe sein. Nein, wieder nicht der richtige Zeitpunkt. Die weißen Knospen zieren den Hang. Auch schön!

Dieses Steilstück ist nichts für Wanderer mit Höhenangst. Ich mache extra darauf aufmerksam, da wir inzwischen wissen, dass erstaunlicherweise gar nicht so wenige Personen mit diesem Problem zu kämpfen haben.

1 ½ Stunden nach dem Wanderbeginn kommen wir an den Abstieg nach „PR TF 56 Santiago del Teide 2 km.“
Von hier rufen wir meinen lieben Mann an, dass er nach Santiago del Teide losfahren kann. Wir wollen uns am Hotel „La Casona del Patio“ treffen.

Dem Abstieg – sehr malerisch – möchte ich den Stempel „anspruchsvoll“ aufdrücken.
Auf dicken, kleinen Steinen, Felsstücken geht es abwärts.
Hier auf dieser Südwestseite haben wir das Glück: Sonne! Die Passatwolken haben wir oben am Kamm verlassen.
Der Teide präsentiert sich nun wolkenlos. Sonne Richtung Meer.
Unterschiedliche Gänsedistel Arten wachsen hier und es sind auch schon mehr erblüht. Erdrauch und kleine Ringelblumen quetschen sich zwischen den Felsen und Affodills bilden Pulke und blau, blau blüht der Lavendel. Die Büsche des Gliedkrauts leuchten silbern im Sonnenlicht. Auch das lange nicht mehr gesehene – und von uns so geschätzte – Minipflänzchen: Ackergauchheil entdecken wir.


Eine gute halbe Stunde dauert der Abstieg – wir haben etwas länger gebraucht da wir von zwei Damen in ein intensives, lebhafttes Gespräch verwickelt wurden.

Nach gut 2 Stunden liest mein lieber Mann uns auf, der es sich nicht nehmen ließ uns beim Erreichen der TF 82 „einzusammeln.“
Von dort geht man sicher nochmal – hinter der Abgrenzung zur Straße auf einem schmalen Fußpfad – 20 Minuten bis in den Ort.

Fazit:
Die Wanderung rund um die Montaña Gala – mit Varianten – wird uns nicht langweilig und diese Fülle von Gänsedisteln – ob nun blühend oder noch in der Knospe – ist umwerfend.
Bin mir sicher: auch 2019 werden wir diese Tour auf die eine oder andere Weise wieder gehen.

Restaurant:
Wir haben aus der Vergangenheit die Hotelanlage – mit Museum über die Geschichte des Chinyero (zur Besichtigung kann man sich nun bei der Hotelreception den Schlüssel holen) – einer Reitanlage – Hotel mit Außengastronomie und ganz früher ein Restaurant bei den Weinpressen – in sehr guter Erinnerung und wollen hier essen.
Fakt ist: Das ehemalige Restaurant ist zu einer Tasca „Casa vieja“ umgewandelt und nur dort gibt es noch zu essen.

In sehr schönem, geschmackvoll eingerichtetem Ambiente wird gutes Essen zu etwas gehobeneren Preisen angeboten, z.B. Hauptgerichte 16 Euro, dagegen guter Hauswein in der Flasche für nur 7,50 Euro.

 

Von Los Llanos rund um Vulcán Garachico (Montaña Negra)

Heute morgen vor dem Start erst noch bei komoot die Wettervorhersage für das geplante Wandergebiet geprüft:
13 Grad – ganzen Tag Sonne
Na prima!
Elisabeth holt mich um 10 Uhr ab und über die Autobahn sind wir schnell oben in Santiago del Teide.
Wir bestaunen einen flachen, wunderschönen Regenbogen der sich von Santiago del Teide Richtung Tamaimo zieht.
Weniger toll finden wir die dicken Wolken Richtung Erjos Pass.
Sollen wir weiterfahren?
Ja, wir riskieren es.
Um 10:45 Uhr kommen wir in Los Llanos an. Nieselregen!
Sollen wir? Sollen wir nicht?
Ja, wir gehen!

Wanderwegstrecke: 12, 2 km in 2 Stunden 26 Minuten – ohne Apfelpause

Um kurz nach ½ 11 Uhr ziehen wir erst mal unsere Regencaps an, um dann von unserem gewählten Parkplatz kurz vor Einstieg, die Runde anzutreten.
Wir stellen fest: Es wird Frühling: reichlich Kanaren-Knoblauch blüht, auch der nickende Sauerklee ist kurz vor der Blüte.

Gleich bei unserem Parkplatz ist der Hinweis: PR-TF 43.1 Chinyero 4,0 km
Sofort empfängt uns ein wunderbar zu gehender Pfad – gesäumt von dicken Lavabrocken – bedeckt mit Kiefernnadeln unter einem lichten Kiefernwald und ein großes Exemplar der Gänsedistel: noch nicht erblüht. Hoffentlich ist es nächste Woche so weit, dass wir die erblühten Gänsedistel bei unserer traditionellen jährlichen Galarunde sehen können.

Eine Hinweistafel macht uns darauf aufmerksam, dass wir uns in einem ökologisch sehr empfindlichen Gebiet befinden und wir die Wege nicht verlassen und den Vulkan nicht betreten sollen.

In die Versuchung geraten wir erst gar nicht, denn heute sind Pfadfinderfähigkeiten gefragt: Null Sicht! Auch den Vulkan können wir nur erahnen.
1 Stunde sind wir bis hierher gegangen und nun gehen wir die nächste Stunde nur über Lavagruss.
Von dem Hinweisschild zum Chinyero sind wir noch linker Hand genau 6 Minuten gegangen, um dann bei einer Steinansammlung links steil den Hang hinabzugehen. Wir konnten uns hier nur sicher sein, da wir diese Wanderung schon mehrfach bei besten Wetterbedingungen gemacht haben.

Hier empfängt uns eine Landschaft die an Kargheit kaum zu überbieten ist:
Lavagruss – Flechten überzogene Vulkanbrocken – hin und wieder eine Kiefer.

In diesem Lavagruss können wir hin und wieder Spuren ausmachen denen wir dann auch folgen.
So wandern wir den Hang abwärts – halten uns erst irrigerweise nach rechts – finden dort ebenfalls eine überdachte Tafel vor, dass wir uns in geschütztem Gebiet befinden – und da mahnt uns auch schon die Sprecherin von komoot: „Du hast die Tour verlassen“.
Also retour.
Ah ja, hier sind wir richtig: Flechten überzogene Bäume, die haben wir noch in guter Erinnerung.

Nun begehen wir einen Abschnitt der uns trotz des Wetters begeistert: Vulkangestein „verziert“ von Flechten. Wunderschön!

Nur: Vorsicht: Der Pfad ist feucht und rutschig!
Wir wissen jedoch, dieser Abschnitt dauert nicht allzu lange.
Nach 2 Stunden ab Parkplatz erreichen wir wieder den lichten Kiefernwald.
Ein „Kunstsinniger“ hat den Eingang zum Rückweg gestaltet.

Auch nicht schlecht, wenn man keine Ausblicke, keine Fernsicht hat, so konzentriert man sich verstärkt auf die Schönheiten am Wegesrand: Flechten, Moose…

Um 13:30 Uhr waren wir dann – zwar durchnässt aber zufrieden – wieder beim Auto.

Fazit:
So hatten wir uns das heute eigentlich nicht gedacht!
Wir denken, manch Eine/Einer hätte diese Wanderung bei den Bedingungen erst gar nicht angetreten.
Hatten wir anfangs noch gehofft, die Sonne würde sich durchkämpfen. Das war falsch gedacht. Sie hat aufgegeben. Nieselregen, Nebel hat gewonnen.
Aber Elisabeth und ich finden: Es ist eine gute, staubfreie Luft, es ist gut für den Teint, wir bekommen keinen Sonnenbrand.
Dafür bekamen wir eine Atmosphäre, fast geisterhaft, wie wir sie so noch selten erlebt haben.
Wir sind uns einig: Es war – obwohl wir trotz Regencaps nass sind – einfach SCHÖN !!!