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„Rund um den Dicken Baum“ – bei Los Llanos

Elisabeth und ich machten heute einen Spaziergang, eine Nostalgie-Wanderung in Erinnerung an die große Wandergruppe mit der wir jeden Dienstag 8 Jahre lang gewandert sind. Wie lange ist es her? 12? 13? Jahre.

„Rund um den Dicken Baum“ hieß die Losung.

Wanderung: 2:10 Stunden 7,12km ohne irgendwelche Schwierigkeiten

Wir starten, vom Erjos Pass kommend, der Ausschilderung nach Los Llanos folgend bis zu einem großen, neu gestalteten Kreisel mit einem alten, verrosteten landwirtschaftlichen Gerät im Mittelpunkt.


Hier biegen wir an der großmächtigen Kiefer rechts in den Weg ab der nach San José de Los Llanos ausgeschildert ist.
Große Überraschung:
Damals waren wir Allein-Parker, heute: der Weg ist links wie recht zugeparkt.

Wir biegen in den mit den gekreuzten weiß-gelben Balken gekennzeichneten mit Kiefernnadeln übersäten Weg ab. Heißt eigentlich: Hier nicht weiter, aber genau da wollen wir gehen.
Rechts blicken wir auf die riesengroße Anlage des neuen Eco-Museums, das wir uns auf dem Rückweg ansehen wollen.


Rechts blicken wir ebenfalls auf die Bergkette vom Großen Gala über das Kreuz der Missionare und das Meer.

 

Geruhsam geht es auf diesem Pfad weiter, um die Biegung und wir haben den Teide vor uns und unter uns die Ortschaft Valle de Arriba.

Uns war nicht mehr in Erinnerung, wieviele Esconbon, sprich Geißblattbüsche es hier gibt. Das muss im Frühjahr ein Traum in Weiß sein.

In 50 Minuten sind wir bis zu der Stelle gegangen an der wir ausgekommen wären, wenn wir direkt vom „dicken Baum“ der Ausschilderung „San Jose de Los Llanos 2,4 km“ gefolgt wären.
Wir freuen uns, eine Ausschilderung „3,8 km Chineryo“ zu lesen, vielleicht mal eine neue Tour?
Da es uns für die lange Anfahrt von 40 Minuten zu kurz war, um  schon wieder zum Auto zu gehen, folgen wir der Ausschilderung „PR TF 51 San José de Los Llanos 1,4 km“
Vorbei an einer Gedenkstätte, den von dem vor Jahren verheerenden Brand geschwärzten Kiefern, dicht mit Aeonien bewachsenen Steinmauern, Feldern von Opuntien

gelangen wir zum „El Risco“, einem kleinen Restaurant in dem wir damals gerne eingekehrt sind. Heute? Es ist wohl noch in Betrieb aber um 12 Uhr ist keine Menschenseele zu sehen und es wirkte auch nicht besonders einladend.
Also weiter in den Ort und wir kommen auf die TF 373, die Durchgangsstraße.
Zum Glück gibt es einen breiteren Grünstreifen auf dem wir in Richtung zu unserem geparkten Wagen gehen.
Vorher machen wir jedoch einen kurzen Abstecher zur Eremita San Juan. Leider, wie erwartet, geschlossen, aber wir umrunden sie.
1 ½ Stunden haben wir bis hierher gebraucht.

Nur 5 Minuten später betreten wir das riesige Gelände des Eco-Museums.

Man wird in großen Schleifen an Schautafeln vorbei geführt, die über die Aussaat, Heuernte, das Dreschen, das Leben auf dem Feld berichten und so zum Gebäude geführt.

Es wurde ein großer Dreschplatz angelegt, Bänke säumen den Weg.
Und? Wir sind mutterseelenalleine und das Museumgebäude ist geschlossen.
Elisabeth, die häufiger in dieser Gegend vorbei kommt, meint, sie hat es noch nie erlebt, dass das Museum geöffnet hatte.

So, nur noch am Kreisel über die Straße und zum Auto.


Fazit:

Es war eine Tour ohne Steigungen, ohne Anstrengung und bei dem unsicheren Wetter gerade richtig.
Auf der Heimfahrt nieselt es.
Glück muss der Mensch haben.

Puerto de Erjos – unterhalb des Gala – Santiago del Teide

Das Ende der Wandersaison 2017/2018 naht.
Traditionell gehen wir dann rund um den Gala, da dann die Gänseldistel blühen sollten.


Mal haben wir Glück, mal weniger, wie heute. Der Winter war zu kalt und der Frühling hinkt hinterher.
Obwohl: Auf der Fahrt mit dem Bus Linie 460 ab Busbahnhof Costa Adeje um 9:50 Uhr können wir – bei herrlichstem Sonnenschein – die kräftig gelbblühenden Mimosen- und die noch blühenden Mandelbäume sehen. Die Margaritenbüsche bilden bereits das „Straßenbegleitweiß.“
Um 11 Uhr verlassen wir den Bus kurz vor dem Hinweisschild: Puerto de Erjos 1117 m.
Ein kleines Stück bergauf und dann links ab in das Naturschutzgebiet.
Wir könnten es fast blind finden.
Erst mal wieder ein Blick zu den Teichen runter. Unmengen dunkelgelber Stechginster überzieht den Hang und der Kanaren-Knoblauch bedeckt ganze Flächen und der nickende Sauerklee ist voll erblüht.

Wanderwegstrecke: 4,9 km 2 Stunden 13 Minuten – Bergauf: 190 m – Bergab: 310 m

Heute gehen wir auf dem asphaltierten Weg eine halbe Stunde bergauf bis zum Eisengittertor und lassen den abgehenden Weg „zum Teideblick“ im wahrsten Sinne des Wortes links liegen. Eine Reihe Agaven ziert den Weg und – lange nicht gesehen – Krokusse zwischen dem Kanaren-Knoblauch.
Zwar gehen wir jedes Jahr diese Tour aber wir versuchen doch immer wieder einen kleinen neuen Schlenker einzubauen und so eben heute den Abstieg nach Santiago del Teide.
Noch gehen wir etwas im Sonnenschein aber kurz darauf umgeben uns dicke, wabbernde Passatwolken, ein eisig-kalter Wind pfeift, Kapuzen unserer Daunenanoraks auf und wir bedauern keine Handschuhe mitgenommen zu haben.

Kaum haben wir das Eisengittertor hinter uns gelassen, befinden wir uns fast im „verwunschenen“ Wald wie im Esperanzawald oder im Anagagebirge.

Gewissensfrage: Programmiert habe ich: nun rechts runter bis zu der ehemaligen Finca und dann den Aufstieg mit Blick Richtung Masca und Meer. Gehen wir so oder planen wir um wegen des kalten Windes und der dicken – uns umgebenden Wolken?

Wir kürzen ab: Gehen also links und wissen, dass wir damit ein großes Dreieck abschneiden.
Geschlossene Gänsedisteln säumen den Weg, hin und wieder eine schon geöffnete.

15 Minuten dauert die Querspange und wir sind auf dem Pfad der von der ehemaligen Finca – unserem sonstigen Rastplatz – aufwärts führt.

Hier sollte nun eigentlich auf dem rechts abfallende Hang gelb und nochmal gelb die dominierende Farbe sein. Nein, wieder nicht der richtige Zeitpunkt. Die weißen Knospen zieren den Hang. Auch schön!

Dieses Steilstück ist nichts für Wanderer mit Höhenangst. Ich mache extra darauf aufmerksam, da wir inzwischen wissen, dass erstaunlicherweise gar nicht so wenige Personen mit diesem Problem zu kämpfen haben.

1 ½ Stunden nach dem Wanderbeginn kommen wir an den Abstieg nach „PR TF 56 Santiago del Teide 2 km.“
Von hier rufen wir meinen lieben Mann an, dass er nach Santiago del Teide losfahren kann. Wir wollen uns am Hotel „La Casona del Patio“ treffen.

Dem Abstieg – sehr malerisch – möchte ich den Stempel „anspruchsvoll“ aufdrücken.
Auf dicken, kleinen Steinen, Felsstücken geht es abwärts.
Hier auf dieser Südwestseite haben wir das Glück: Sonne! Die Passatwolken haben wir oben am Kamm verlassen.
Der Teide präsentiert sich nun wolkenlos. Sonne Richtung Meer.
Unterschiedliche Gänsedistel Arten wachsen hier und es sind auch schon mehr erblüht. Erdrauch und kleine Ringelblumen quetschen sich zwischen den Felsen und Affodills bilden Pulke und blau, blau blüht der Lavendel. Die Büsche des Gliedkrauts leuchten silbern im Sonnenlicht. Auch das lange nicht mehr gesehene – und von uns so geschätzte – Minipflänzchen: Ackergauchheil entdecken wir.


Eine gute halbe Stunde dauert der Abstieg – wir haben etwas länger gebraucht da wir von zwei Damen in ein intensives, lebhafttes Gespräch verwickelt wurden.

Nach gut 2 Stunden liest mein lieber Mann uns auf, der es sich nicht nehmen ließ uns beim Erreichen der TF 82 „einzusammeln.“
Von dort geht man sicher nochmal – hinter der Abgrenzung zur Straße auf einem schmalen Fußpfad – 20 Minuten bis in den Ort.

Fazit:
Die Wanderung rund um die Montaña Gala – mit Varianten – wird uns nicht langweilig und diese Fülle von Gänsedisteln – ob nun blühend oder noch in der Knospe – ist umwerfend.
Bin mir sicher: auch 2019 werden wir diese Tour auf die eine oder andere Weise wieder gehen.

Restaurant:
Wir haben aus der Vergangenheit die Hotelanlage – mit Museum über die Geschichte des Chinyero (zur Besichtigung kann man sich nun bei der Hotelreception den Schlüssel holen) – einer Reitanlage – Hotel mit Außengastronomie und ganz früher ein Restaurant bei den Weinpressen – in sehr guter Erinnerung und wollen hier essen.
Fakt ist: Das ehemalige Restaurant ist zu einer Tasca „Casa vieja“ umgewandelt und nur dort gibt es noch zu essen.

In sehr schönem, geschmackvoll eingerichtetem Ambiente wird gutes Essen zu etwas gehobeneren Preisen angeboten, z.B. Hauptgerichte 16 Euro, dagegen guter Hauswein in der Flasche für nur 7,50 Euro.

 

Von Los Llanos rund um Vulcán Garachico (Montaña Negra)

Heute morgen vor dem Start erst noch bei komoot die Wettervorhersage für das geplante Wandergebiet geprüft:
13 Grad – ganzen Tag Sonne
Na prima!
Elisabeth holt mich um 10 Uhr ab und über die Autobahn sind wir schnell oben in Santiago del Teide.
Wir bestaunen einen flachen, wunderschönen Regenbogen der sich von Santiago del Teide Richtung Tamaimo zieht.
Weniger toll finden wir die dicken Wolken Richtung Erjos Pass.
Sollen wir weiterfahren?
Ja, wir riskieren es.
Um 10:45 Uhr kommen wir in Los Llanos an. Nieselregen!
Sollen wir? Sollen wir nicht?
Ja, wir gehen!

Wanderwegstrecke: 12, 2 km in 2 Stunden 26 Minuten – ohne Apfelpause

Um kurz nach ½ 11 Uhr ziehen wir erst mal unsere Regencaps an, um dann von unserem gewählten Parkplatz kurz vor Einstieg, die Runde anzutreten.
Wir stellen fest: Es wird Frühling: reichlich Kanaren-Knoblauch blüht, auch der nickende Sauerklee ist kurz vor der Blüte.

Gleich bei unserem Parkplatz ist der Hinweis: PR-TF 43.1 Chinyero 4,0 km
Sofort empfängt uns ein wunderbar zu gehender Pfad – gesäumt von dicken Lavabrocken – bedeckt mit Kiefernnadeln unter einem lichten Kiefernwald und ein großes Exemplar der Gänsedistel: noch nicht erblüht. Hoffentlich ist es nächste Woche so weit, dass wir die erblühten Gänsedistel bei unserer traditionellen jährlichen Galarunde sehen können.

Eine Hinweistafel macht uns darauf aufmerksam, dass wir uns in einem ökologisch sehr empfindlichen Gebiet befinden und wir die Wege nicht verlassen und den Vulkan nicht betreten sollen.

In die Versuchung geraten wir erst gar nicht, denn heute sind Pfadfinderfähigkeiten gefragt: Null Sicht! Auch den Vulkan können wir nur erahnen.
1 Stunde sind wir bis hierher gegangen und nun gehen wir die nächste Stunde nur über Lavagruss.
Von dem Hinweisschild zum Chinyero sind wir noch linker Hand genau 6 Minuten gegangen, um dann bei einer Steinansammlung links steil den Hang hinabzugehen. Wir konnten uns hier nur sicher sein, da wir diese Wanderung schon mehrfach bei besten Wetterbedingungen gemacht haben.

Hier empfängt uns eine Landschaft die an Kargheit kaum zu überbieten ist:
Lavagruss – Flechten überzogene Vulkanbrocken – hin und wieder eine Kiefer.

In diesem Lavagruss können wir hin und wieder Spuren ausmachen denen wir dann auch folgen.
So wandern wir den Hang abwärts – halten uns erst irrigerweise nach rechts – finden dort ebenfalls eine überdachte Tafel vor, dass wir uns in geschütztem Gebiet befinden – und da mahnt uns auch schon die Sprecherin von komoot: „Du hast die Tour verlassen“.
Also retour.
Ah ja, hier sind wir richtig: Flechten überzogene Bäume, die haben wir noch in guter Erinnerung.

Nun begehen wir einen Abschnitt der uns trotz des Wetters begeistert: Vulkangestein „verziert“ von Flechten. Wunderschön!

Nur: Vorsicht: Der Pfad ist feucht und rutschig!
Wir wissen jedoch, dieser Abschnitt dauert nicht allzu lange.
Nach 2 Stunden ab Parkplatz erreichen wir wieder den lichten Kiefernwald.
Ein „Kunstsinniger“ hat den Eingang zum Rückweg gestaltet.

Auch nicht schlecht, wenn man keine Ausblicke, keine Fernsicht hat, so konzentriert man sich verstärkt auf die Schönheiten am Wegesrand: Flechten, Moose…

Um 13:30 Uhr waren wir dann – zwar durchnässt aber zufrieden – wieder beim Auto.

Fazit:
So hatten wir uns das heute eigentlich nicht gedacht!
Wir denken, manch Eine/Einer hätte diese Wanderung bei den Bedingungen erst gar nicht angetreten.
Hatten wir anfangs noch gehofft, die Sonne würde sich durchkämpfen. Das war falsch gedacht. Sie hat aufgegeben. Nieselregen, Nebel hat gewonnen.
Aber Elisabeth und ich finden: Es ist eine gute, staubfreie Luft, es ist gut für den Teint, wir bekommen keinen Sonnenbrand.
Dafür bekamen wir eine Atmosphäre, fast geisterhaft, wie wir sie so noch selten erlebt haben.
Wir sind uns einig: Es war – obwohl wir trotz Regencaps nass sind – einfach SCHÖN !!!

Tamaimo – Montaña Guama – Cruz de los Misioneros – Tamaimo

Am 14. Dezember 2017 schrieb ich:

„Wir geben nicht auf!
Elisabeth und ich haben beschlossen, bei nächster Gelegenheit gehen wir die Tour im Uhrzeigersinn und hoffen von der anderen Seite der Montaña Guama zum Kreuz zu gelangen und dann halt wieder den dann schon gut bekannten Abstieg zu machen.“

Heute: strahlender Sonnenschein! Warm!!! Kein Wind!
Ideale Bedingungen die Tour noch mal anzugehen.

Wanderwegstrecke: 5 km, 3 Stunden inclusive 10 Minuten Apfelpause und vielen Fotografierstopps. Erzählen war nicht so viel, wir brauchten die Luft zum Aufsteigen!

Anfahrt wie gehabt in Tamaimo bis zur Calle del Agua kurz vor dem Einstieg in die „Circular Guama- Tamaimo“.

Wir gehen sofort linker Hand am Barranco abwärts Richtung Puerto de Santiago, da wir – wie geplant – beim zweiten Versuch in umgekehrter Richtung zu gehen heute in die Tat umsetzen wollen.

Hier zu gehen ist allerdings nicht so ideal, da dieser Weg kaum begangen wird, zum Teil ganz verfallen ist und man landet auf dem Hinterhof eines Hauses.
Besser:
Den Barranco überqueren und in der Nähe des rechter Hand liegenden Dreschplatzes dem Hinweis „4,2 km – Puerto de PR TF 65 folgen“.

Ziemlich genau ½ Stunde gehen wir auf dem Weg den wir schon bei verschiedenen Wanderungen gegangen sind, so z.B. nach Puerto de Santiago oder durch die Tunnel nach Los Gigantes.
Rechter Hand immer wieder andere Ausblicke auf die Montaña Guama.
Vorbei an einem „Gehöft“ und einer Straußenfarm links, rechts liegen verfallene Bauten und wir sehen den Eingang des Tunnels.

Nur noch ein Stückchen weiter ist nun der 1. Hinweis, dass wir rechts abbiegen müssen zur „3,5 km Circular Guama – Tamaimo“. Bis hierher keinerlei Anzeichen, dass wir uns auf dem Rundweg befinden.

Zwischen Ginsterbüschen und Tabaiba armarga (König-Juba-Wolfsmilch) geht es nun stets und ständig bergauf.
Es zieht sich, aber, rechter Hand zeigt sich der fotogen verschneite Teide und nach 20 Minuten Aufstieg sagen wir erstmal „Oh! Wie schön!“
Die Insel La Gomera liegt in voller Breitseite vor uns.
Etwas später sehen wir auf den Hafen von Los Gigantes.

Aber: Keine Müdigkeit vorschützen, der Weg bergauf ist noch lang, „es ist noch weit bis oben“ wie entgegenkommende Wanderer meinen.

Nach 1 ¼ Stunde Aufstieg legen wir unsere Apfelpause ein, kurz bevor wir das Plateau der Montaña Guama erreichen.

Zwischendurch sind wir ganz angetan, endlich mal wieder Blühendes: die Mandelbäume stehen in voller Blüte, die ersten Affodills öffnen sich, die Ranken der warzigen Zaunrübe haben ihre gelben Blütchen aufgesteckt, hübsche, sonnenbeschienene Büschelchen des Kanaren-Silberkrauts und Nymphendolde quetschen sich zwischen den Felsen, hin und wieder Margeriten, die weiße Punkte setzen und im Konstrast das Blau des Kanaren-Lavendels erfreuen uns.
Sogar Stricklaver entdecken wir hin und wieder. Und: Soviele große Exemplare der Kandelaber-Wolfsmilch haben wir wohl kaum je gesehen. Sie setzen markante Punkte

Erholsam geht es oben auf dem Plateau eine Weile eben und „Oh!“ Schon wieder ein phantastischer Blick auf die Felsen die sich vor uns auf tun bevor es an den waghalsigen Abstieg runter und rauf zum Kreuz der Missionare geht.

Kein Wunder, dass wir bei dem Versuch im Dezember die Runde zu drehen den Weiterweg vom Kreuz kommend nicht gefunden haben: Denn: wo wir nun zum Teil auf dem Po abrutschen, da die einzelnen Abstände der Felsbrocken zu groß sind, da dachten wir, hier war ein Felsrutsch, da kann es nicht weitergehen. Ist aber so.
Elisabeth und ich haben nun am Abzweig vom Kreuz kommend bei dem verrotteten Hinweisschild ein Steinmännchen gesetzt, denn hier geht der Weg tatsächlich gerade aus weiter. Nicht verzagen: Über die Felsen aufsteigen.

Nun ist es für uns ein Leichtes, da Bekanntes, den 40 minütigen Abstieg nach Tamaimo zu bewerkstelligen.

Vorbei an imposanten Felswänden, Flechten überzogenen Felsen, Blick auf den Dreschplatz und im Hintergrund Tamaimo , durch den Barranco und schon sind wir an unserem Auto.

Fazit:
Schön war es! Allerdings auch eine richtige Bergtour, anstrengend.
Sie ist nichts für Konditionsschwache und auch nichts für Wanderer mit Höhenangst oder Nicht-Schwindelfreie!

Elisabeth und ich sind uns einig. Sollten wir die Tour irgendwann nocheinmal gehen, dann in der Richtung, wie wir sie heute gegangen sind. Der Aufstieg ist zwar länger, anstrengender und schweißtreibender aber gut zu gehen. In umgekehrter Richtung befrürchten wir, dass man – bedingt durch den teilweise losen Untergrund – ins Rutschen geraten kann.
Wir sind sehr zufrieden, dass wir noch einmal einen Anlauf genommen haben, um diese Tour so durchzuführen wie wir sie uns vorgenommen hatten, nämlich als Rundweg!

Nachspann:
Auf dem Heimweg hatte Elisabeth die Möglichkeit kurz zu halten, so dass wir ein gutes Übersichtsfoto von dem langen Bergrücken machen konnten, auf dem wir rauf gewandert sind.

Tamaimo- Cruz de los Misioneros-Montaña de Guama-Tamaimo

„Eine ausgesprochene Bergtour, die wir nur „Gemsen“ empfehlen wollen, da sie sehr steil, sehr felsig und zum Teil schlecht zu gehen ist. Aber: Sie stellt eine Herausforderung dar und ist eine Abwechslung zu den meisten, doch sehr gut zu gehenden Touren.“

So begann ich am 16. Februar 2007 meine erste Beschreibung unserer Wanderungen.
Also seit nunmehr 10 Jahren beschreibe ich unsere Touren, inzwischen ist die Zahl auf 226 (wenn ich mich nicht verzählt habe) angewachsen.

Haben wir damals den Aufstieg kurz unterhalb des weithin leuchtenden weißen Kreuzes – das von Missionaren an einem markanten Punkten angebracht wurde (ein weiteres befindet sich an der Badebucht in Alcalá) – wegen drohendem Regen abgebrochen so ist heute strahlender Sonnenschein.

Margret und Werner wollten vor ein paar Tagen diese Wanderung gehen und sie hatten dem Wanderführer Rother entnommen, dass es inzwischen einen Rundweg gibt, haben ihn aber leider nicht gefunden.

Heute wähnten wir uns auf der sicheren Seite, da wir uns die von Klaus und Annette Wolfsperger (Herausgebern des Wanderführers Rother) zur Verfügung gestellten GPS-Daten auf unsere Handys heruntergeladen hatten.
ABER: Was hilft das alles, wenn dann kein Signal empfangen werden kann.

Den Aufstieg, steil und sehr geröllig, wie noch in guter Erinnerung, meisterten wir ohne Probleme in 50 Minuten bis zum Kreuz.

Hier genossen wir den phantastischen Rundumblick vom Meer über die die Bergketten bis hoch zum Teide, unter uns die Orte Tamaimo, oberhalb El Molledo und am Fúß der Montaña Bilma Las Manchas.

Die Felsformationen begeistern uns ebenso, nur Blühendes gibt es zur Zeit nicht. Jedoch kleine Eidechsen huschen vor uns über die Steine.

Aber: Wo geht es weiter zur „Circulacion“ zum Rundweg? Wir suchen hier, wir suchen dort, wir können keinen Weg , nicht den kleinsten Pfad ausmachen. „Trulla“ so von mir tituliert oder „Agathe“, wie Elisabeth freundlicher die Sprecherin von dem Wanderprogramm komoot nennt: sie schweigt! Noch nicht einmal die von uns nicht so sehr „geliebte“ Aussage: „Du hast die Tour verlassen, es besteht kein Internet zum Umplanen.“
Laut Aufzeichnung bewegen wir uns kein Stückchen weiter.

Uns entgegenkommende Wanderer wollen zum Teil auch die Runde gehen, wissen aber auch nicht wo der Pfad herführen soll.

Was bleibt uns anderes übrig? Wir steigen wieder ab!
Frust! Der sich nur deshalb in Grenzen hält, da wir den Auf- wie Abstieg gut gemeistert haben, keine Blessuren davongetragen haben und alles bei strahlenden Sonnenschein!

Wanderwegstrecke: 230 m im Aufstieg und 230 m logischerweise im Abstieg
gut 2 Stunden – ohne Apfelpause aber mit vergeblichem Suchen.

Fazit:
Wir geben nicht auf!
Elisabeth und ich haben beschlossen, bei nächster Gelegenheit gehen wir die Tour im Uhrzeigersinn und hoffen von der anderen Seite der Montaña Guama zum Kreuz zu gelangen und dann halt wieder den dann schon gut bekannten Abstieg zu machen.

Was uns nur wundert: Die Tour ist gleich nahe dem rechts liegenden Dreschplatz „PR-TF 65.2 Cruz de los Misioneros 1,1 km“ „Circular Guama-Tamaimo 4,7km“ ausgewiesen, bis zum Kreuz ist sie auch mit weiß-gelben Strichen markiert, gekreuzte Balken zeigen an: hier nicht weiter. Aber dort wo es darauf ankommt, nichts, keine Balken, kein Schild.
Schade!

 

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