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Wanderung von Weiler zu Weiler

Chío – Chiguergue – Aripe – Chirche – El Jaral –  Guía de Isora

Mit der heutigen Wanderung steigen wir in unsere Wandersaison 2014/2015 – ohne Besuch – gleich mit einem Experiment ein:

Die Gemeinde Guía de Isora hat einen neuen Wanderführer herausgegeben, den wir uns im Touristbüro in Alcalá geholt haben.

Hier werden 10 Touren  vorgestellt, teils kürzer, teils länger.

Elisabeth und ich haben uns eine Kombination von 4 angebotenen Touren –  mit  Abweichungen –  zusammengestellt:
Nr. 5: Von Chío – Chiguergue = Camino Cabezo de Vaca = 2,72 km, Dauer 45 Minuten
Nr. 8: Chiguergue –  Aripe = Camino La Cañada = 1,9 km, Dauer 50 Minuten
Nr. 2: Aripe – Chirche = Camino La Campana  = 3 km, Dauer 1:30 Uhr
Chirche – El Jaral = eigenmächtig, nach Intuition Dauer= knapp 2 Stunden
Nr. 3: El Jaral – bis kurz vor Guía de Isora =  Camino Maderos Abajo = 1,6 km, Dauer: 40 Minuten

Unsere Wanderwegstrecke mit iPhone aufgezeichnet: 4:19 Std. – 13,9km – 520m auf – 680m ab

Verlauf

Verlauf

Unsere Strecke

Unsere Strecke

 

 

 

 

 

 

Wir nehmen wieder den Bus 460 um 9:35 Uhr vom Busbahnhof Playa de Las Americas.
Wir sind dem Busfahrer wohl schon so vertraut, dass er uns mit Küsschen  links – Küsschen rechts auf die Wange begrüßt und uns auf Befragen mitteilt, wir sollen an der ersten Haltestelle in Chío aussteigen, um dann dort mit der Wanderung zu beginnen.

1. Info-Tafel

1. Info-Tafel

So starten wir auch um 10:15 Uhr. Einige wenige Schritte zurück und gleich links abbiegen.
Die erste Infotafel klärt uns hier bereits darüber auf, was uns erwartet.

Kurz oberhalb sehen wir das gelbgestrichene Gebäude des alten Friedhofes von Chío den wir besichtigen.

Teils auf Asphalt, teils auf Beton oder Geröll und Sand steigen wir aufwärts durch landwirtschaftlich genutzte Flächen , vorbei an den diversen Wasserleitungsrohren, der Weg ist gesäumt von Mauern und wir sind bereits um 11 Uhr im Weiler Chiguergue.

Auch hier wieder eine Infotafel.
Diese Tafeln zeigen das Wanderwegenetz auf und den Standort. In drei Sprachen – spanisch – englisch – deutsch – wird auf die ethnographischen Besonderheiten, wie Dreschplätze, Brot-Backöfen etc. aufmerksam gemacht – zudem erfolgt eine Wegbeschreibung:

Jedoch die Wege selbst sind in keiner Weise gekennzeichnet.

Auf der Straße „Tinguaro“ wandern wir an einigen sehenswerten und skurilen Häusern vorbei und gelangen auf der Fahrstraße an die nächste Infotafel.
Aus dem Weiler Chiguergue heraus begleiten uns links wie rechts des Weges die Weinreben, landwirtschaftlich genutzte Flächen, Obstbäume und witzige Zaunverzierungen.

Ein großes Areal wird wieder für die landwirtschaftliche Nutzung aufbereitet, neue Mauern erstellt.

Kurz darauf zweigt links der mit niedrigen Mauern gesäumte Pfad nach Chirche ab, den wir diesmal nicht nehmen,  da  wir den bereits am 17. Januar 2013 von Chiguergue nach Chirche und retour gegangen sind.
Wir wählen hier die Variante: Wandern auf der so gut wie nicht befahrenen Straße in einer halben Stunde nach Aripe zum Kirchplatz. Hier klärt uns die Infotafel auf, dass der Weiler Aripe wegen seiner historischen Vergangenheit 2008 zum Weltkulturerbe deklariert wurde.

In 10 Minuten sind wir unten auf der Straße (Camino Nuevo), die von Guía de Isora nach Chirche führt. Wir passieren einen  gut gepflegten Dreschplatz. Die Strecke ist uns  vom Mandelfest her bekannt.
Hier wird am letzten Oktober-Wochenende vorgeführt, wie früher die Mandelernte stattgefunden hat. Und zugleich gibt es einen Markt mit den damit hergestellten Spezereien.

Auch hier gibt es wieder eine Infotafel. Daran hat die Gemeinde Guía de Isora nicht gespart.

Wir gehen ein Stück auf dem vorgegebenen Weg Richtung Guía de Isora, vorbei an einem witzig gestaltetem Fussball-Vereinshaus,  steigen dann jedoch – hier gibt es  einen Wegweiser der den Weg nach  Guía de Isora mit 1,7 km ( beschrieben am 08.01.2010)  und nach Chirche mit 1,2 km anzeigt – bei dem schönen, rot-gestrichenen Haus gehen wir aufwärts auf dem Wanderweg PR TF 70 nach Chirche.
Vorbei geht es an Dreschplätzen, Zisternen und Wasserleitungen: modern und hässlich als Plastik-oder Metall-Rohre und schöne alte, gemauert offen und gedeckt –  steigen wir auf bekanntem Pfad aufwärts, linker Hand unter uns der Beginn von Chirche.

Kaum eine halbe Stunde sind wir gegangen, erreichen wir den nächsten Hinweis: noch  0,2 km nach Chirche.

Hier zweigen wir nun rechts, rein intuitiv, auf einem Geröllweg ab. Keine Kennzeichen, kein Hinweis, nichts.
Aber: nach 5 Minuten Gehzeit: Ein Steinmännchen mit Blick auf einen Dreschplatz.

Hier muss ich einfügen:

Elisabeth hat über die Internetanwendung „Komoot“ die verschiedenen Streckenabschnitte in ihr iPhone eingegeben.
„Agathe“, die von Elisabeth so titulierte Sprecherin treiben wir zur Verzweiflung, da wir von den von ihr vorgesehenen Strecken öfter abweichen. Energisch fordert sie uns immer wieder auf, umzukehren.
Als alles nichts nutzt gibt sie klein bei und verkündet uns dann „Route wurde angepasst !”  Ha, wer sagt’s denn!

Die kanarische Kiefer taucht immer häufiger auf, der Blick geht auf landwirtschaftliche genutzte Flächen und viel, viel Geröll.
Es lässt sich zwar nirgends ein Hinweis ausmachen, dass wir uns auf dem Weg nach El Jaral befinden, jedoch es gibt

Angelegte Tritte

Angelegte Tritte

immer wieder Steinmännchen, die von umsichtigen, fleißigen Wanderern oder Offiziellen errichtet wurden. Sie leiten  gut. Zudem haben wir den Eindruck, dass der Weg wohl erst vor kurzem präpariert wurde, denn regelrechte Stufen aus Steinplatten sind aufgebaut.
Einen  Barranco gehen wir runter, auf der anderen Seite der Schlucht wieder hinauf. Der Blick geht zur Küste, Guía de Isora und hoch zu den Bergen der Cañadas.

Wuchtige, imposante Felsformationen ziehen unsere Aufmerksamkeit auf sich.

Wir wähnen uns El Jaral schon ganz nah. Haben aber den nächsten Barranco noch nicht im Blick. Der ist nicht ohne! Es geht steil hinunter und – oh Wunder – er lässt sich gut aufwärts gehen. Erst ein steiler Anstieg, dann aber entlang des gesamten Felsmassives fast eben. Es gibt einige wenige Stellen, da müssen wir uns mit den Händen an Felsnasen festhalten, um sie zu überwinden. Es ist also Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und gutes Schuhwerk Bedingung !

Oben angekommen gehen wir erst einige Schritte nach rechts um ein verfallenes Haus und einen gut erhaltenen Brot-Backofen zu bewundern.
Dann gehen wir zurück zum Ausgangspunkt und links hoch. Zwei Kreuze haben wir im Blickfeld hoch oben und sehen bereits El Jaral, das wir nun bequem erreichen.
Wir haben bis hierher von dem Wegweiser 0,2 km nach Chirche 1 Stunde 50 Minuten gebraucht.

Und, was soll ich sagen? Wieder eine Infotafel. Sie erklärt zwar genau wie es weiter geht nach Guía de Isora, aber woooo?

Wir gehen links in den Ort, finden in der nächsten Kurve 3 weitere Infotafeln aber keinen Wegweiser.

Wir klopfen an einem Haus und bekommen freundlich den Weg gezeigt.

Am Schulhaus „Las Escuelas“ rechts die Straße runter, vorbei an Solar-betriebenen Straßenlampen bis zu der Mülltonnenansammlung an der Straße bei einem Strommasten. Hier rechts ab auf den Betonweg und einige Meter tiefer, noch vor den mit Beton gefüllten Tonnen links weg.
Eine gedeckte, gemauerte Wasserleitung begleitet uns linker Hand und durch Gestrüpp geht es abwärts.

Hier sind wir „Agathe“ ausgesprochen dankbar. Wir gehen strammen Schrittes, erzählen und achten nicht besonders auf Steinmännchen.
Plötzlich wird „Agathe“ energisch: „Scharf rechts“!
Wo? Hätten wir übersehen: Auf der Straße ein blass-roter Pfeil nach rechts und zwei kleine Steinmännchen markieren den Einstieg in den Pfad.

Schlusspunkt

Schlusspunkt

Dank dieses Hinweises sind wir in 35 Minuten unten an der mit einer Skulptur verzierten Kurve vor Guía de Isora.

Da wir inzwischen Kontakt mit meinem lieben Mann hatten, der als Taxi „IrmEli“ unterwegs und bereits in Los Menores ist, haben wir nur eine kurze Wartezeit.

Möchte man jedoch mit dem Bus von Guía de Isora zurückfahren, dann muss man von hier noch einmal aufsteigen, um dann wieder abzusteigen  – will man nicht an der stark befahrenen Straße gehen.

Fazit:
Eine interessante, kurzweilige Tour, die man je nach Kondition und Belieben länger oder kürzer gestalten kann.
Wir haben auf alle Fälle vor, nochmal oberhalb von Chirche nach El Jaral zu gehen oder auch umgekehrt oder aber hin und retour.
Schau’ ma mal!
Vamos a ver!

 

Biuldergalerie

Bailadero – Chamorga

Zum Vierten!

Diese Tour im Anagagebirge durch den Lorbeerwald ist so zauberhaft, märchenhaft, feenhaft, dass wir sie unbedingt Elisabeths lieben Besuch aus Deutschland gönnen wollten.
Und uns begeistert sie immer wieder auf’s Neue!

Zwar ist die Anfahrt vom Süden her lang, aber lohnend, selbst wenn die Wanderung bei gemütlichem Gehen, Schauen, Fotografieren und Apfelpause am Mirador vom Kilometer 4,8 ab Bailadero bis Chamorga nur 2 Stunden dauert, sie lohnt sich auf jeden Fall.

Zudem hatten wir Traumwetter, Sonnenschein, Wärme. Jedoch dieser phantastische Ausblick vom Mirador auf Küste und Teide wurde uns auch heute durch die bereits aufgezogenen Passatwolken verwehrt.

"Knarienvögel"

“Knarienvögel”

Dafür wurden wir heute von vielen Kanarienvögeln umschwirrt.

Also immer wieder eine Überraschung.

Auch bei dieser Wanderung erübrigt sich die genaue Beschreibung, da ich sie bereits zweimal vorgestellt habe. Diese ist nachzulesen am 29. Januar und  29. März 2013.

Gut ist natürlich, fährt man mit zwei Wagen, die man umsetzen kann. Sonst bietet sich ein Rundweg an.
Leider ist immer noch nichts gekennzeichnet.

Aber Fotomotive gibt es reichlich !

(Beim lezten Bild der Galerie ist anzumerken, dass wir nur ein einziges sehr simples Restaurant in Camorga ausmachen konnten !)

Barranco de Masca – Masca-Schlucht

Auf geht’s!
Vámonos!

Eine neue Wandersaison beginnt!

Diesmal lassen wir es nicht langsam angehen sondern starten gleich mit der wohl spektakulärsten Tour auf der Insel: Vom Örtchen Masca zur Playa de Masca!

Elisabeth hat lieben Besuch aus Deutschland, deren Wunsch es ist, diese grandiose, faszinierende Felsenwelt zu durchwandern.

Wanderwegstrecke: 3 Stunden

Eine genaue Beschreibung der Wanderung kann ich mir ersparen, da ich über sie am 4. Februar 2011 berichtet habe.

Sie ist zwar immer wieder etwas anders, aber im Grunde genommen wird man in Masca – nachdem man in der Bar am Ortseingang die Tickets für das Schiff nach Los Gigantes gekauft hat – auf die „Spur“ gesetzt.

Die Besonderheit heute waren die vielen großen Gruppen. Man musste sich in Geduld üben, da an den diversen Engpässen längere Wartezeiten entstanden, bis alle „durch“ waren.

Aber auch das konnte dieser fantastischen Bergwelt keinen Abbruch tun.

"Bombe"

“Bombe”

Immer wieder entdeckt man neue Felsformationen, „Bomben“ Ansätze von Basaltrosen und viele „Mauern“.

"Mauer"

“Mauer”

(Diese differenzierten Gesteinsadern nennt man Lagergänge. Sie bilden sich während der Vulkantätigkeit durch die Ansammlung der Lava in unterirdischen Rissen. Da sie nicht an die Oberfläche gelangt, erkaltet die Lava langsamer und folglich erhält das daraus entstehende Gestein ein eigenartiges Aussehen und ist viel härter als das umgebende Gestein. Später kommt der Lagergang durch die Verwitterung ans Licht und schließlich bilden sich auf der Oberfläche Mauern.)

Dankbar waren wir, dass man größtenteils im Schatten geht, denn die Sonne meinte es gut mit uns.

Wilde Felsbildungen

Wilde Felsbildungen

Wie bereits gewohnt begleitete uns immer wieder das Plätschern der Bächlein, Feigen-Mandelbäume und Palmen gedeihen in dieser Schlucht und ganz, ganz viel Schilf, das gerade von einem Trupp junger Kanarios geschnitten wurde. An Blühendem können wir nur eine einsame Pflanze ausmachen.

Obwohl wir die Tour bereits mehrfach gegangen sind (Elisabeth das letzte Mal im Juni und das runter und rauf!) ist man begeistert. Etwas Vergleichbares – behaupte ich jetzt einfach – findet sich nicht mehr auf der Insel.

Um 14 Uhr haben wir unser Ziel – das Meer – erreicht und erst hier legen wir die wohlverdiente Apfelpause ein.

An der Playa sammelten sich viele Gruppen und wir hatten Glück, dass wir etwas früher als geplant – statt 15:30 Uhr schon um 15 Uhr – auf einem Schiff mitkamen.
Die 20 minütige Fahrt bis Los Gigantes führt an den wuchtigen Felswänden entlang

Fazit: Wie bereits gesagt:
Immer wieder gerne! Immer wieder ein Erlebnis! Immer wieder neu!
Immer wieder beeindruckend!

Kommentar eines der Freunde aus Deutschland: “Da musste ich 60 Jahre alt werden, um so eine tolle Wanderung zu erleben.”

Anfahrt:
Abfahrt um 9:35 Uhr vom Busbahnhof Adeje mit dem Bus 460 bis Santiago del Teide, Anschluss-Bus 355 in Santiago del Teide nach Masca. Ankunft: 10:55 Uhr.

Und hier noch eine Bilderauswahl

 

Rund um Montaña Amarilla

Karfreitag. Regen war angesagt.
Auf den Wetterbericht ist kein Verlass. Purer Sonnenschein!
Kurz entschlossen fahren wir nach Costa de Silencio. Parken am Gebäude „Chasna“ und umrunden in einer guten Stunde links herum die Montaña Amarilla.

Die Runde

Die Runde

Den fünfzehnminütigen Aufstieg auf den Vulkankegel sparen wir uns, haben dann aber auch nicht den Blick in das Kraterrund.
Dafür haben wir den noch ganz leicht verschneiten Teide und unseren

Im Hintergrund der Teide

Im Hintergrund der Teide

„Hausberg“, den Conde, vor uns.
X-Male sind wir diese Wanderung schon gegangen. Sei es von Los Abrigos nach Costa de Silencio oder umgekehrt (wie in der Wanderung Los Abrigos – Montaña Amarilla am 3. Oktober 2007 beschrieben).
Da sonst immer die etwas längere Wanderstrecke vor uns lag, nahmen wir meist

Der Abzweig

Der Abzweig beim Steinmann

die Diretissima. Heute jedoch gehen wir bis zu einem großen „Steinmann“, sehen den Hafen und die Montaña Roja, hier kehren wir Richtung Meer um. Wir gehen alle Windungen oberhalb des Meeres an den diversen Buchten vorbei und staunen, welch’ phantastischen Vulkangebilde es hier gibt. Rechter Hand stets den „gelben Berg“, Montaña Amarilla.
Bezaubernd ist das Farbbild, das sich uns bietet.
Das Gelb und Grün der Nymphendolde – lechuga del mar – hebt sich

Farbspiel

Farbspiel

vom Schwarz der Lavamasse gegenüber dem Blau des Meeres und dem Weiß der Schaumkronen ab.

Kandelaberwolfsmilch

Kandelaberwolfsmilch

Riesige Kandelaber-Wolfsmilchgewächse – Cardón euforbio – Unmengen von Kameldorn – Dornlattich – und die skurilen Gewächse der Balsam-Wolfsmilch – Tabaiba dulce, d.h. süße Wolfsmilch – sowie die hellen Tupfer des Knötchenbedeckten Strandflieders besiedeln das Lavagestein.
Da wohl absolute Ebbe herrscht, wagen wir es und gehen unmittelbar unterhalb der Vulkanmassive direkt am Meer entlang. (Informationen über Ebbe und Flut finden Sie hier.)
Da bleibt nur: Schauen! Staunen! Bewundern! Fotografieren!

Glatt gewaschen

Glatt gewaschen

Unterhalb der Felsen

Unterhalb der Felsen

Und das so nah vor der Haustüre!
Jedoch Vorsicht: das allerletzte Stück über dicke, vom Meer glatt

Balaceakt erforderlich

Balaceakt erforderlich

geschliffene Steine hat es in sich.
Inzwischen gibt es in einer geschützten Ecke oberhalb der mit einer Leiter versehenen Badebucht eine kleines „Chiringuito“ eine Strandbar mit äußerst freundlichem und hilfsbereitem Besitzer.



Hier noch mehr Fotos ohne Worte

 

Tejina–Caseríos de las Fuentes–Vera de Erques–Tejina

Die heutige Wanderung gab uns unsere Neugierde vor.
Wir wollten unbedingt wissen: “Wo hätten wir vergangene Woche von Boca Tauce nach Tejina weitergehen müssen.”
„Agathe“, die Elisabeth so titulierte Sprecherin von Komoot, leitete uns ja in die Irre, so dass wir dann ohne Anleitung Richtung Acojeja gingen.
Vorab: Wir hätten nur wenige Meter weiter gerade aus gehen müssen, dort wo wir rechts abgebogen sind, dann wären wir – wie geplant – in Tejina angekommen.

Aber: Auf diese Weise haben wir wieder eine schöne Tour gemacht.

Wanderwegstrecke: 3 Stunden 20 Minuten– ohne Apfelpause

Unsere Tour

Unsere Tour

7,7 km, 410 m im Aufstieg und 420 m im Abstieg
maximal: 1070 m – minimum: 650 m

Um 10:40 Uhr starten wir in Tejina am Ende der Calle Zaragoza.
Die dort angebrachte Infotafel weist den Weg „Camino de las Fuentes – Cañadas“ aus.

Blck zur Küste

Blck zur Küste

Wir folgen dem Forstweg und gehen strammen Schrittes bergauf.
Schnell gewinnen wir Höhe, haben einen

Höhle

Höhle

schönen Blick auf die sonnige Küste, wandern an einer Höhle und markanten Felswänden vorbei. Nach 50 Minuten Gehzeit sind wir froh, als rechts ein schmaler Pfad ins „Espacio Natural protegido“ – Naturschutzgebiet – abzweigt.
Keine Ahnung wo dieser Weg hinführt. Wir verlassen uns auf unser Gefühl, denn nach der Margariten-Wanderung letzte Woche war der

Solche Pfade lieben wir

Solche Pfade lieben wir

Forstweg nur langweilig.
Genau: Das lieben wir: ein kleiner, schmaler Pfad, kaum begangen, schlängelt sich durch Grün. Über dicke, dünne, kleine Steine, vorbei an Tabaiba (Juba-Wolfsmilch) und Opuntien  (Kaktusfeigen) – geht es aufwärts.

Schon 10 Minuten später haben wir den ersten

Oben die ersten Häuser

Oben die ersten Häuser

Blick auf die zum Teil bewirtschafteten Terrassen und die ersten Häuser des Weilers

Wir noch genutzt

Wird noch genutzt

Caserío de Las Fuentes.
Wir passieren eine noch genutzte Höhle und erreichen das erste Anwesen.

Das erste Anwesen

Das erste Anwesen

Wir halten uns rechts, sehen all’ die Häuser, an denen wir am vergangenen Dienstag vorbeiwandert sind, auch unseren „Fehltritt“ und unseren Abzweig nach Acojeja.
Wie gesagt: Vielleicht 10 Meter weiter nach dem Abzweig, wären wir auf dem geplanten Weg nach Tejina gewesen.
Aber: Dann hätten wir die heutige Wanderung nicht gemacht.

„Es passiert nichts, was nicht auch für etwas gut ist“.

Nun wissen wir es also, sind zufrieden und können uns nun dem Aufstieg zur Kapelle auf der Montaña Tejina (1049 m) widmen.

Gleich zu Beginn erinnert ein Blumengesteck an den „Día de Las Fuentes“, der vor zwei Wochen begangen wurde.

Jugendgruppe bei der Erkundung der Heimat

Jugendgruppe bei der Erkundung der Heimat

Eine Wandergruppe mit vielen Kindern erklimmt mit uns gleichzeitig die Anhöhe und die Wanderführerin berichtet, dass an diesem Festtag, der alle 5 Jahre stattfindet, die Madonnen-Figur von Tejina im Rahmen einer Prozession hier herauf getragen wird.

Sie selbst macht einmal im Jahr mit einem Förderkurs der Grundschule von Tejina eine Wanderung, um den Kindern ihre Heimat mit Pflanzen und Heilkräutern zu erläutern.

Apfelpause? Nein Danke! Die Wolken sind dick um uns! Sicht gleich Null.
Wir lassen uns erklären, wie wir nach Vera de Erques gelangen und von dort nach Tejina.

Also wieder auf dem schmalen Pfad bergab bis kurz vor die Kurve der Forststraße.

Leicht zu übersehen

Leicht zu übersehen

Dort haben wir beim Aufstieg schon auf der gegenüberliegenden Seite einen schmalen Pfad, von einer Steinmauer gesäumt, ausgemacht. Nun sehen wir auch kleine rötliche Pfeile auf den Felsen aufgemalt.

Also: Heiter weiter! Aufwärts, abwärts.
Vereinzelte Margaritenbüsche, einige gelb

Natterkopf

Natternkopf

blühende Kaktusfeigen, wunderschöne Exemplare des Natternkopfes, Winden und natürlich auch Acker-Gauchheil sowie gewaltige Felsmassive zieren den Pfad.

Gehöft

Gehöft “Casa Montiel”

Nach 45 Minuten Gehzeit vom Caserío de las Fuentes blicken wir auf das verlassene Gehöft „Casa Montiel“.
Als wir vor 7 Jahren diese Strecke gingen, konnte man das Gebäude noch besichtigen. Nun verbietet ein Schild den Zugang.
Dieses sagt uns jedoch auch, dass wir uns auf dem
„Camino Montiel” befinden.

Etwas unterhalb gehen wir am ehemaligen Waschplatz vorbei und der darüber liegende tiefe Brunnen führt noch Wasser, wie Elisabeth nach einem Steinwurf feststellen kann.

Noch ein Aufstieg

Noch ein Aufstieg

Zwar sehen wir schon die unteren Häuser von Vera de Erques, jedoch für uns gilt es erst nochmal aufzusteigen.
Nur wenige Minuten später erreichen wir den Einstiegspunkt zu dieser Wanderung von Vera de Erques aus. Die dort angebrachte Tafel informiert, dass der Weg bis nach El Jaral 4 Dörfer in der Mittellage verbindet, deren Ursprung auf die Holzwirtschaft im Kiefernwald und andere landwirtschaftliche Tätigkeiten zurückgeht.

Wir gehen auf der TF 465 einige Meter abwärts, um zur nächsten Infotafel zu gelangen. Sie macht uns über den „Camino Cueva de Teja“ schlau.
Wir biegen auf den hier abgehenden, zunächst noch asphaltierten Weg ab, an einem Haus vorbei, parallel zum Barranco Bicácaro.

Der Weg ist wohl so gut wie nicht begangen und wir gelangen an ein hellblau gestrichenes Haus. Hier stoßen wir fast auf die TF 465, jedoch wir halten uns rechts, um kurz darauf scharf rechts abzubiegen.
Vorbei an einem Hühnerstall mit stolzen Hähnen, einem kläffenden Hund und einem schwarzen Schwein, steigen wir zum Barranco Bicácaro ab.

Natürlich auf der anderen Seite geht es wieder aufwärts. Wir queren eine

Deutliche Hinweise

Deutliche Hinweise

Betonpiste, mit aufgemalten Hinweispfeilen – vor einem ochsenblut-rot gestrichenen Haus, an dem wir unterhalb vorbeigehen.
Auf der darunterliegenden Wiese weiden Ziegen und viele Zistrosen säumen den Weg.
So gelangen wir an ein den Barranco Cuéscaro überspannendes, helles Wasserleitungsrohr.
Hier steigen wir ein kleines Stück ab, um uns dann links den schlecht auszumachenden Weg weiter zum

Den Pfad muss man erst mal erkennen

Den Pfad muss man erst mal erkennen

Barrancogrund abwärts zu hangeln, da wir auf der gegenüberliegenden Seite einen Pfad – mit dicken Steinen abgegrenzt – sehen können.

Absperrband als Wegweiser

Absperrband als Wegweiser

An den Wolfsmilch-Büschen sehen wir rot-weiß-gestreifte Absperrbänder. Sollen wohl Wegweiser sein.
Um 13:50 Uhr erreichen wir wieder die Forststraße bei den Weinfeldern und wir beglückwünschen uns wie gut wir den Rundweg gemeistert haben, ganz ohne belehrende „Agathe“.
35 Minuten sind wir nur vom Betreten der TF 465 oben in Vera de Erques die Querspange gegangen.

Fazit:
Sieht man mal von der langweiligen Forststraße ab, jedoch, zugegeben, dadurch haben wir schnelle Höhe gewonnen, ist es eine wunderschöne, nicht allzu anstrengende Tour.
Schwindelfrei muss man nicht sein, jedoch gut zu Fuß, da sehr uneben.
Nun haben wir die Caseríos de Las Fuentes von links, von rechts, von oben und von unten angewandert.
Jetzt sind wir zufrieden.

Besonderheit:
Caseríos de Las Fuentes war die Kornkammer von Guía de Isora und war bis in die 70er Jahre des vergangen Jahrhunderts bewirtschaftet und zaghaft wird wohl die Wiederbewirtschaftung in Gang gesetzt.
Wer mehr darüber lesen möchte, der rufe die von mir beschriebene Wanderung vom 16. Oktober 2007 auf.

Restaurant:
Uns ist nach Sonne, darum steuern wir La Caletta an.
Heute probieren wir das für uns neue Restaurant „El Caldero“ aus.
Sonne! Meer! Gutes Essen zu zivilen Preisen.
Was will man mehr?

Anfahrt:

Aus Richtung Los Cristianos kommend verlassen wir die Autobahn TF1 Richtun Guia de Isora. In Tejina nehmen wir die erste rechts abzweigende Straße nach oben und folgen dann der quer verlaufenden “Calle Virgen de Rosario” nach rechts, biegen bei einem Bushalteschild auf  der linken Seite nach links in die “Calle Zaragoza ab. Am Ende der Straße parken wir.