7. Tag

Doppelgrab von Tausert und Sethnakht  (KV 14)

Als drittes Grab nehmen wir uns – auf Empfehlung von Ahmed –noch das Doppelgrab von Tausert und Sethnakht vor (KV14)

Wir gehen wieder – in Gluthitze – zurück zum Hauptweg und steigen etwas weiter auf.kv14_entry
tag07_0240Dieses Grab war schon seit der Antike zugänglich. Die letzten Ausgrabungen und Untersuchungen erfolgten von 1983 bis 1987 durch Hartwig Altenmüller für die Universität Hamburg.
Das Grab weist eine sehr rege Baugeschichte auf:

Sethos II. räumte seiner großen königlichen Gemahlin Tausert das einzigartige Privileg eines Grabes im Tal der Könige ein.

Das Grab einer großen königlichen Gemahlin wäre eher im Tal der Königinnen zu erwarten gewesen.
König Sethnakth hält an der unter Sethos II. begonnenen Grundkonzeption des Grabes fest und baut das Grab in eine kleinere Kopie des Königsgrabes aus. Eine weitere Bauphase lässt sich für die Zeit von Tauserts Mitregentschaft mit Sethnakth nachweisen.

kv14_hallKV 14 zählt miteiner Gesamtlänge von 110 m zu den größten Gräbern im Tal der Könige.

Es hat zwei vollständig ausgestaltete Grabkammern sowie unvollendetetst5 Nebenkammern.
Durch die verschiedenen Umarbeitungen des Grabes weist es sowohl Elemente eines Königs- als auch eines Königinnengrabes auf.
Es ist umstritten, ob die 3 theoretisch hier begrabenen Könige, Sethos II, Tausert und Sethnakht  tatsächlich hier beigesetzt wurden, denn die Mumie von Sethos wurde im dahinter liegenden Grab Nr. 15 gefunden und sowohl die Mumie von Tausert und Sethnakht konnten nicht eindeutig identifiziert werden.“
Ahmed begleitet uns wieder und erklärt uns die verschiedenen Zeichnungen. Nun bekommt er Ärger mit einem Wächter und siehe da, was Bakschisch so vermag, er bekommt so gar die Taschenlampe des Wächters, um uns alles noch besser zeigen zu können.
Zum Glück waren wir auch fast alleine in dem Grab.
Für Ahmed ist die Grabkammer mit den Szenen an den Kapitellen aus dem Totenbuch, auch Tor- oder Pfortenbuch genannt, und aus dem Buch der Hölle am Schönsten.

Um 12 Uhr beschließen wir die Besichtigung im Tal der Könige, besteigen wieder das Bähnchen, das uns zum Ausgang zurückbringt. Vorbei an diversen Geschäften – jedoch ohne Belästigung – gelangen wir zum wartenden Minibus, der uns nun in einer ca. zehnminütigen Fahrt zur nächsten Attraktion bringt:

Hatschepsut-Tempel