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Artikel-Schlagworte: „Ifonche“

Montaña Carasco

Waren die beiden letzten Wanderungen nicht unbedingt absolute Glücksfälle, so wollten Elisabeth und ich heute doch gerne Michaela, Margret und Werner zur Entschädigung eine wirklich wunderschöne Tour gönnen.
Im März 2014 zeigten uns Freunde, Monika und Horst, die Tour „La Fuente El Chorrillo“, eine Rundtour von Ifonche nach Ifonche an 6 Höhlen, einer Quelle und einem alten Kanal entlang.
Wunder- wunderschön und auch gut ausgeschildert.
Da Elisabeth und ich auch immer wieder gerne etwas Neues kennenlernen, haben wir uns entschlossen eine Erweiterung dieser Wanderung vorzunehmen und sozusagen als Abstecher die Besteigung der Montaña Carrasco miteinzubeziehen.

Wanderwegstrecke: 4,63 km für die wir gut 3 Stunden inklusive Apfelpause am „Gipfelkreuz“ benötigten. 150 m im Aufstieg und 150 m im Abstieg.

track01

GPX-Daten findet man hier im ZIP-Format.

Wie üblich parken wir in Ifonche am Restaurant Dornejo, schon der erste Ausblick an der Infotafel überwältigt uns: Auf einen Blick: Die Inseln La Gomera und El Hierro zum Greifen nah. Das hat man so nicht oft.
Die Voraussetzungen sind bestens: Strahlender Sonnenschein, kein Wind, angenehme Temperatur.

Also los. Die Wanderung müsste ich eigentlich nicht näher beschreiben, da ich dies ausführlich am 25. März 2014 gemacht habe.
ABER: Es bleibt nichts wie es ist.
Sämtliche Schilder mit Hinweis auf „Fuente El Chorrillo“ sind abgebaut. Die Ausschilderung zu den 6 Höhlen sowie zur Quelle von Chorrillo, zum alten Kanal, alle weg.
Wir rätseln: Die Strecke zu gefährlich? Steinschlaggefahr wie im Barranco del Infierno? Naturschutzgebiet?

Daher nochmal sehr gerafft die Beschreibung der Tour, ohne
Ausschmückungen:
p1240881Vom Restaurant Dornejo den Hang runter und wieder rauf und dem Hinweis: „La  Quinta“ oder „Adeje“ mit weiß-gelber Markierung folgen.
Nach geraumer Zeit – Aufstieg und Abstieg – sehen wir links oben ein kleines weißes Haus, hier gabelt sich unterhalb der Weg: rechts geht es zu den p1240883aobengenannten Zielen, links zeigen gekreuzte Balken auf, dass der ausgeschilderte Weg hier nicht mehr weitergeht.
Da gab es 2014 noch den Hinweis „Fuente El Chorillo“ links hoch.
p1240884Also den Hang hinauf, das Haus rechts liegen lassen, kurz darauf gelangen wir an einen schönen Dreschplatz.
Möchte man tiefer in den Barranco del Infierno reinschauen, kann man hinter dem Dreschplatz kurz absteigen und hat gute Sicht. Wieder zurück auf demp1240892 Weg gehen wir gerade aus weiter. Es erscheint ein kleines Schild rechts: „Reserva Natural Especial“.
Kurz darauf zweigt rechts ein schmaler Pfad ab, den nehmen wir und er führt uns oberhalb des Barranco del Infierno entlang an wuchtigen Felsmasiven vorbei bis zu einem Plateau.

Hier biegt links der Weg zu den Höhlen und der Quelle ab, der dann wieder nach Ifonche führt. Auch hier war früher ein Hinweisschild, jetzt nichts.

Wir machen heute rechts den Abstecher auf die Montaña Carasco.
Erst hat man den Eindruck, wie soll man da einen Weg, einen Steig finden.
Es gibt jedoch liebe Vorwanderer, die in vorbildlicher Weise Steinmännchen gesetzt haben und so können wir uns ohne Irrungen und Wirrungen schnell nach oben schrauben.
Danke den fleißigen Steinmännchen-Setzern!

Auf dem kleinen Plateau oben werden wir mit einem grandiosen Rundumblick belohnt: Die Küste breitet sich vor uns aus, zu den Inseln La Gomera und El Hiero kommt rechter Hand noch La Plama dazu, der Blick hoch zu den Canadas zeigt uns den Teide, den Sombrero und auch noch den Guajara, weiter in der Runde Roque Imoque und Los Brezos, El Conde und wir sind wieder bei der Küste angelangt.

Erstaunlich gut läßt es sich absteigen, da hatten wir doch Bedenken, da der Aufstieg sehr steil ist. Auf dem schmalen Weg unten angekommen halten wir uns kurz nach links, um dann rechts  zur Höhlen-Wanderung abzubiegen.

Aber, auch hier wieder: Alle Schilder verschwunden.
Wir hatten in etwa noch eine Ahnung, wo es zu der einen oder anderen Höhle geht, aber keinerlei Kennzeichnung mehr.
Selbst die kleine Anlage mit den Callas, alles verschwunden.

Dafür sind wir aber auch die einzigen Wanderer.
Um es kurz zu machen: Den Aufstieg nach Ifonche schaffen wir auch problemlos. Es gibt nur eine kleine Irritation: scharf links abbiegen oder mehr rechts zu den Trafomasten hoch. Wir nehmen, wie komoot, das Wanderprogramm, es vorschlägt, den rechten Weg und gelangen schnell zur Straße die uns wieder zu unserem Wagen führt.

Fazit:
Es ist – auch ohne das Higlight Montaña Carasco – eine wunderschöne Wanderung, vorausgesetzt man ist schwindelfrei.
Auch wenn wir jetzt keine blühenden Pflanzen – außer einigen spärlichen Blüten des Lavendels und der Montpellier-Zistrose und einigen versprengten Margaritenbüschen –  angetroffen haben, jedoch die Formationen der Felswände, das Farbspiel der Felsen: grandios!
Diese Tour gehört zu Elisabeths und meinen absoluten Lieblingswanderungen.

Blick zurück auf die Montaña Carasco

Cueva Fria

  La  Fuente El Chorrillo

Las Lajas – Casas de Teresme – Ifonche

Von Las Lajas nach Ifonche, diese Tour wollten wir heute in Begleitung von Elisabeths Schwester Janni gehen.

Sind wir auch gegangen, jedoch ganz anders als wir sie kannten, denn:
Wir sind ja wissbegierig und als wir in Las Lajas um 10:15 Uhr aussteigen – der freundliche Busfahrer der TITSA-Linie 342 hielt dort für uns –  sahen wir eine Infotafel und stellten fest:
Es gibt eine neue Tour.
Also, keine Frage, es stand für uns fest: Die probieren wir aus.

Track01
Wanderwegstrecke: 17,82 km – 5 Stunden 50 Minuten incl. 15 Minuten Apfelpause, 150 m rauf und 1.220 m runter

Die GPS-Daten hier als Zip-Datei.

Wir sind wohl „Glückskinder“ strahlender Sonnenschein, azurblauer Himmel und nur ein leichter kalter Wind.

Die Wanderung ist ausgeschildert als  PR-TF 71  Camino Teresme – PR-TF 712 Camino de Ifonche und durchgängig gut mit weiß-gelben Balken gekennzeichnet.

Den ersten Teil auf einer breiten, sandigen Forststraße Richtung Montaña Colorada   kennen wir. Da holten wir uns vor Jahren Hunger, bevor wir mit der großen Wandergruppe in Las Lajas grillten.

Heute, sofort nach Verlassen des schon gut besuchten Grillplatzes, begrüßt uns ein Feld mit lilablühendem Teidelack, kurz darauf haben wir bereits die Insel La Gomera im Blick. Wir wandern abwärts durch den lichten Kiefernwald. Die Stämme sind noch immer kohlrabenschwarz vom letzten verheerenden Brand, jedoch fast alle Bäume haben wieder ausgetrieben. Dazwischen stehen gelegentlich noch schwarze Stümpfe als Mahnmal.

Hier gibt es eine solche Anzahl von vulkanischen Bomben, wie wir sie sonst noch nicht zu Gesicht bekamen. (Auszug aus Wikipedia: Eine vulkanische Bombe (früher: Auswürfling) ist ein bei  einem Vulkanausbruch ballistisch herausgeschleuderter Pyroklast, mit einem Durchmesser von mehr als 64 mm)

Wir können rasch ausschreiten und schon nach gut einer halben Stunde habenP1220919 wir die rötlich schimmernde Montaña Colorada vor uns.
Nach 50 Minuten Gehzeit erreichen wir einen Wegweiser „Adeje 15,1 km – Casasa Teresme 6,7 km und nun verlassen wir die Piste  und schwenken auf einen schmalen Pfad ein, so wie wir es lieben.
Ganz offensichtlich haben wir das Gebiet der „Bomben“ verlassen, dafür gibt es in diesem Wegabschnitt andere Felsformationen.

P1220932Langweilig wird uns nicht: Montaña Colorada im Blick, rechts davon die Insel La Gomera und  kurz darauf die Insel La Palma ganz malerisch von dicken weißen Wolken unterlegt.

Um 11:45 Uhr erreichen wir den nächsten Hinweis, 4,5P1220935 km haben wir bis jetzt zurückgelegt und nur fünf Minuten später sind wir am Fuß des roten Berges und wandern an ihm entlang. Ein Blick zurück und wir sehen den dominanten Sombrero.

Wir sind begeistert: Die Tour bietet soviel Abwechslung in der Landschaft, bei  den Ausblicken:  die Berge unter uns: Conde, Roque Imoque und Los Brezos. Von der Montaña Roja bei El Médano sehen wir die Küste entlang bis zum Hotelkomplex Abama. Wir haben den Eindruck, dass sogar manche Abschnitte der schwarzen Mondlandschaft gleichen.

Und nun durchwandern wir ein wunderschönes Gebiet: Die Hänge rauf und runter sind überzogen mit den dicken Puschen des gelbblühenden Hornklees, der wie ein Teppich unter den Kiefern liegt. Dazwischen hin und wieder zartlila die Büsche der Teide-Katzenminze.  Zauberhaft!

Über uns kreist in diesem blauen Himmel ein großer Vogel. Ein Milan? Wir sind leider alle Drei keine Vogelkenner.

In der nächsten Wegbiegung schauen wir auf die Inseln La Gomera und La Palma. Wir haben sie gleichzeitig im Blick! Das haben wir auch noch nicht gesehen.
P1220960

Bevor eine dicke weiße Wolke den Conde einhüllt, können wir ihn noch mit seinen Nachbarn Roque Imoque und Los Brezos fotografiern.
P1220963
P1220968Die rosa blühenden Zistrosen und die Kanarische Winde säumen den Weg und vor uns liegen die verlassenen Häuser von Teresme.
Ein paar Minuten später treffen wir auf den nächsten Wegweiser und wir folgen der Ausschilderung nach „El Aserradero 3,3 km“
Kurz darauf erreichen wir die Häuser Teresme mit dem rechts unterhalb liegenden großen Dreschplatz und den von Mauern umgebenen Terrassen, die jetzt alle brachliegen, aber dafür wachsen hier jetzt  Montebretien . Wir wandern daran vorbei.

Eins, zwei, drei, hast Du nicht gesehen, sind wir beim nächsten Hinweis und nun brauchen wir nur noch 0,7 km bis El Aserradero.
Im nächsten Abschnitt können wir die Insel El Hierro ausmachen! Diese Chance hat man nur sehr selten von Teneriffa aus.

Der schöne Pfad führt uns an einer Ansammlung von Fenchelpflanzen vorbei (wir haben probiert!) und Unmengen des Samenstandes von Affodills. (Das wollen wir im Hinterkopf behalten: Im Februar zur Blütezeit, ist das eine Wanderung wert!) . Wir nähern uns der ehemaligen Finca El Aserradero, denn wir schauen schon auf das eingefallene Dach.

Seit geraumer Zeit haben wir eine Ahnung, wo wir auskommen werden:
Oberhalb von Boca del Paso, dort beginnt der Abstieg nach Adeje.
So ist es!
Hier haben wir nun die Qual der Wahl: Weiter nach  Adeje = 5, 4 km, oder nach  La Quinta = 1,8 km oder auf dem PR-TF 71,2 nach Ifonche = 4,4 km.
Mein lieber Mann würde uns überall einsammeln.
ABER:
Wir wollten ja heute nach Ifonche, so fällt die Entscheidung leicht, da gerade dieser Streckenabschnitt mit zu Elisabeths Lieblingstouren zählt.
Wir sind ihn zwar schon häufig gegangen, haben aber bisher versäumt – auch heute – die Barrancos  zu zählen. 8, in Worten acht können sein.
Also  runter – rauf  – runter – rauf.
Auch der Barranco del Infierno in seinem oberen Bereich ist darunter.
Tolle Felsformationen sind es hier, die das Ganze so abwechslungsreich machen.

Dazu ein Fülle von Farnen und Cinerarien und Montpellier Zistrosen, Bonnets Natternkopf und und und.
Nach fast 6 Stunden Stunden Gehzeit, um 16:11 Uhr, erreichen wir Ifonche.
Wer erwartet uns bereits? Mein lieber Mann, dem wir bereits sehr früh oberhalb von Boca del Paso unsere ungefähre Ankunft mitgeteilt haben, denn in diesem Gebiet einen Netz-Zugang zu bekommen ist Glückssache.
Wir hatten uns nur 10 Minuten mit unserer Ankunft verschätzt.
Nun können wir diesen schönen Tag bei leckerem Essen und einem guten Glas Rotwein ausklingen lassen.

Fazit:
Die Insel ist immer wieder für eine Überraschung gut.
Zudem ist es wunderbar, dass die Inselregierung ihr „Herz“ für Wanderer entdeckt hat und inzwischen mehr Touren ausschildern lässt.
Immer wieder fragen wir uns nach einer besonders schönen Wanderung „ist diese Wanderung noch zu toppen?“
Heute können wir schon wieder sagen: JA, wir haben wieder eine „gefunden“.
Die Tour ist wunder-wunderschön!
Zudem, obwohl lang, nicht zu anstrengend und heute ganz ohne Abenteuer.

Hermano Pedro Gedenkstätte – Friedhof Vilaflor

Aus dem Augenwinkel sahen wir kürzlich bei unserer Anfahrt nach Ifonche zu unserer Wanderung nach Adeje in Höhe der Gedenkstätte für den einzigen Inselheiligen ein Hinweisschild „Vilaflor“.
Diesem Hinweis wollten wir heute im Aufstieg folgen, denn von Vilaflor sind wir schon diverse Male abwärts gegangen.
Außerdem sagte die Wettervorhersage: „Strahlender Sonnenschein“.
Was war? Kalt und die Passatwolken begleiteten uns auf der ganzen Strecke.

Unsere Strecke

Unsere Strecke

Wanderwegstrecke: 3 ½ Stunden für 9 km

Also, wir parken und starten an der Gedenkstätte für Hermano Pedro und sofort geht es aufwärts.
Wie wir feststellen können, ist die gesamte Strecke mit Steinmännchen bis zu einem schön gelegenen, einsamen Haus – das wir nach 1 Stunde erreichen – gut gekennzeichnet. Das ist auch nötig, da es über Felsplatten und durch die zahlreichen Zistrosenbüsche schwierig ist, den Weg auszumachen.

Hin und wieder drehen wir uns um, um trotz der schlechten Sicht den Ausblick auf Roque Imoque und Roque de los Brezos und die Küste zu bestaunen.
Wir bewegen uns in der Zone des Kanarischen Kiefernwaldes und beobachten wieder, wie gut sich die Bäume nach dem verheerenden Brand erholen.
Affodills und diverse einzelne Büsche der Gänsedistel sowie des Sprossenden Geißklees lockern die Felslandschaft auf. Aber ihnen fehlt heute die Strahlkraft der Sonne wie letzte Woche auf der Wanderung von Santiago del Teide  über Valle de Arriba nach Santiago del Teide.

Der steile Aufstieg läßt sich gut bewältigen, zumal wir hin und wieder „Quatschpausen“ einlegen.

Wir umrunden das einsam gelegene, zur Zeit unbewohnte Haus. Bemerken die Solaranlage auf dem Dach, Geranien vor dem Haus und die Außenküche, blicken auf die unterhalb liegenden landwirtschaftlich und zur Zeit bearbeiten Flächen und folgen dem breiten Forstweg immer heiter weiter.

Es begeistern uns wieder die riesigen Polster des Hornklees, die sich unter den Kiefern ausbreiten, dazwischen das Lila der Winden. Nach geraumer Zeit erreichen wir wieder ein Haus, vor dem sich eine große, mit Weinreben bebaute Fläche ausbreitet.

Nach dem wir die Schranke, die das Haus sichert, umgangen haben, halten wir uns rechts und folgen weiter dem Weg. Rankende und kletternde Wicken und Winden und eine blaue Blume (schopfige Traubenhyazinthe) sind sozusagen unser Straßenbegleitgrün.

Wir wandern durch ehemals wohl intensiv genutzten landwirtschaftlichen Bereich, diverse verlassene Häuser säumen die Strecke und mit wohl wahnsinnigem Arbeitsaufwand errichtete Steinmauern , die die Terrassen abgrenzten, zeugen noch davon und nötigen uns Respekt ab.

Nach ca. 1 ½ Stunden Gehzeit stoßen wir auf den Hinweis, dass wir uns nun auf dem Großen Wanderweg GR-TF 131 von Rosalia im Esperanzawald bis Arona befinden. Diesen haben wir ja bereits in diversen Etappen bewandert.

Aber: Wir wollen ja heute Neuland erkunden, darum verlassen wir den Pfad, als rechts ein Weg mit Blick auf ein weißes Gemäuer abzweigt.
Dort die Wahl der Qual. Rechts am Haus vorbei oder links aufwärts ?
Wir entscheiden uns für aufwärts, da ja Vilaflor hoch oben liegt.
Auf einem ausgewaschenen Forstweg steigen wir auf, links zwei riesige Wasserbecken und wie wir von oben feststellen können, fast leer, um dort dann im Nicht-Weiter zu stehen.
Wir suchen uns einen Abstieg, da wir reumütig auf den GR-Tf 131 zurückkehren wollen.
Diesen Schlenker hätten wir uns sparen können.

Ha! Wir haben den ausgeschilderten Wanderweg wiedergefunden und wissen nun, dass wir noch 4,8 km bis Vilaflor vor uns haben.
Wir werden weiter am oberen Ende eines Barrancos durch den Kiefernwald mit seinen phantastischen Hornkleepolstern zu seinen Füßen entlanggeführt und gelangen an die uns von den unterschiedlichsten Wanderungen bekannte Stelle mit den vielen Wasserrohren.

Seelisch bereiten wir uns auf den brutal steilen Aufstieg vor.
Aber, wie so oft, das Glück ist mit uns. Ein Mitarbeiter der Kommunalen Wasserversorgen hält gerade und wir befragen ihn, ob es noch einen anderen Weg nach Vilaflor gibt.

Es gibt ihn! Wir brauchen nur dem Forstweg immer geradeaus „siempre recto“ zu folgen, durch eine landschaftlich schöne Strecke, wie uns der gute Mann versichert, und wir kommen am Friedhof von Vilaflor aus.

Stimmt! War mir ganz entfallen, dass wir das vor vielen, vielen Jahren mal gegangen sind.

Ziemlich genau 1 Stunde gehen wir nun auf der wirklich schönen Forststraße durch den sich wieder nach dem Brand erholenden Kiefernwald, freuen uns an dem kräftigen Orange des Kanarischen Goldmohns, den mächtigen gelben Stauden des Rutenstrauchs, den wir nur am Geruch der Blätter vom Fenchel unterscheiden können, und sowohl die Blüten des Bocksbartes wie sein Samenstand faszinieren uns.

Wir passieren linker Hand ein inzwischen verlassenes Haus. Hier hielten wir im Oktober 2007 noch mit dem Besitzer einen Plausch.
An Weinfeldern, Wasserbecken geht es nochmal steil aufwärts – von hier aus rufe ich meinen lieben Mann an, dass wir wohl bald an der TF 51 beim Friedhof sein werden.
Wir kommen bei der Cooperative aus und gehen die paar Meter bis zur Friedhofeinfahrt. Noch schnell ein Abstecher zum Friedhof, ein Foto durch die Gittertüre und, eins, zwei, drei, hast du nicht gesehen, ist unser Taxi „IrmEli“ – Irmgard-Elisabeth – schon da.

Fazit: Obwohl Sonnenschein prognostiziert war, wir aber nur in den Passatwolken bei 12 Grad wanderten, die Strecke ist wunderschön.
Jedoch: Wir würden sie – sollten wir sie noch einmal gehen – in umgekehrter Richtung machen.
Nicht, dass es zu anstrengend wäre, sondern: Man hat dann einfach den schönen Blick vor sich, der so gar bis zur Montaña Roja in El Médano geht.

Fotoimpressionen von unserer Wanderung

 

Ifonche – Adeje

Sonne! Wärme! Herrlich!
Haben auch lange darauf gewartet!

Lange sind wir nicht mehr die Tour von Ifonche über die Ausblick-Kanzel  „Boca del Paso“ nach Adeje bis zum Restaurant Otelo am – immer noch gesperrten – Barranco del Infierno gegangen.

Letztmals am 18.11.2010 und unter diesem Datum auch ausführlich beschrieben, so dass ich heute nur unsere neuen Eindrücke wiedergeben brauche, die Wegführung ist dort nachzulesen.

Wanderwegstrecke:Track03
Diesmal – ohne Apfelpause – sind wir in 3:45 Stunden die 9,72 km gegangen. Davon 130 m rauf und 770 m im Abstieg.

Es wird Frühling!
Das können wir bereits auf der Hinfahrt nach Ifonche bewundern: Die Mandelbäume sind in voller Blüte.

Schon sehr bald auf unserer Wanderung sehen wir einen dicken Busch des Sprossenden Geißklees, Escobon,  in üppiger Pracht.
Auf der ganzen Strecke entdecken wir immer wieder Frühlingsboten:
Kanaren-Scheinkrokus, Cinerarien, Kanaren-Lavendel, Margeriten, Affodills, bereits einige Polster des Hornklees fangen an zu blühen, Kanaren-Glockenblume und eine einzige Blüte der Montpellier Zistrose.

Auf der einen Seite erschütternd, dass der Brand vor 2 ½ Jahren sich über den Erjos-Pass bis in diese Region ausgebreitet hat, davon zeugen die kohlrabenschwarzen Stämme der kanarischen Kiefern aber auf der anderen Seite wiederum überrraschend und erfreulich, welche Lebenskraft diese Kiefern haben, denn sie treiben fast alle wieder neu aus.

Wie wir es auf der Wanderung von Boca Tauce nach Acojeja erlebt haben, dass die Asche der verbrannten Äste offensichtlich ein hervorragender Dünger ist und wir durch ein Margeriten-Meer gewatet sind, so können wir heute feststellen, fast wie auf einer Wiese treiben die neuen Triebe der Zistrosen aus.
Was muss das für eine Pracht sein, wenn die mal in voller Blüte stehen.

Apropos Blüte: Wer diese Tour nachwandern will, dem empfehlen wir – trotz der bereits eingesetzten Mandelblüte – noch 14 Tage zu warten, denn dann gibt es bestimmt große Flächen mit blühenden Afodills zu bestaunen. Hier oben in den Kiefernwäldern haben wir nur  eine einzige Blüte entdecken können, beim Abstieg nach Adeje waren es schon mehr.
Auch die große Flächen bedeckenden Polster des Hornklees könnten dann in ihrer gelben Pracht erscheinen.

Was wir auch bei der heutigen Wanderung bestaunen konnten  – und sonst hiernoch nie – waren die vielen Paraglider, die ja zwischen La Quinta und Boca del Paso abspringen.
Es war ein schönes Bild, die bunten Schirme mit strahlend blauem Himmel, Conde und Roque Imoque im Hintergrund.

Einen Tandemflug kann ich jedem – der keine Höhenangst hat – nur wärmstens empfehlen. Sich frei wie ein Vogel zu fühlen! Toll!
Vor einigen Jahren habe ich mit Roberto  von eben dieser Absprungstelle einen Tandemflug gemacht. Da wir eine gute Thermik hatten, konnten wir sogar den Barranco del Infierno überfliegen und gelandet sind wir auf der freien Fläche unten bei dem ehemaligen Theater „Tropical“.

Aber wir hatten heute nicht nur eine gute Sicht auf unsere „Hausberge“ sondern der Blick zum Teide und zum Sombrero war auch frei.

Außerdem haben wir neue Hinweisschilder gesehen – die gab es vor gut 4 Jahren noch nicht – die für uns neue Wege auswiesen.
Zum Beispiel: Von dem Felsplateau oberhalb der Aussichtskanzel nach Las Lajas.
Könnte uns auch mal reizen.

Fazit:
Diese Lieblingswanderung von Elisabeth hier im Süden ist immer wieder schön!
Das Lichtspiel!  Dieses Auf und Ab durch den Kiefernwald, dieses gute,

Isar-Steinmännchen

Isar-Steinmännchen

weiche Gehen über die Kiefernnadeln, allerdings der Abstieg vom Aussichtspunkt Boca del Paso nach Adeje hat nichts mehr mit weichem Gehen zu tun. Die wuchtigen massiven Felswände rechts wie links lösen immer wieder Staunen aus. Der Abstieg bis zum Barranco del Infierno gefällt uns.

Dessen Querung ist mit vielen Steinmännchen geziert, was uns amüsiert. Einige dieser Steinmännchen-Erbauern sind sehr einfallsreich. Jedoch die

beeindruckendsten Steinmännchen die ich je gesehen habe – nichts gegen die unten am Meer vor La Caleta – sind die im Bachbett der Isar zwischen Bad Tölz und Lenggries.  Das bewundernswerte daran ist, dass der Erbauer nicht müde wird, diese jedes Frühjahr nach der Schneeschmelze neu zu errichten.

 

Foto-Impressionen

La Fuente El Chorrillo

Quellen- und Höhlen-Rundweg von Ifonche nach Ifonche

Unsere Wanderfreunde Monika und Horst haben vor kurzem bei der Wanderung „Camino Carrasca“ bei der Plattform den Hinweis auf einen neu angelegten Weg ausgemacht. Diesen Weg wollen wir heute gemeinsam mit Elisabeth erkunden.

Wanderwegstrecke: 4,6 km, 90 Höhenmeter aufwärts, 70 Höhenmeter abwärts, 2:15  Stunde ohne Pause

Die Tour

Die Tour

Um 1/2 11 Uhr beginnen wir die Tour hinter dem Restaurant Dornejo in Ifonche und folgen erst mal dem Hinweisschildern u.a. „Camino de Ifonche La Qinta 6,2 km“.
Wolkenloser Himmel, strahlende Sonne, kein Wind!
Wann hatten wir das zum letzten Mal?
Sofort wird unser Blick von den voll erblühten Montpellier-Zistrosen und den Geißkleesträuchern, einem Musterexemplar der Affodill und den großen, gelben Flecken des Hornklees zwischen den dicken Stämmen der Kanarischen Kiefern angezogen. Dazu noch Margariten- und wilden Ringelblumen-Feldern.

Erster Hinweis

Erster Hinweis

Schon nach 10 Minuten erreichen wir das 1. Hinweisschild „La Fuente El Chorillo“.
Also links hoch, immer noch auf der Strecke der bekannten Wanderung. Nach nur 3 Minuten der nächste Hinweis.
Na, das lässt ja hoffen, dass wir den Weg finden werden.

Ein Blick nach unten

Ein Blick nach unten

Selbstverständlich ist auf Höhe des Dreschplatzes wieder ein Blick in den Barranco del Infierno, zur Küste auf die Orte El Paraiso und Callao Salvaje sowie auf die Insel la Gomera angebracht.

Ergänzung: Vor dem Aufstieg zum Aussichtspunkt “La Vista” geht bei dem weißen Pfeil und weißen Punkt rechts ein schmaler Pfad ab, der sich links an der Felswand entlang schlängelt und rechts unten verläuft der Barranco del Infierno – man sollte vielleicht schwindelfrei sein.Wir steigen hinab zwischen all‘ der Blütenpracht der gelbblühenden Gänsedisteln und den Büschen des Ginsters, den Cinerarien und Glockenblumen, den phantastischen Felsformationen.

Auf der Plattform

Auf der Plattform

Nach ca. 10 Minuten erreichen wir die Plattform.Hier führt der Weg nach Adeje bergab und genau auf dieser Plattform zweigt der neue Pfad links ab. “Fuente El Chorillo” wird angezeigt.

Nach einer halben Stunde Gehzeit sind wir an der ersten Quelle „La „Fuente Viva“, der lebendigen Quelle.

Wir lassen uns immer noch begeistern von den phantastischen, unterschiedlichen Felsen, Farben und Formen.
Nun den Blick Richtung Puerto Colón und ein kleiner Abzweig geht zur „La Cueva de la Burra“, der Höhle der Eselin.

Es soll keine Langeweile aufkommen, darum der nächste Hinweis zur „Las Cuevas de la Estancia“ den Aufenthaltshöhlen“.

Auf einem schmalen Steig werden wir auf einen alten Kanal aufmerksam gemacht .

Die nächste Höhle  ist bald erreicht und wir steigen zur „La Cueva fria“ zur kalten Höhle auf.
Überraschung: Rosa Felsen! Rosa Staub! Haben wir bisher so ausgeprägt auch noch nie gesehen.

Keine Angst, die Höhlen- und Quellen-Tour wartet noch mit mehr Überraschungen auf:
„La Cueva de Regocijo“ Die Höhle der Freude und von hier wieder der freie Blick zur Küste.

Noch kein Ende es folgt die „La Cueva Negra“, die schwarze Höhle.

Nach Einer Stunde 15 Minuten haben wir die Quelle erreicht, die der Tour ihren Namen gibt: „La Fuente El Chorillo“, die Quelle des dünnen Strahls.
Hier können wir ein frisch angelegtes Beet mit Callas bestaunen und so gar Hortensien haben die fleißigen Wegebauer hier gepflanzt.
Dass wir achtsam mit der Quelle umgehen sollen, darauf werden wir durch ein Schild aufmerksam gemacht: „Wie schön ist diese Quelle, wenn sie grün ist.“ – Frei übersetzt: „Es hängt vor Dir ab, dass sie so schön bleibt“

Wir steigen weiter auf und – was sage ich – die nächste Höhle wird angezeigt: „La Cueva de las Goteras“, die Höhle der Tropfen. Wir rätseln: Wassertropfen oder Steintropfen?

Auf dem weiteren Aufstieg hängt ein Musterexemplar des Meerkohls in den Weg und der Blick wird auf Roque de Los Brezos und den Roque de Imoque gelenkt.

Ein Margaritenmeer durchsetzt mit blauem Natternkopf, gelben Ringelblümchen, pinkfarbenen Winden,  erwartet uns beim Schild „La Fuente El Chorillo“ wollte man den Rundweg von hier aus beginnen.
Eine Ansammlung von Bocksbart mit dem wunderschönen Samenstand begeistert uns und das kräftige Orange des Goldmohns fehlt auch nicht.

Auf der Asphaltstraße geht es die letzten Meter zu unserm Auto retour und um 12:43 Uhr ist diese wunderschöne Wanderung zu Ende!

Fazit:
Wenn man trittsicher und schwindelfrei ist, jetzt gehen!
Die Blütenpracht ist herrlich.

Fotos der Tour, die nicht alle im Text unterzubringen waren

 

Restaurant:
Heute ist uns nicht nach Kaninchen darum kehren wir im Restaurant „Tasca Taguara“ an der Straße Richtung Escalona gleich neben der Andachtsstätte „Hermano Pedro“ ein.
Das Restaurant hat jeden Tag von morgens 10 Uhr bis abends 10 Uhr geöffnet und bietet ausgesprochen leckere kanarische Küche zu sehr, sehr zivilen Preisen an.
Wir hatten jeder unterschiedlich Ziegenfleisch, kalten Schweinebraten, Scampi im Knoblauchöl, „Carne fiesta“  und Salat bestellt. Alle waren wir hoch zufrieden.
Und: Oh Wunder! Wir konnten draußen im Sonnenschein ohne Jacken sitzen! Traum!