April 2019
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Von Vilaflor nach Ifonche

Eine wunderschöne Teneriffa-Wanderung von Vilaflor nach Ifonche, die jedoch voraussetzt, dass man keine Knieprobleme hat, da einem die langen Wegstrecken bergab einiges abverlangen.

Wander-Wegstrecke: Reine Gehzeit 3 ½ Stunden
wanderroute_v_i.jpg Unsere Wanderung führt uns erstmal ein Stück steil bergauf, wir folgen dem Schild am b06.JPGBaum „Las Lajas“ weiter bergauf bis wir rechts auf ein großes Gebäude zur Wasseraufbereitung (?) stoßen. Noch ein kleines bißchen weiter bis zu einem mit Lavasteinen gemauerten Schacht, b071.JPGhier geht der schmale Fußpfad links ab. Er ist gut zu sehen und wir haben keine Schwierigkeiten ihm zu folgen. Er verläuft parallel zum Berg und ein wuchtiges Felsmassiv beeindruckt uns. Auf der gegenüberliegenden Seite sehen wir bereits einen Dreschplatz. Dorthin müssen wir. Der Weg neigt sich zum sany2884x.jpgausgetrockneten Flussbett und wir gehen bis an den Abbruch, um einen Blick in die rasante Schlucht zu werfen und ins Tal bis zum Meer und zur Montaña Roja in der Nähe des Flugplatzes.
Wir steigen nun wieder bergan und unterhalb des Dreschplatzes schlängelt sich der Pfad links bergab. Über Kiefernnadeln und leichtes Geröll geht es einen langen Abhang (ca. 30 Minuten) hinunter bis wir am Ende auf ein Gewirr von Wasserleitungen und entsprechende Gebäude und ein Bassin treffen.
Hier gehen wir rechts und stoßen sehr schnell auf eine Forststraße, die durch ein Sackgassenschild „35 km“ gekennzeichnet ist.
Dieser Forststraße folgen wir nun erstmal leicht bergan, um kurz darauf rechts abwärts zu gehen, den links wegführenden Weg ignorieren wir.
Wir stapfen nun auf der Forststraße – stetig ansteigend – dahin. Es wird uns jedoch nicht langweilig, da uns eine phantastische Felsformation auf der rechten Seite begleitet.
Die ganze Strecke bereits gehen wir durch einen lichten Kiefernwald, der – dank der feuerresistenten Rinde der kanarischen Kiefern – einen Brand gut überstanden hat.
Nach ca. 40 Minuten erkennen wir auf der linken Seite in einer Rechtskurve einen mit großen Steinmännchen gekennzeichneten Weg. Hier gehen wir von der Forststraße ab. Bis hierher sind wir in unserem – ich denke normalem Tempo mit einigen Fotostopps, Aus- und Rundblicken, Ahs und Ohs – 2 Stunden gegangen.
sany2889x.jpg Wir legen nur eine kurze Rast ein, da das bisherige Nebelreißen bereits in leichten Regen überzugehen droht. Zudem wird uns eine weitere Eigenart der kanarischen Kiefer körpernah vorgeführt: Mit ihren langen Nadeln kämmt sie die Wolken aus und führt die Wassertröpfchen dem Boden zu – bzw. in diesem Fall: uns.
Wir haben großes Glück: Seit der letzten Saison wurde die Strecke hier mit weißen und zum Teil grünen Punkten sehr gut gekennzeichnet. Wir folgen der Markierung fast geradlinig abwärts über den Höhenrücken, der zwischen zwei Schluchten eingebettet ist. Rechts hat man bei gutem Wetter einen phantastischen Blick in den Barranco de Ifonche . Heute jedoch keine 50 m.
Eine gute Stunde geht es nun bergbab. Vorsicht: die Kiefernnadeln können höllisch glatt sein und darunter verbirgt sich oft nochmals rutschiges Gestein.
Der Weg verschiebt sich von mittig nach rechts, um dann weiter unter nach links zu verschwenken. Wir gehen zwischen einer unterbrochenen ehemaligen steinernen Wasserleitung hindurch und folgen wieder den weißen Punkten bergab auf einem steilen Zick-Zack-Weg bis wir wohlbehalten im trockenen Flußbett ankommen. Diesem folgen wir nach links noch ein kurzes Stück um dann rechts hoch auf die Fahrstraße TF 567 zu gelangen. Hier wieder rechts und nach wenigen Minuten sind wir bei unserem geparkten Auto und dem Restaurant.
Nach 3 ½ Stunden Gehzeit kehren wir hier zum wohlverdienten Mahl ein.

Restaurant:
Restaurant Dornajo ist bekannt und berühmt für seine Spezialität: „Conejo“, Kaninchen. Man muß sich jedoch in Geduld üben, da jedes Gericht erst nach Bestellung gebraten wird, aber es lohnt sich und die Portion für ca. 6 Euro ist wirklich nicht überteuert.
Eine Warnung jedoch: Niemals an Sonn- oder Feiertagen hier einkehren. Es werden Wartenummern ausgegeben und auch wenn man dann wirklich die Chance hat zu bestellen, man wartet endlos.

Botanik:
Unsere Wegstrecke wird begleitet von den großen, gelben Blütenständen des wilden Fenchels, den leuchtend-orangen Pulks des kalifornischen Schlafmohns, dem weißen sprossenden Zwergginster, der als Ziegenfutter gesammelt wird und ganze Wiesen von Kanarenmargeriten und dazwischen blaublühender Lavendel. Einfach zauberhaft.
Zur Blütezeit der Zistrose im Mai/Juni muß es ein Traum sein, diese Wanderung zu machen, denn unter den Kiefern breiten sich dicht an dicht die Büsche der Chinamada Zistrose, die rosa blüht, und der Montpellier-Zistrose, die weiß blüht, aus.

Anfahrt:
anfahrt_i_v.jpgAuf der TF 51 fahren wir von Los Cristianos kommend Richtung Teide.
Am Abzweig Ifonche biegen wir links auf die TF 567 ab und fahren diese bis zum Ende. Gute Parkmöglichkeiten gibt es vor und in der Nähe des Restaurants Dornajo.
Einen Wagen parken wir jetzt hier und mit dem anderen fahren wir zurück und auf der TF 51 bis Vilaflor.
Wir durchfahren den Ort Vilaflor, an der Tankstelle vorbei, Richtung Teide. Kurz vor dem Ortsausgang folgen wir dem großen Hinweisschild zum
Spa-Hotel Vill Alba. Die Straße biegt scharf links ab und führt steil den Berg hinauf bis zum genannten Hotel. Auch hier ist kein Mangel an Parkplätzen.

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