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Archiv für die Kategorie „Arico“

El Bueno – Ermita San Pancracio

Nach einer längeren Zwangspause wollten wir uns heute wieder „einlaufen“. Da fiel die Wahl auf die am 12. Februar 2010 gemachte gut einstündige Runde hoch oben in El Bueno.

Sind wir sie damals mit einer großen Gruppe gegangen und somit nur „mitgelaufen“ und haben auch noch die Anlage von der Finca El Helecho besichtigt, so mussten wir uns nun eingestehen: Wir haben die Tour nicht wirklich  im Gedächtnis abgespeichert, lediglich die Ermita del San Pancracio.

Wanderwegstrecke: 1 Stunde 19 Minuten – 3,35 km

Im Gegensatz zu damals gingen wir sie heute im Uhrzeigersinn und waren überrascht, dass der größte Teil der Tour über Asphalt geht, daran konnten wir uns zum Beispiel auch nicht mehr erinnern. (Nicht so unser absolut bevorzugter Bodenbelag.)
Aber: Keine Autos! Wir sind mutterseelenalleine in einer noch ursprünglichen Landschaft in der nur Landwirtschaft betrieben wird. Keine Bebauung!
Die Fernsicht bis zum Meer und nach Gran Canaria ist im wahrsten Sinne des Wortes heute „schleierhaft“. Wir haben noch Calima. Dementsprechend warm ist es auch.

Überrascht sind wir: Schon bei der Anfahrt: ganze Felder des Kanaren-Lavendels, Hecken von blühendem Rosmarien. Es blühen schon  Mandelbäume, die ersten Montpellier-Zistrosen, Aeonien, große Flächen bedeckt das hiesige, kleine Ringelblümchen, Polster von Margeriten und Hornklee. Und das im Dezember!

Wir nehmen uns relativ viel Zeit zur Besichtigung der Ermita San Pancracio:
So viele Heiligen Figuren, Statuen der Mutter Gottes, Schätze aus der Zeit des Jugendstils. Alles frei zugänglich. Lediglich ein großer Hund begrüßt uns, ist aber ganz lieb.

Den Verlauf der Tour muss ich nicht im Detail beschreiben, da ich das ja ausführlich am 12.2.2010 gemacht habe.
Lediglich bei einer Stelle unterhalb des Platzes der Eremita muss man aufpassen und sich rechts halten. – Kurz danach gelangt zum gut ausgebauten – mit Handlauf gesicherten – Abstieg und Aufstieg in den zugewachsenen Barranco.

Auch an der Anfahrt und dem zufriedenstellenden Besuch im Restaurant Bar Arbello in Arico Viejo hat sich seit damals nichts geändert.

Ich empfehle – im Gegensatz zu damals – die Runde so zu „drehen“, wie wir sie heute gegangen sind, im Uhrzeigersinn:
Nach der Aula de Naturaleza bergauf und nicht oberhalb rechts abbiegen.
Warum?
So hat man beim Abstieg zur Eremita die ganze Strecke den freien Blick zum Meer, während man beim Aufstieg im Pinienwald geht.

Monomento Natural Los Derriscaderos

Wanderung ab der Haifischflosse
an der TF 1 Abfahrt 51

Auf diese Wanderung wurden wir durch Bayernfranz aufmerksam, der sie mit den GPS-Daten versehen ins Internet gestellt hat.
Elisabeth lud sich die Daten auf ihr Handy und so gerüstet starteten wir das Unterfangen, zum ersten Mal durch GPS-Daten gesteuert eine Wanderung zu unternehmen.
Jedoch: Es sollte nicht gelingen. Bereits beim Start hieß es: „Signal schwach“. Es war nichts zu erkennen.

Also: Wie gehabt auf eigene Faust, vertrauend auf die Pfadfinderfähigkeiten und

Irtrungen und Wirrungen

Irrungen und Wirrungen

Intuition.
Es gelang halbwegs.

Jedoch: Egal, ob man nun punktgenau geht oder – wie wir teilweise herumirrt – die Landschaft ist spektakulär und es spielt keine Rolle, welche Wege man einschlägt: Es gibt stets neue, phantastische An- Aus- Einblicke.

Wanderwegzeit: 2 Stunden 30 Minuten – ohne Apfelpause

Wir nehmen – aus Los Cristianos kommend – die Abfahrt 51 der TF 1, fahren bis zum Kreisel Richtung Gewerbegebiet und wieder über die Brücke zurück Richtung Autobahnaufahrt Los Cristianos.

Die Haifischflosse

Die Haifischflosse

Auf der Brücke mit der markanten Skulptur der

Parkmöglichkeit

Parkmöglichkeit

Haifischflosse parken wir auf dem Parkstreifen und finden den Einstieg erstmal gefährlich, denn wir müssen sowohl die Autobahnausfahrt wie  -einfahrt queren.

Yuccas

Yuccas

Wir übersteigen die Bruchsteinmauer und halten uns links auf eine Yuccapalmenformation zu.
Wo ist der Weg?
Das Handy gibt keine Daten preis, also halten wir uns erstmal weiter links, Richtung Barranco. Zwei Gruppen Leuchterblumen, die wir lange nicht mehr gesehen haben, passieren wir und bleiben

In der Ferne: Teide

In der Ferne: Teide

auf dem Plateau. Durch Zistrosenbüsche suchen wir uns einen Pfad, im Blick eine bizarre Formation und den zur Zeit weißgekrönten Teide.

Bizarre Felsformationen

Bizarre Felsformationen

Schön!!
Unterhalb können wir einen Weg ausmachen, zu dem wir nun absteigen.

Holpriger Weg

Holpriger Weg

Es ist eine Fahrstraße, die an skurilen Felsformationen vorbeiführt und der wir nun weiter bergauf folgen.

Felswand

Felswand

Linker Hand große, ausgeschachtete

Garagen ?

Garagen ?

„LKW-Garagen“?, wie wir vermuten. Vielleicht wurde dieses Gelände ja mal militärisch genutzt? Vielleicht war es die „Kiesgrube“ von Chimiche? Wer weiß?

Auf alle Fälle: Wir sind begeistert! Solche Formationen der Vulkanausbrüche sind uns bisher nur von der berühmten „Paisaje Lunar“ – Mondlandschaft – in Vilaflor und von San Blas bekannt.

Es ist uns egal, ob wir nun den „richtigen“ Weg erwischt haben oder nicht, es ist nicht wichtig. Wichtig ist, die Landschaft ist von jedem Punkt aus sehenswert.
Dass wir uns in einem Naturschutzgebiet bewegen, ist auch nachvollziehbar.

Beeindrucken - mit Teide

Beeindruckend – mit Teide

Ohne Worte

Ohne Worte

 

 

 

 

 

Regenreste

Regenreste

Zwischendurch müssen wir durch Pfützen waten, die noch Überreste der heftigen Regenfälle der letzten Wochen sind.
Wir verlieren den Weg und rechts oben sehen wir

Oben ein Wasserbecken

Oben ein Wasserbecken

ein Wasserbecken.  Wir vermuten, dass wir dort eine Weiterführung finden und steigen dorthin auf. Passieren das

Felskegel

Felskegel

Becken auf der rechten Seite und laufen auf einen Felskegel zu, links davon, unterhalb, gelangen wir wieder auf einen Weg.

Immer wieder lassen wir den Blick in dem weiten Talkessel schweifen und freuen uns einfach, dass wir in diesem Umfeld, in der Sonne, wandern können.

Weiter Blick

Weiter Blick

Nach 50 Minuten Auf- und Absteigen, zick-zack gelangen wir an ein größeres Steinmännchen. Soll das der Gipfel sein?

Steinmännchen

Steinmännchen

Wir wollen noch weiter

Wir wollen noch weiter

 

 

 

 

Aber wir wollen noch mehr entdecken und setzen den Weg weiter fort.
Die Formationen reihen sich aneinander und wir machen uns auf  immer noch eine Besonderheit aufmerksam.

Mehr Beachtenwertes

Mehr Beachtenwertes

Als wir um 1/2 1 Uhr an ein erneutes Schild „paisaje natural protegido“ treffen und links ein Weg abwärts führt, entscheiden wir, den Rückweg anzutreten.

Es geht zurück

Es geht zurück

Der Weg ist für eine große Strecke gut auszumachen und wir wandern zwischen den grünen Büschen von Tabaiba dulce und Tabaiba amarga – Wolfsmilchgewächse – hindurch, sogar die ersten Blüten der Kanaren-Trichter-Narzissen entdecken wir und links wie rechts – ich wiederhole mich – skurile Felsgebilde.

An der Wand lang

An der Wand lang

 

Kanaren-Trichternarzissen

Kanaren-Trichternarzissen

 

 

 

Wer sagt’s denn, dass hier nichts gekennzeichnet ist? Nun sehen wir von Zeit zu Zeit

Hoppla - Kennzeichnung

Hoppla – Kennzeichnung

blaue Pfeile auf dem Erdreich.
Wir passieren einen Strommasten, queren einen Barranco, sehen, welche Überraschung, eine erneute Felsformation, zwischen das Grün der Tabaibas mischen sich die mächtigen Kandelaber-Kakteen.

 

Vielfältige Landschaft

Vielfältige Landschaft

Das Auge wird verwöhnt

Das Auge wird verwöhnt

Auf eine weitere Wegebeschreibung verzichte ich, da wir aus der Vielzahl der das Gelände durchziehenden Wege ganz offensichtlich die Gabe hatten, immer die falschen auszuwählen. Was bedeutete, dass wir rauf und wieder runter gingen um dann an einem ganz anderen Ende, oberhalb von Gewerbehallen, auszukommen.

Hier wäre wohl der Einstieg gewesen, denn das Schild sagt uns, dass wir nun das Naturschutzgebiet des Naturdenkmals Derriscaderos verlassen.

Ende einer Tour - fast

Ende einer Tour – fast

Und, wie freundlich, es wird uns noch eine gute Fahrt gewünscht.

Auch das letzte Stückchen bis zu unserem Wagen ist etwas abenteuerlich.
Oberhalb der Hallen gehen wir links querbeet, die Haifischflosse gibt uns die

ZURÜCK

ZURÜCK

Richtung vor, queren eine gemauerte Wasserrinne, die Autobahnzufahrt und sind nach 2 1/2 Stunden Wanderung bei unserem Wagen.

Fazit:
Auch wenn wir erst enttäuscht waren, dass unser erster Versuch per GPS geleitet zu wandern, ein Flop war, so war die Wanderung ein Erlebnis.
Und für Nachwanderer: Egal welchen Weg man letztendlich einschlägt, die Landschaft ist eine Wucht! Es lohnt!

Besonderheit:
Da wir noch nie in dem Gewerbegebiet waren, machten wir dort noch eine Rundfahrt bis zum Windpark  an dem im Bau befindlichen und sehr umstrittenen Hafen von Granadilla vorbei und wir wollten mal ein neues Lokal ausprobieren.
So fuhren wir wieder auf die Autobahn, nahmen die Ausfahrt
Chimiche – El Rio und folgten dem Hinweis Las Maretas.

Restaurant: Andromeda
Ein kleines Örtchen mit etlichen Restaurants.
Jedoch hatte heute nur „Andromeda“ geöffnet.

Nach Befragen der Wirtin gab es drei Gerichte: Hühnersuppe, frittiertes Huhn und Carne mechada. Dieses Gericht bestellten wir, da wir es noch nie gegessen haben.
Es handelt sich um gerupftes Fleisch, würzig gebraten. (nicht unbedingt appetitlich anzusehen) Dazu gab es selbstgemachte Fritten, Bohnen und Möhren Gemüse. Ein Salat, 1/2 Liter Rotwein, Wasser und Café rundeten unser Mahl ab und wir bezahlten insgesamt 16.– Euro.
Absolut touristenfreie Zone, war unser Eindruck.
Lediglich einige Arbeiter kamen noch zum Essen.
Das Plätzchen vor dem Lokal war jedoch so schön:
Sonne pur, und wie wir die nach der Schlechtwetterperiode genossen haben!
Windstill! Denn auf der Wanderung blies er so stark, dass wir auf die Apfelpause verzichteten.
Der Blick ging auf ein kleines, mit Palmen geschmücktes Pärkchen, eine kleine

Ausruhen

Ausruhen

Kapelle und seitlich so gar bis zum Meer.Wie gut es uns hier gefiel zeigt, dass wir dort 2 Stunden saßen.

 

Anhang:

Der Windpark I.T.E.R. im Gewerbegebiet von Granadilla beherbergt seit 2012 ein inzwischen renomiertes ökologisches Dorf das unter dem Gesichtspunkt der Umweltverträglichkeit erbaut wurde.

Auf der web-side von TUI fand ich die folgende, gute Beschreibung:

„Casas Bioclimáticas ITER in Granadilla de Abona

Urlaub im CO2-freien Feriendorf – werden Sie Teil eines einzigartigen Projektes! Aus einem internationalen Architektenwettbewerb entstanden an der Südostküste Teneriffas 25 Häuser der ganz besonderen Art: Ein Öko-Dorf im Zeichen der Forschung. Die stylishen CO2-neutralen Häuser wurden ursprünglich als Forschungsobjekte für Wissenschaftler aus aller Welt erbaut, nun haben Urlauber die Gelegenheit, die bemerkenswert gestalteten Casas Bioclimáticas zu bewohnen. Gelegen innerhalb des ITER-Windparks (Instituto Tecnológico y de Energías Renovables), sind Freunde von Wind und Wetter hier genau richtig, denn Windräder bestimmen das Landschaftsbild. Jeder ist herzlich willkommen, der nicht nur Sonne, Strand und Meer genießen will, sondern dem auch die Umwelt am Herzen liegt. Harmonisch in die Landschaft des Windparks eingebettet, liegen die Häuser am Rande des Naturparks Montaña Pelada. Die bioklimatischen Villen bestehen teilweise aus recycelten und ökologischen Materialien und bieten uneingeschränkten Komfort. Unter Berücksichtigung natürlicher Kräfte wurde beim Bau unter anderem die Tradition des Windschutzes mit von Luftkammern durchzogenen Felswänden einbezogen: In manchen Häusern halten die Mauern stärkeren Wind ab, ihre Luftkammern sorgen jedoch für eine natürlich Isolation des Gebäudes und eine angenehme Kühlung durch Lüftungsschlitze. Im harmonischen Einklang mit der Natur und den lokalen Bräuchen können die Häuser auf externe Energie gänzlich verzichten und bieten nebenbei auch noch teilweise einen wunderschönen Meerblick. Je nach Lage des Hauses trennen Sie etwa 150 – 200 m vom Meer. Das CO2-freie Feriendorf ist eine autofreie Zone, die nur zum Be- und Entladen befahren werden darf. Innerhalb der Anlage können ausschließlich Fahrräder und Elektroautos benutzt werden. Die Unterkunftstypen 6, A und B sind Ferienhäuser aus dem Programm der ITER, welche vor Ort zugewiesen werden.“

La Centinela – Aldea Blanca

¡Hola! ¿Qué tal?
Hallo! Wie geht’s?

Hurra! Eine neue Wandersaison beginnt!

Elisabeth und ich, wir wünschen uns, dass die kommende Wanderzeit unter so einem guten Stern steht wie die in den vergangenen Jahren:
o die Kondition soll gut sein
o keine Verletzungen
o das Wetter soll mitspielen
o neue, interessante Wanderungen gilt es zu entdecken

Vámonos! Lassen wir es angehen!

Die heutige Tour war so nah und so leicht wie möglich angedacht, da Monate des Nichtstuns hinter uns liegen.
Daher: Eine neue Strecke vom Restaurant und Aussichtspunkt La Centinela oberhalb von Valle de San Lorenzo runter zum Örtchen Aldea Blanca sollte als Einstieg reichen

Wanderwegstrecke: 1 ½ Stunden, leicht, nur bergab

Wir parken oben am Restaurant und sofort steigen wir dort die Stufen zu unserem Wanderbeginn ab. Vorbei an den unteren Räumen des Restaurants führt uns der gut bekannte Weg abwärts.
Nach 15 Minunten sehen wir einen Holzpfahl mit einem durchgekreuzten weiß-grünen Balken. Auf dem Weg ist eine Barriere mit weißgespritzen Steinen. Hier biegen wir rechts ab und folgen dem mit Steinen eingefaßten Pfad. (Der Hinweis ist wichtig wenn man von San Miguel de Abona kommt)

Der Blick ist frei hoch auf die die Cañadas säumenden Berge, unten auf die Küste – Montaña Roja – Leuchtturm von Rasca – Buzanada und Cabo Blanco breitet sich vor uns aus.

Freier Blick

Freier Blick

Ein Stück Straße hat sich wohl jemand als besondere Liebeserklärung

Liebeserklärung

Liebeserklärung

auserkoren:
Wir können in großen, weißen Lettern lesen:
“Te quiero” Ich liebe Dich!
Auf 20 Vulkane sollen wir den Blick haben – bisher waren uns von Christobal, dem Botaniker, nur 13 Vulkane genannt worden.
Stahlblauer Himmel mit ein paar Fotografierwölkchen.
Also, der Wetter-Wunsch erfüllt sich schon heute.
Vorbei an vielen, vielen Sträuchern der Balsam-Wolfsmilch, Euphorbia balsamifera, von den Tinerfeños “Tabaiba dulce” genannt, und den riesigen

Einsame Blüten

Einsame Blüten

Ansammlungen der Kandelaber Wolfsmilch, Euphorbia canariensis, und einer einzigen blühenden Pflanze, zur jetzigen Jahreszeit, steigen wir stets abwärts.
Nach einer Stunde erreichen wir die Straße TF657, queren diese und übersteigen unterhalb eines Wasserbeckens den kleinen Wall, gehen auf dem asphaltierten Stück, verziert mit der Liebeserklärung, die Straße hoch bis zu einer Infotafel und einigen Holzkreuzen, die wohl an Opfer von Unfällen erinnern.

Unglück ?

Unglück ?

Hinweistafeln

Hinweistafeln

Wir folgen dem Hinweis: Aldea Blanca, 1,8 km und

steigen sanft bergab.
Leider werden wir von mehr als unangenehmen Düften umweht.
Von einem riesigen Haufen Hühnermist?
Auf jedenfall verursachen die „Düfte“ Brechreiz.

Verfallene Finca

Verfallene Finca

Kurz darauf erreichen wir eine große, verfallene Finca und daran vorbei führt in gerader Linie der Weg in den Ort Aldea Blanca.
Da wir bis hierher aber nur 1 ¼ Stunde gegangen sind, ist uns das selbst für den Anfang dann doch zu wenig. Wir folgen dem breiten Pfad rechts an

Pferderanch

Pferderanch

den Gebäuden vorbei, der uns aufwärts führt und den Blick auf eine Pferderanch unterhalb freigibt.

"Agaven-Allee"

„Agaven-Allee“

Eine regelrechte Agavenallee säumt den Weg, links davon blicken wir auf die Montaña Roja und Aldea Blanca mit seiner Ritterburg und der großen Schule “Martin Luther King”.
Ein breiter Weg führt von der “Allee” rechts hoch und wir folgen diesem unverdrossen. Keine Ahnung wohin er führt.
Weiter und weiter. Der Blick geht hoch zu dem wie ein Adlerhorst thronenden Restaurant Centinela und runter nach Parque de la Reina.
Wir haben den Eindruck, der Weg führt uns im Kreis, Tatsache ist jedoch, dass er lediglich zu den diversen Strommasten führt und beim letzten, an der Bergkuppe, ist einfach Schluss.
Da wir jedoch keine Lust haben umzukehren, hangeln wir uns den langen,

Bananen

Bananen

steilen Abhang von Stein zu Stein und von

Über Stock und Stein

Über Stock und Stein

Tabaibabusch zu Tabaibabusch bzw. von Verode zu Verode abwärts und erreichen zum Teil verlassene und zum Teil noch mit Bananen bepflanzte Plantagen.
Zwischen diesen gehen wir durch. Auf der schmalen, asphaltierten Straße marschieren wir Richtung Las Chafiras.
Elisabeth ist diese Strecke bekannt und weiß, dass wir im Bogen nach Aldea Blanca gelangen werden.
Also rufen wir meinen lieben Mann an, Taxi “IrmEli”, dass wir voraussichtlich in 15 Minunten in Aldea Blanca sind.
Wie gewohnt werden wir fast pünktlich eingesammelt und nun geht die Fahrt hoch zum Restaurant Centinela zum Essen mit traumhaften Ausblick.
Hier parkt ja auch Elisabeths Auto.

Fazit:
Wer sich nur ein bißchen einlaufen will, für den ist es eine leichte Übung, wenn man dann auch wirklich nur bis Aldea Blanca wandert.
Unseren “Verlängerungsschlenker”, für den wir dann nochmal 1 ½ Stunden gebraucht haben, sollte man nicht unbedingt nachwandern.
Lohnt nicht!

Anfahrt:

Auf der TF28 bis zum Restaurant Centilena – entweder mit dem Auto –  oder von Los Cristianos mit dem Bus Nr. 416

Abfahrt:

Mit dem Auto, wenn ein zweiter Wagen verfügbar ist, nach San Miguel oder Richtung Autobahn. Andernfalls mit dem Bus Nr.484 nach Las Chafiras oder San Miguel

Besonderheit:
Wie wir auf der Infotafel entnehmen können, sind wir ein Teilstück auf dem Weg SL-TF 231 von San Miguel de Abona nach Aldea Blanca, einem camino real, einem Königsweg gegangen.
Den ersten Teil dieser Wanderung sind wir bereits mehrfach gegangen -nachzulesen unter den Wanderungen: vom 11. Februar 2013 und 25. Oktober 2007. Auch haben wir das erwähnte Museum ”El Capitän” schon einmal besucht.

Camino Real

Camino Real

Arico Nuevo – Porís de Abona

Vor kurzem sahen wir bei einem Spaziergang in Arico Nuevo mit unseren deutschen Besuchern die Wandertafel:

El Porís  – Arico Nuevo – 2 Stunden

Das ist doch mal wieder etwas für uns. Eine neue Wanderung!
Inzwischen habe ich zwar schon über hundert unterschiedliche Wanderungen beschrieben. (Die wir auch tatsächlich alle gegangen sind!)
Die Insel ist jedoch unerschöpflich und wir denken, so schnell werden die uns unbekannten Wanderungen noch nicht ausgehen.

Also los auf unbekanntes Terrain:

Wanderwegstrecke: eigentlich 6,2 km 2 Stunden, aber, da im entscheidenden Moment ein Hinweis auf die Weiterführung der Strecke fehlt, und wir einen gedanklichen Knoten haben, irren wir über 1 Stunde umher.
Also tatsächlich: 8.50 km in 2.52 Stunden – ohne Apfel-Pause

Achtung: Die Beschreibung der Tour in Arico Nuevo geht von Porís de Abona aus – also bergauf.

Wir stellen einen Wagen in Abades ab, da unsere eigentlich Absicht war, von Punta de Abona bis Abadas noch die schöne Küstenwanderung weiter zu gehen.
Mit dem anderen Wagen fahren wir bis zum Kirchplatz von Arico Nuevo, um von dort um 10.55 Uhr zu starten.

Durch die Calle Trece De Septiembre wandern wir durch den hübschen Ort, weiter durch die Calle Veinticinco de Julio und linker Hand sehen wir an Steinen die Markierung für diese Strecke: zwei weiße Streifen.
Auf der asphaltierten Straße geht es zwischen gemauerten alten Wasserleitungen und riesigen Wassersammelbecken mit Blick auf den Windräder-Park und zum Meer bis zum links liegenden Friedhof.
Hier gibt es den nächsten Hinweis: „4,8 km El Porís, 1,8 Tajo und von Arico Nuevo bis hierher sind es 1,4 km“.

Kurz darauf halten wir uns etwas mehr rechts, an zwei Wasserleitungen und zerfallenen Mauern entlang und über Jable, die kleinen Tuffsteinchen, leicht bergab.
Zwischen vielen, vielen matt hängenden Balosträuchern, aber leider auch zwischen Müll geht es weiter.

Und schon wieder Wegweiser. Wir sind begeistert.

Jedoch nur ein kleines Stück weiter gabelt sich der Weg. Welchen?
Wir halten uns intuitiv links und die berechtige Frage unseres „Wandergastes“ Christiane: „Warum nun links und nicht rechts?“
Die lakonische Antwort von Elisabeth: „Erfahrene Wanderer orientieren sich  immer an der Wasserleitung“.

Und dann noch ein Wegweiser: Wir halten uns rechts und und zwischen Tabaiba dulce Sträuchern geht es weiter, nun haben wir die Wasserleitung links von uns.

Wir laufen auf einen imposanten Barranco mit schönen Basalt-Formationen zu und nach einer langen Kurve gelangen wir an einen Viadukt.

Achtung: Sich nicht verleiten lassen und zu dem Kalksandsteinbruch aufsteigen.
Ein Pfosten mit durchgestrichenem Kreuz warnt auch davor.

Unter dem Viadukt durch, den Steinmännchen folgen und über großmächtige „Hinkelsteine“ geht der Weg weiter.

Nochmal Achtung: hier im Barrancogrund nicht links aufsteigen sondern den Barranco queren und rechter Hand aufsteigen.
Es ist irreführend, da Steinmännchen sowohl für den einen wie den anderen Weg erbaut sind.

Jedoch nach einem gemäßigten Anstieg – an mächtigen Kandelaber-Wolfsmilchbüschen vorbei –
an einem Gesteinsbrocken sehen wir die zwei weißen Striche  – zeigt uns das nächste Hinweisschild, dass wir richtig sind.

„3,2 km Arico Nuevo – El Porís 3,0 km –  Fuente Taja 0,2 km“

Im links von uns liegenden Barranco sehen wir die Reste der gemauerten Pfeiler einer ehemaligen Brücke oder eines Wasserviadukts.

Zwar gibt es nach der großen Hitze und Trockenheit nicht allzu viel Blühendes auf der Tour zu sehen, aber immerhin können wir die Leuchter- oder auch Fensterpflanze ausfindig machen und einige weiße Blüten der Kanaren-Trichternarizisse und vereinzelte Affodills erfreuen uns.

Mit einem Blick erfasst man hier Vergangenheit und Gegenwart bzw. Zukunft:
Die in das Vulkangestein geschlagene Wasserleitung,  oben auf der Höhe ein großes Feld der Solaranlagen und vor uns den großen Wind-Park.
Und dazu nochmals die Sicht in den Barranco de Tajo.

Abwechslung bieten auch die unterschiedlichsten Gesteinsarten. So haben wir noch nie solche „Tuffsteinbälle“ gesehen.

An den Windrädern vorbei führt der Weg und in diesem Park queren wir die Straße und nun wissen wir, dass es noch 1,8 km bis Porís de Abona sind.
Gegenüber führt der Weg weiter – wieder zwei weiße Striche – und nach 500 Metern das nächste Schild, 1,3 km, queren nochmals die Straße. Nun entfernen wir uns von den Windrädern und steigen Richtung Porís de Abona ab, zur Brücke „Barranco de los Caballos“.  Nochmals sehen wir an den Gesteinsbrocken die Markierung.

Schnell sind wir nun unten auf der TF 627 bei Km 1 und nun wohin ?
Kein Schild mehr! Keine Markierung!
Erst halten wir uns rechts, steigen auf der Fahrstraße auf, wieder zum Windpark, nein, das kann nicht richtig sein, also retour und wir versuchen es links, Richtung Porís de Abona. Vermutlich ging der Weg durch das Barrancogelände, jedoch diverse Warnschilder vor gefährlichen Hunden halten uns davon ab, dort zu gehen, obwohl wir die Autobahnunterquerung von hier aus schon sehen können:
„Privatgelände! Gefährliche Hunde!“
Also erst ein ganzes Stück auf der TF 627, bringt uns aber immer weiter von Richtung Leuchtturm weg, also nochmals kehrt und wieder hoch, hoch.
Hätten wir nachgedacht, und wären den einen Kilometer auf der TF 627 zu Ende gegangen, hätten wir in 10 Minuten Porís de Abona erreicht und die Wanderung hätte zwei Stunden gedauert.
Von hier aus  hätten wir uns dann nach Punta de Abona zum Leuchtturm durchhangeln müssen oder aber mein lieber Mann, der die Wanderung abgebrochen hatte, hätte uns an der Autobahn-Unterführung auflesen können.

Wir dagegen irren so im Windpark und an der Autobahn entlang herum, um dann  wieder an dem Privatgelände der Finca anzukommen. Kurz darauf können wir absteigen und siehe da: wir sind an der Autobahn-Unterführung der TF 627.
Das hätten wir schon vor einer Stunde haben können

Aber was hilft es: „hätte, wäre, wenn“. Einfach unter „Erfahrung sammeln“ abhaken.
Es hatte aber doch etwas Gutes: so konnten wir noch Mondlandschaft ähnliche Formationen bestaunen, die uns sonst entgangen wären.

So hatten wir das Glück, dass mein lieber Mann uns an der TF 627 dann, schlussendlich, an der Autobahn-Unterführung „einsammelte“.
Die Weiterwanderung „schenkten“ wir uns nach den Irrläufen nun.

Fazit:
Eine wunderschöne, abwechslungsreiche Tour durch die verschiedensten Gesteinsformationen wie Basalt, Kalksandstein, große „Tuffbälle“.
Da – außer einer kaum nennenswerten Steigung – keine Schwierigkeiten vorkommen, ist sie gut zu gehen.
Gutes Schuhwerk ist natürlich Voraussetzung, da der Untergrund zum Teil sehr felsig und scharfkantig ist.
Man sollte von dem ehrgeizigen Plan, auch noch von Punta de Abona die Küstenwanderung bis Abades zu machen, absehen und in Porís de Abona an der Autobahnunterführung der TF 627 einen Wagen abstellen, dann hat man die  Strecke tatsächlich in 2 Stunden bewältigt.

Restaurant:
Auf Wunsch von Christiane, unserem Wandergast, wollten wir zu einem Fischlokal und da fiel uns natürlich sofort unser Lieblingslokal in Las Galletas ein. El Bojin, wo es die leckeren Muscheln a la Marinera gibt.

Anfahrt nach Arico Nuevo:

Man wählt auf der Autobahn TF1 die Abfahrt Poris de Abona/Arico Viejo und fährt auf der TF625 hoch nach Arico Viejo. Im Ort stößt man auf die TF28 und fährt diese nach links (westlich) eine kurze Strecke bis es dann links in den Ortsteil Arico Nuevo geht. Kaum mehr als 100m geradeaus kommt man auf einen kleinen Platz an der Kirche mit Parkmöglichkeit.

Dort muss man später natürlich auch den dort geparkten Wagen wieder holen.

El Contador

Eine sehr, sehr schöne Bergtour!
Es sei jedoch nicht verschwiegen: Sie ist anstrengend und schweißtreibend, gilt es doch immerhin 940 Höhenmeter zu überwinden.

Jedoch: unverzagt gehen wir die Tour an.
Lothar Müller hatte mich eingeladen, einmal mit der Wandergruppe von Abades mitzugehen, um eine von mir noch nicht beschriebene Tour kennen zu lernen.

Wanderwegstrecke:
4 ¾ Stunde, 9,4 km
Zur Zeitangabe muss ich ausführen: Wir wußten nicht, dass gerade heute die erste von sieben Strecken des Trangoworld-Laufes (des Meisterschaftslaufes ) in der Gemeinde Arico mit ca. 250 Teilnehmern auf unserer Wanderroute stattfand. Bedingt durch die Laufveranstaltung  legten wir etliche Pausen ein, um wieder einen Pulk Läufer an Engstellen passieren zu lassen. Im Normalfall kann man die Tour – wenn man will – sicher in einer kürzeren Zeit gehen.

Ebenfalls bedingt durch die Veranstaltung konnten wir den eigentlich angestrebten Wandereinstieg nicht antreten, daher fuhren wir hoch bis oberhalb von Arico Viejo/Degollada. Bei dem Hinweisschild „9,5 km El Contador,  1,4 km – Lomo de Tamadaya“ starten wir um 9.45 Uhr. Wir steigen in den Barranco Tamadaya ab, um gleich auf der anderen Seite wieder aufzusteigen. Dieser Einstieg ist schon mal ein Vorgeschmack auf die zur Zeit in voller Blüte stehenden Margariten, Lavendel und Cinerarien.
Auf dem Bergrücken erklärt uns Mitwanderer Werner Bethke erst mal die Tour, die wir auf dem neu ausgebauten und markierten Weg gehen werden. Der Eindruck ist: steil! hoch hinauf in Serpentinen!
Durch den höheren Einstieg haben wir die ursprünglich geplante Strecke um ca. 3 km verkürzt. Im Nachhinein kann ich sagen: Es reicht immer noch!
Den ersten Teil des Barranco Tamadaya haben wir einmal mit Cristobal als Botanik-Excursion kennengelernt und die Fortsetzung haben wir 2007 bis zur Galerie gemacht, als wir sehen wollten, woher die Wassermengen kommen, die hauptsächlich den Süden und Südwesten der Insel versorgen.

Die exakte Beschreibung kann ich mir wiederum sparen, da der Wanderweg hervorragend präpariert und markiert ist. Es gibt nach ca. 20 Minuten nur eine einzige Stelle, die zu beachten ist: Hat man den Barranco Tamadaya durchschritten, dann nicht geradeaus auf dem breiten Pfad weitergehen, sondern nach dem  Hinweisschild „El Contador 8,4 km – Lomo de Tamadaya 0,5 km“ unter dem markanten Felsen scharf links abbiegen. Auf einem Stein ist die weiß-gelbe Markierung angebracht, die aber bereits fast zugewachsen ist. Das ist aber auch schon die einzige Stelle, an der, im Hinblick auf die Wegeführung, Aufmerksamkeit geboten ist.

Beim Aufstieg bewundern wir die Konstruktion eines Lastenlifts mit einer „Gondel“ in Form einer blauen Tonne.

Nach weiteren 20 Minuten haben wir bei einem großen Dreschplatz die Höhe erreicht und staunen: Die Strecke der  Läufer deckt sich wohl mit unserer Tour. Also: ein erster Stopp und wir feuern die Läufer an.
Weiter geht es steil, steil bergan und wie eine bunte Kette wirken die Sportler vor uns.
Nach ca. 1 ½ Stunden haben wir ein Plateau erreicht und eine Hinweistafel klärt uns auf, dass man einen Teil der Tour auch als Rundweg machen kann, denn von hier aus geht es dann bergab nach Los Palomeros oder Las Heritas am gegenüberliegenden Hang des Lomo Quemada.
Wir aber haben bis zu unserem Ziel  noch 6,3 km vor uns.  Darum: keine Müdigkeit vorschützen, weiter im Zick-Zack bergan. Bein nächsten Plateau wünschte man sich es wäre Mai oder Juni, denn dann muss das hier ein Traum sein:  alles weiß von der Montellier-Zistrosenblüten.
Nach 2 Stunden zeigen die GPS-Geräte unserer Mitwanderer, dass 4 km zurückgelegt sind und es wird eine Trink-Ess-Schaupause eingelegt.
Vor uns breitet sich die Küste von Porís de Abona bis zur Montaña Roja in Médano aus und im Hintergrund diesmal die Insel Gran Canaria.
Traumhaft schönes Wetter, Sonne, schöne Wolkenbildung, lichter Kiefernwald, der etwas Schatten spendet.
Aber – wie bereits gesagt –  wir wollen ja noch höher hinaus. Also schrauben wir uns über Serpentinen hoch, queren einen wasserführenden, gemauerten Kanal, und weiter geht’s bergauf durch den lockeren Kiefernwald.
Nach 2 ½ Stunden wandern wir durch eine mit Mauern durchzogene Gegend und mit Jable, dem hellen Bimsstein, bedeckten Boden.
Etwas später passieren wir eine gut erhaltene Schutzhütte und nun geht es über den mit Kiefernnadeln bedeckten Weg. Und: welche Erholung: ein kurzes Stück eben! Jedoch nicht lange. Gleich geht es wieder steil aufwärts, um danach in einer Hangquerung unter markanten Felsen fortzuführen. Man staunt immer wieder, wie Pflanzen es schaffen, sich in den Felsritzen anzusiedeln. Und nochmals bergauf durch eine imposante Gegend. Bei 1390m über  NN (oder 1360m über NN je nach GPS-Gerät)) haben wir den höchsten Punkt der heutigen Wanderung erreicht und bis hierher haben wir immerhin schon 820 Höhenmeter geschafft.
Wir glauben, von nun an geht’s bergab. Da haben wir uns jedoch getäuscht: es gilt noch in einige Barrancos abzusteigen, um dann auf der Gegenseite natürlich wieder aufzusteigen.
Wir queren eine Fahrstraße, um gleich gegenüber wieder in die gut markierte Fortsetzung des Wanderweges einzusteigen. Noch 1,3 km bis El Contador. Na, bald haben wir es geschafft. Vorsicht: Kiefernnadeln bedecken wieder den steilen Abstieg. Nun noch durch eine blumenübersäte Senke, hoch, an einer Finca vorbei und schon sehen wir den Grillplatz „El Contador“.
Dort werden wir von den Nichtwanderern erwartet. Die Armen mussten 4 3/4 Stunde überbrücken.
Laut Lothar Müller’s GPS haben wir 9,4 km durchwandert und  940 Höhenmeter überwunden.

Dankbar besteigen wir die Wagen und nun ist noch geselliges Beisammensein im Hause von Christa und Werner Bethke in Abades
mit selbstgebackenem Brot und  selbstgemachtem Griebenschmalz angesagt. Hmmm, lecker! Und da die Wandergruppe von Abadas offensichtlich eine eingeschworene Gemeinschaft ist, kommen etliche Kuchen auf den Tisch, die man leider nicht alle probieren kann.

Fazit:
Diese Tour verlangt einem schon einiges an Kraft ab, lohnt aber auf alle Fälle, da sie durch eine wiederum wunderschöne Landschaft mit beeindruckenden Felsformationen, viel, viel Botanik und Weitblicken führt.
Ich sage: Dankeschön an Lothar Müller für die Einladung und an die Mitwanderinnen und Mitwanderer, dass sie mich so freundlich aufgenommen haben.

Besonderheit:
Die Wanderung wird aufgelockert durch die selbstverfassten Gedichte von Werner Bethke. So gibt er bei der längeren Pause u.a. dieses Gedicht zum Besten:
Wanderstöcke
“Früher trugen Frauen Röcke,
heute haben sie Hosen an und Wanderstöcke.
Früher war der Wanderstock aus Holz,
er war des Wanderers ganzer Stolz.
Er war bestückt mit Plättchen aus Metall,
damit man sehen konnte wo er war schon überall.
Doch heute er am Nagel hängt,
zwei Röhren aus Aluminium haben ihn verdrängt.
Mit ihnen kann man sich den Berg hochstemmen,
bergab helfen sie die Schwerkraft einzudämmen.
Und ist die Tour zu Ende:
man könnt ‚ sie lieben, kann man sie zusammenschieben.“

Anfahrt zum Wandereinstieg:

Auf der TF 1 nimmt man die Ausfahrt „Arico Viejo“, folgt der Straße nach Arico Viejo. Dort kreuzt man die TF28 geradeaus auf die „Calle de la Degollada“. Immer bergauf weiter auf der „Calle del Serradero“ bis man auf der rechten Straßenseite das Hinweisschild „Contador“ findet.

Anfahrt zum Wanderendpunkt:

Vom Wandereinstieg kommend fährt man zurück bis zur TF28 und biegt nach rechts ab. Folgt der TF28 nach Arico Nuevo. Beim Kreisverkehr am Ortseingang wählt man die erste Ausfahrt, die schon mit El Contador ausgeschildert ist. Dieser Straße folgt man bergauf bis zum Grillplatz „El Contador“. Dort gibt es ausreichende Parkmöglichkeiten.