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Camino de la Virgen

Vor Jahren machte mich Elisabeth auf diesen Weg aufmerksam.Heute nun ist es endlich soweit, dass ich ihn gehen will.

Mein lieber Mann setzt mich an der „Pforte“ – kurz nach dem Kreisel unterhalb von Adeje Richtung „La Caleta“ ab und gemütlich in einer halben Stunde wandere ich nach San Sebastian auf einem breiten, mit Vulkangestein eingefassten Weg.
Verlaufen ist nicht: Der Weg ist gekennzeichnet mit weiß-grünen Balken und bei Abzweigungen zeigen die gekreuzten Balken an: hier nicht weiter.

Linker Hand zieht sich im Barranco del Infierno ein Gewächshaus für Bananen wie ein Band entlang . Rechter Hand – der Barranco Hoya Honda – begleitet mich unverfälschte Natur mit gewaltigen, beeindruckenden Felsformationen.

Blicke ich zurück bildet die Bergkette von Roque de los Brezos, über Roque Imoque und Conde den Abschluss. Vor mir das Meer.

Das Wolkenspiel ist abwechslungsreich und ich bin mutterseelenalleine.

Ich passiere die beschriebenen Stationen des Pilgerweges

und unten gelange ich geradewegs zur Eremita vieja de San Sebastian und zur Kirche San Sebastian.

Da nützt auch kein Umrunden der Gebäude: alle Türen sind verschlossen.

Mein lieber Mann erwartet mich in der Strandbar „Coqueluche“ bei Wasser und Wein sowie einem Café con leche (schlicht: Milchcaffé) für mich.

Idyllisch ist hier – heute – (am Sonntag ist Remmidemmi) Blick auf das Meer, die sich brechenden Wellen, gelegentlich vorbeiziehende Segelboote, schemenhaft können wir La Gomerra ausmachen. Da kann man die „Seele baumeln lassen“.

Danke, liebe Elisabeth, für diesen Tipp!

Übrigens: Wer keinen so lieben Taxifahrer hat, es gibt zwei Möglichkeiten: mit 2 Autos hantieren oder aber rauf und runter oder runter und rauf gehen. Ist kein Beinbruch.

La Caleta – Pueblo Canario – La Caleta

Erst heute Morgen haben Elisabeth und ich entschieden wo wir heute wandern gehen.
Die letzten Tage herrschte ja Weltuntergangsstimmung mit Sturm und heftigen Regenschauern.
Für heute waren die Wetteraussichten ganz gut.
Aber: In den Cañadas könnte Schnee liegen, der Teide leuchtet weiß, frisch verschneit.
Höhere Lagen kommen insgesamt nicht in Frage: zu nass, zu rutschig und somit zu gefährlich.
Küste?
Ja, das ist es. Vor allem, es gibt viele Lokale in die man sich bei einsetzendem Regen flüchten könnte.

Wander- oder besser Spaziergang: 9,8 km in 2 3/4 Stunden

Elisabeth fährt bis La Caletta und beim Restaurant Rosso sul Mare beginnen wir unseren Strand-Spaziergang.
Wir kommen kaum von der Stelle, denn erstmal OH! AH! Hast Du DIE Welle gesehen? Phantastisch! Grandios! Und noch ein Brecher!

Ich fühle mich 1 Woche zurückversetzt auf die Insel Sal, Cap Verden, da hatten wir genau am Donnerstag Tsunami-verdächtige Wellen und auch da konnte ich mit dem Fotografieren nicht aufhören, da immer eine noch wuchtigere, prächtigere Welle angerollt kam.

Wegbeschreibung erübrigt sich, immer am Meer entlang, am Hafen Colón vorbei, immer weiter auf der Promenade !

In einem Barranco, den wir queren müssen, steht Wasser. An andren Stellen ist der direkte Weg am Meer entlang gesperrt, Überflutung. Treppen sind zum Teil von Sand zugedeckt. Am Strand einbetonierte Tischchen, Abfallkübel: Die Wellen haben sie „entwuzelt“.

Die Fläche mit den Unmengen von Steinmännchen ist teilweise überspült.

Vor dem RIU Hotel sehen wir mit Bedauern wie sich die Wellen den gerade erst vor kurzem sehr aufwändig präparierten Strand mit Sandanschüttung zurückholen.

Elisabeth macht mich auf ein Denkmal aufmerksam: Die Skulptur stellt den Lebensretter, Javier Pérez Ramos, dar, der dabei selbst um’s Leben kam.

Unterwegs werden wir so quasi an jeder Ecke von Musik empfangen: Geiger, Mundharmonikaspieler, Gitarristen die auf einen Obolus hoffen. AQuch die „Sandmodellierer“ sind wieder aktiv.

Bis zum Pueblo Canario sind wir in 1 ¾ Stunde gegangen – da wir immer wieder stehen blieben, um das grandiose Naturschauspiel zu betrachten.
Hier stellen wir uns die Frage: Rufen wir Manfred an dass er uns holt und wir essen hier unten in einem der X Restaurants oder gehen wir zurück und essen außerhalb de Touristenbetriebes.

Elisabeth ist nach viel, gutem Salat! Den bekommen wir in Cabo Blanco bei Tío Julio.
Also ist es entschieden: Wir gehen zurück. Das schaffen wir nun in 1 Stunde.
Prima, Manfred muss sich nicht ins Auto setzen, wir holen ihn vor der Haustüre ab.



Fazit:
Für mich hätte es heute – bei diesem phantastischen Schauspiel der sich brechenden Wellen – keine schönere Tour geben können!
Zudem: Wir marschierten im herrlichsten Sonnenschein, anfangs wolkenloser, strahlend blauer Himmel all über all. Jedoch gegen Mittag sahen wir wie sich die Wolken über den Roque Los Brezos, Roque Imoque und El Conde schoben.

Der Teide blieb bis 14 Uhr immerhin davon verschont.
Wir sind überzeugt, wir haben es mit der Wahl unseres „Wanderweges“ richtig gemacht.

Übrigens

Eine Woche zuvor waren wir ca. 1500km südlich auf der Insel Sal

Abschluss der Küstenwanderungen

Puertito de Güimar
Abschluss der Küstenwanderung
von Playa de Santiago del Teide nach Candelaria

Heute wollte ich den letzten Schluss-Stein in die Künstenwanderung von Ost nach West – von West nach Ost einfügen.
Es sollte das Anschluss-Stück von der Wanderung „Malpaís de Güimar“ nach Los Roques werden.
Ich gebe auf!

Aber der Reihe nach:
Manfred und ich fahren nach Puertito de Güimar, schlendern auf der Plaza und der ca. 1 km langen Promenade bis zum Club Nautico. Dort sehen wir zu, wie eine Yacht aus dem Wasser gehoben wird.
Unser Eindruck von El Puertito de Güimar: Sehr gepflegt, sehr geruhsam, man hat den Eindruck, dass dieser Ort vom Tourismus fast unberührt ist.
Wir spazieren noch bis zum anschließenden Kies-Strand und können ausmachen, dass Richtung Autobahn noch ein Weg hoch zu führen schein, der auf keinem Kartenmaterial verzeichnet ist.
Ausprobieren ? Keine rechte Lust !

Also wieder zu unserem Auto. Wir fahren zur Autobahn hoch ,durch den Tunnel zurück bis zur nächsten Ausfahrt: La Caleta – Punta Prieta.
Es wird die nächsten ca. 5 km sehr abenteuerlich auf dieser kleinen, zum Glück so gut wie nicht befahrenen Küstenstraße durch die Örtchen La Caleta, Punta Prieta, El Tablado.
Da wir möglichst küstennah sein wollen, stecken wir zweimal fest. Kein Weiterkommen. Also nicht den Ehrgeiz haben, die kleinen, zum Teil  steilen Sträßchen Richtung Meer zu nehmen.
In Tablado muss man wieder zur Autobahn hoch, da geht nichts mehr weiter.

Fazit: Die geplante Abschluss-Wanderung war ein Satz mit X, also nix.

So kann ich abschließend zu dem gesamten Küstenabschnitt, den man „bewandern“ kann, sagen: Es gibt richtige Juwelstücke dazwischen.
Überraschend war für Elisabeth und mich zum Beispiel der Abschnitt zwischen Los Abrigos und El Médano, da wir solche Felsformationen hier nicht erwartet hatten.
Aber auch immer wieder gerne gehen wir die Strecke Von Palm-Mar bis zum Leuchtturm von Rasco.

Kann man bei der Wanderung an der Montaña Pelada bei Ebbe am Meer entlang gehen, dann ist es atemberaubend!

Ich habe mal versucht, alle gegangenen Abschnitte zusammen zu stellen.
Da kann sich ja jeder nach seinem Belieben „SEIN“ Sahnestückchen, seine Lieblingswanderung herauspicken.

Die diversen Abschnitte lassen sich auch gut zu längeren Touren verbinden. Je nach Gusto, Zeit, Lust, Laune, Kondition.
Viel Spaß! Viele schöne Eindrücke!

 

 

Impressionen des Tages

 

 

Auflistung unserer Küstenwanderungen

Von La Caleta bis Los Cristianos, Hotel Arona

Küsten-Promenaden-Wanderung

Wenn ich schon versuche, Küstenwanderungen von Westen – Santiago del Teide – nach Osten – Candelaria – oder umgekehrt, zu beschreiben, dann darf dieser Abschnitt auf keinen Fall fehlen.

Die Strecke

Die Strecke

Wanderwegstrecke: 12 km, 3 Stunden 15 Minuten
Schon lange habe ich mir vorgenommen, diesen ganzen Abschnitt mal in einem Stück zu gehen.

Im Informationsheft der Inselregierung wird ausgeführt:
„Rechnet man die Längen der Strände beider Gemeinden – Adeje und Arona – zusammen, kommt man auf über 8 km. Die gesamte Strecke entlang führt eine Meerpromenade – die längste von Europa“.

Ich nehme mal an, das bezieht sich „nur“ auf die Strecke, die auch für Rollstuhlfahrer geeignet ist.

Mein Wunsch war es jedoch in La Caleta, dem ehemals kleinen Fischerort, zu starten. Mit dem Bus 416 fuhr ich bis dorthin und schnell war ich an der vor einigen Jahren angelegten Uferpromenade. Nette, kleine P1170548Restaurants säumen diesen Abschnitt.
Da es noch früh war – 10 Uhr – konnte ich noch einige Angler beobachten.
Der Ort ist schnell durchschritten und man steigt zu einem urigen Sand-Stein-Strand ab. „Playa La Enramada“.
Früher war hier eine kleine Chiringuita, ein Strandbar mit Liegestühlen, man konnte die Beach-Volleyball Spieler beobachten. Das wurde – warum auch immer – platt gemacht.
Nachdem man über grauem Sand und feinem Kies fast bis an das EndeP1170552 der Bucht gegangen ist, gelangt man zu einer neu errichteten Standbar. Auch wieder mit Liegen, sicher schöner und komfortabler als die Vorgängerin, aber das Flair fehlt.
Will aber nicht meckern, eine Verbesserung gibt es jetzt: Holzbohlen erleichtern von hier aus das Weitergehen.

Schnell gelangt man an das erste große Hotel – hier:  H10 Costa Adeje –  auf der linken Seite. Das soll von nun an auch so bleiben:
Links, hoch oben die „Hausberge“: Conde, Roque Imoque und Los Brezos. Dann kommen die Hotelburgen und später die Geschäfte, Geschäfte Geschäfte, Restaurants und rechts die Badebuchten, das Meer und weit draußen die Insel La Gomera.

Eine „Bergbesteigung“ ist auch drin auf diesem Promenaden-Spaziergang.
Von hier oben hat man einen schönen Überblick: zurück nach La Caleta, nach oben die Hausberge hier im Süden und vor mir das Ziel: zumindest den Guaza-Berg kann man schon sehen, zu dessen Füssen liegt das Hotel Arona. Unten sehe ich die Steinmännchen, die ich auf der Wanderung von Ifonche nach Adeje erwähnte.
Mal ehrlich, verglichen mit denen von Lenggries sind sie doch etwas dürftig.
Macht nichts, ist nett und es haben sicher viele Leute Spaß gehabt.

Die Barranco-Querung ist problemlos, allerdings nicht für Rollstuhlfahrer.
Habe hier auch schon nach einem heftigen Regenfall erlebt, dass wir eine Menschenkette  bildeten, um durch den reißenden Strom in diesem Barranco zukommen.

Aber kurz darauf geht der geplättete Weg am Riu Palace Tenerife Hotel vorbei weiter.
Boulespieler kann man beobachten oder die weite Aussicht über den Kiesstrand.

Nach 40 Minuten Gehzeit habe ich den Bereich des Mirador de Duque erreicht mit dem markanten Hügel, auf dem ein burg-ähnliches Gebäude steht.
Es gehört einem Canario und ist Privateigentum. Es ist eine Mär, dass der spanische König bei den Besuchen auf der Insel dort wohnen würde.

Das Shopping Center „El Mirador“ lohnt einen Abstecher: Edle Geschäfte P1170583und eine schöne Gestaltung, wie ein Mexikanisches Dorf mit Kirche, die beherbergt aber ein Restaurant.

Zu Füssen liegt die Playa Duque. Hier ist alles einen Tick besser als auf der gesamten noch kommenden Strecke.
Restaurants und auch die zwei kleinen Geschäftchen laden zum Verweilen und Schauen ein.

Sehr aufwändig wurde die folgende Plaza vor dem nächsten „Shopping Center gestaltet.
Will man noch wesentlich mehr sehr schöne Geschäfte sehen, macht man einen Abstecher von der Promenade und folgt  der Straße hier aufwärts bis zum nächsten Shopping-Center „Plaza del Duque“.

Ich gehe jedoch unterhalb der „Burg“ vorbei und hier an dieser Bucht ist es lohnenswert bei Sturm zum Schauen zu kommen: Die Wellen, die sich hier brechen, sind sehenswert, das ist ein richtiges Schauspiel.

Ich komme an die „Playa Fañabe Adeje“,  hier findet man alles was das Herz begehrt und noch viel mehr:

Das nächste „Einkaufsparadies“ folgt, man möchte fast sagen: am laufenden Meter.
Restaurants und Geschäfte lösen einander ab, Sandgebilde gilt es zu bestaunen, Kinderbelustigung mit Hüpfseilen ist vorhanden, Minigolf, nicht nur für die Kleinen und Strandbars und und und.

Inzwischen bin  ich an der „Playa de Torvisquas“. Sehr komfortabel geht es über Holzbohlen weiter, will man unten am Jachthafen vorbeigehen und über Treppen dann wieder zur Promenade aufsteigen.
Kann oder will man keine Treppen steigen, bleibt man auf der Promenade und fährt mit dem Aufzug hoch.

Die nächste großzügige Bucht weitet sich aus, „Playa La Pinta“.
Kurz vor halb 12 Uhr zeigt die Uhr, mit Blick auf den Conde an: 19 Grad.
Es ist angenehm zu gehen: sonnig und leichter Wind.
Es überrascht sicher nicht, wenn ich sagen, ich bin am nächsten Einkaufspunkt „Kristal-Center“ angekommen.

P1170628Nur ein kurzes Stück weiter hat man einen guten Blick in die schöne Anlage des Hotels Jardin tropical. Das Restaurant dort unten am Wasser ist allgemein zugänglich und man isst dort sehr gut.
Auch das Hotel ist empfehlenswert: Im vergangenen Jahr haben sich zwei  befreundete Ehepaare – unabhängig von einander – dort einquartiert und waren sehr zufrieden.

Es geht leicht abwärts und die nächste Badebucht breitet sich aus: De „El Bobo“ im Gebiet des Pueblo Canario der Gemeinde Adeje.

Wer seinen Füssen Erholung gönnen will, der kann den „Fischchen-Service“ in Anspruch nehmen und sich in einer halben Stunde die Hornhaut abknabbern lassen. Witzig!

Vorbei an weiteren Restaurants (im Mania gibt es eine super Cava-Sangria, 1a, mit viel frischem Obst ) nahe beim Tourist-Info-Büro überquere ich einen Barranco über eine Holzbrücke und auf dem „Paseo Francisco Andrade Fumero“ geht es immer heiter weiter am Meer entlang – Geschäfte – Restaurants.

An der „Playa Honda“ säumen Palmen die Promenade und ein weiter, goldgelber Sandstrand löst einen Kiesstrand ab. Ich bleibe eine Weile stehen um den vielen, vielen Surfern bei dem Versuch zuzusehen, die perfekte Welle zu erwischen.

Gleich darauf gelange ich zu  „Mani Beach“, ein Seeschwimmbecken des Hotels Villa Cortes, das öffentlich zugängig und schön angelegt ist.

Das anschließenden Stück Promenade wird von  3 große Skulpturen – eine davon von J.L.Salvador – aufgewertet.

Aber es wird auch seitens der Inselregierung etwas für unsere Weiterbildung getan:
Eine Infotafel klärt auf:

„Wenn das Feuer dem Leben zugute kommt
Zwischen Teneriffa und La Gomera hat das Meer eine Tiefe von über 2.000 Metern. Der Grund hierfür liegt in dem vulkanischen Ursprung der Kanarischen Inseln und den unzähligen Vulkanausbrüchen, die über Jahrmillionen hinweig die Inseln, auf denen wir uns befinden aus dem Meer emporhoben. Diese enorme Tiefe, die Strömungen und andere klimatishe Faktoren haben diesen Meeresraum in ein ideales Habitat für Indische Grindwale, auch Kurzflossen-Grindwale genannt, Große Tümmler und viele andere Tiere verwandelt – eine Oase des Lebens,die unter dem Schutz internationaler Gesetze steht.

Die Bewohner der Meerestiefen sind ihre Lieblingsspeise
Die sich unmittelbar vor der Küste auftuenden Abgründe des Meeres beherbergen ausreichend Nahrungsquellen für die Grindwalde, so dass sie sich das ganze Jahr über in diesen Gewässern aufhalten können. Die wirklich, und nicht nur in  Legenden existierenden Riesen-Kalmare, die über 5 Meter lang werden können, leben in den Meerestiefen vor der Küste Teneriffas und stellen die Lieblingsspeise dieser Wale dar, die auf der Suche nach ihnen bis in eine Tiefe von 900 Metern hinab tauchen.“

So, nun bin ich bei der schönen Anlage „Santiago III“ angelangt.
Das Strandrestaurant „El Borondón“ erinnert an die sagenumwobene, verschwundene Insel.
Biegt man hier links ab, gelangt man in eine wunderschöne Pool-Anlage  und wo führt die Passage hin? In ein Shopping-Center.

Wer Geschäfte „gucken“ will, der ist hier richtig. Denn fährt man mit der Rolltreppe hoch, oder sportlich: man geht hoch, gelangt man in die Einkaufsmeile von Santiago III. Hier gibt es wirklich gute Geschäfte, wie auch bei Plaza de Duque, nicht den üblichen Souvenir-Kitsch und die Billig-Billig-Kleidchen und T-Shirts.

An der Promenade geht es erst an einem unbeaufsichtigtem Kiesstrand weiter, aber gleich anschließend ist die „Playa Del Camisón“ mit hellem Sandstrand und, welcher Luxus, hier lagern die Badegäste teilweise auch auf Gras unter Palmen.
Vor uns türmt sich schon ganz mächtig die Montaña Guaza auf  und an deren Ende lugt El Palmar hervor.

Nach strammen 2 ½ Stunden Gehzeit – ohne großen Ablenkungen – gelange ich an meinen absoluten Favoritenstrand: „Playa de las Vistas“!
Hier kann man so richtig an einem Stück schwimmen, eine halbe Stunde brauche ich entlang der Abgrenzung zum offenen Meer bis zum Ende der Bucht.
Kommen die Fähren von Fred Olsen oder die Arma herein, hat man so gar Wellengang bei absoluter Windstille.

2 Jungen aus England bemerken mein Interesse an ihren Künsten – Salto über die Mauer – Tricking! Das macht auch unser Enkel, wie ich ihnen erkläre. Da geben sie für mich eine extra Sonderschau! Ich bekomme bei diesen Künsten eine Gänsehaut.

In 10 Minuten gehe ich dieses Stück Promenade entlang, vorbei an der wievielten? Kurzlebigen Sandkunst, die die Erbauer eifrig mit Wasser besprühen, damit sie länger hält.

Die Fontäne im Meer ist heute nicht an und auch nicht allzu viele Leute sind im Wasser, es war einfach zu kalt die letzten Wochen.
Dafür bringen die Beach-Volley-Spieler vollen Einsatz.

Den Weg zum Hafen spare ich mir, daher biege ich von der Promenade ab und nehme die Unterführung, schaue, was die Fischstände noch haben und über die „Plaza de la Pescadora“, Platz der Fischerin,  vorbei an der Skulptur des Künstlers Fernando Mena von 2009 „Cetáceos“ = „Wale“ nehme ich den letzten Streckenabschnitt in Angriff.

Erstmal vorbei an dem Strandabschnitt „Playa de los Christianos – Arona“: Sandstrand und als Rahmen schöne Palmen, unter anderem die Bismarckia nobilis, dazu den Blick auf den Hafen und die ladebereite Fähre Arma.

An einer Kuriosität gehe ich vorbei. Es hält sich hier in all dem Touristen-Trubel ein altes kanarisches Anwesen, das auch noch bewohnt ist. Dagegen finde ich es traurig, dass ein großes, allmählich verfallendes Gebäude an exponierter Lage nicht renoviert und einer Nutzung zugeführt werden kann. Aber die Besitzer, eine reiche, kanarische Familie, hat daran wohl kein Interesse.

Über eine Palmen-Allee, vorbei an der Schwedischen Kirche,  emsigen Boule- und Minigolfspielern, den letzten Sandkunstwerke, den inzwischen schon wieder vergammelnden, neuen Hallen für den Sonntags-Markt, die – aus welchen Gründen auch immer nicht genutzt werden –  und einem P1170713Kies-Sandstrand, der „Playa de los Tarajales“ erreiche ich um 13:13 Uhr das Hotel Arona.
Bestaune hier noch mal die schön gestaltete Halle mit viel Farn und rufe nun meinen lieben Mann an, damit er mich abholt.

Fazit:
So wie ich es gemacht habe, muss man es nicht unbedingt nachmachen.
Aber zum Einen: Die verschiedenen Streckenabschnitte kenne ich zum Teil sehr sehr gut, andere nur so vom Durchspazieren und bei mir stand ja auch der Wunsch dahinter, der Vollständigkeithalber die Küstenwanderung mehr oder weniger komplett zu begehen und zu  beschreiben.

Meine Empfehlung ist: Sich so nach und nach die Abschnitte vorzunehmen, zu verweilen, zu bummeln.

Viel Spaß!

 

Viele Fotos

 

Küstenwanderung Tajao – El Médano

Heute wollen wir ein neues Puzzelteil dem großen Puzzle der Küstenwanderung von Ost nach West – von Candelaria nach Playa de Santiago del Teide – oder umgekehrt –  hinzuzufügen.

Im Lauf der Jahre haben wir immer wieder eine Teilstrecke zurückgelegt und nun sind wir dabei, die fehlenden Zwischenstücke „aufzufüllen“.

Nun also den Abschnitt von Tajao bis zum Bioklimatischen Dorf, die Weiterführung bis El Médano haben wir am 18. März diesen Jahres im Hin- und Rückweg von El Médano schon gemacht (und beschrieben).Track01

Wanderwegstrecke: 4 Stunden 25 Minuten, 13,7 km inklusive 15 Minuten Apfelpause

Mein lieber Mann setzt uns um 10:30 Uhr an der Playa von Tajao ab und los geht es
an der Küste entlang über dicke Kieselsteine bis zu dem Ort La Caleta.
Wir glaubten dieses Örtchen durch diverse Rundgänge zu kennen, wussten aber nicht, wie weit sich dieser Ort ausdehnt und immer noch gehören die nachfolgenden Ansiedlungen zu La Caleta, wie wir auf Nachfrage hin gesagt bekommen.
Schön kann man La Caleta wahrlich nicht nennen. Eine Ansammlung von Bauten, mehr oder weniger im Einheits-Kastenstil. Schmucklos, von der Salzluft zerfressen. Das macht auch die schöne Küste nicht besser.
ABER: Die Felsformationen sind wieder einmalig, die begeistern.
Fast möchte man sagen: Eine weitere „Mondlandschaft“ zur „Paisaje Lunar“ in Vilaflor.

Da wir möglichst nah am Meer gehen wollen, heißt es immer wieder im Zick-Zack runter und rauf, da teilweise sonst kein Weiterkommen ist.

Nach 45 Minuten erreichen wir über eine Treppe einen Kirchplatz, danach sollte man nicht die Calle La Perla Richtung Meer gehen, da ist Ende und wir mussten, begleitet von Hundegebell, zurückgehen. Wir durchwandern diesen Teil von Caleta und passieren oberhalb eine wunderschöne Bucht.

Weiter geht es durch diese Mondlandschaft, wir steigen auf und sind schon wieder in einem anderen Ortsteil. Hier geht man besser  durch die Calle Orotava, denn am Meer ist mal wieder kein Weiterkommen.
Rasch gelangen wir an das endgültige – von Palmen und Yukkaplamen gesäumte – Ende dieser langezogenen Ortschaft und betreten wieder „Wüstenlandschaft“.

Steine, Geröll, vom Wind geduckte Tabaiba dulce und ganz andere Gesteinformationen und -farben.
Dazwischen gelbe Tupfer des Hornklees und die Margeriten lockern das Bild auf.
Das kennen wir ja nun schon – besonders von der letzten Küstenwanderung – rauf und runter von einer Bucht zur anderen. Das gefällt uns, obwohl es nicht immer leicht ist, einen Pfad ausfindig zu machen.

Nach 1 ½ Stunden haben wir das Industriegebiet von Granadilla erreicht.
Statt uns in Richtung der großen Hallen zu halten, streben wir wieder dem Meer zu, schon ahnend, dass wir nicht bis dorthin gelangen werden: ein Zaun verwehrt das Weitergehen und Schilder, dass das Passieren verboten ist, machen es jedem klar: Hier nicht weiter.
Also steigen wir den schmalen Weg, immer am Zaun entlang, aufwärts: Links die riesigen Öltanks, Strommasten, zum Ausgleich aber rechts: fantastische Felsformationen und ein Margeritenfeld.
Nach einem Knick streben wir auf Gastanks zu und danach gelingt es uns – am Ende des Zauns – eine Abkürzung linker Hand Richtung Straße zu nehmen.

Nun marschieren wir – nicht sehr lustig, durch dieses langgezogene, großflächige Industriegebiet. Ein Lastwagen nach dem anderen rauscht an uns vorbei.
Dass wir wieder die Flucht zum Meer ergreifen, ist sicher verständlich.

Links sehen wir die Mauer für den zukünftigen Fracht- und Container-Hafen von Granadilla, der für knapp zwanzig Millionen Euros mit EU Geldern gebaut wird und 2015 fertig sein sollte.
Es kam aus Umweltschutzgründen zu einem Stillstand, da eine schützenswerte Seegraswiese gefährdet war und evtl. umgepflanzt werden sollte.

Rechts geht der Blick auf einen Windpark.
20 Minuten wandern wir wieder wegsuchend durch diese Landschaft, um dann auf den Hinweis zu stoßen, dassMeeresananas hier, im eingezäumten Gebiet, die Umsetzung des Planes stattfindet, die Meeres-MeeresananasIMGAnanas wieder anzusiedeln.
Diese Rarität hat uns Christobal, der Botaniker, auf einer Exkursion – wild in der Landschaft wachsend – gezeigt.

Kurz vor halb zwei sind wir am Windpark und darin befindet sich auch das bioklimatische Dorf.
Der Wächter will uns zuerst den Zugang verwehren und uns irgendwo oberhalb weiterschicken.
Da wir ihm aber erklären, wir wollen zum Info-Büro, der Rezeption des bioklimatischen Dorfes, beschreibt er uns dann so gar den Weg.
Hier können wir feststellen, dass seit unserem Besuch im Frühjahr ein neuer ökologischer Lehrpfad entstanden ist, in dem auf die verschiedensten Formen der Sonnen- und Windenergie mit Anschauungsmodellen aufmerksam gemacht wird. Der Rundgang ist sehr schön links und rechts eines künstlichen Bachlaufs mit schöner Bepflanzung.
Auf einer der Ruhebänke, im Sonnenschein und vom Surren der Windräder begleitet,  legen wir mal wieder unsere obligatorische Apfelpause ein und verweilen so ca. 15 Minuten.

So, von nun an wissen wir wo’s lang geht.

Mal wieder runter zum Meer, an einigen dieser bioklimatischen Häusern vorbei – beschrieben habe ich darüber ausführlich unter der obenerwähnten Wanderung im März. Aus einen erst am 4. 12. 2014  erschienen Artikel in der Zeitung „Diario de Avisos“ wissen wir, dass sich im ersten Jahr – 2011 – 175 Personen in einer Ferienwohnungen hier eingemietet haben, in 2014 sind es  bis jetzt bereits 2.361  Personen, davon 29,2 % Deutsche, gefolgt von 14,57 % Spaniern und 10,61 % Russen.

Am Meer geht es über Kiesel entlang, ein Aufstieg hoch, rechts bis zur Hinweistafel auf das Naturschutzgebiet der Montaña Pelada – dem kahlen Berg -, das kleine Mäuerchen übersteigen wir. Es geht wieder runter zur nächsten Bucht, Aufstieg, Abstieg zur nächsten Bucht, dann ein längerer, steiler Aufstieg auf diesem kahlen Felsen.
Von oben haben wir einen schönen Blick auf den entstehenden Hafen, die Windräder, das bioklimatische Dorf.

Hier oben halten wir uns nunmehr rechts auf einem sehr gut präparierten Weg – im März hielten wir uns links und gingen im großen Bogen um diesen Kessel – gelangen nun an einen Punkt oberhalb der großen Photovoltaik-Anlage, haben sogar den Blick auf den noch etwas verschneiten Teide und von hier aus geht es bergab.
Anfangs noch auf einem gut auszumachenden Pfad, dann suchen wir uns zwischen den Felsen und Tabaibabüschen das Weiterkommen und gelangen nach einem kurzen Aufstieg unterhalb der ersten Häuser von El Médano auf die Straße, wo wir, nach kurzer Wartepause – von meinem lieben Mann eingesammelt werden.

 

Besonderheiten:

El´Médano

El Médano[1]

Fazit:
Der Abschnitt zwischen Tajao und Bioklimatischem Dorf kann man sich getrost schenken.
Wenn man an dem Ort La Caleta und dem Industriegebiet interessiert ist, genügt es, wenn man mit dem Auto durchfährt. – Dafür entschädigte der zweite Teil unserer Wanderung wieder hinreichend!

Restaurant:
Da wir angedacht hatten, Silvester wieder im Mirador Centilena oberhalb von Valle de San Lorenzo zu feiern, wollten wir testen, ob das Essen und die Atmosphäre noch so gut sind wie in unserer Erinnerung.
Daran haben wir gut getan, denn ganz offensichtlich hat ein Besitzerwechsel stattgefunden.
Die Aussicht ist nach wie vor einfach traumhaftschön, Essen war dagegen schrecklich.
Das Secreto ibérico war dick in Streifen geschnitten, das Gemüse Matsch, das Apfelkompott überwürzt, lediglich die breiten Fritten waren akzeptabel.
Schade! Sehr schade! Nicht mehr empfehlenswert.

Foto-Impressionen unserer Wanderung