Artikel getaggt mit Hathor

Ägypten – Samstag, 24. Januar 2009

5. Tag

Assuan – Isis-Tempel

Die Nacht über ankert unser Boot an der Nilinsel Kobania.
tag05_0020Welche Überraschung am Morgen: Keine Sonne, trüb, ein kalter Wind begleitet uns auf dem letzten Stück Nilfahrt nach Assuan. 9 km vor Assuan legt die Dahabeya am linken Nilufer an.
Wir frühstücken zum ersten Mal unter Deck.
Heute Vormittag ist die Besichtigung des Isis-Tempels auf der Insel Agilkia, oder auch Neu-Philae genannt, angesagt.
Ahmeds Organisation klappt wieder hervorragend. Wir fragen uns, wie das früher gehandhabt wurde als es noch keine Handys gab.
Nach dem Frühstück, um ½ 9 Uhr,  holt uns ein kleines Motorboot-Fährschiff ab,  um uns über den Nil zu bringen. Wir klettern eine kleine Anhöhe hinauf und schon werden wir von einem kleinen Bus erwartet, der uns zur Bootsanlegestelle zum Isis-Tempel in Assuan bringt.

Dort herrscht bereits reges Treiben, jedoch – wie durch Zauberkraft –tag05_0070 haben wir in Null Komma Nix wieder ein Motorboot für uns, das uns an phantastischen Felsformationen vorbei – sie gehören zum 1. Katarakt – zur Insel bringt.
Wir steigen zum Isis-Tempel hinauf und, wie könnte es anders sein? Ahmed erklärt:
„Erstmal die Geschichte der Insel Philae. Sie wird als die Perle Ägyptens genannt. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts, während des Baus des ersten Damms, wurde die Tempelanlage für mehrere Monate unter Wasser gesetzt.
Nach dem Bau des Assuan-Staudamms 1971 war der Tempel komplett unter Wasser. Ägypten bat die Welt um Hilfe und 40 Länder, darunter auch Deutschland, beteiligten sich an dieser Rettungsaktion.
Der erste Vorschlag, die Insel Philae komplett mit Glas zu ummanteln, wurde verworfen.
Der zweite Vorschlag kam zum Tagen: Zuerst wurde um die Insel ein Damm gebaut, das Wasser abgepumpt und die Bauwerke konnten dann austrocknen. Danach wurden die Steine nummeriert, in 37.363 Blöcke, die zwischen 2 und 25 t schwer waren und auf die 300 m entfernte, höher liegende Insel Agilkia verfrachtet und originalgetreu wieder aufgebaut. 3 Jahre nahmen diese Arbeiten in Anspruch und seit 1979 steht Philae auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten.

Der älteste Bauteil von Philae stammt aus der Zeit Nektanebos I. (30. Dynastie), dann führten die Ptolemäer den Bau weiter und selbst die Römer bauten noch daran. Die Dekorationen stammen aus dieser Zeit.
Isis war sicher die beliebteste ägyptische Göttin. Sie stand als Göttin für die königliche Macht, sie war Gemahlin des Osiris und Mutter des Horus. Sie konnte das Dies- und Jenseits miteinander verbinden. Sie war gleichzeitig Mutter-, Frauen-, Geburts- und Totengöttin. Sie ist die Tochter des Geb und der Nut.

Der Isis-Kult ist derjenige, welcher der römischen Christianisierung am längsten widerstand. Selbst das Edikt des Kaisers Theodosis, der das Christentum 391 n. Chr. zur Staatsreligion erklärte, konnte die hartnäckigen Isisverehrer nicht von der Insel vertreiben. Der Tempelbetrieb wurde erst 537 n. Chr. auf  Befehl Kaiser Justinian I. eingestellt.

Ahmed weist noch daraufhin, dass die letzte Hieroglypheninschrift  aus dem Jahre 394 n. Chr. stammt.
Inzwischen sind wir oben am Tempel angekommen und sehen zwei langetag05_0110 Säulengänge, die den Aufgang zum Haupt-tempel flankieren. Wir stehen vor dem ersten Pylon, 45,8 m hoch und 18 m breit. Ptolemäus der XII ließ sich über-dimensional darstellen, nach dem Motto: „Ich bin da, ich bin der Herrscher“. Er tag05_0113opfert Isis, ihrem Sohn Horus, Ihrer Schwester Nephthys und der Göttin Hathor und wirft die Feinde nieder.
Vor dem Sockel gab es zwei Obelisken und zwei Löwen aus Granit.
In den seitlichen Nischen gibt es Halterungen für die Fahnen, die zu den verschiedenen Anlässen gehisst wurden.
Erinnerungsschriften der Franzosen von 1780 gedenken an den Kampf
der Franzosen gegen die Mamluken.

Wir betreten den Tempel und Ahmed macht uns neugierig, er will uns
etwas zeigen, das nur einmal in Ägypten dargestellt ist. Aber erst später.

Zuerst bestaunen wir im Innenhof die Säulen, die an den oberen Enden tag05_0225das Gesicht der Göttin Hathor tragen. Nur diese Göttin wurde von vorne abgebildet, die Gesichter aller anderen Götter sind immer von der Seite dargestellt.

Von dort gelangen wir in den beeindruckenden tag05_0226Hauptteil, den eigentlichen Isistempel, welcher der Göttin und ihrem Sohn Hapokrates geweiht war.
Ahmed erklärt uns, dass die Bezeichnung „Harpokates“ die Bezeichnung für Horus in kindlicher Form war. In der Darstellung „Horus als Kind“ wurde er nackt mit Jugendlocke und Finger im Mund abgebildet, teilweise auch auf dem Schoß seiner Mutter Isis sitzend.

Auf dem zweiten Phylon sehen wir wieder Ptolemäus den XII. wie er dentag05_0224 Göttern opfert. Innerhalb des Vorhofes befindet sich eines der schönsten und besterhaltensten Geburtshäuser. Die Reliefs dort zeigen Szenen aus der Kindheit des Horus, dem Sohn der Isis, die mit diesem Haus für die Geburt geehrt wurde. Dem Geburtshaus gegenüber liegen Gebäude für die Priesterschaft.

Der große Granitstein ist eine Schenkung tag05_0170Ptolemäus des VI., denn in seinem  24. Regierungsjahr war er hier.
Ahmed macht uns auf die stark zerstörten Reliefs aufmerksam, wie wir sie bereits im Edfu-Tempel gesehen haben. Dies haben die Christen zu verantworten, denn in römischer Zeit wurde der Tempel in eine Kirche umgewandelt. Wir sehen überall christliche Inschriften und Kreuze.

Durch eine Seitenpforte gelangen wir zum Hadrianstor, das auf die dem  ursprünglichen Standort benachbarte Insel Bigge ausgerichtet war. Der Sage nach fand Isis auf Bigge den Kopf von Osiris und hier soll sich auch das Grab des Osiris befinden.

Im Hadrianstor ist die von Ahmed versprochene einmalige Darstellung, die es sonst nicht in Ägypten gibt:
„In der Nordwestecke des Tors sehen wir ein kleines Relief:tag05_0160
In seiner Höhle, tief unter den Granitblöcken des Katarakts, kauert der Nilgott Hapi. In den Händen hält er zwei Gefäße, aus denen der Fluss gespeist wird und eine Schlange umrankt das Ganze.“
Man nahm früher an, dass die Quelle des Nils hier im 1. Katarakt lag.
tag05_0190Ahmed macht uns noch auf eine schöne Darstellung des Osiris in Gestalt eines Vogels aufmerksam mit seiner Seele KA, dem Doppelgänger.

Wir machen noch einen kleinen Spaziergang vorbei am Hathortempel, der von Ptolemäus VI. und VIII erbaut wurde, unter Kaiser Augusts wurden Erweiterungsarbeiten fortgeführt. Hathor, die Göttin der Liebe und Mutterschaft. Diesen Tempel darf mantag05_0238 nicht betreten, jedoch macht uns Ahmed von außen auf die Reliefs aufmerksam, die den Gott Seth zeigen wie er Harfe und Tamburin spielt.
Natürlich besichtigen wir auch noch den Trajanskiosk, der unterKaiser Trajan (98 – 117 n. Chr.) erbaut worden sein soll. Er sollte eine Ost-West-Prozessionsachse zum  Haupttempel schaffen. Das Bauwerk blieb jedoch unvollendet, da Reliefs und Inschriften fehlen.

Anschließend haben wir uns eine Teepause verdient. Ahmed unterbreitet uns die Alternative für die Gestaltung des Nachmittags:
Wir haben die Möglichkeit, jetzt wieder zum Schiff zurückzukehren, dort Mittag zu essen und am Nachmittag den fakultativen Ausflug auf die Insel Elephantine und die Besichtigung eines nubischen Dorfes sowie die Stadtrundfahrt vorzunehmen.
Oder: Wir schließen diesen Ausflug jetzt sofort an, nehmen ein späteres Mittagessen zu uns und machen am Nachmittag – nach einer Ruhepause – die Stadtrundfahrt mit Besichtigungen.
Wir entscheiden einmütig: Späteres Mittagessen.
Also ordert Ahmed wieder ein Motorboot und es geht zurück zur Anlegestelle. Wo wir bereits wieder von dem Minibus erwartet werden und erst mal zum Assuan-Staudamm weiterfahren.

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Ägypten – Samstag, 24. Januar 2009

5. Tag

Insel Elephantine – Nubisches Dorf

Schnell sind wir an der Motorboot-Anlegestelle nach Elephantine.
Hier gibt es kein Gedränge und ein Boot steht sofort zur Verfügung.
Über eine breite Treppe gehen wir zum Museum hoch, das wir als erstes besichtigen.

Es ist in der Villa untergebracht, die sich einer der Erbauer des alten Damms hier errichten ließ. Leider ist das Museum sehr ungepflegt, lieblos und die Schätze, die aus der alten Zeit sind, sind auch nicht überragend. Einige Mumien aus ptolemäischer Zeit und Texte der Totenbücher aus derselben Zeit ragen davon noch hervor.
Nach kurzer Zeit verlassen wir den trostlosen Ort und während des Spaziergangs zum Tempel erzählt uns Ahmed wieder die Geschichte der Insel:

„In der Ptolemäer-Zeit entwickelte sich hier auf Elephantine eine bedeutende Siedlung im Gebiet des heutigen Assuan, die der Grenzsicherung diente. Ihren Namen erhielt die Stadt von dem damals schon hoch geschätzten Elfenbein, das wie Gold und Weihrauch aus dem Süden hierher gebracht wurde.
tag05_0340Der vollkommen zerstörte Tempel wird seit 1969 unter Federführung des deutschen archäologischen Instituts in Kairo und dem Schweizer Institut rekonstruiert.

Der Tempel geht auf die 18. Dynastie zurück. Hatschepsut ließ diesen Tempel für Satet, die Herrin des 1. Katarakts und ihren Mann Chnum errichten. Chnum soll hier gelebt haben.

Eine kleine Götterkunde zwischengeschoben:
tag05_0360Chnum ist der widderköpfige Gott von Elephantine. Er formt auf einer Töpferscheibe die Lebewesen und ihr Ka. Er gilt als Schöpfergott und Bringer der Nilüber-schwemmung. Seine Gemahlin ist die Göttin Satet und deren gemeinsame Tochter ist die Göttin Anuket.
Satet wird als Göttin der Überschwemmung verehrt. Sie galt auch ab dem Mittleren Reich als Hüterin der südlichen Grenze.
Sie steht mit der Nilschwemme in Verbindung, wobei nicht genau geklärt ist ob sie für das Ansteigen oder das Abschwellen der Nilschwemme verehrt wird
.“

tag05_0350Eine ausgezeichnete Skulptur der „Kuh-Ohrigen“ Göttin Hathor finden wir gleich zu Beginn im Tempel. Auf den Reliefs können wir sehr schön Hatschepsut erkennen, die sich ja immer in Form eines Mannes darstellen ließ. Sie trug den Bart, da sie nicht die rechtmäßige Nachfolgerin des Throns war. Sie ließ sich göttlich gebären von Gott Amun-Ra. Die zum Teil unvollständigen Reliefs wurden durch Zeichnungen ergänzt, so dass man sich vorstellen kann, wie es einmal war.“
Ahmed warnt uns vor, in Luxor am Hatschepsut-Tempel werden wir mehr von dieser Pharaoin erfahren.
Er zeigt uns die schönste Szene im Tempel:tag05_0370
„Die Göttin Satet, Chnoms Frau, in einem schönen Kleid und der Krone umarmt Hatschepsut.“
Er führt weiter aus, dass Thutmosis III., ein erbitterter Feind von Hatschepsut, ihr Antlitz ausmerzen ließ.

Wir wandern weiter auf dem großen tag05_0420Ausgrabungsfeld zur alten Stadt, die aus ungebrannten Lehmziegeln erbaut war.
Auf unserem Rundgang kommen wir natürlich wieder an einem Nilstandmesser vorbei. Bis ins 19. Jahrhundert wurde das Nilometer, das als das älteste Ägyptens gilt, verwendet und wir wissen bereits aus den Besichtigungen der anderen Tempel, dass nach der Höhe der Überschwemmung die zu erwartenden Ernten und die daraus ermittelten Steuern berechnet wurden. Natürlich steigen wir hinab bis wir nasse Schuhe haben.
Sehr malerisch ist es, dass aus einer Ecke der Insel plötzlich einige Ziegentag05_0440 zu uns stoßen. Und wir haben von hier aus einen wunderbaren Blick auf den 1. Katarakt mit seinen gewaltigen, glatten und seltsam geformten Felsen.

Wir wechseln von hier aus hinüber in das nubische Dorf auf Elephantine. tag05_0460Ahmed klärt uns wieder auf, dass besonders wichtig in dem Dorf  die Moschee und die Schule sind. Ohne Planung entstand diese Siedlung. Die bevorzugte Farbe ist blau. Ahmed macht uns auf Teller an der Eingangstüre aufmerksam: Sie weisen daraufhin, wie großzügig die hier lebenden Menschen sind. Andere Plaketten machen auf die Hochzeit aufmerksam, wieder andere verkünden, dass der Bewohner in Mekka waren, wann und mit welchem Verkehrsmittel.
tag05_0620Wir sind in einem Haus zum Tee eingeladen. Selbstverständlich ist es hier sehr ordentlich und wir können sowohl Küche wie Schlafräume, Vorratsräume und Bad besichtigen. Alles ist in kräftigem Blau gehalten. Eine Besonderheit: Als Haustier 2 kleine Krokodile im Käfig.
Sachen gibt es: Hier in diesem Haus ist zur Zeittag05_0630 eine Holländerin auf unbestimmte Zeit zu Besuch. Sie ist an den Rollstuhl gefesselt, in dem engen Haus ist ein Fortbewegen damit aber nicht möglich, also behilft sie sich mit einem Skatbord auf das sie sich legt um von Zimmer zu Zimmer zu gelangen. Seit 22 Jahren kennt sie diese Familie, kommt jedes Jahr und fühlt sich hier ausgesprochen wohl.
tag05_0470Was uns schockt ist der Dreck, der Unrat der vor jeder Haustüre liegt, auf den Straßen und Plätzchen. Unmengen neugieriger Kinder umlagern uns. Wir können noch einen Blick in tag05_0640einen „Supermarkt“ werfen. Sehenswert.
Mein lieber Mann, dem es nicht so gut ging, hat sich den Rundgang durch das nubische Dorf gespart und ich muss im Nachhinein sagen:
Es war gut so für ihn.

tag05_0690Wenn ich ehrlich bin, ich bin froh als wir zur Bootsanlegestelle zurückkommen und  um 12.40 Uhr wieder mit dem Motorboot zu  unserem Schiff fahren.

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Ägypten – Sonntag, 25. Januar 2009

6. Tag

Abu Simbel

Wie gut, dass wir gestern Abend früh ins Bett gingen, denn heute in der Frühe klingelt um 2.40 Uhr (zwei Uhr vierzig) der Wecker.
Im Licht der Taschenlampe waschen, anziehen, die gepackte Tasche schnappen und in den Salon zum angesagt kleinen Frühstück nur für uns zwei: Kaffee und Kuchen. Und: Alé, der Manager hat doch tatsächlich für uns den für das Licht zuständigen Generator angeworfen und überreicht uns für ein zweites Frühstück zwei liebevoll verschnürte Lunchpakete. Auch Ahmed ist aufgestanden, um unseren Transfer sicherzustellen.
Das bereits gestern Abend angekommene Motorboot erwartet uns. Der Bootsfahrer nächtigte hier, denn nachts dürfen in Assuan keine Motorboote fahren . Wir ankern ja 9 km vor Assuan daher ist es hier kein Problem uns schon um 3.30 Uhr über den Nil überzusetzen.
Die Prozedur kennen wir schon: 10 Minuten Bootsfahrt, den Abhang hinauf und oben werden wir schon wieder von einem Pkw erwartet der uns zur Phoenix-Schiffanlagestelle bringt. Hier steigen wir als Erste in den Bus Nr. 13 ein und um 4 Uhr ist Abfahrt zur Konvoi-Sammelstelle.
Heute ist es mit unserer kleinen Runde vorbei, denn das uns mit uns reisende Ehepaar war schon in Abu Simbel, so dass wir mit dem großen Konvoi – heute 30 große und kleine Busse, in der Hauptreisezeit bis zu 80  – fahren müssen.

tag06_0020Die Fahrt geht durch die Wüste, den ersten Teil dösen wir vor uns hin,  um später nur Sand, Sand, Sand zu sehen und den Ausführungen des Reiseleiters Mohamed zuzuhören.

Er führt aus, dass 1813 ein Schweizer, Johann Ludwig Burckhart, auf einer Feluke, auf der Suche nach der Quelle des Nils, die im Sand verschüttete Anlage entdeckte.
Freigelegt wurde sie schließlich 1817 von Giovanni Battista Belzoni.
Durch die Anstauung des Nils durch den Assuan-Staudamm erlitt Abu Simbel das Schicksal wie – um nur ein  Beispiel zu nennen – der Isis-Tempel auf Philae, er versank in den Fluten des Nassersees.
Auch hier gab es die verschiedensten Überlegungen, wie er gerettet werden könnte. Eine davon, ihn zur Unterwasserbesichtigung unter Glas zu legen.

Man entschied sich jedoch auch hier, den Tempel und die Skulpturen in tausende Stücke zu zersägen und an anderer Stelle neu erstehen zu lassen.
Ein Konsortium aus schwedischen, französischen, deutschen und italienischen Spezialisten benötigte vier Jahre – von 1964 – 1968 – und 40 Millionen US-Dollar, um die erste Lösung zu verwirklichen. Die Tempel wurden 210 m landeinwärts und 65 m höher wieder zusammengesetzt.
tag06_0150Sie wurden in mit Naturstein verkleidete „Hügel“ aus Beton eingebettet.

Inzwischen ist es 7.30 Uhr  und wir sind angekommen.
Ein kurzer Spaziergang bis zum Eingang, wir reihen uns in die Scharen der ebenfalls Besichtigungswütigen ein und über eine kleine Anhöhe hinauf, eine Biegung, den Nasser-Stausee vor uns und links um die Ecke der erste Blick auf die Kolossalstatuen. AH!
tag06_0060Wir gruppieren uns um Mohamed und lauschen seinen Ausführungen. Wir müssen uns erst einmal „einhören“, denn durch das gute Deutsch von Ahmed sind wir sehr verwöhnt.
„Gewaltig! Gewaltig ist der Tempel von Abu tag06_0070Simbel. An den anderenTempeln in Edfu, Kom Ombo, Philae sahen wir die Tempel erbaut Stein auf Stein. Hier nicht! Der ganze Tempel ist in den Felsen geschlagen.
nefertariRamses der II. baute nicht nur diese Tempelanlage sondern da drüben rechts noch eine kleinere Anlage für seine Gemahlin Nefertari.
Ramses der Zweite regierte 67 Jahre, ist im Alter von 92 Jahren gestorben.
Ramses der Zweite hat viel für Ägypten getan, er hat es verbreitert, vergrößert: bis zum Norden von Afrika und nördlich von Kairo bis zur südlichen Türkei. Damaskus, Teil von Libanon, Lybien, alle diese Länder waren unter der Herrschaft Ramses II.
Ramses der Zweite hat über 30 Tempelanlagen erbaut.  Ramses der Zweite ist nie als alter Mann dargestellt, er ist immer jung dargestellt.
Ramses II. war ein gesunder Mann. Er war mit vielen Frauen, man sagt mit 55, verheiratet. Er hatte viele Kinder, man sagt er hatte  200 Söhne und Töchter.
Trotz der vielen Frauen hatte er nur eine Lieblingsfrau, Nefertari. Fürtag06_0110 sie erbaute er diese Tempelanlage.
Warum ließ Ramses II.  die Tempelanlage hier erbauen?
Meine Damen und meine Herren, wir sind drei ein halb Stunden mit dem Bus gefahren. Sie habe nichts außer Wüste gesehen. Alles ist nubisches Land. Die Nubier hatten eine hohe Kultur. Sie haben immer gegen Ägypten tag06_0080gekämpft und haben auch mal in Ägypten regiert.
Ramses II.  ließ den Tempel hier erbauen um zu sagen, ich habe die Nubier besiegt, ich bin ihr Herrscher.
Sehen sie die vier Figuren?  Eine davon ist 1810 bei einem Erdbeben heruntergefallen. Der Kopf liegt zu Füßen. (meine Anmerkung: es muss dann wirklich naturgetreu wieder rekonstruiert worden sein!) Also sehen sie diese drei.  Es ist unglaublich. Alle drei sehen sich absolut ähnlich, Doppelkrone von Unter- und Oberägypten, Kopftuch mit der Uräusschlange auf der Stirn, Augen, Nase, Mund, und das ist aus Granit mit einfachstem Werkzeug gehauen.
Sehen sie, Ramses ist dargestellt mit einem Bart. Was bedeutet das? Alle tag06_0090aägyptischen Könige kann man mit einem angeklebten Bart sehen, es bedeutet, ihm Würde zu geben.
Sie sehen in der Mitte zwischen den 20 m hohen Sitzfiguren Ramses des II. befindet sich der Eingang zum Tempel, darüber ist eine Reliefstatue des eigentlichen Sonnengottes Re-Harachte dargestellt als Sonnenscheibe und den falkköpfigen Horus und darüber 20 Paviane, die den Sonnenaufgang begrüßen. Erinnern sie sich, wo wir noch die Paviane gesehen haben? Im Edfu-Tempel, die Scheibe die den Sonnengott darstellt mit den Pavianen?“

Ramses macht nun ein Experiment. Er braucht 4 Männer, die sich neben ihn stellen.
Er erläutert:
„Drinnen, im Heiligtum, werden sie 4 Götter sehen.
Den ersten Platz nimmt Re-Harachte ein, dargestellt mit der  Sonnenscheibe.
Den zweiten Platz nimmt Ramses ein. Zu erkennen: Auf seinem Kopf zwei Kartuschen. Er ist kein normaler Mensch, er ist ein Gott.
Er ist neben Re-Harachte und Amun-Ra, der Vater aller Götter.
Den dritten Platz nimmt Amun-Ra ein und
den vierten Platz nimmt Ptah, Gott des Schatten, ein.
Die Sonne geht täglich ihren Kreis aber bescheint täglich nur die Füße der drei Götter: . Re-Harachte, Ramses und Amun-Ra aber nie Ptah, den Gott des Schatten.
Nur zweimal im Jahr geht die Sonne weiter in den Tempel und erreicht die Gesichter der drei Götter: das erste mal am 21. Oktober, das war der Geburtstag Ramses des Zweiten und das zweite mal am 21. Februar, das ist der Krönungstag Ramses des Zweiten.
Ist es nicht unglaublich, dass die alten Ägypter es so ausrechnen konnten?
Es ist unglaublich. An diesen beiden Tagen ist es heute ein absolutes Schauspiel und Tausende von Leuten kommen um das zu sehen, aber sie können gar nicht alle im Tempel Platz finden. Die im Tempel das Erlebnis haben, sind schon Tage vorher gekommen, für diese eine Minute.
Durch die Umsetzung des Tempels hat es sich um einen Tag verschoben. Trotzdem unglaublich!
Sie sehen, Ramses ist viermal dargestellt. Warum nicht zwei- oder dreimal?
Ramses ist ein Gott, er ist kein normaler Mensch. Vier bedeutet die vier Himmelsrichtungen. „Ich bin der Herrscher der ganzen Welt“.
Er führte die Kadisch-Schlacht gegen ein Volk, das hieß Hethiter. Er besiegte sie und was machte er? Er heiratete die Tochter des Hethiter Königs und das nennen wir den ersten Friedensvertrag Ägyptens.

Meine Damen, meine Herren, im Inneren des Tempels darf leider keine Führung sein, so sage ich ihnen jetzt, der Eingang ist 50 m lang und 15 m hoch. Wie war es damals möglich, ohne Eisen und Träger so etwas zu schaffen? Es ist unglaublich!
Unglaublich ist auch, dass die Farben noch sehr, sehr gut erhalten sind, sehr intensiv.
Ich zeige ihnen nun einige Bilder: Die Säulenhalle, dann hier ist Ramses der Zweite in der Osirisform dargestellt. Osirisform nennen wir immer die Darstellung in Mumienform.
In der ersten Halle  sehen sie die Darstellung Ramses in der Kadisch-ramses_ii_at_kadeshSchlacht. Er ist kein normaler Mensch, also ist er auf dem Streitwagen mit 2 Bogen und 2 Pfeilen dargestellt. Er kämpft gleichzeitig gegen zwei Feinde.

In der zweiten Halle sehen sie die heilige Barke des Sonnengottes Re-Harachte.
Weiter drin sehen sie Gott Amun-Min,  Gott der Fruchtbarkeit.
Im Heiligtum sehen sie dann die vier Götter, einer davon ist Ramses, als Gott dargestellt und ganz rechts den Schattengott.

Es gibt noch viele Nebenkammern und Magazine zu sehen.

Wenden wir uns nun dem Nefertari Tempel zu. Sie sehen 6 Figuren.  tag06_0130Ramses ließ ihn ja für seine Frau erbauen und man möchte annehmen, dass sie die Hauptfigur ist, aber nein! Vier mal ist Ramses dargestellt und nur zweimal seine Lieblingsfrau Nefertari.
Der Tempel war auch für die Göttin Hathor gebaut und Hathor war, wie sie wissen, Göttin der Freude, Liebe und Zufriedenheit und sie wird  viel als Kuh oder kuhohrig dargestellt.
Drinnen werden sie vier Säulen sehen auf denen Hathor und Nefertari dargestellt sind.
Warum ließ Ramses für Nefertari den Tempel bauen? Man vermutet dass sie Nubierin war, sehr hübsch.“

Mohamed macht immer wieder darauf aufmerksam, dass ja eigentlich Nefertari die Hauptperson sein sollte, dass sich aber Ramses stets im Vordergrund darstellen ließ und Nefertari hinter ihm. Ganz deutlich wird es bei der Opferdarbringung an die Göttin Hathor. Er zeigt wieder Bilder, zum Beispiel Nefertari zwischen Isis und Hathor wie sie von diesen zur Göttin gekrönt wird. Er zeigt auch die Darstellung Seths mit Horus. Er erzählt noch mal aus der Entstehungsgeschicht von Seth und Osiris.
Soviel zu den Tempeln drinnen.
Nun haben wir „Freigang“ und wälzen uns mit den Massen durch die Tempelanlagen.
Es ist jedoch ganz erstaunlich, hält man sich links in den Nebenräumen auf, ist man fast alleine und hier ist auch die Luft etwas besser.
Erstaunlich ist wirklich die Farbintensität und durch die gute Vorbereitung durch Mohamed findet man auch die beschriebenen Szenen. Fotografieren darf man leider auch nicht, so müssen wir uns später auf die Abbildungen in einem Buch beschränken.
10 Uhr ist wieder Treffen am Bus an-gesagt. Auf dem Weg dorthin siehttag06_0136 es teilweise aus, als seien wir alleine. Ein Stück weiter werden wir heftig von den Händlern mit Büchern und Tüchern belästigt. In einem Geschäft erstehen wir total überteuert ein Buch über Abu Simbel. Handeln mit dieser Intensität liegt uns nicht. Ich hasse es!tag06_0170w
Dennoch war die Fahrt nach Abu Simbel ein Erlebnis.

Knapp 3 Stunden später sind wir nach 275km wieder an der Phoenix-Schiffanlegestelle. Die Rückfahrt war schneller, da der Umweg über die Sammelstation wegfiel.
Auf meine Frage, wie wir nun wieder zu unserem Schiff kommen, erklärt uns Mohamed, wir sollen im Bus sitzen bleiben bis alle ausgestiegen sind, wir werden dann die 9 km mit dem Bus zurückgebracht.
Für den großen Bus war es dann allerdings etwas schwierig einen Wendeplatz auf der schmalen Straße zu finden, aber auch das gelang dem guten Fahrer und der Motorboot-Fahrer erwartete uns bereits wieder. Und wir, wir sind wieder von Ahmeds Organisationstalent begeistert.
Noch die zehnminütige Nilüberquerung und wir werden um 1 Uhr 30 bereits von der Reling von dem mit uns reisenden Ehepaar und Ahmed freudig begrüßt, sie haben mit dem Mittagessen auf uns gewartet.
Ist das nicht nett?
Sie berichten, dass sie den Vormittag mit einem Bummel über das hinter unserem Ankerplatz liegende Dorf verbracht haben und sind ebenfalls ganzdsc_0994 begeistert, dass die Schiffsbesatzung so besorgt um sie war, dass einer sie begleitete. Sie sahen noch wie der Brunnen von einer im Kreis gehenden Kuh betrieben wird.
Nach dem Mittagessen gesteht uns Ahmed eine Ruhepause bis gegen 15 Uhr zu, dann geht es zum letzten Ausflug hier in Assuan, zum Botanischen Garten.

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Ägypten – Montag, 26. Januar 2009

7. Tag

Hatschepsut-Tempel

Vom  Tal der Könige fahren wir vorbei an den vielen Geschäften, die Alabasterarbeiten verkaufen direkt in den Talkessel Deir el-Bahari zum tag07_0327Parkplatz des Hatschepsut-Tempels.
Natürlich Eintrittskartenkauf und wir wandern die etwas längere Strecke bis zum dreistöckigen Terrassentempel der Hatschepsut.
Erst sagt man wieder : AH! gewaltig!

Inzwischen ist die Aufnahmekapazität meines Diktiergerätes erschöpft, so dass ich mich für das Folgende auf mein Gedächtnis, notierte Stichpunkte und diverse Unterlagen stützen muss.

„Hatschepsut, die Tochter von Thutmosis I. und seiner Frau Ahmose, war früh verwitwet (ihr Halbbruder und Ehemann war Thutmosis II.) und hatte zwei Töchter, wobei man vermutet, dass die zweite Tochter aus einer Verbindung mit dem Architekten Senemut stammt. Sie regierte für ihren minderjährigen Stiefsohn Thutmosis III., der aus einer Verbindung von Thutmosis II. und der Nebenfrau Isis entstammte. Sie war also gleichzeitig Tante und Stiefmutter für den Jungen. Sie schickte ihn nach Memphis, wo er aufwuchs. Sie übernahm – wider jegliche Tradition, den Pharaonenthron. Sie wird der 18. Dynastie – Neues Reich – zugeordnet und regierte etwa von 1479 – 1458 v. Chr. Als Legitimation verbreitete sie den Bericht von ihrer göttlichen Zeugung und ihre Amtseinführung durch Amun.
Die Priester des Amun-Re  “spielten“ mit. Im Namen der Götter vollzogen sie die Kleidungsänderung, übergaben ihr die Königsinsignien und mit dem Aufsetzen der Krone beider Länder geschah Amun-Res Wille, „sie soll Ägypten beherrschen“.
Sie ließ sich stets als Mann darstellen, mit dem angeklebten Bart, was, wie wir ja inzwischen wissen: „Würde“ bedeutet.
Das Volk akzeptierte sie und diente ihr „in Demut“, denn in vielen Bereichen setzten unter Hatschepsut Entwicklungen ein, die alle sozialen Schichten mit einschloss. Ihre Regierungszeit  – 22 Jahre -wird insgesamt als eine blühende Epoche beurteilt und zählt zu den Glanzzeiten der ägyptischen Geschichte
Aus ihrer Expedition nach dem sagenhaften Punt – sie gilt als die erste botanische Sammelreise der Geschichte – brachte sie Weihrauch in Töpfen, Ebenholz, weitere Gegenstände und Tiere mit.
Als Baumeisterin ragte sie mit ihrem eigenen Totentempel hervor. Sie ließ ihn neben dem vor 500 Jahren errichteten Terrassen-Tempel des Mentuhotep I. errichten und weihte ihn Gott Amun und der Göttin Hathor. Jedoch auch mit zahlreichen Bauten im Amun-Tempel von Karnak – der auf derselben Achse liegt wie dieser Tempel – setzte sie sich ein Denkmal.
Als Architekt wird Senenmut vermutet und da man ebemfalls vermutet, dass sie mit ihm eine „Affäre“ hatte, denn sonst wäre es ihm nicht gestattet gewesen, sich auch im Tempel „zu verewigen“. Damit war die Hoffnung verbunden, dass er mit ihr im Jenseits weiterleben kann. Er wollte am Fuße des Tempels sein Grab errichten, damit verscherzte er sich aber die Gunst von Hatschepsut und man hörte nichts mehr von ihm.“
Der Haupt-Tempel, den wir nun besichtigen, sticht durch seine eigenwilligste Schöpfung der ägyptischen Tempelarchitektur hervor. Der Terrassenbau wirkt fast modern. Er erhebt sich in drei in den Hügel gehauenen säulengeschmückten Terrassen bis zum Allerheiligsten tief im Felsen.
tag07_0325Seit 2001 ist der dreistöckige Terrassenbau wieder zu besichtigen.
Den Aufweg bis zur unteren Terrasse haben wir beschritten und sehen auf der untersten Ebene die leider sehr zerstörten Reliefs die den Transport des Obelisken von Assuan zeigen.
Wir gehen die breite Rampe bis zur zweiten – der mittleren – Ebene hoch. Der 2. Portikus wird geprägt von  der „Punthalle“ auf dem linken südlichen Flügel. Hier können wir die Darstellungen der Punt-Expediton betrachten. Zwischen Punt – auch Kusch genannt – am Horn von Afrika – und Ägypten gab es gute Handelsbeziehungen. Weihrauch und Myrrhe waren teure, im Tempeldienst aber unverzichtbare Importgüter. In der Hoffnung, die beschwerlichentag07_0330 Reisen in Zukunft umgehen zu können, ließ Hatschepsut die wertvollen Bäume in Pflanztrögen nach Ägypten schaffen. Es handelt sich praktisch um die erste botanische Sammelreise.
Gut auszumachen sind auf den Reliefs die Weihrauchtöpfe und diverse Pflanzen. Die Darstellungen Hatschepsut sind jedoch zerstört, was auf das Werk ihres Stiefsohnes, Thutmosis III., zurückzuführen ist, der seine Stiefmutter hasste, die ihn um den Thron gebracht hatte, und alles, was an sie erinnerte, ausmerzen wollte. Jedoch auch Amenhotep IV. beteiligte sich später daran, der wohl nicht ertragen konnte, dass eine Frau als Pharaonin – und dann auch noch erfolgreich – regiert hatte.
Auf der rechten, nördlichen Seite betreten wir die „Geburtshalle“. Sie wird tag07_0412von zweimal elf Pfeilern getragen. Achmed zeigt uns die Reliefs, die sich mit dem Thema der „göttlichen Geburt“ beschäftigen. Die Legende besagt, dass Hatschepsut das Ergebnis der „heiligen Hochzeit“ ihrer Mutter Ahmose und des Gottes Amun ist, der sich ihr in der Gestalt ihres Ehemannes  Thutmosis I. näherte.
An die Geburtshalle schließt sich die Kapelle für den schakalköpfigen Totengott Anubis an.tag07_0421
Auf diesem mittleren Hof, südlich der Punthalle, befindet sich außerdem das Heiligtum, das der kuhohrigen Göttin Hathor geweiht wurde und deren Gesicht die Säulenkapitell ziert.

tag07_0380Ein schönes Relief ist wie die Göttin Hathor in Kuhgestalt Hatschepsut die Hand leckt.
Eine weitere Rampe führt auf die obere Terrasse mit einem Säulenhof und dem dahinterliegenden Allerheiligsten.
An jeder Säule war früher eine Statue Hatschepsut in Osiris-Haltung dargestellt – auf jeder Seite neben dem Eingang waren es 13. Jetzt sind noch 9 vorhanden, eine wird restauriert.
Eine riesige Wadjit-Schlange ziert die Rampe, die das Heiligtum vor den bösen Mächten schützen sollte. Die Vorderansicht wird mit einem Portikus und die rückwärtige durch die Felswand der Berge begrenzt. tag07_0425In der Mitte befindet sich der Eingang zum Heiligtum des Amun, das sich zum Berg hin öffnet. Das „Allerheiligste“ besteht aus drei aufeinanderfolgenden Räumen und hier verbrachte die Götterbarke mit der Statue des Gottes Amun die Nacht, wenn sie bei den feierlichen Prozessionen die Nekropolen von Theben besuchte.
Genau hinter dem Allerheiligsten liegt im Tal der Könige auf derselben Achse  dann das Grab Nr. 20 von Hatschepsut und über den Nil wiederum liegt auf derselben Achse der Karnak-Tempel
Jedes Jahr wird am Todestag des jeweiligen Pharao dann das “Schöne Fest des Wüstentals“ gefeiert.

So, inzwischen ist es 13 Uhr und wir denken, es reicht. Wir haben Hunger, denn das Frühstück liegt ja schon lange zurück. Ahmed hat uns ein tag07_0480Mittagessen in einem schönen Restaurant versprochen, in dem wir wieder typisches ägyptisches Essen serviert bekommen werden.
Er hat nicht zuviel versprochen. Wir Vier – inclusive Fahrer – können in dem hübsches Restaurant im Garten sitzen und das Essen, unter anderem auch Ente, schmeckt vorzüglich, wenn wir auch leider wieder auf die wunderbare Salatplatte – aus bekannten Gründen – verzichten.
Eine Stunde haben wir uns Zeit gelassen und weiter geht die Fahrt.

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